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Afrika

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Nachrichten zu Afrika

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Januar 2024

Meldung

Januar 2024 Das Jahr 2024 startete ereignisreich mit dem Beitritt von 5 neuen Ländern zum Staatenbund BRICS: Iran, Saudi Arabien, die VAEmirate, Ägypten, Äthiopien. In Lateinamerika ging die Vor-Wahlzeit in Venezuela in eine neue Phase über, als das Verfassungsgericht den Antrag der Regierung Nicolás Maduro zuließ, die Oppositionsführerin María Corina Machado zu den Wahlen zuzulassen, in Ecuador brach an einem Dienstag in der größten Stadt Guayaquil mit Gefängnisrevolten, Angriffen in der Öffentlichkeit und der kurzzeitigen Besetzung eines TV-Studios durch Jugendbanden der organisierten Kriminalität scheinbar die Ordnung zusammen, woraufhin der neue Präsident Daniel Noboa die Banden zu Terroristen erklärte und den Krieg ausrief, und in Argentinien arbeitet der neue Präsident Javier Milei an der größten Staatstransformation unserer Geschichte. Haiti blieb wegen seiner desolaten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation berichtenswert, zu der sich im Januar eine neue „Revolution“ unter Anführung des umstrittenen Guy Philippe gesellte, während in Kenia ein Gericht der Entsendung der 1000 Polizisten für die internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti untersagte.

Der Iran stand im Januar besonders im Fokus, etwa wegen eines Anschlags auf die Gedenkfeier für den 2020 getöteten Quds-General Qasem Soleimani, den 2024 anstehenden Wahlen, wegen Drohungen gegen Israel, Aktivitäten iran-naher Milizen in Irak und Syrien, dem kurzzeitigen gegenseitigen Beschuss mit Pakistan (der sich scheinbar in Wohlgefallen auflöste), aber auch dem erneuten Anspruch Aserbaidschans an den durch Armenien verlaufenden und an den Iran grenzenden Zangezur-Korridor. In Pakistan stehen nun endlich Wahlen an, in Bangladesch sind die Wahlen bereits mit einem Sieg der Regierung Sheikh Hasina gegen die boykottierende Opposition zu ende gegangen und in Myanmar gerät die Militärregierung Min Aung Hlaing 3 Jahre nach ihrem Putsch zunehmend unter Druck.

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21.01.2024 — Sudan / Papua-Neuguinea / Westasien

USA / Afrika

Jüngster Ausschluss von UGANDA, der Zentralafrikanische Republik, NIGER und GABUN von US-afrikanische Freihandelszone-Freihandelsabkommen mit USA wird wohl kaum wirtschaftlichen Einfluss haben, da die 4 Länder nicht zu den Ländern gehören, die viel nach USA exportieren (von Jschotte).

15 Quellen

19.01.2024 — Aserbaidschan / Armenien / Kosovo

Mosambik

Islamistische ASWJ-Rebellion in nördlicher Provinz Cabo Delgado scheint durch Militäreinsätze RUANDAs und der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika dauerhaft unterdrückt worden zu sein (von KHumphrey).

Deutschland / Afrika

NGOs warnen vor erheblichen negativen Folgen durch Kürzung der deutschen Entwicklungshilfe um 2Mrd€, wie im derzeitigen Haushalt vorgesehen (von ALehmann).

14 Quellen

13.01.2024 — Myanmar / Israel / Jemen

Gesundheit

Laut WHO werden auch 2024 vermutlich Cholera-Fälle, insbesondere im südlichen Afrika und HAITI zunehmen, weil Cholera-Impfungen knapp geworden sind; SAMBIAs Präsident Hakainde Hichilema ruft Menschen auf, wieder zurück aufs Land zu ziehen (von WStrzyzyznska) und begrenzt Zeit für Gottesdienst auf 2 Stunden; Mindestens 3 Tote bei Protesten in Nord-MOSAMBIKs Cabo Delgado bei gewaltsamen Protesten gegen Regierung Filipe Nyusi, da sie angeblich selber Cholera verbreite; Kap Verde löscht Malaria aus (von WStrzyzyznska).

Afrika

Dachverband der Bischöfe Afrikas bezeichnet jüngste Lockerung der Segnungs-Richtlinien für Homosexuelle als "unangebracht".

16 Quellen

09.01.2024 — Frankreich / Ecuador / Somalia

Haiti

Gericht erlässt Haftbefehl gegen bis 2016 regierenden Ex-Premierminister Martelly und dessen Interims-Nachfolger Privert wegen Korruption und Mittäterschaft bei Drogenhandel; Oppositionelle Montana-Gruppe ruft zu "disruptivem" Übergang von Regierung Ariel Henry zu neuer Regierung auf; Laut Zentralbank haben 2023 250 Bank-Führungskräfte Land verlassen, wohingegen meisten Haitianern+ geregelte Ausreise nicht möglich ist, da ihnen nur 19 Länder, mehrheitlich in Afrika und Asien Visums-freie Einreise gewähren, von denen zudem nur 4 in Karibik sind; Reiseunfreiheit führt zu illegaler Migration, die hunderttausende Haitianer in Mittel- und Südamerika in lebensgefährliche oder prekäre Situationen bringt.

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05.01.2024 — Ägypten / Syrien / Jemen

Meldung

Begleittext zu den Nachrichten vom 05. Januar 1958 (kurz) Ein Blick in die Zeitungen von vor 66 Jahren zeigt, wie volatil die Grenzen auf der Weltkarte sein können: Die Sowjetunion gibt es seit 1991 nicht mehr, die Tschechoslowakei seit 1992 nicht mehr; das westasiatische Militärbündnis löste sich 1979 auf; der Staatenbund zwischen Ägypten und Syrien gründete sich am 01. Februar 1958 als Vereinigte Arabische Republik, wurde im März durch einen losen Zusammenschluss von Nord-Jemen ergänzt, löste sich aber 1961 auf; die Westindische Konföderation britischer Kolonien bestand bis 1961 und danach bewies sich für manche seiner Mitgliedsstaaten, dass auch kleine Inseln durchaus souveräne Staaten und Mitglieder der UN sein können, wie etwa Barbados, deren Präsidentin Mottley sogar (nicht offizielle) Anwärterin für das Amt der UN-Generalsekretärin ist; Indonesien behielt seine abtrünnigen Provinzen und wurde 1962 durch West-Papua ergänzt, das sich damals aus der Herrschaft der Niederlande löste; und die Föderation Malaya stellte 1958 den Festland-Teil des heutigen Malaysias einschließlich Singapurs dar und ging 1963 mit den Gebieten auf Borneo in Malaysia auf. Vielleicht wird man in 66 Jahren in ähnlicher Weise auf die politische Weltkarte von 2024 blicken und sich wundern, was z.B. Südsudan, BRICS und Bosnien gewesen sein mag.

Die afro-asiatische Konferenz in Kairo 1957/58 war die zweite Konferenz dieser Art nach der bahnbrechenden Konferenz im indonesischen Bandung 1955 und auf sie folgten 1960 und 1963 noch zwei weitere in Guinea und Tansania. Sie begleiteten den ausgedehnten Entkolonialisierungsprozess in Afrika und Asien, waren aber, wie in den Meldungen anklingt, nicht unumstritten. Die Konferenz in Kairo wurde weniger von Regierungsvertretern, sondern von Vertretern+ der Zivilgesellschaft besucht, die für manche Regierungen, wie die indische Regierung Nehru ein zu enges Verhältnis zur Sowjetunion pflegten, während sich eigentlich gerade die Bewegung der Blockfreien Staaten gründete.

Der Nicht-Angriffspakt MacMillans kam nicht zustande, der venezolanische Präsident Jimenez floh am 23. Januar vor einem weiteren Militärputsch, Ausgaben von Sartres Zeitung wurde fünf mal im Kontext des Algerienkrieges beschlagnahmt, die MNLA-Rebellion in Malaya verblasste noch im Jahr 1958 und Waffenhandel zwischen Israel und der BRDeutschland begann 1960.

2 Quellen

05.01.2024 — Ägypten / Großbritannien / Sowjetunion (historische Ausgabe vom 05.01.1958)

Karibik

Britische Kolonien Antigua und Barbuda, Barbados, Cayman, Dominica, Grenada, Jamaika, Montserrat, Anguilla, St. Lucia, St. Vincent, Trinidad und die Turks-Inseln schließen sich auf Initiative Großbritanniens zu Westindischer Konföderation zusammen; Alleine wäre es kleinen britischen Kolonien, wie auch in Afrika, Asien und Ozeanien, wohl nicht möglich, souveräne Staaten und Mitglieder der UN zu werden.

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31.12.2023 — Afrika / Europa / Osteuropa

Meldung

Jahresendstatistik Auf dieser Karte habe ich alle Landes-Erwähnungen in diesem Kanal 2023 dargestellt. Je heller der Farbton, desto weniger oft habe ich das Land erwähnt. Besonders im südlichen Afrika und im nördlichen Europa liegen dabei die Flächenstaaten, über die ich in diesem Kanal am wenigsten berichtet habe, gefolgt von Regionen wie Osteuropa, Nordwestafrika, Zentralasien und Südostasien. In den Top 15 zu Afrika, Asien, Europa und Amerika habe ich bereits die am häufigsten erwähnten Länder dargestellt, die sich in Westeuropa, Ostafrika, Westasien und Ostasien bündeln.

Erstmals vereinte kein Land mehr als 4% der Berichterstattung auf sich, sodass die dunkelste Farbstufe nicht erreicht wurde.

2023 habe ich 7281 Striche auf meine Strichlisten gesetzt, verglichen mit 9407 im Jahr 2022. 2024 werde ich diesen statistischen Rückblick bereits Anfang Dezember machen, um die Weihnachtszeit zu entlasten.

Ich freue mich über Rückmeldung!

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27.12.2023 — Afrika / Sudan / Libyen

Meldung

Top 15 Afrika Der Sudan war 2023 erstmals das am häufigsten erwähnte afrikanische Land in diesem Kanal, was am komplexen Friexensprozess im 1. Jahresdrittel und dem Krieg seit dem 15. April liegt. Als Kriegsland würde ich auch noch immer Libyen bezeichnen, ebenso wie Somalia, wo die Berichterstattung maßgeblich, aber nicht nur durch den Krieg beeinflusst war: in beiden Ländern gab es auch ein gewisse Erholung staatlicher Institutionen zu berichten.

Niger war in der 2. Jahreshälfte besonders wegen des dortigen Putsches und (nicht ganz so) entschiedenen Antwort der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft in den Schlagzeilen, ebenso wie Mali und Burkina Faso.

Im benachbarten Nigeria fanden im Frühjahr zwar Wahlen statt, aber durch den Rückgang der Berichterstattung über den "Banditen"-Konflikt im Nordosten des Landes, nahm die Berichterstattung auch insgesamt ab.

Zuletzt sei Tunesien erwähnt, wo Präsident Kais Saied insbesondere im Sommer wegen seiner Diplomatie und anti-Migrations-Rhetorik Aufsehen erregte.

(2022).

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26.12.2023 — Europa / Ukraine / Afrika

Meldung

Top 15 Europa Der Krieg in der Ukraine blieb auch 2023 ein maßgeblicher Schwerpunkt für meine Europa-Berichterstattung, die jedoch deutlich abgenommen hat. 2023 fiel Europa im Kontinentevergleich auf den 4. Platz hinter Afrika, Asien und Amerika, während unser Kontinent 2022 noch den 1. Platz belegte.

Trotzdem fanden in Europa und Deutschland berichtenswerte Ereignisse und Entwicklungen statt: Verfassungsgerichtsurteile, Wahlergebnisse und Wirtschaftszahlen werden hierzulande zurecht als "historisch" bezeichnet, aber die vergleichsweise niedrigen Nachrichtenzahlen in diesem Kanal sind ein Hinweis darauf, dass die Geschichte vor allem in den anderen Teilen der Welt geschrieben wird. So bestand beispielsweise meine Frankreich-Berichterstattung neben Nachrichten über innenpolitische Zustände vor allem aus dem Verhältnis Frankreichs der Welt und vice versa.

Die Berichterstattung über Serbien blieb nicht nur wegen den dortigen Wahlen hoch, sondern auch wegen den Konflikts mit dem Kosovo.

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