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48 Nachrichten

13 Quellen

Bulgarien / Italien / Osteuropa

Ecuador

Erneut 1 Toter bei mehrheitlich indigenen Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador-Protesten gegen Lebenshaltungskosten und Präsident Guillermo Lasso; Polizei dementiert Vorwurf, ihn aus nächster Nähe erschossen zu haben; Ausnahmezustand verlängert.

8 Quellen

Ostafrika / Ecuador / Senegal

Ecuador

Präsident Guillermo Lasso erklärt nach Indigenen- und anderen sozialen Protesten (16.6) in 3 Provinzen Ausnahmezustand, darunter in Hauptstadt Quito, und ruft zu Dialog auf; Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador-Protestiere blockierte letzte Woche Straßen und Erdölanlagen.

15 Quellen

Mosambik / Ruanda / Demokratische Republik Kongo

Ecuador

Vorsitzender des wichtigsten Indigenenverbands Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador nach Beginn von Protesten und Straßenblockaden gegen Sparpolitik des Premierminister Guillermo Lasso gestern festgenommen und heute nach Protesten gegen Festnahme wieder freigelassen.

0 Quellen

Peru / Ecuador

Meldung

Bei den Präsidentschaftswahlen in den Andenstaaten Peru und Ecuador gab es einige interessante Ergebnisse. Vor den Wahlen in Peru war sehr unklar, wer gewinnen würde. Letztes Jahr war Präsident Vizcarra wohl unter dem Vorwand der Korruption vom noch korrupteren Parlament abgesetzt worden. Gegen den neuen Interimspräsident gab es Proteste. So trat so gut wie kein bekannter Politiker an. Aber eine Politikerin: Die Tochter des ehemaligen Diktators Fujimori, die bereits mit ähnlichen extrem rechten Aussagen aufgefallen war, wie ihr Vater (10.4). Der einzige linke Kandidat war ein marxistisch-leninistischer Lehrer, der mit Zucker-Rübenschnaps die Wirtschaft des Landes retten will (10.4). Er hat übrigens auch sehr konservative Ansichten gegen Abtreibungen und gegen LGBTQ-Rechte. Währenddessen sprachen sich in Ecuador beide Kandidaten, der Neoliberale und der Linke für Gleichberechtigung und LGBTQ-Rechte aus. Diese und andere Versprechen waren für viele Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer ihrer eigenen prekären sozialen Situation so fremd, dass sie nicht zur Wahl gingen und der nächsten Amtszeit pessimistisch entgegensahen, gleich wer die Wahl gewinnen würde (8.4). Es gewann der neoliberale Kandidat Guillermo Lasso. Das lag unter anderem daran, dass das starke Indigenenbündnis zum Boykott der Wahl aufgerufen, und nicht den linken Arauz unterstützt hatten: 1,8 Millionen Menschen machten ihre Stimme ungültig (12.4). Das hat nun zur Folge, dass die neoliberale Politik des amtierenden Präsidenten Moreno nicht abgewählt wurde, obwohl im ersten Wahlgang ¾ der Wählerinnen und Wähler gegen den Neoliberalismus gestimmt hatten. In Peru hingegen gewann der marxistisch-leninistische Pedro Castillo und muss nun in einer Stichwahl gegen die Zweitplatzierte Fujimori antreten. Sie wird die Stichwahl wohl gewinnen (13.4). Die Wahl ist trotzdem ein Zeichen gegen das korrupte politische Establishment.