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Fulani

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Nachrichten zu Fulani

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24.04.2020 — Ghana / Mali / Mauretanien

Meldung

Nicht vergessen! Seit dem 5. Jahrhundert war der Transsaharahandel essenziell für die Entwicklung Westafrikas. Als erstes profitierte das Reich von Ghana im heutigen Mali und Mauretanien vom Handel. Dabei ging es zunächst um den Goldhandel aus den tropischen Gebieten in Küstennähe, der durch die Größe islamischer Reiche im Mittelmeerraum und Nahen Osten im höchsten Maß profitabel für Zwischenhändler wurde. Ab 1000 n.Chr. bekamen auch die Fulani in Nigeria die Vorzüge der Islamischen Expansion zu spüren. Zunächst hielten sie sich noch westlicher auf, im Senegaltal, wo sich florierende Städte gründeten. Mit dem neuen Reichtum und der Sesshaftwerdung kam es auch zu eindeutig abgrenzbaren Staaten und zu Rivalität. Zwischen 1300 und 1350 wanderten einige Fulanistämme wieder nach Osten in die Hausastaaten, einem Verbund von Stadtstaaten in Bornu um den Tschad-See. Auf der seit Römers Zeiten bestehenden Bornustraße handelten sie neben Gold auch Sklaven und Salz gegen Pferde, Stoffe und Waffen aus Nordafrika. Mit der Einwanderung der Fulani wurde die Region als eine der letzten der Sahel-Zone islamisiert. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um Völkerwanderungen im archaischen Sinne handelt, sondern um wirtschaftlich motivierte Bevölkerungsverschiebungen, die von politischen Aktionsträgern unter dem Vorwand des Islam durchgeführt wurden. Diese geopolitische Taktik entwickelte sich später zum Dschihad, ein Begriff, der spätestens seit 2001 n.Chr. eine neue moderne Interpretation erfahren hat.

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23.04.2020 — Mali / Burkina Faso / Nigeria

Meldung

Nicht vergessen! Seit 2019 gibt es einen bemerkenswerten Anstieg der Angriffe auf das Volk der Fulani in der Sahelzone Afrikas, wie in Mali, Burkina Faso, Nigeria und Kamerun. Bei Angriffen, die auf Fulani-Dörfer ausgeübt werden sterben regelmäßig duzende Zivilisten in Massakern, die nur als Racheakt für vergangene Zeiten gewertet werden können. Warum diese Angriffe stattfinden, zeigt ein Blick in die Geschichte Nigerias. Nigeria besteht aus drei Kulturräumen. Die Fulani, oder Hausa-Fulani waren ursprünglich ein nomadisches Volk in Westafrika, das inzwischen sesshaft geworden ist. Ihren legendären Ursprung sehen sie in der Gegend um Mekka im heutigen Saudi Arabien, womit sie ihre Religionszugehörigkeit zum Islam erklären. Im siebten Jahrhundert sollen ihre Vorfahren den Propheten Mohammed zunächst begleitet und dann sein Wort in die Welt hinaus getragen haben. Das steht jedoch im Widerspruch zum alten polytheistischen Glauben und den Ähnlichkeiten zu benachbarten Kulturräumen in Westafrika. Nichtsdestotrotz ist nicht auszuschließen, dass die Fulbe tatsächlich noch durch Zeitgenossen Mohammeds zum ersten mal in Kontakt mit dem Islam kamen. Doch ein mythisches Ursprungsland gibt es wohl doch: Ägypten! Auch Teile der linguistische Altertumskunde erkennen eine Herkunft des Volks der Fulbe im vorchristlichen Nordost-Afrika. Dort war es zu mehreren Zeiten zu Aufeinandertreffen nomadischer Kriegerclans aus Äthiopien und wandernder tamilischen Hirten aus West-Indien gekommen. Gemeinsam seien sie um 200 v.Chr. in die damals noch grünere Sahara gezogen. Sowohl die islamische, alsauch die traditionelle Ursprungsmythe sprechen Wahrheiten. Während sich die Genese der Fulani-Kultur in den polytheistischen Sagen findet, war der Islam unabdinglich für deren kulturellen Aufstieg um 1000 n.Chr.

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