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88 Nachrichten

11 Quellen

Irak / Osteuropa / Sri Lanka

Frankreich / Gabun

Französische Ermittler klagen gegen 5 Kindes des Ex-Präsident Omar Bongo wegen betrügerischer Erwirtschaftung von >85Mio€; O.Bongos Sohn Ali Bongo derzeit amtierender Präsident.

10 Quellen

Russland / Westasien / Sri Lanka

Gabun

Gericht verurteilt Ex-Präsident des staatlichen Ölkonzerns Tanasa wegen Veruntreuung und Geldwäsche zu 12 Jahren Haft; Tanasa hat 143Mio$ veruntreut und wurde in Untersuchungshaft laut eigenen Angaben gefoltert und sexuell missbraucht.

16 Quellen

Indien / Kiribati / Peru

Demokratische Republik Kongo / UN

China und Russland, sowie Kenia, Ghana und Gabun enthalten sich im UN-Sicherheitsrat bei Abstimmung über Weiterführung der Sanktionen gegen Demokratische Republik Kongo; Weiterführung findet trotzdem Mehrheit; Sanktionen wegen Präsenz bewaffneter Gruppen im Osten der Demokratischen Republik Kongo; China kritisiert, dass UN-Waffenembargo zu schlechter Ausstattung des Demokratische Republik Kongo-Militärs im Kampf gegen Milizen führt.

12 Quellen

Ukraine / Ecuador / Marokko

Gabun

GABUN und TOGO treten angloophoner Staatengemeinschaft Commonwealth bei; Staaten erhoffen sich dadurch neue Märkte für Export und mehr kulturelle Verknüpfung mit dem anglophonen Raum.

13 Quellen

USA / Europa / Irak

Gabun / Togo

Ehemalige französische Kolonien Gabun und Togo beantragen aussichtsreichen Beitritt zu britischer Commonwealth-Staatenorganisation; auch Gastgeberland Ruanda und Mosambik waren keine britische Kolonie, sind aber Commonwealth-Mitglied.

4 Quellen

USA / Niger / Ägypten

Meldung

Zeitgleich zur Blockade des Öls aus dem Niger-Delta fand nämlich im Nahen Osten der Sechstagekrieg zwischen Ägypten, Syrien, Jordanien und Israel statt. Im Zuge dessen wurde der Suez-Kanal von Juni 1967 bis 1975 für europäische Lieferungen geschlossen. Weder die Öllieferungen aus den Golfstaaten, noch die aus Nigeria erreichten somit ab dem Sommer 1967 die Industrien in Europa und insbesondere in Großbritannien. Zu der Zeit dieser produktionstechnischen Notlage begann die britische Armee ihre Zusammenarbeit mit Nigeria, unter anderem bestehend aus der Lieferung von schwerem militärischen Gerät. Aus Anfang der 2000er vom britischen Nationalarchiv veröffentlichten Dokumenten analysierte der Historiker Chibukuike Uche, dass die wirtschaftlichen Interessen der britischen Erdölindustrie maßgeblich für die britische militärische Unterstützung der nigerianischen Armee gewesen seien.

1.2.1 Staatliche Hilfslieferungen an Nigeria und Biafra Während die USA und Großbritannien sich weigerten, Nigerias Luftwaffe auszustatten, verkaufte die Sowjetunion im Sommer 1967 23 Jagdflugzeuge des Typs MiG-17F an Nigeria. Ihr Interesse lag darin, Nigeria zu unterstützen, damit Nigeria zu einem strategischen Verbündeten der Sowjetunion in Afrika würde. Sowohl die Regierungen des angelsächsischen Raums, als auch die Regierung der Sowjetunion buhlten also um gut Beziehungen zu Nigeria. Niemand verkaufte Nigeria jedoch Napalm. Die sowjetischen MiGs wurden 1969 durch acht ausgemusterte MiG-17 Flugzeuge der Nationalen Volksarmee der DDR ergänzt. Sie wurden zunächst von Soldaten der ägyptischen Luftwaffe geflogen, kamen jedoch häufig nicht zum Einsatz. Der Einsatz ägyptischer Streitkräfte konnte den Eindruck eines Holocaust-ähnlichen Genozids gegen die Igbo verstärken. Der ägyptische Staatschef Gamal Abdel Nasser galt Vielen als „Hitler". Israel, das zeitgleich im Nahen Osten gegen Ägypten kämpfte, verkaufte ebenfalls zunächst schweres militärisches Gerät an Nigeria. Nachdem das Leid der Biafraner öffentlich und zeitgenössische Stimmen zum Holocaust-Vergleich laut wurden, änderte Israel seine Position. Der israelische Geheimdienst Mossad schmuggelte ab 1968 Waffen und Geld nach Biafra. Auch die Tschechoslowakei änderte während des Krieges seine Position und unterstütze zunächst Biafra, dann Nigeria mit Waffenlieferungen. Die Rolle Frankreichs war signifikant für den Kriegsverlauf. Frankreich stand auch nach der Entkolonialisierung Afrikas in den 1960ern in direkter Konkurrenz zu Großbritannien über den Machteinfluss. In Biafra vertrat Frankreich Interessen zur Sicherung der Bodenschatz-Schürfrechte und der Gummiplantagen für den Michelin-Konzern. Über Gabun und die Elfenbeinküste, die Biafra 1968 als Staat anerkannt hatten wurden ehemalige Handfeuerwaffen der Wehrmacht und der italienischen Armee aus dem Zweiten Weltkrieg von Frankreich nach Biafra geschmuggelt. Die Tschechoslowakei verkaufte im Zuge dessen eigene Waffen an Frankreich, die schließlich in Biafra zum Einsatz kamen. Der Waffenhandel verlief auch über die Kolonien des faschistischen Portugals vor der Küste Biafras. China solidarisierte sich mit Biafra in seinem „Kampf gegen anglo-amerikanischen Imperialismus und sowjetischen Revisionismus“. Über Tansania, mit seinem sozialistischen Präsidenten Julius Nyerere, der Biafra 1968 als Staat anerkannt hatte, lieferte China Waffen nach Biafra. Die Position der west-deutschen Regierung wird in späteren Kapiteln behandelt. Mit der UdSSR, den USA, Ägypten und Großbritannien auf der einen, China, Frankreich, dem Vatikan und Portugal auf der anderen Seite (, sowie Israel und der Tschechoslowakei auf beiden Seiten) sprengte der Biafra-Krieg die Ordnung des Kalten Krieges auf eine einzigartige Weise. Doch neben diesen staatlichen Akteuren spielte auch biafranische Propaganda eine wichtige Rolle. Sie beeinflusste die Wahrnehmung des Biafra-Krieges in der Zivilbevölkerung der „Ersten Welt“ zutiefst.

8 Quellen

USA / Kenia

Kenia

Kenia, Ghana und Gabun fordern in UN-Sicherheitsrat Ende des Waffenembargos in die Zentralafrikanische Republik, da Präsident Faustin-Archange Touadéra dort Waffen im Kampf gegen Rebellen-Koalition Coalition des Patriotes pour le Changement benötige; eigentlich seit Oktober (15.10) Waffenstillstand.

11 Quellen

Gabun / Serbien / Israel

Gabun

Gabun verändert Verfassung dahingehend, dass Präsident und Premierminister nach deren Amtszeit Immunität genießen; Verfassungszusatz klärt außerdem Vertretung des Präsidenten durch ein Triumvirat, falls dieser ausfällt; so geschah es 2018 mit Präsident Ali Bongo, der einen Herzinfarkt auskurieren musste (17.1), woraufhin unklar war, wer dessen Amtsgeschäfte übernehmen solle.

9 Quellen

USA / Spanien / Brasilien

Meldung

Neuer Mitglieder im UN-Menschenrechtsrat: China, Russland, Usbekistan (17.9), Bolivien, UK, FR (12.1.19), Kuba, Mexiko, Nepal, Gabun, Malawi, Pakistan, Senegal, Elfenbeinküste und Ukraine; einige davon sehr problematisch.

0 Quellen

USA / Tansania / Gabun

Meldung

Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.

0 Quellen

Guinea / São Tomé / Senegal

Meldung

Nicht vergessen! Die Guinea-Region befindet sich an der Küste Westafrikas. Sie umfasst insbesondere den Golf von Guinea, wo der Inselstaat São Tomé und Príncipe liegt, aber nicht nur den. Oberguinea umfasst die Länder Senegal, Gambia, *Guinea-Bissau*, *Guinea*, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun, wo Niederguinea ansetzt, zu denen noch *Äquatorial-Guinea*, Gabun, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Angola gehören. Neben Guinea-Bissau (bis 1973 Portugiesisch Guinea), Guinea (auch Guinea-Conakry; bis 1958 Französisch Guinea) und Äquatorial-Guinea (bis 1968 Spanisch Guinea) gab es früher Dänisch Guinea, Niederländisch Guinea und Schwedisch Guinea (allesamt heute in Ghana), sowie Togo und Kamerun als Deutsch Guinea. Unser europäischer Reichtum stammt offenkundig aus der Zeit, als wir diese Region zu wirtschaftlichen Zwecken ausbeuteten, und als wir dort unsere Perversionen auslebten. Ihren Namen haben die Küstenregionen von den Portugiesen und Spaniern bekommen, die hier als Erste im 15. und 16. Jahrhundert kolonisierten. Ironischerweise stammt der Name "Guinea" gar nicht aus einer Küstenregion und hat auch nichts mit Wasser zu tun. Oft wird auf den berberischen Ausdruck "Ghinawen" verwiesen, der „Land der Schwarzen/Verbrannten“ bedeute und über das Portugiesische als Guiné in die europäischen Sprachen gelangt sei. Die "Verbrannten" waren wohl in das Land der Berber, der Sahara gereist, um dort zu handeln, oder reisende Berber wussten von Begegnungen mit Schwarzen in der Sahelzone zu berichten... beides meilenweit von der nächsten Küste entfernt. Auch wird spekuliert, dass Guinea von "Ghana" stammt, doch das ist unwahrscheinlich, da das Kernland von Ghana weder an der Küste lag, noch Kontakte zu Europäern pflegte. Das Reich von Ghana lag im Mittelalter im heutigen Mali und Mauretanien. Das Wort heißt übersetzt "König der Krieger", spricht also für die Macht und den Einfluss des Reiches, hat aber nichts mit Guinea zu tun.