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15 Quellen

Gabun / Demokratische Republik Kongo / Armenien

Gabun

Unterlegener Oppositionskandidat Ondo Ossa bezeichnet Militärputsch Oliguis als eine "Palastrevolution", da Brice Clotaire Oligui Nguema Cousin des abgesetzten Ali Bongo sei, der zudem noch unter Einfluss von Halbschwester PBongo stehe, die bereits zuvor Außenministerin und Kabinettschefin bis Tod ihres Vaters Omar Bongo 2009 war, als auch Oligui maßgeblich Macht verlor, wobei tatsächliche biologischer Verwandtschaftsgrad zwischen Familie Bongo und Oligui umstritten zu sein scheint (von GAOfoulhast-Othamot); Nach RUANDA und KAMERUN tauscht auch UGANDAs Präsident Yoweri Museveni Militärführung teilweise aus (von JBarigaba).

20 Quellen

Spanien / Israel / Sudan

Gabun

Wahlzentrum genehmigt 19 der 27 beantragten Kandidaturen für die im August anstehenden Präsidentschaftswahlen, wobei sich 2 wichtige Oppositionspolitiker+ aus Wahl zurückziehen und somit Bündnis gegen seit 1967 regierende Familie Ali Bongo Omar Bongo schwächen (von JLBihan).

4 Quellen

Anfang der 2020er in Gabun

Meldung

Anfang der 2020er in Gabun.

17.07.2020: - Gabun ernennt mit Raponda erste Frau zu Premierminister; war Bürgermeisterin der Hauptstadt und soll Wirtschaftskrise entgegensteuern (bbc).

29.12.2020: - Gabun verändert Verfassung dahingehend, dass Präsident und Premierminister nach deren Amtszeit Immunität genießen; Verfassungszusatz klärt außerdem Vertretung des Präsidenten durch ein Triumvirat, falls dieser ausfällt; so geschah es 2018 mit Präsident Ali Bongo, der einen Herzinfarkt auskurieren musste (17.1), woraufhin unklar war, wer dessen Amtsgeschäfte übernehmen solle.

24.05.2022: - Gabun verbietet Demonstration gegen Präsenz französischer Truppen im Land.

30.07.2022: - Französische Ermittler klagen gegen 5 Kinder des Ex-Präsident Omar Bongo wegen betrügerischer Erwirtschaftung von >85Mio€; O.Bongos Sohn A.Bongo derzeit amtierender Präsident.

24.02.2023: - Gabun enthält sich bei UN-Abstimmung zur Verurteilung des russischen Krieges in der Ukraine aufgrund des "Fehlens von Initiativen für Frieden und Dialog".

Anfang der 2020er in der Republik Kongo.

20.03.2021: - Präsident Nguesso verspricht vor Präsidentschaftswahlen Diversifizierung der Landwirtschaft, um Öl-Abhängigkeit zu lösen. Nguesso ist seit 36 Jahren im Amt, aber in den letzten Jahren, und insbesondere 2020 ist der Erlös aus dem Verkauf natürlicher Ressourcen immer weniger bei der Bevölkerung angekommen, weswegen mehrere Krisen drohen.

21.03.2021: - Zugriff auf Internet während heutiger Wahlen stark eingeschränkt; Oppositionskandidat Kolelas mit Malaria und/oder Covid im Krankenhaus; Verfassung verbietet Abhaltung von Wahlen, wenn Kandidat+ nicht antreten kann.

22.03.2021: - Präsident Nguesso gewinnt Präsidentschaftswahlen; mit 15% zweitplatzierter Oppositionsführer Kolélas (61) heute an Covid und Malaria verstorben; Verfassung der RKongo sieht Verschiebung der Wahlen vor, wenn Kandidat+ stirbt; Verfassungsmäßigkeit der Präsidentschaftswahlen daher unklar.

03.03.2022: - Opposition lehnt Gesprächsangebot des Präsidenten Nguesso ab; Nguesso wollte so vor anstehenden Wahlen Konsense finden.

16.07.2022: - Regierungspartei PCT gewinnt bei erster Runde der Parlamentswahlen absolute Mehrheit; zweite Runde Ende Juli.

11 Quellen

Irak / Osteuropa / Sri Lanka

Frankreich / Gabun

Französische Ermittler klagen gegen 5 Kindes des Ex-Präsident Omar Bongo wegen betrügerischer Erwirtschaftung von >85Mio€; O.Bongos Sohn Ali Bongo derzeit amtierender Präsident.

0 Quellen

USA / Tansania / Gabun

Meldung

Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.