Anfang der 2020er in Argentinien
Meldung
Anfang der 2020er in Argentinien.
21.03.2020: - 250 Festnahmen wegen Verstoß gegen Ausgangssperre; bisher 158 bestätigte Infektionen, 3 Tote, Tendenz steigend.
07.10.2020: - Zahl der Argentinier+ unterhalb der Armutsgrenze steigt auf 40,9%, da Mittelstand in Unterschicht abrutscht.
19.05.2021: - Argentinien verbietet Rindfleischexporte für 30 Tage, da Fleisch im Inland um 65% teurer wurde.
10.07.2021: - China will Argentinien JF-17-Kampfjets verkaufen; effektives britisches Waffenembargo gegen Argentinien seit 1982, weshalb argentinische Luftwaffe sich nicht mit Rüstungsgütern ausstatten darf, die britische Bauteile haben.
17.09.2021: - Mehrere Regierungsmitglieder, die unter Einfluss der Vizepräsident Cristina Fernández de Kirchner stehen, treten nach schlechtem Ergebnis bei Zwischenwahlen zurück; wird als Rebellion gegen Präsident Fernández gewertet.
22.09.2021: - Argentinien erhöht entsprechend der Inflation Mindestlohn.
15.11.2021: - Mitte-Links-Regierungspartei verliert Mehrheit im Senat an Rechts-Konservative; Spannungen innerhalb der Regierung.
12.12.2021: - Proteste gegen Rückzahlung der 44Mrd$-Schulden (31.8.20) der Vorgängerregierung beim Internationaler Währungsfonds; Regierung will Schulden teilweise verzögert zurückzahlen.
28.01.2022: - Argentinien erzielt Einigung mit Internationaler Währungsfonds in Neuverhandlung über unsaubere (29.12) Kreditaufnahme; keine Kürzung der Sozialausgaben, Privatisierungen und Rechtsformen; 44Mrd$-Kredit bleibt große Herausforderung.
09.02.2022: - Fraktionschef der Regierungspartei tritt aus Protest gegen Internationaler Währungsfonds-Abkommen (28.1) zurück, da IWF-Kredit an sich irregulär zustande gekommen sei.
18.03.2022: - Parlament stimmt Abkommen mit Internationaler Währungsfonds (9.2) zu, das Schulden zwar als legitim anerkennt, aber Zahlungsunfähigkeit abwendet.
03.07.2022: - Wirtschaftsminister Guzman tritt nach Streit in Regierung um Umgang mit Internationaler Währungsfonds-Schulden zurück; Vizepräsident Cristina Fernández de Kirchner fordert mehr Staatsaugaben zur Armutslinderung; Guzmans Schuldenabkommen mit dem IWF war kritisiert worden, weil es die möglicherweise illegitimen Schulden legitimiert.
11.07.2022: - Proteste gegen Präsident Fernández wegen Inflation von 60% und hoher Staatsverschuldung nehmen zu; linker Flügel um Vizepräsident Kirchner fordert höhere Staatsausgaben zur Linderung der Armut und nicht-Anerkennung der möglicherweise illegitimen Schulden beim Internationaler Währungsfonds.
02.07.2022: - Vizepräsident Cristina Fernández de Kirchner entgeht Attentat knapp; Kirchner seit Monaten zentrale Figur im Regierungsstreit um Anerkennung der Internationaler Währungsfonds-Schulden und eines Korruptionsprozesses; Laut Präsident Fernández Mordanschlag.
09.09.2022: - Argentinien beantragt bei chinesischem Präsident Xi offiziell Beitritt zum BRICS-Staatenbund; Indien befürwortet Beitritt Argentiniens.
23.11.2022: - Argentinien und China beschließen bei Gruppe der Zwanzig-Gipfel engere finanzpolitische Zusammenarbeit, die Argentinien Devisenhandel erlaubt, ohne teuren Umweg über US-Dollar zu gehen.
07.12.2022: - Vizepräsident Cristina Fernández de Kirchner zu 6 Jahren Haft und lebenslangem Verbot, Ämter auszuüben, verurteilt; Kirchner dementiert Vorwurf der Korruption und des Amtsmissbrauchs; Kirchner kündigt an, nach Amtszeit 2023 nicht erneut zu kandidieren.
23.01.2023: - Argentinien und Brasilien wollen Einführung der neuen gemeinsamen Sur-Währung prüfen, um Handelsbeziehungen zu stärken, und sich unabhängiger von US-Dollar zu machen.
10.03.2023: - Argentinien erlebt schlimmste Dürre seit 60 Jahren.
14.03.2023: - >100% Inflation.