Flucht über Libyen zunehmend eingeschränkt.
Am Dienstag ist für den Osten Libyens ein Einreiseverbot für Staatsbürger:innen aus vier afrikanischen Ländern verkündet worden. Menschen aus dem Sudan, Somalia, Eritrea und Äthiopien dürfen nun nicht mehr über den von General Haftar kontrollierten Teil Libyens einreisen. Ihnen drohen somit weitere Repressionen bei der Flucht.
Für viele Menschen aus Afrika südlich der Sahara ist Libyen der einzige Fluchtweg und Durchgangskorridor auf dem Weg nach Europa. Für die kommenden Jahre wird eine hohe Migrationsbewegung über die Route erwartet, wobei mit einem Anstieg von Todesfällen und Menschenrechtsverletzungen gerechnet werden muss.
Bereits heute stecken Hunderttausende in Lagern in Libyen fest. Amnesty International kritisiert die Ausweitung der Kooperation der EU mit Libyen, während „rassistisch motivierte Massenverhaftungen, willkürliche Inhaftierungen und rechtswidrige kollektive Abschiebungen von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten“ eskalieren.