El Salvador / São Tomé / Polen
Meldung
Bei heutigen Präsidentschaftswahlen in São Tomé tritt Präsident Carvalho nicht erneut an; bei Vorwahlen lag konservativer Vila Nova vor sozialdemokratischem da Costa.
Bei heutigen Präsidentschaftswahlen in São Tomé tritt Präsident Carvalho nicht erneut an; bei Vorwahlen lag konservativer Vila Nova vor sozialdemokratischem da Costa.
Wahlen in Deutschland 7/6.
Die in den letzten sechs Tagen veröffentlichten Textchen wurden von der Berichterstattung des kenianischen Journalisten Patrick Gathara über die Präsidentschaftswahlen in den USA 2020 inspiriert. Somit sind sie eine Parodie auf die Berichterstattung über „afrikanische Länder“ in den westlichen Medien, zu denen verharmlosende Verkürzung komplexer Themen, rassistische Untertöne und hanebüchene Spekulationen gehören. Auch wenn die Darstellung Deutschlands, also sein Framing in diesem Fall absichtlich verzerrt ist, sind doch die Aussagen faktisch richtig und mit Quellen belegbar. Da ich selber als Deutscher in Deutschland wohne, kann ich eine Betrachtung von Außen jedoch nur erfinden, anders als Patrick Gathara.
Malischer Ex-Premierminister Maïga wegen angeblichen Betrugs verhaftet; sollte möglicherweise bei ersten Präsidentschaftswahlen seit Putsch antreten (gw).
Philippinischer Präsident Duterte wird bei Präsidentschaftswahlen 2022 nur als Vizepräsident antreten, da Wiederwahl nach 1 Amtszeit nicht erlaubt ist (dS).
Sambischer Oppositionskanididat Hakainde Hichilema gewinnt Präsidentschaftswahlen mit 60% und will Demokratie verbessern; Präsident Lungu räumt Niederlage ein.
Sambischer Präsident Lungu beklagt unfaire Hochrechnungen bei Präsidentschaftswahlen, da Wahlbeobachter+ in 3 Provinzen (13.8) aus Wahlbüros vertrieben wurden.
Bei Präsidentschaftswahlen in Sambia liegt bei ersten Hochrechnungen Oppositionskandidat Hakainde Hichilema vorn; wohl hohe Wahlbeteiligung.
Gut 80 Menschen in Elfenbeinküste freigelassen, die im November bei gewalttätigen Ausschreitungen nach Präsidentschaftswahlen (3.11) festgenommen waren.
8. Oppositionskandidatin für Präsidentschaftswahlen in Nicaragua (9.6) wegen Terrorismusverdachts unter Hausarrest, wohl bald Festnahme.
Pedro Castillo (Linke) gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Peru mit 50,1% gegen Rechtspopulistin Fujimori, welche unter Korruptions - und Geldwäscheverdacht steht (Tagesschau).
In Peru gab es außergewöhnliche Präsidentschaftswahlen, bei denen entgegen vieler Erwartungen in der Stichwahl der konservativ-marxistische Gewerkschaftler Pedro Castillo gegen die rechts-neoliberale Diktatorentocher Fujimori knapp gewann. Das offizielle Endergebnis ließ lange Tage auf sich warten und wurde von Fujimori nicht anerkannt (8.6). Die Wahlbeobachtung sah keine Unregelmäßigkeiten (12.6). Die Anhängerinnen und Anhänger der beiden Kanidaten protestieren so seit Wochen gegeneinander (27.6).
Im Libanon droht laut Weltbank die drittschlimmste Wirtschaftskrise der letzten 150 Jahre weltweit, laut der UN eine „soziale Katastrophe“. 2020 schrumpfte demnach das BIP um über 20% wegen der Finanz- und Schuldenkrise, Korruption, CoViD-19 und der Explosion im Hafen von Beirut. Dass der Wertverlust der Währung und die Zahlungsunfähigkeit des Staates ganz akut zu einer humanitären Krise führen würde, ist schon spätestens seit Dezember 2020 bekannt (30.12). Damals warnte der Premier Diab, dass die staatlichen Subventionsprogramme für die Grundbedürfnisse im Juli wegen fehlender Finanzierung auslaufen würden. Inzwischen haben 40% der Haushalte Schwierigkeiten bei der Nahrungsbeschaffung (1.6), 50% galten im März als arm (22.3). Im Juni stiegen die Brotpreise zum 5. mal im Jahr (22.6), der Armeechef warnte vor einem Zusammenbruch der Institutionen (18.6), der Energieminister kündigte ein baldiges Ende des Benzinsubventionen an (18.6), die Benzinpreise stiegen daraufhin um 35% (29.6), die libanesische Zentralbank kann das Subventionsprogramm für Medikamente nicht aufrecht erhalten (27.5), das Gesundheitssystem steht an der Belastungsgrenze (3.1) und das libanesische Stromnetz liegt brach (1.3,15.5). Dass die libanesische Zentralbank nun Barzahlungen an ihre Bevölkerung verteilt, macht den Eindruck, dass die Reserven aufgebraucht werden (30.6). Internationale Hilfe wird mehr und mehr materiell: Ägypten spendete zum Wiederaufbau nach der Explosion 125t Glas und Marokko spendete der Armee 22t Nahrungsmittel (17.4). Das libanesische Militär gilt als Pulverfass, da es unterfinanziert ist. Doch eine internationale Vorbeugung der humanitären Krise findet nicht wirklich statt. Stattdessen stellten Macron und der Internationaler Währungsfonds im letzten Jahr Forderungen zu neoliberalen Reformen, mit denen die Bevölkerung noch weniger unterstützt werden soll, als es die aktuelle Regierung ohnehin schon tut. Die Angst des „Westens“ besteht darin, auch mit humanitärer Hilfe die Hisbollah zu unterstützen, die viele Bereiche der politischen und gesellschaftlichen Landschaft des Libanons kontrolliert. Die „Hölle“, die Präsident Aoun im September (21.9) befürchtetem, tut sich auf.
Die grundlegend schlechten Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan haben sich im Juni etwas gebessert, nachdem Aserbaidschan im Gegenzug zu armenischen Kriegsgefangenen eine Karte von Armenien bekommen hat, in denen armenische Landminen auf aserbaidschanischem Territorium eingezeichnet sind (13.6). Auf diese Weise können unnötige Tode (4.6) durch die völkerrechtswidrigen Landminen vermieden werden.
Kritik an nigerianischem Präsident Muhammadu Buhari, da der Parteifreund als Obersten Wahlbeobachter für Präsidentschaftswahlen 2023 in Bundesstaat Delta nominiert.
Iranischer Außenminister Zarif will wohl Atomabkommen noch vor Amtsübernahme des Präsidenten Ebrahim Raisi abschließen (AJ); Nach 10 Jahren reformerischer Bestrebungen, wird den Iran künftig der Hardliner Raisi regieren; Präsidentschaftswahlen waren höchst umstritten (dS).
Bei Präsidentschaftswahlen im Iran gewinnt wohl der Hardliner Ebrahim Raisi (25.5); Wahlbeteiligung liegt nach umstrittener Wahlqualifizierung wohl unter 50% (dS).
Weitere Festnahmen vor Präsidentschaftswahlen in sandinistisch regiertem Nicaragua, darunter auch Vertreter+ der sandinistischen Revolution.
Mongolischer Ex-Premierminister Uchnaagiin Chürelsüch (21.1) gewinnt Präsidentschaftswahlen; Gegenkandidat Erdene hatte vor Ein-Parteien-Staat (7.5) gewarnt.
3. Präsidentschaftswahlen-Kandidat in Nicaragua festgenommen, da er internationale Sanktionen gegen Präsident Daniel Ortega unterstütze.
Heute krasse Präsidentschaftswahlen in Peru.
Iranische Wahlkommission will nach Kritik (26.5) möglicherweise Präsidentschaftswahlen-Kandidaten nachträglich zur Wahl zulassen.