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Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission

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Nachrichten zu Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission

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22.04.2024 — Malediven / Ecuador / Spanien

Haiti

Angesichts des diese Woche erwarteten Amtsantritts des Übergangs-Präsidialrats, der internationalen Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Militäreinsatz beauftragen soll, heftige Kämpfe und Brandschatzungen in Hauptstadt Port-au-Prince (von DZephyr).

16 Quellen

19.04.2024 — Frankreich / Übersee / Haiti

Haiti

USA setzen Abschiebeflüge nach Haiti fort (von LTaylor) und unterbrechen Vergabe von Visa an Haitianer+; BENINs Präsident Patrice Talon ernenne Polizeioberst zum Sondergesandten für Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Truppenkontingent, das mit 2000 doppelt so groß ist, wie die Truppen aus KENIA, das die MMSS anführen soll; Kenias Militärchef bei Hubschrauberabsturz gestorben.

19 Quellen

14.04.2024 — Westasien / Haiti / Mali

Haiti

US-Regierung Biden gibt nach Formalisierung des pro-interventionistischen Übergangs-Präsidialrates 160Mio$ für Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission frei, womit diese, unter Leitung KENIAs nun wohl ausreichend finanziert ist, um Einsatz in Haiti starten zu können; Auch UK gibt 6Mio$ für MMSS frei; Premierminister Ariel Henry tritt weiterhin nicht zurück und beanstandet die verfassungsrechtlichen Vorgaben für den neuen Rat, die unzulässig seien.

16 Quellen

04.04.2024 — Myanmar / Thailand / Tonga

Haiti

G9 erobert und kontrolliert zentrales Krankenhaus von Port-au-Prince; Zudem Angriffe auf Universität und Nationalbibliothek (mit AFP); Organisation Amerikanischer Staaten einigt sich bei Treffen, geplante Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti nur finanziell zu unterstützen; Auch Trinidad will sich weiter nicht personell an MMSS beteiligen (von MMorgan); US-Kongress Gesetz zu Bekämpfung illegaler Waffenlieferungen in Karibik eingelegt (von SMcLeod).

19 Quellen

02.04.2024 — Westasien / Indien / China

Haiti

Mitglieder+ der im Übergangsrat vertretenen 21D-Gruppe aus dem Umfeld des Premierministers Ariel Henry rufen zu Auflösung des Übergangsrats auf und fordern stattdessen Übergangsgericht durch Kassationsgericht, was zwar in Verfassung vorgesehen ist, dessen Besetzung aber umstritten ist (von DZephyr); KANADA entsendet 70 Spezialkräfte nach JAMAIKA, um dort karibische Streitkräfte für Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission auszubilden; 2 der Beihilfe zur Bewaffnung von Gangs beschuldigte Männer gelyncht (mit AP).

15 Quellen

31.03.2024 — Somalia / Togo / Israel

Haiti

Amerika-Staatenbund Organisation Amerikanischer Staaten will Mitgliedstaaten bei Treffen nächste Woche dringend zu "sofortiger Entsendung" von Truppen im Rahmen der Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission nach Haiti auf; G9-Bandenanführer Barbecue zeigt Gesprächsbereitschaft und fordert konkreten Friedensplan für Haiti; Zuletzt Zahl der Toten durch Bandengewalt erneut stark gestiegen.

18 Quellen

25.03.2024 — Senegal / Nigeria / Japan

Haiti

Präsidialer Übergangsrat stellt heute neuen Präsidenten und neuen Premierminister vor, nachdem er am Wochenende von Karibische Gemeinschaft auf Tauglichkeit geprüft worden war, wozu Zustimmung für Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti gehört; EU-Kommission stellt 20Mio$ humanitäre Soforthilfe zur Verfügung.

18 Quellen

21.03.2024 — Vietnam / Indonesien / Irland

Haiti

USA und KANADA sollen bei DOMREP Genehmigung beantragt haben, Zugang zu Personal und Ausrüstung zu erhalten, um militärische Operationen in Haiti zu unterstützen; Tschad kündigt Teilnahme an Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission an; Laut finaler Version des Übergangs-Präsidialrates sind nun doch keine kirchlichen Vertreter in Beobachterposition, sondern Ex-Minister der Regierung Martelly; Premierminister von Dominica Roosevelt Skerrit fordert zweites groß angelegten Karibische Gemeinschaft-Gipfel, um präsidialen Übergangsrat zu politischer Realisierung zu helfen (von JClark).

17 Quellen

17.03.2024 — Niger / Ostafrika / Haiti

Haiti

Polizei führt 1 Tag nach Brandschatzung des Hauses von Polizeichef Elbé Offensive gegen Kerngebiet der G9-Anführers Barbecue durch und tötet dabei mehrere Gangmitglieder (von DZephyr); In selben Stadtteilen errichten Anhänger von Jean-Charles Moïse' Pitit Dessalin Straßensperren aus Protest gegen Karibische Gemeinschaft und neuen Übergangs-Präsidialrat; Botschaft von GUATEMALA geplündert; Seit Anfang März wurden 15.000 US-Amerikaner+ mit gecharterten Hubschraubern aus Haiti ausgeflogen; US-Republicans blockieren Finanzmittel für Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission weiter mit Begründung, dass die ihnen vorgelegten Pläne nicht detailliert genug seien; Drittgrößte Reederei der Welt, die französische CMA CGM, kündigt an, Hafen von Port-au-Prince wegen fehlender Sicherheit nicht mehr anzusteuern.

18 Quellen

13.03.2024 — Haiti

Haiti

Haiti-Update und neue Sichtweisen (1).

Seit der Ermordung des damaligen Präsidenten Jovenel Moïse in seinem Haus am 07. Juli 2021 ist kein Monat vergangen, in dem ich nicht über die Entwicklungen in Haiti berichtet hätte. Seien es die Varreux-Hafenblockaden durch die G9-Gangallianz Ende 2021, die Bandengewaltspirale und den zunehmenden Zusammenbruch der staatlichen Versorgung 2022, die selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung 2023, die lange ersuchte und noch immer nicht umgesetzte internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Intervention und schließlich die aktuellen Ereignisse seit Ende Februar 2024 – meine gesamte Berichterstattung über diese Themen hatte gemein, dass ich sie stark auf den Mord an Moïse im Juli 2021 bezogen habe. Es ist nicht falsch, diesen Bezug herzustellen, aber es braucht mehr. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situationen scheinen sich wieder mehr Journalistinnen und Journalisten mit der Politik in Haiti auseinanderzusetzen und nicht bloß Agenturmeldungen zu übernehmen. Einen kleinen Überblick habe ich im Anschluss an diesen Text unter der Zuhilfenahme der empfehlenswerten Suchmaschine monitor.ueberblick.news gemacht.

In diesem kleinen Update will ich also weitere, größere Bögen spannen, die in den täglichen Nachrichten wenig Platz finden, aber essenziell sein können, um die Situation zu verstehen.

Woher stammen die Gangs? 1959-1999 Anfang Februar veröffentlichte die missionarische Nachrichtenagentur der katholischen Kirche Agenzia Fides eine wenig beachtete Analyse über die historische Herkunft der organisierten und bewaffneten Kriminalität in Haiti. Diese Analyse versetzt uns zurück in das Jahr 1959, als der damalige Präsident Francois „Papa Doc“ Duvalier eine paramilitärische Truppe zu seinem eigenen Schutz gründete. Sie sollte einerseits Teile des Militärs vor geplanten Putschs abschrecken, und andererseits zivile oppositionelle Bewegungen zerschlagen. Diese Milizen erhielten den Namen des „Tonton Makout“, einer mythologischen Figur, die Menschen in ihrem Sack verschwinden lässt, vergleichbar mit dem deutschen Butzelmann. Agenzia Fides betont zudem, dass es sich bei den Anführern dieser Milizen um Voodoo-Priester gehandelt haben soll, die bereits zuvor eine Autorität in der Bevölkerung innehatten. Bis 1986 sollen sie bis zu 60.000 Menschen verschwunden lassen haben. 1990 wurde Bertrand Aristide mit seiner historisch einmaligen Massenbewegungs-Partei Fanmi Lavalas in das Amt des Präsidenten gewählt, 1991 jedoch aus dem Amt geputscht. In der daraufhin bis 1994 andauernden Phase politischer Instabilität formierten sich die Ex-Tonton-Makouts neu und nahmen ihre heutige Erscheinung an: Als militärischer Arm der organisierten Kriminalität, sowie einiger Angehöriger aus den Eliten. Als Aristide 1994 nach erfolgreicher Wiederwahl das Militär auflöste, schlossen sich auch ehemalige Armeeangehörige den Banden an und 1999 entstand auch eine pro-Aristide-Miliz, womit Gewalt zum legitimen politischen Mittel des demokratischen Haiti geworden war. Vor dem Hintergrund der anti-Aristide-Einstellung der meisten Gangs und einer damit verbündeten Ablehnung des von Aristide regierten Staatsapparats knüpft ein aktuelles Interview mit Jemima Pierre bei Democracy Now! an, das folgende Frage beantwortet:

3 Quellen