29.09.2024 — Libanon / Tunesien / Sudan
Sudan
Rapid Support Forces-Offensive in Fasher und Armee-Offensive in Khartoum gehen weiter, während Kämpfe auch in weiteren Landesteilen, wie Gedaref wieder zunehmen.
Rapid Support Forces-Offensive in Fasher und Armee-Offensive in Khartoum gehen weiter, während Kämpfe auch in weiteren Landesteilen, wie Gedaref wieder zunehmen.
Während Rapid Support Forces weiter Offensive bei Darfur-Regionalstadt Fasher durchführt (mit AFP), beginnt Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan Großoffensive zur vollständigen Rückeroberung der Hauptstadt Khartoum (von SSchlindwein); Burhan ruft RSF zu Niederlegung der Waffen auf und kritisiert "regionale Player" (Vereinigte Arabische Emirate) für Unterstützung der RSF (von ORickett).
UN-Generalkommissar António Guterres ruft Rapid Support Forces auf, aktuelle Angriffe in Darfur-Regionalstadt Fasher sofort zu beenden (von PWintour), wo Süden der Stadt beinahe komplett zerstört zu sein scheint.
Erneut heftige Kämpfe in von Rapid Support Forces belagerter Darfur-Regionalstadt Fasher, die zu Zerstörung des zentralen Marktplatzes führen (mit AFP); UN mahnt erneut, dass im Sudan nach 500 Tagen Krieg 26 Millionen Menschen von Hunger betroffen sind (von EKossaify).
NGO wirft Rapid Support Forces vor, bei Beschuss eines Marktes in Regionalhauptstadt Sennar 31 Zivilisten+ getötet und 100 verletzt zu haben (mit Reuters).
Staatliches Fernsehen wirft Rapid Support Forces vor, massenhaft Ausstellungsstücke des Nationalmuseum geplündert und nach SÜDSUDAN geschmuggelt zu haben.
Zehntausende Häuser nach Dammbruch im Nordosten des Landes zerstört, was zudem in Großstadt Port Sudan zu Wasserversorgungskrise führt; Wieder Beschuss eines öffentlichen Marktes in Darfur-Regionalstadt Fasher durch Rapid Support Forces; UN-Sicherheitsrat erwägt Sanktionierung von 2 RSF-Kommandanten (mit Reuters); Lage der sudanesischen Geflüchteten in Tschad verschlechtert sich (mit AP).
Humanitäre Hilfe erreicht erstmals seit Monaten westlichen Kriegsschauplatz Darfur, nachdem Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan Grenze zu Tschad öffnet und Rapid Support Forces kooperiert; Welternährungsprogramm kann nun binnen kürzester Zeit 131 LKW-Ladungen mit Nahrungsmitteln für 500.000 Menschen verteilen; weiterhin herrscht Hungersnot, die bis September zu 2,5 Millionen Toten führen könnte (von DJohnson); 50 LKWs werden derzeit durch Überflutungen an Weiterfahrt gehindert, sowie weiterhin durch RSF-Miliz in den von ihnen kontrollierten südöstlichen Bundesstaaten Sennar, Dschasira und Gedaref.
Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan kündigt an, vitalen Grenzübergang zu Tschad für 3 Monate wieder zu öffnen, damit humanitäre Hilfsgüter die über 18 Millionen Menschen erreichen, die wegen Krieg Hunger leiden, woraufhin auch Rapid Support Forces bei Friedensgesprächen in Schweiz ankündigt, bei der Lieferung humanitärer Hilfe nach Darfur und Kordofan zu kooperieren (mit AFP); Zeitgleich erklärt Gesundheitsministerium landesweiten Cholera-Ausbruch (mit Xinhua); RSF tötet wohl bis zu 80 Menschen in Bundesstaat Sennar, nachdem sie nicht kooperiert hatten.
Rapid Support Forces und Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan werfen sich gegenseitig vor, für international geächtete Hungerkrise verantwortlich zu sein (mit Xinhua); Zeitgleich dementiert bspw. Militär Hungerkrisen in von ihnen kontrollierten Gebieten.