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Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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Nachrichten zu Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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27.04.2022 — Russland / Tigray People’s Liberation Front / Mali

Burkina Faso

Burkina Faso und Guinea bitten Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft um mehr Zeit, um Übergangsphase von Militärregierung zu ziviler Regierung zu vollziehen; ECOWAS will beide Länder bei Übergang begleiten.

15 Quellen

22.04.2022 — Kenia / Mali / Russland

Mali

Mali will nun zweijährige Übergangsphase zu Wahlen, statt wie bisher vierjährige (9.1); Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft fordert 1,5-jährige; FR wirft russischen Wagner-Gruppe vor, angeblich französische Kriegsverbrechen zu inszenieren.

9 Quellen

28.03.2022 — Salomoneninseln / Total / Gruppe der Sieben

Meldung

Beninischer Präsident Talon übernimmt Vorsitz des Westafrikanischen Währungsunion UEMOA; Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft will in Westafrika eigene ECO-Währung (20.6) einführen, die in Konkurrenz zu CFA-Franc der UEMOA unter Einfluss FRs steht.

12 Quellen

25.03.2022 — Zentralafrikanische Republik / Tigray People’s Liberation Front / Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft erkennt General Assimi Goïta als malischen Präsident an; spontanes Treffen in Ghana; Übergangsphase zu ziviler Regierung soll verkürzt werden.

13 Quellen

18.03.2022 — Gambia / Guinea-Bissau / Senegal

Meldung

Diese Militäroperation führte zu einer Fluchtbewegung nach Gambia, von der mindestens dutzende, wenn nicht hunderte Menschen betroffen waren. Die Zahl könnte steigen. Die gambische Regierung stellte 85.000€ für Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Eine solche Militäroperation im Grenzgebiet zweier kooperierender Staaten gegen eine transnational aktive Miliz bietet Anlass zur Annahme, senegalesische Truppen könnten auch in Gambia zum Einsatz kommen. Die Involvierung der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, gegen die MFDC-Gruppen 2017 in Gambia kämpften, macht diese Annahme nicht unwahrscheinlicher. Neben Gambia und Guinea-Bissau, die Senegal u.a. mit Impfstoff-Diplomatie an sich bindet, hat der Senegal in Frankreich, den und strategische Partner - perfekte Voraussetzungen für den Vorsitz in der Afrikanischen Union, den Senegal seit Februar 2022 innehat. Die MFDC warf darüber hinaus 2021 der Türkei vor, auf Seiten des Senegals zu kämpfen und der Senegal warf dem Iran 2011 vor, die MFDC zu bewaffnen.

6 Quellen

18.03.2022 — Casamance / Gambia / Senegal

Meldung

2 Der Bürgerkrieg bis 2014 In Casamance kämpft seit 1982 die Mouvement des forces démocratiques de Casamance (Bewegung der demokratischen Kräfte der Casamance) MFDC für ihre Unabhängigkeit. Dabei handelte es sich immer wieder um einen recht inaktiven Konflikt. In den 1990ern stand die Casamance im regen Austausch mit der erfolgreichen Rebellion im benachbarten Guinea-Bissau und profitierte auch nach der Machtübernahme mutmaßlich von dem neuen internationalen Partner. Auch in Gambia fand die MFDC in Präsident Yahya Jammeh einen strategischen Verbündeten. In diesem Zeitraum bis 2001 starben tausende Menschen im direkten Kampf oder als Folge von Kriegsverbrechen. Gut 60.000 wurden vertrieben. Seitdem forderte der Konflikt nicht mehr so viele Opfer. In dieser Zeit begann die Zersplitterung der MFDC, die bis heute anhält. Heute tritt die MFDC also nicht mehr geschlossen auf. 2014, sieben Jahre nach dem Tod des MFDC-Anführers schlossen die MFDC-Gruppen Frieden und erklärten einen einseitigen Waffenstillstand. Seitdem galt der Casamance-Konflikt als schlafender Konflikt. Weil in dem Krieg zuvor auch Landminen zum Einsatz kamen, stieg die Zahl der Toten im Casamance-Konflikt trotz der Waffenruhe.

3 Die Entwicklung seit 2017 2017 brach in Gambia eine Staatskrise aus und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS intervenierte militärisch. Einige MFDC-Gruppen kämpften dabei auf Seiten Jammehs, verloren aber. Seitdem hat sich Gambia als strategischer Partner der Zentralregierung im Senegal erwiesen. Die MFDC-Gruppen finanzieren sich mutmaßlich durch illegalen Holzhandel und rückten in den letzten Jahren durch die zunehmende Gewalt in diesem Geschäft in den Fokus senegalesischer und gambischer Sicherheitskräfte. Das Holz wird über Gambia vermutlich im großen Stil nach China exportiert, nachdem der gambische Präsident Jammeh seit seinem Amtsantritt 1996 den illegalen Holzhandel mitorganisiert hatte. Im März 2020 verkündete der senegalesische Präsident Macky Sall höhere Strafen für die „katastrophale“ illegale Rodung von Hölzern. 2018 tötete eine MFDC-Gruppe bei einem Überfall 13 Menschen in der Casamance. Im Januar 2021 startete die senegalesische Armee mit 2600 Streitkräften eine Militäroperation gegen zwei MFDC-Gruppen. Senegal wurde dabei von Guinea-Bissau unterstützt. Dabei wurde ein großes Waffenlager und ein Marihuana-Feld gefunden. Die Casamance gilt außerdem als Durchgangslager für den Kokain- und Waffenhandel und Menschenschlepperei. Das Nachbarland Guinea-Bissau gilt als Hotspot für den transatlantischen Drogenhandel – eine Verbindung der Casamance nach Guinea-Bissau ist also denkbar. Eine weitere Militäroperation erfolgte im Mai 2021. Beide fanden im Süden der Casmance statt. Im Januar 2022 geschah ein Vorfall, der die neueste, seit dieser Woche laufende Militäroperation auslöste. In Gambia wurden sieben senegalesische Streitkräfte der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Militärmission von einer MFDC-Gruppe der Sadio-Fraktion entführt und vier getötet. Die Streitkräfte sollten in der Grenzregion Holzschmuggel aufdecken. Laut Sadio fanden die Kämpfe allerdings in der Casamance im Senegal statt. Ihm zufolge hatten die ECOWAS-Truppen seine Stellungen angegriffen. Im Februar 2022 wurden die sieben Streitkräfte wieder befreit. Am 13. März 2022 verkündete der Senegal eine dritte Militäroperation gegen MFDC-Kämpfer der Sadio-Fraktion an der Grenze zu Gambia, also in der nördlichen Casamance, aber auch im weiter südlicheren Sindian wird über Gefechte berichtet. Zwar versprach die senegalesische Armee die „Vernichtung“ dieser Gruppe, doch laut Abdo Latif Aidara vom Afrikanischen Zentrum für Strategische Intelligenz ist der Umfang der Operation recht gering und zielt auf demnächst stattfindende Verhandlungsgespräch ab, bei denen Senegal die Überhand behalten will.

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