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Ägypten

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Nachrichten zu Ägypten

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27.01.2020 — Israel / Ägypten

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Nicht vergessen! Anfang Oktober 2019 drang eine sensationelle Nachricht aus den ewigen Staubbahnen der Archäologie an die Weltöffentlichkeit. Mit "New York der Antike" wurde En Esur in der Weltpresse gepriesen. Doch natürlich wurde die frühbronzezeitliche (nicht antike!) Stadt in Israel nicht an einem Tag entdeckt, sondern in 2,5 Jahren mühevoller Kleinarbeit ausgegraben. En Esur erstreckt sich über 16ha und ist somit tatsächlich doppelt so groß wie vergleichbare Städte aus der selben Epoche. Schon 7000 v.Chr. soll es hier eine Besiedlung gegeben haben, doch die steinernen Überreste sind von 3000 v.Chr. damals lebten rund 6000 Menschen in Gebäuden, die an Straßen standen, die von einem Stadtplaner im Kästchenbauweise entworfen wurden. Die Stadtplaner entwarfen ganze Nachbarschaften nach diesem System, sowie die ritischen Tempel und die Stadtbefestigung. Innerhalb der Tempel fanden hunderte seltene Figurinen aus Stein die Tiere und menschliche Gesichter darstellen. Angekokelte Tierknochen deuten auf Tieropfer hin, vielleicht um nach Wasser zu bitten. Denn die beiden reichen Quellen in der Nähe von En Esur durfte man sich nicht erlauben, versiegen zu lassen. Etwa 4.000.000 Fragmente haben die Archäologen geborgen und analysiert, darunter viele Werkzeuge, Scherben, behaune Steine und Knochen. Einige der Artefakte stammen aus Ägypten. 5000 SchülerInnen und Freiwillige waren an den Grabungen beteiligt. Allein die Zahlenfolge 5000 Freiwillige, 30 Monate, 4.000.000 Artefakte lassen es erahnen, was für eine immense Arbeit hinter einer solchen Schlagzeile steckt. Die meisten archäologischen Grabungen werden nicht von der Weltpresse kommentiert.

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22.01.2020 — Ägypten / Welt

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Nicht vergessen! Laut dem ägyptischen Weltschöpfungsmythos gab es am Anfang nur den Ozean, dann taucht ein Ei aus den Wellen aus, aus dem der Sonnengott geboren wird. Er hat die vier Kinder Schu, Tefnut, Geb und Nut. Schu ist der Luftgott, Tefnut seine Gemahlin ist die Göttin der Feuchtigkeit. Geb ist der Erdgott und auf seinem Rücken wachsen Pflanzen, wobei das lang am Nil liegende Ägypten ziemlich gerade und somit der Rücken sein könnte. Seine Gattin Nut ist der Himmel. Gemeinsam bringen sie Osiris, Isis, Seth und Nephthys zur Welt. Osiris kann als Schutzgott der Bauern verstanden werden. Er hütet über alles pflanzliche Leben, insbesondere über das Korn, das aus der Dunkelheit des Bodens an die Oberfläche kommt und keimt. Als Kulturbringer galt er als der größte Wohlbringer der Menschheit. Seine Schwester Isis half ihm dabei, das Leben der Menschen schöner zu machen. Aber Seth, der den beiden ihren Thron nicht gönnte verschwor sich gegen sie und tötete Osiris. Die verteilten Stücke des Leichnams sammelte Isis mit Anubis wieder ein und puzzelte sie zusammen, sodass Osiris wieder leben konnte. So entstand die Tradition der Mumuifizierung. Doch Osiris Platz an der Sonne war fort und er wurde zum Herrn der Unterwelt.

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18.01.2020 — Palästina / Ägypten / Iran

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Nicht vergessen! Um 3000 v.Chr. erlebt der gesamte Nahe Osten einen gewaltigen Aufschwung. Zum ersten mal treten die Kulturen Mesopotamiens aus ihren Tälern heraus uns beginnen Beziehungen nach Palästina und Ägypten. Im gesamten Nahen Osten von Ägypten bis in den Iran lebten die Menschen bereits relativ einheitlich in Rund- oder Rechteckbauten mit Steinsockeln, Getreidemühlen, Haustieren, Steingefäßen und Feuersteingeräten. Die bäuerliche Fruchtbarkeitsideologie findet sich in Verzierungen. Die unterschiedlichen Kulturen gehörten dem ersten größeren Kulturraum der Geschichte an.

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05.01.2020 — Ägypten

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Nicht vergessen! Der Wunsch des Menschen, seine Gedanken über Zeit und Raum hinweg zu verbreiten ist nicht neu, wurde aber schon vor langer Zeit erfüllt. Die Erfindung der Hieroglyphen-Schrift ist eines der umwälzendsten Ereignisse der Menschheit. Und so ist der ägyptische Gott Thot nicht nur Gott der Schrift, sondern auch des Wissens überhaupt. Entwickelt wurden die Hieroglyphen ab 3200 v.Chr., erreichten ihre Bedeutung aber wohl erst während der Thinitenzeit ab 2700 v.Chr. Die ursprünglich 700 Zeichen entwickelten sich zu etwa 7000 Zeichen ums Jahr 0. Erst mit der Einführung des Christentums in Ägypten 394 n.Chr. gerieten sie endgültig in Vergessenheit. Um 900 wurden sie von irakischen Gelehrten entziffert, in der Renaissance von einem deutschen Jesuiten, 1814 von einem britischen Physiker und 1822 erneut von einem französischen Sprachwissenschaftler. Die Hieroglyphen sind Bilder aus dem heimischen Lebensbereich der Bewohner des Niltals, wie "Soldat", "Auge", "Giraffe", "Schwalbe", "Blume", "Berg", "Horn"... Die Ägypter erzählten also auf zweierlei Weise. Einerseits in Piktogrammen, der Bildsprache, wie wir sie auch heute zum Beispiel auf Verkehrsschildern finden, andererseits in Ideogrammen, die deutlich abstrakter sind und für etwas stehen, was man nicht abbilden kann. Aus den Ideogrammen entwickeln sich Wortzeichen. Es gibt also die Hieroglyphen, die für Wörter stehen, es gibt aber auch jene, die für Laute stehen, wie in unserem lateinischen Alphabet. Außerdem gab es einen Unterschied zwischen den in Stein gemeißelten, also der Elite vorbehaltenen Inschriften, und der Volksschrift, die im Alltag der Ägypter verwendet wurde. Abgesehen davon, dass die Regeln sehr inkonsistent sind, kann man nachvollziehen, weshalb das Entziffern so viele Anläufe brauchte. Geschrieben wurde auf Stein, Knochen, Tontafeln und Papyrus. Die längste bekannte Papyrus Rolle ist 40m lang.

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02.01.2020 — Israel / Norwegen

Israel

Israel beginnt mit Erdgasförderung auf Mittelmeer-Gasfeld Leviathan, von denen Teile nach Griechenland und Zypern, sowie Ägypten exportiert werden sollen; Gaspipeline Eastmed soll Energieversorgung sichern und Machtverhältnisse zementieren; auch Türkei erhebt Anspruch auf Teile des Gasfelds (2.12.18,8.8.19).

Meldung

Türkisches Parlament genehmigt Entsendung von Kampftruppen nach Libyen; Ägypten, das auf gegnerischer Seite kämpft warnt vor Destabilisierung im gesamten östlichen Mittelmeer.

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09.12.2019 — Sudan / Ägypten

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Die Bewohner Nubiens zur Zeit vor der Reichseinigung Ägyptens ca. 4750 v.Chr. bis ca. 3000 v.Chr. haben von der Archäologie den kreativen Namen A-Gruppe bekommen. Nubien ist das Gebiet am Nil, das heute zum nördlichen Sudan vom 2. Wasserfall bis zum Zusammenfluss des Weißen und des Blauen Nils reicht. Wie die Ägypter vor der Entwicklung von Hochkultur lebte die A-Gruppe halbnomadisch in lockeren Familienverbänden. Neben Weizen, Gerste und einigen Früchte, wie Datteln gibt es Belege für Ziegen- und Schafzucht. Es waren Jagd, Töpferei, Lederverarbeitung und Korbwarenherstellung bekannt. Es gab Handelskontakte nach Ägypten, woher man Bier, Wein, Öl, Perlen, Amulette, Schminkpaletten, Muscheln und Weihrauchbrenner importierte. Zeitweise überflügelte die A-Gruppen-Kultur sogar die Ägypter. Erst in der Spätphase finden sich größere Siedlungen und eine ausgeprägte Grabkultur. Zentren waren Sayala mit seiner tierverzierten Goldkeule, die Nilinsel Elephantine, Qustul mit den ägyptischen Hieroglyphen und ad-Dakka. Ab 2800 v.Chr. ist die A-Gruppe kaum noch nachweisbar, was dadurch erklärt werden kann, dass Ägypter in Nubien einfielen und kontinuierlich das Kleinvieh verschleppten. Die Träger der A-Gruppen-Kultur ließen das fruchtbare Niltal hinter sich und kehrten zu einer rein nomadischen Lebensweise zurück.

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