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Rapid Support Forces

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Nachrichten zu Rapid Support Forces

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08.04.2024 — Polen / Finnland / Fidschi

Sudan

5 Jahre nach Beginn der Sitzblockade, die Sturz des Präsidenten Omar al-Baschir zur Folge hatte, organisieren sich damals Beteiligte angesichts des laufenden Krieges im Land lediglich zu Online-Protest; Militärgeheimdienst beginnt neue Welle der Festnahmen von linken Politikern+ und Aktivisti in Bundesstaat Sennar; Ärztekomitee wirft Rapid Support Forces vor, in Dschasira Massaker mit 28 Toten begangen zu haben (mit AFP).

19 Quellen

04.04.2024 — Myanmar / Thailand / Tonga

Sudan

Staatsanwaltschaft wirft 2021 abgesetzten Premierminister Abdalla Hamdok, sowie 14 weiteren exilierten politischen Persönlichkeiten "Anstiftung zum Krieg gegen Staat" vor, was mit Todesstrafe geahndet wird; Hamdok verbündete sich während Krieg als anti-Kriegs-Allianz mit RSF-Miliz (mit AFP); Militär-Leutnant warnt bei Eingliederung der Minni Arko Minnawi-Truppen in reguläre Armee öffentlich vor fehlender Kontrolle der Widerstandsgruppen gegen Rapid Support Forces, nachdem immer mehr dieser Milizen unter islamistischen Einfluss geraten.

19 Quellen

27.03.2024 — Venezuela / Kolumbien / Argentinien

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan lehnt mögliche Machtaufteilung mit zivilen Gruppen ab und strebt militärische Lösung des Konflikts an, nach dessen Lösung Militär technokratische Übergangsregierung einsetzen wird; Rapid Support Forces setzt zivilen Übergangsrat in besetztem Bundesstaat Dschasira ein, der eigenen Regionalpräsident wählt; KATAR sendet 40t Nothilfe nach Port-Sudan.

23 Quellen

22.03.2024 — Indien / Westasien / Somalia

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan erklärt Zustand der "höheren Gewalt" für GNO-Pipeline nach Öl-Gelierung an von Rapid Support Forces umkämpfter Stelle, sodass SÜDSUDAN nun kein Erdöl mehr exportieren kann; Darfur-Gouverneur Minni Arko Minnawi garantiert humanitäre Hilfslieferungen nach Darfur aus Tschad und über Port-Sudan mit Hilfe der UN; RSF lehnt neues Abkommen ab; USA wollen weiter Vermittlungsgespräche führen (mit Reuters); Inhaftierter Ex-Präsident Baschir erneut verlegt.

23 Quellen

21.03.2024 — Vietnam / Indonesien / Irland

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan kündigt an, während erfolgreicher Offensive gegen Rapid Support Forces auch Dschasira-Hauptstadt Wad Madani zurückzuerobern; Kürzlich gegründeter Jugend-Kongress hält schnelle Kriegsentscheidung für möglichen Weg, Krieg zu beenden, u.a. damit im Laufe eines Zermürbungskrieges nicht noch dritte oder vierte Kriegsparteien entstehen.

17 Quellen

16.03.2024 — Westafrika / Lateinamerika / Guinea

Meldung

Argument zur Putschserie in Westafrika.

tl;dr: Die Putschserie im Lateinamerika der 1970er wurde von paranoiden Militärs ohne Kriegserfahrungen durchgeführt, wohingegen die Putschserie im Westafrika der 2020er eher einer Militär-internen Rebellion gegen eine wohl falsche Kriegsführung ähnelt.

Es ist schon schwierig genug, den „Putschgürtel“ Afrikas, der sich von Guinea am Atlantik bis Sudan am Roten Meer erstreckt als eine Einheit zu beschreiben, weil die Umstände der Putschs derart unterschiedlich sind: Im Sudan findet die Militärregierung im Kontext eines Bürgerkrieges statt, in Niger und Gabun glich der Putsch eher einer Palastrevolution, im Tschad hat ein dynastischer Machtwechsel zu einer Militärregierung geführt und in Mali und Burkina Faso waren es schließlich Teile des aktiven Militärs, die gegen die bisherigen Regierungen geputscht hatten. Im Mali und Burkina Faso waren die heutigen Militärpräsidenten Assimi Goïta und Ibrahim Traoré waren unmittelbar vor ihren Putschs in direkten Kampfeinsätzen mit der Macht der dschihadistischen Milizen in der Region konfrontiert. All diese Länder und weitere schraffierte Länder, in denen in den 2020ern Putschversuche stattgefunden haben, sind auf der Karte eingezeichnet. Im Fokus der internationalen Öffentlichkeit stehen jedoch weniger die Militärregierungen im Sudan, dem Tschad, Guinea und Gabun, sondern eher die drei Militärregierungen in den drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso. Das liegt einerseits daran, dass Mali z.B. das erste westafrikanische Land war, in dem in den 2020ern ein Putsch stattfand, und dass diese drei Länder seither eine politische und militärische Allianz, die Allianz der Sahelstaaten gegründet haben, aber es liegt wohl auch daran, dass diese Putschs in der internationalen Presse gut als geopolitischer Machtkampf zwischen Frankreich/dem globalen „Westen“ und Russland erklärt werden kann. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges scheinen seit Anfang 2022 große Teile der Welt in unserer Wahrnehmung diese Bedeutung angenommen zu haben. Dass es nicht so eindeutig ist zeigt beispielsweise die recht hilflos wirkenden Analysen nach dem Kriegsausbruch im Sudan Mitte April 2022, als beiden Kriegsparteien, sowohl der Rapid Support Forces als auch dem Militär nachgesagt wurde, pro-russisch zu sein.

Die Durchführung von Militärputschs in sich und das Aufsetzen der geopolitischen Brille, die darin einen Ost-West-Konflikt erkennen lässt, lässt Parallelen zwischen der politischen Situation in der Sahel-Zone der 2020er und Lateinamerika in den 1970ern erahnen. Die auf der Karte in Lateinamerika eingefärbten Staaten befanden sich im Jahr 1980 unter einer teilweise seit Jahrzehnten und teilweise noch für viele Jahre anhaltenden Militärherrschaft, die geopolitisch im Zeichen des Kalten Krieges standen. Hier war die Menge und die Dichte an Militärregierungen deutlich größer, als im Afrika der 2020er, was einen ersten erheblichen Unterschied darstellt. Eine weitere Parallele ist, das im globalen „Westen“ der 1970er gar nicht über alle lateinamerikanische Staaten eine öffentliche Diskussion stattfand, sondern über einzelne Diktaturen, wie die Pinochet-Diktatur in Chile, die Videla-Diktatur in Argentinien oder der Diktatur in Brasilien, die als beispielhaft galten, um sich mit dem Thema „Militärregierung“ zu befassen, wie in Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Andere Staaten mit Militärregierungen wurden jedoch eher unter den Gesichtspunkten eines Bürgerkrieges betrachtet, wie in den 1970ern Guatemala oder eben in den 2020ern der Sudan. Weitere Unterschiede lassen sich sicherlich in der tatsächlichen Militärregierungs-Praxis feststellen, die im Lateinamerika der 1970er zum Beispiel besonders auf dem „Verschwindenlassen“ von politischen Dissidenten beruhte, aber darauf will ich hier nicht so sehr eingehen.

1 Quellen

11.03.2024 — Portugal / Libyen / Sudan

Sudan

Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan macht Abzug der Rapid Support Forces-Truppen aus zivilen Gebäuden zu Bedingung für von UN-Sicherheitsrat geforderte Ramadan-Waffenruhe, was unrealistisch ist (mit Reuters); Ramadan beginnt; RUSSLAND ruft RSF auf, nationale Einheit statt RSF-Interessen zu priorisieren.

18 Quellen

10.03.2024 — Nepal / Sudan / Zentralafrikanische Republik

Sudan

Nach Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan befürwortet nun auch Rapid Support Forces von UN-Sicherheitsrat vorgeschlagene Waffenruhe während Ramadan (mit Reuters); Neues ziviles Bündnis in Bundesstaat Dschasira startet Aufruf, sich nicht gewaltsam gegen Übergriffe der RSF-Miliz zu verteidigen, die via Internet hunderttausendfach verbreitet wurden, bevor Internetzugang eingeschränkt wurde und Kriegsparteien Smartphones beschlagnahmt haben; Interkommunale Solidarität seit Kriegsbeginn zentrale Institution für humanitäre Hilfe (von NCarstensen und LSebit).

16 Quellen

06.03.2024 — Haiti / Bermuda / Peru

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan befürwortet Mediation durch TÜRKEI, sowie Ost- und West-LIBYEN, als Ergänzung zu den Friedensgesprächen mit Rapid Support Forces in SAUDI ARABIEN (von BFarhat).

16 Quellen

05.03.2024 — Schweiz / Somalia / Kenia

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan macht Wiederaufnahme Sudans zu Afrikanische Union zu Bedingung für mögliche Afrikanische Union-Mediation im Krieg mit Rapid Support Forces; Armee nähert sich bei aktueller Offensive Dschasira-Regionalhauptstadt Wad Madani, die erst Ende 2023 von RSF erobert worden war; SÜDAFRIKAs Präsident Cyril Ramaphosa ruft bei Treffen mit Militärvizepräsident Agar zu Waffenruhe auf.

17 Quellen