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Südamerika

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Nachrichten zu Südamerika

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06.04.2020 — Südamerika / Paraguay / Uruguay

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Nicht vergessen! Unter dem Amazonas, in den Tiefebenen des Grundwassers fließt der Grundwasserleiter Hamza. Seine Entdeckung in 4000m Tiefe wurde erst 2011 bekanntgegeben. Er entspringt, wie der Amazonas in den peruanischen Anden und fließt in den Atlantik. Zwar ist er mit 6000km etwas kürzer und kann nur 2% der Abflussmenge des oberirdischen Geschwisterchens abfließen lassen, dafür ist er beinahe durchgängig über 400km breit. Wie es Grundwasser so an sich hat, bewegt es sich langsam, wobei der Hamza trotzdem manchmal als Fluss bezeichnet wird. Die Fließgeschwindigkeit beträgt nur wenige Meter pro Jahr. Der zweitgrößte Grundwasserleiter, auch Aquifer genannt, befindet sich ebenfalls in Südamerika. Der Acuífero Guaraní fließt unter den Flüssen Paraguay, Uruguay, Paraná und Rio de la Plata. Ihr Einzugsgebiet beträgt mehr als 3 Millionen km² in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Insgesamt ist das Phänomen der Grundwasserleiter noch nicht besonders gut erforscht und daher weiß die Wissenschaft nicht viel über ihre Beschaffenheit, ihre Funktionen und ihre Auswirkungen.

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25.03.2020 — Welt / West-Papua / Guinea

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Nicht vergessen! Nach Grönland die zweitgrößte Insel der Welt ist Neuguinea. Auf ihr befinden sich die beiden indonesischen Provinzen West-Papua und West West-Papua, sowie der souveräne Staat Papua Neu-Guinea, der bis 1975 zu Australien gehörte. Bevor der Spanier Yñigo Ortiz de Retez 1545 der Insel ihren heutigen Namen gab, hatte sie viele andere. Zwar ist Papua Neu-Guinea das Land mit den meisten Sprachen (847, oder rund 1/7 aller Sprachen weltweit), doch sie sind lokal sehr begrenzt und haben keine Bezeichnung für die gesamte Insel. Und so ist auch die erste Sprache, die Neuguinea einen Namen gab, die malaiische. Die Malaiien sind Nachkommen der Polynesier, die über Jahrtausende hinweg den Pazifik bis Hawaii und den Osterinseln, sowie den indischen Ozean bis Madagaskar besiedelten. Insbesondere Indonesien und Malaysia gelten heute als Erben dieser Kultur. Doch vor Neuguinea machten die Malaien halt, möglicherweise wegen ihrer ungewohnt unbezwingbaren Bergketten. So ist es, dass die Erscheinung der Neuguineaner heute den Aborigines ähnlicher ist, als den Indonesiern. Die malaiische Bezeichnung der Insel bedeutet übersetzt "kraushaarig" und ist uns wohl bekannt: Papua. Bis 1545 benutzten auch die Spanier und die Portugiesen in der Gegend diesen Namen. Der Wechsel zu "Neuguinea" erfolgte, als die Weltumsegler feststellten, dass die Neuguineaner den Menschen ähnlich sahen, auf die sie in der afrikanischen Region Guinea gestoßen waren. Hatten die Niederländer die Insel zunächst nach einem ihrer Seefahrer Schouten-Insel genannt, wechselten sie Mitte des 17. Jahrhunderts auch zur Bezeichnung Neuguinea. Die Niederländer waren damals die Regionalmacht im indonesischen Archipel und etablierten den Namen auch in allen anderen Sprachen. Die Dynamik der Sprachen mal wieder... eine Insel in Südostasien bekommt ihren Namen von einem Spanier, der findet, dass es die Bewohner Ähnlichkeiten zur Westküste Afrikas haben, die ihren Namen von Berbern bekommen hat, was aber auch schon den Nachbarn der Insel aufgefallen ist, die zuvor die lange Strecke von Afrika bis Südamerika segeln konnten, ohne feindliches Gebiet zu betreten - abgesegnet von den Holländern.

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01.03.2020 — Albanien / Nordmazedonien / Frankreich

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orgehen wird, stellt sich noch heraus. Es gibt keine klaren Gewinner, außer in Teilen die AfD und die Grünen. Auch auf europäischer Ebene ist der Umgang der Konservativen mit Rechtsnationalen Thema. Das *Verhältnis Frankreichs zur EU* -Erweiterung ist traditionell sehr kritisch. Doch für Albanien und Nordmazedonien wachsen die Chancen. Als einzige verbleibende Atommacht der EU fordert Frankreich eine neue Verteidigungsstrategie, die Aufrüstung und Grenzsicherung vorsieht. Nachdem auch die Teilnehmer der Berliner Libyen-Konferenz einsehen mussten, dass ihr Ergebnis wertlos ist, begann eine Marinemission, die Flüchtlingsboote aus Libyen und Waffenhandel stoppen soll. Die *Parlamentswahlen in Kamerun* waren begleitet von Gewaltausbrüchen in der anglophonen Sezessionsregion Ambazonien, u.a. wohl auch durch das Militär. Der Präsident Paul Biya ist seit 37 Jahren im Amt und galt den westlichen Mächten bisher als Sicherheitsgarant in der Region. Das ist nicht mehr der Fall Im letzten Monat ist deutlich geworden, dass dem *Militär in Südamerika* eine immer mächtigere Rolle zugeschrieben wird. Angeführt vom demokratisch gewählten Präsidenten El Salvadors Nayib Bukele stürmten Anfang März schwerbewaffnete Soldaten das Parlament, um es dazu zu zwingen, das Militärbudget um 100 Millionen$ zu erhöhen. Abgeordnete nannten das einen Putsch gegen das Parlament. In Brasilien vertrauen 42% der Menschen den Streitkräften und nur 7% dem von ihnen gewählten Parlament. Im Kabinett von Präsident Bolsonaro sind neun der Minister Militärs oder Ex-MIlitärs. Auch er selbst ist bekennender Freund der Militärdiktatur gewesen. Zuletzt entsandte er 3000 Soldaten in den Bundesstaat Ceará, um den Streik der Militärpolizei niederzuschlagen, die höhere Löhne forderte. Auch wurden Dokumente veröffentlicht, nach dem das brasiliansiche Militär sich auf eine Invasion Frankreichs über das französische Übersee-Departement Guyana vorbereitet, das direkt an Brasilien grenzt. Begründet wird diese Befürchtung damit, dass Präsident Macron den Amazonas-Regenwald als gemeinsames Gut der gesamten Erde nannte, als es im Sommer 2019 zu starken Waldbrände durch Brandrodung gekommen war. Auch stellt sich das brasilianische Militär auf Grenzstreitigkeiten mit Venezuela ein. In Venezuela regiert noch immer Präsident Maduro, der nur noch durch die Macht des Militärs regiert. Letztens übte die Armee den Kriegsfall einer US-kolumbianischen Invasion. In Kolumbien ist eine Abhöraffäre des Militärs und außergerichtliche Hinrichtungen ohne Konsequenz geblieben. Im weitesten Sinne kann auch die Geburt der jüngsten Diktatur in Haiti und den Kämpfen zwischen Polizei und Armee zu dieser Thematik gerechnet werden. Und schließlich wurde bereits im letzten Dezember die bolivianische Regierung unter Präsident Morales zwei Monate vor Ende seiner Amtszeit vom Militär abgesetzt. Wahrscheinlicher als ein direkter Krieg zwischen zwei Ländern ist eine Militärdiktatur, die die eigene Bevölkerung unterdrückt. Noch nie war der *Frieden im Südsudan* innerhalb eines Monats so oft greifbar gewesen, wie diesen Februar. Auf dem Treffen der Afrikanischen Union einigten sich alle Nachbarländer des seit Jahren unter Bürgerkrieg leidenden Landes darauf, eine neue Regierung zu unterstützen. Nach Anlaufschwierigkeiten bildete sich diese Einheitsregierung aus Vertretern der Regierungs- und der Rebellenparteien. Die *Münchner Sicherheitskonferenz* war ein Fest der Kriegstreiber und Protektionisten. *Rechtsterrorismus in Deutschland* rückte in diesem Monat gleich zweimal in den Fokus. Zum einen wurde eine bundesweite Terrorzelle "Der Harte Kern" ausgehoben, die bundesweit Anschläge plante, um Chaos auszulösen und so eine Machtübernahme zu planen. Zweitens kam es in Hanau zu zwei rechtsterroristischen Anschlägen mit 11 Toten. Die Maßnahmen in *Nigeria gegen Boko Haram* werden immer zweifelhafter. Nachdem es innerhalb von 2 Tagen zu gut 50 Toten durch Boko Haram kam, kündigte Präsident Muhammadu Buhari an, ie Sicherheitsmaßnahmen nicht zu verstärken. Stattdessen heizt das Militär den Konflikt zwischen betroffenen Bevölkerungungsgr.

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07.11.2019 — China / Südamerika

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Mit Erfindung der Keramikschüssel wurde auch eine besondere Zubereitungsart beliebt: die Suppe. Denn zuvor war die Gefäße entweder zu dünn- oder zu dickwandig, um ihren Inhalt über Feuer zu erhitzen. Suppe entwickelte sich aus Brei und Bier heraus und war eine der frühen Konservierungsmethoden für Lebensmittel. In der Populär-Geschichte herrscht die Mythe, dass die ältesten Spuren von ihr vor 8000 Jahren eine Nilpferd-Suppe war. Doch das ist nicht eindeutig belegbar, denn zwar wurden Nilpferde gegessen, aber ob es sich bei den Funden um Zutaten einer Suppe handelt ist nicht klar. Nilpferdfett hat übrigens einen ähnlich zart-süßen Geschmack wie Schildkrötenfleisch. Die Suppe fand ihren Ursprung wohl in Mesopotamien und war zunächst vegetarisch. Von hier kippte die Suppe sich in alle Himmelsrichtungen aus. In China und Südamerika entwickelte sich eine eigenständige Suppen-Kultur. Da die Suppe gemeinhin wässrig ist, verteilen sich die Aromen mehr und die Geschmacksintensität nimmt ab. Möglicherweise erlebte mit Erfindung der Suppe das Würzen also einen ersten Aufschwung. Rinde, Kräuter, Früchte, Kerne, Tierprodukte und Bodenschätze waren sicherlich schon davor bekannt, doch ihren ganzen Zweck konnten sie in den ersten Suppen erst so richtig austesten.

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18.10.2019 — USA / Mexiko / Südamerika

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[16.10. 06:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Außerhalb des Fruchtbaren Halbmonds und Ostasiens ist über die Entstehung der Landwirtschaft weit weniger bekannt, da es nur wenige Orte gibt, an denen moderne archäologische Methoden angewendet werden können. Die amerikanische Landwirtschaft entstand zuerst im heutigen Mexiko, wo 8000 vor Christus Kürbis und Paprika domestiziert wurden vor 9000 Jahren der Mais. Dieser entwickelte sich aber erst 2500 Jahre später zur lebensdefinierenden Ernährungsmethode. Im mexikanischen Hochland begann 3000 v.Chr. der Anbau von Avocado und Grünen Bohnen, 1500 Jahre später der Anbau von Baumwolle. Um die Zeitenwende wurden Truthahn und Moschusente domestiziert. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gab es nur wenige Tierarten, die sich überhaupt domestizieren ließen. [17.10. 13:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* In Südamerika wurden in den nördlichen Anden vor rund 9000 bis 8000 Jahren getreideähnliche Früchte wie Quinoa und Amarant domestiziert. Zur gleichen Zeit kamen Karoffeln, Erdnüsse und Baumwolle hinzu. Zudem wurden Lamas und Alpakas gezüchtet, die zum einzigen Lasttier des Kontinents wurden. Daneben wurde in Südamerika nur das Meerschweinchen zum Nutztier. Umstritten ist, ob es auch im Amazonasbecken zu einer eigenständigen Entstehung des Ackerbaus gekommen ist. Viele Indizien sprechen für einen planmäßigen Anbau von den Knollen Maniok und Süßkartoffeln. Eindeutig belegt ist eine eigenständige Entwicklung der Landwirtschaft im Osten der heutigen USA 2500 v.Chr. Hier wurden Sonnenblumen kultiviert und auch der Truthahn gezüchtet. [18.10. 06:56] Nahuel: *Nicht vergessen!* Australien und Neuguinea blieben nach der Besiedelung vor 60.000 Jahren weitesgehend isoliert vom Rest der Welt, da nach dem Ende der Eiszeit die Meeresspiegel stiegen und die Landbrücke nach Asien verschwand. In Australien gab es keine Landwirtschaft und es entwickelte sich stattdessen eine angepasste Jäger- und Sammlerkultur. Im Hochland von Neuguinea bauten die Menschen vor 10.000 Jahren Zuckerrohr, Bananen und die Knolle Taro an. Vor 9000 Jahrem wurden dazu gezielt Gärten angelegt, um sie vor Wildschweinen zu schützen. An der Küste kultivierten die Neuguineaner die Sago- und die Kokospalme. Die Nutztiere Schwein und Huhn auf Neuguinea und in Australien wurden über Umwege von Südostasien mit Booten um 1600 v.Chr. bis 1500 v.Chr. gebracht.

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