Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute
Land / Territorium

Afrika

334Nachrichten
Häufig gemeinsam erwähnt
Nigeria21%USA10%Europa22%Welt16%Äthiopien14%

Nachrichten zu Afrika

In Recherche öffnen

20.06.2022 — Äthiopien / Kolumbien / Frankreich

Sri Lanka

Studentenproteste fordern weiterhin Rücktritt des Präsidenten G.Rajapakse und nun auch Rücktritt des neuen Premierminister Ranil Wickremesinghe, der Versprechen nicht einhalte.

UKRAINE&CO: Selenskyi wirft Russland vor, Afrika mit Getreidelieferungen "als Geisel" zu halten; Deutsche Gasversorgung im Winter wohl nicht gesichert; DE will wieder mehr Kohle verbrennen, aber an Kohleausstieg bis 2030 festhalten; Moldawien verbietet russische Medien.

18 Quellen

15.06.2022 — Mosambik / Ruanda / Demokratische Republik Kongo

Niger

Präsident Bazoum wirft Gruppe der Sieben vor, "Afrika zu bestrafen", da G7-Staaten nicht mehr in dortige fossile Energien investieren wolle, nachdem sie zuvor Jahrzehntelang eine Abhängigkeit aufgebaut hätten; Ölproduktion in Tschad soll erhöht werden.

15 Quellen

14.06.2022 — Welternährungsprogramm / Togo / USA

Welternährungsprogramm

Welternährungsprogramm muss Teil seiner Mission in Südsudan wegen Finanzierungsproblemen einstellen; neben hohen Lebensmittelpreisen auch geringe Bereitschaft der Geberländer; Ukraine verurteilt Afrikanische Union-Vorschlag, Hafen von Odessa für Getreide-Exporte nach Afrika zu entminen (8.6); Ukraine warnt vor längerem weltweiten Weizenmangel; 18.000t ukrainischen Getreides treffen in Spanien ein.

14 Quellen

12.06.2022 — Indonesien / Tansania / Lastkraftwagen

Meldung

EU will zusammen mit Vereinigte Arabische Emirate Energieinfrastrukturprojekte in Afrika fördern; von den 300Mrd€ globalen EU-Infrastrukturplänen (1.12) sollen 150Mrd€ in Afrika investiert werden.

14 Quellen

April 2022

Meldung

April 2022 Die Nachrichtenverteilung hat sich in diesem Monat wieder "normalisiert": zu Asien, Afrika und Lateinamerika kommen wieder verhältnismäßig mehr Nachrichten, als im März. Mit insgesamt 917 Landeserwähnungen liegt die Zahl im April deutlich unter den 1132 im März. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Berichterstattung zum Ukraine-Krieg nachgelassen hat. So überschritt die Ukraine im April auch nicht die 8%-Marke, wie noch im März. Weitere Ausreißer sind in Südasien Pakistan und Sri Lanka, die auch die Liste der meisten Top-Meldungen anführen. Ostafrika bleibt eine transnational höchst aktive Region mit neuen Ansätzen zur Etablierung einer neuen gemeinsamen Sicherheitspolitik.

0 Quellen

26.04.2022 — Nigeria / Europa / Nordamerika

Meldung

TL;DR "Völkermord gestern und heute" Der Biafra-Krieg von 1967-70 zwischen Nigeria und der abtrünnigen Republik Biafra verlief auf mehreren Ebenen. Militärisch war Biafra unterlegen und fand eine andere, nützliche Methode, um ihre Niederlage hinauszuzögern: Propaganda. Biafranische Propaganda löste in Europa und Nordamerika mit herzzerreißenden Bildern, Völkermord-Vokabeln und Holocaust-Vergleichen eine Betroffenheitswelle aus. Auf dieser Betroffenheitswelle ritten humanitäre Aktionen, die Biafra mit Geld, Lebensmitteln und auch illegalen Waffen versorgten. Das führte zu dem Dilemma, dass die Hilfslieferungen den Krieg verlängerten. Die linken Bewegungen in Deutschland beschäftigten sich eher wenig mit dem Biafra-Krieg und den Biafra-Hilfsaktionen, aber es gab unter ihnen einige hellsichtige Analysen. Insgesamt wurde das Thema „Biafra“ in den Medien und der Öffentlichkeit im Laufe des Jahres 1968, nach nur wenigen Wochen der Aufmerksamkeit fallengelassen. Das liegt unter anderem daran, dass die Alliierten Nigerias Einschätzungen veröffentlichten, dass es in Biafra gar keinen Völkermord gebe. Die kurze Aufmerksamkeitsspanne für Themen, die schwarze Menschen betreffen sind jedoch virulent, noch heute zu erkennen und daher nicht allein durch einen Grund zu erklären. Die in der biafranischen Propaganda eingesetzten Bilder ausgehungerter Kinder prägen noch heute die Darstellung Afrikas in den Nachrichten, bei humanitärer Hilfe und in der Popkultur. Unsere daraus entstandene Wahrnehmung Afrikas ist verheerend, da wir so häufig politische Missstände in Afrika dekontextualisieren und als bloßes Leid darstellen. Unsere Erwartungshaltung afrikanischen Ländern gegenüber ist, dass aus ihnen ohnehin nichts Gutes erwachsen kann. Die Lehren aus dem Biafra-Krieg können eher nicht von Nutzen sein, den Krieg in der Ukraine möglichst schnell zu beenden, aber sie können die Schäden in unserer Gesellschaft vermindern. Dazu gehört es, Russland, den militärischen und wirtschaftlichen Gegner, nicht zu verteufeln. Dies würde bei den während und nach der militärischen Auseinandersetzung notwendigen Gesprächen zu keinen guten Ergebnissen führen. Dazu gehört auch, die Evolution von Begriffen, wie „Völkermord“ genau zu beobachten und zu hinterfragen; zu hinterfragen, welche Opfer wir wofür geben wollen; zu hinterfragen, welche Politik in Reaktion auf den Krieg gemacht wird; und zu hinterfragen, wenn Humanitäre Hilfe an politische oder „moralische“ Bedingungen geknüpft werden.

Danke fürs Lesen!

0 Quellen