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Bwa Kale

28Nachrichten

Nachrichten zu Bwa Kale

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16.06.2025 — Welt / Westasien / Palästina

Haiti

UN-Menschenrechtskommissar Türk warnt vor Ausweitung des Krieges über Grenzen der Hauptstadt Port au Prince hinaus und kritisiert auch selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung, die mutmaßliche Gang-Milizen bekämpfen wegen Menschenrechtsverletzungen (von SMcLeod); G9-G-Pèp-Gangallianz überfällt größtes Krankenhaus in Mirebalais und plündert es aus; USA haben wohl Malaria-kranken Mann wissentlich nach Haiti abgeschoben (von JClark).

10 Quellen

25.03.2025 — Türkei / Sudan / Demokratische Republik Kongo

Haiti

G9/G-Pèp-Gangkoalition kontrolliert nun fast gesamte Hauptstadt Port au Prince, da sich ihnen fast nur noch Bürgermilizen und Bwa Kale entgegenstellen (von KMaurer); KANADA verhängt neue Sanktionen gegen Kriegsakteure (von SMcLeod).

19 Quellen

21.03.2025 — Demokratische Republik Kongo / Sudan / Nigeria

Haiti

Bwa Kale-Kale-Demonstrationen gegen Bandengewalt in Hauptstadt Port au Prince gewaltsam von Polizei aufgelöst; Polizei setzt Kamikaze-Drohnen gegen Gangs ein, nachdem G9-G-Pèp-Gangkoalition in vergangenen Wochen selber Drohnenkrieg begonnen hatte.

16 Quellen

26.11.2024 — Uruguay / Nicaragua / Haiti

Haiti

Laut NGOs hat Polizei in vergangenen 3 Tagen über 100 mutmaßliche Gang-Mitglieder getötet, dabei oft unterstützt von selbstjustiziärer Bwa Kale-Kale-Bewegung (mit CMC); Gleichzeitig nimmt die Rekrutierung von Kindersoldaten durch die Gangs seit 2023 um 70% zu (von SKMcLeod).

14 Quellen

21.11.2024 — Mali / Mosambik / Somalia

Haiti

Seit Regierungswechsel Anfang letzter Woche laut UN 150 Menschen bei Gangoffensive getötet und "Millionen" Haitianer+ als Geiseln genommen; Polizei und selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung lynchen wohl 28 Bandenmitglieder, darunter Kinder (von KMaurer); Ärzte Ohne Grenzen stellt Aktivitäten in Port au Prince wegen Polizeigewalt ein.

14 Quellen

19.08.2024 — Bangladesch / Westasien / Libyen

Haiti

Premierminister Garry Conille begrüßt Initiative der Karibische Gemeinschaft, nächste Wahlen zu begleiten, bezweifelt aber Durchführungsdatum im Jahr 2026; CARICOM-Mitglieder rufen zeitgleich zu Entlassung der 3 Präsidentenberater auf, denen vorgeworfen wird, Kreditbankchef bedroht und von ihm Geld erpresst haben zu wollen; Zahl der von Gangs betriebenen Schutzgeldstationen nehmen zu; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung tötet erneut 10 mutmaßliche Gangmitglieder; Von den 550.000 in letzter Zeit vertriebenen Menschen befinden sich aktuell noch 112.000 in rund 96 informellen Siedlungen, Schulen, Kirchen und Sportfeldern innerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince, wo Versorgungs- und Hygienebedingungen desolat sind.

16 Quellen

18.06.2024 — Argentinien / Haiti / Kolumbien

Haiti

Neuer Premierminister Garry Conille kündigt an, Polizeipräsidenten Elbé zu entlassen, da dieser mit Banden kooperiert haben soll (mit APA); G9-Ganganführer Barbecue kündigt angesichts der neuen Regierung ohne seine Teilhabe "Terror" in Hauptstadtregion an, während sich viele Gangs in ihr Kernterritorium zurückziehen und die Nachbarschaften in Festungen verwandeln, woraufhin Nationalpolizei in G9-Kernterritorium vordringt; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung lyncht weitere 4 vermutete Bandenmitglieder; Angeblich jederzeit beginnende internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission droht weiter verschoben zu werden, nachdem KENIAs Hochgericht Urlaub antritt und Entscheidung über Rechtmäßigkeit der von kenianischer Polizei angeführten MMSS auf Mitte Oktober verlegt.

4 Quellen

24.03.2024 — Slowakei / Russland / Indien

Haiti

Zentralkrankenhaus soll ab 1.4 wieder regulär öffnen; erneut Nationalpalast angegriffen; Internationale Migrationsorganisation IOM warnt vor Überlastung der Port-au-Prince umliegenden Provinzen, in die in letzten Wochen zehntausende Menschen geflohen sind (von FDOctave); 45% der Bevölkerung von Hunger betroffen; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung nimmt wieder Lynchmorde an vermuteten Bandenangehörigen vor, was zusammen mit Toten durch Kamphandlungen zu 30-40 Todesopfern binnen 5 Tagen führt.

19 Quellen

13.03.2024 — Haiti

Haiti

Haiti-Update und neue Sichtweisen (1).

Seit der Ermordung des damaligen Präsidenten Jovenel Moïse in seinem Haus am 07. Juli 2021 ist kein Monat vergangen, in dem ich nicht über die Entwicklungen in Haiti berichtet hätte. Seien es die Varreux-Hafenblockaden durch die G9-Gangallianz Ende 2021, die Bandengewaltspirale und den zunehmenden Zusammenbruch der staatlichen Versorgung 2022, die selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung 2023, die lange ersuchte und noch immer nicht umgesetzte internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Intervention und schließlich die aktuellen Ereignisse seit Ende Februar 2024 – meine gesamte Berichterstattung über diese Themen hatte gemein, dass ich sie stark auf den Mord an Moïse im Juli 2021 bezogen habe. Es ist nicht falsch, diesen Bezug herzustellen, aber es braucht mehr. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situationen scheinen sich wieder mehr Journalistinnen und Journalisten mit der Politik in Haiti auseinanderzusetzen und nicht bloß Agenturmeldungen zu übernehmen. Einen kleinen Überblick habe ich im Anschluss an diesen Text unter der Zuhilfenahme der empfehlenswerten Suchmaschine monitor.ueberblick.news gemacht.

In diesem kleinen Update will ich also weitere, größere Bögen spannen, die in den täglichen Nachrichten wenig Platz finden, aber essenziell sein können, um die Situation zu verstehen.

Woher stammen die Gangs? 1959-1999 Anfang Februar veröffentlichte die missionarische Nachrichtenagentur der katholischen Kirche Agenzia Fides eine wenig beachtete Analyse über die historische Herkunft der organisierten und bewaffneten Kriminalität in Haiti. Diese Analyse versetzt uns zurück in das Jahr 1959, als der damalige Präsident Francois „Papa Doc“ Duvalier eine paramilitärische Truppe zu seinem eigenen Schutz gründete. Sie sollte einerseits Teile des Militärs vor geplanten Putschs abschrecken, und andererseits zivile oppositionelle Bewegungen zerschlagen. Diese Milizen erhielten den Namen des „Tonton Makout“, einer mythologischen Figur, die Menschen in ihrem Sack verschwinden lässt, vergleichbar mit dem deutschen Butzelmann. Agenzia Fides betont zudem, dass es sich bei den Anführern dieser Milizen um Voodoo-Priester gehandelt haben soll, die bereits zuvor eine Autorität in der Bevölkerung innehatten. Bis 1986 sollen sie bis zu 60.000 Menschen verschwunden lassen haben. 1990 wurde Bertrand Aristide mit seiner historisch einmaligen Massenbewegungs-Partei Fanmi Lavalas in das Amt des Präsidenten gewählt, 1991 jedoch aus dem Amt geputscht. In der daraufhin bis 1994 andauernden Phase politischer Instabilität formierten sich die Ex-Tonton-Makouts neu und nahmen ihre heutige Erscheinung an: Als militärischer Arm der organisierten Kriminalität, sowie einiger Angehöriger aus den Eliten. Als Aristide 1994 nach erfolgreicher Wiederwahl das Militär auflöste, schlossen sich auch ehemalige Armeeangehörige den Banden an und 1999 entstand auch eine pro-Aristide-Miliz, womit Gewalt zum legitimen politischen Mittel des demokratischen Haiti geworden war. Vor dem Hintergrund der anti-Aristide-Einstellung der meisten Gangs und einer damit verbündeten Ablehnung des von Aristide regierten Staatsapparats knüpft ein aktuelles Interview mit Jemima Pierre bei Democracy Now! an, das folgende Frage beantwortet:

3 Quellen

25.12.2023 — USA / Guyana / Guatemala

Meldung

Top 15 Amerika Auf den amerikanischen Kontinenten tun sich 2023 gegenüber 2022 besonders drei neue Schwerpunkte hervor: Guatemala mit der Wahl des Progressiven Bernardo Arévalo zum neuen Präsidenten und den Hürden für ihn, Panama mit dem Kupfer-Streit mit First Quantum Minerals, sowie der seit dem 19. Jahrhundert bestehende Konflikt zwischen Venezuela und Guyana.

Aber auch in den "alten Schwerpunktländern" gab es einiges zu berichten, wie über die linken Regierungsführungen in Brasilien, Kolumbien und Mexiko, rechte Wahlerfolge in Argentinien und Paraguay, sowie Ecuador und der dortigen Gewaltepidemie. Während in El Salvador der Krieg gegen Bandengewalt für die Medienberichterstattung scheinbar uninteressanter wurde, wird sich das mit den 2024 anstehenden Wahlen wohl wieder verändern. Gewählt wird 2024 außerdem z.B. in Mexiko, Venezuela, Uruguay, Panama und den USA.

Haiti bleibt wegen dem Ausmaß an Gewalt im Land und den Reaktionen von Internationaler Gemeinschaft, sowie Bevölkerung (Bwa Kale) im Fokus meiner Berichterstattung.

0 Quellen