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Afrika

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Nachrichten zu Afrika

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02.12.2020 — USA / Welt / Afrika

Meldung

Auch keine Lösung für die Übel dieser Welt wird Joe Biden sein, der die Präsidentschaftswahlen in den USA gewonnen hat. Die meisten von uns werden das Privileg gehabt haben, nicht direkt unter dem gelitten zu haben, was sein Vorgänger und noch amtierender Präsident Donald Trump erzeugt hat. Donald Trumps anti-moralischer Präsidentschaft ist geprägt von seiner zynischen Grundeinstellung gegenüber der liberalen Gesellschaft (u.a. zum Ausdruck gekommen, als er sich mehrmals zum Sieger erklärte (4.11)). Doch er ist ihr Ergebnis. Seine Präsidentschaft zeigt uns, wo die vielen Schwachstellen des politischen und gesellschaftlichen Systems der USA liegen, das unserem in Mitteleuropa ähnlich ist. Die Abwahl Donald Trumps ist meiner Meinung nach ein Segen für die Welt, aber Joe Biden ist die Traufe, die Trumps Sozialverhalten die letzten Jahre verhöhnt hatte. Es war meiner Meinung nach die lebensnotwendige Priorität „Corona“, die Joe Biden letztlich zum Sieg verholfen hat.

Bilder haben trotz ihrer unglaublichen Gesamtmenge auch noch im Jahr 2020 eine enorme Wirkung. In Bezug auf die Corona-Pandemie waren das im Frühjahr die Bilder von überfüllten Krankenstationen im italienischen Bergamo, die Kühllaster für die Leichen in New York und auch die kurzzeitige Besetzung der Reichstagstreppen. Weil Bilder häufig zu Propagandazwecken missbraucht werden können, ist es wichtig, dass genug Bilder entstehen, also genug Szenen dokumentiert werden, um ein möglichst vollständiges Verständnis für die Situation zu schaffen. In diesem Monat ist uns auf den drei Kontinenten Afrika, Europa und Asien vor Augen geführt worden, was geschieht, wenn diese Dokumentation nicht stattfindet. Im Südkaukasus kämpften Armenische Truppen zusammen mit Bergkarabach gegen die aserbaidschanische Armee, die die Unterstützung der Türkei sicher hatte. Der Krieg endete mit dem Sieg Aserbaidschans und einem Waffenstillstandsabkommen, das die Souveränität und das Territorium der unabhängigen, aber international nicht anerkannten Republik Bergkarabach stark beschneidet (10.11,14.11). Der Krieg hat zwar mediale Aufmerksamkeit erhalten, doch Journalisten waren im Kriegsgebiet nicht zugelassen.

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25.11.2020 — Pakistan / Serbien / Sambia

Meldung

Bericht entlastet WWF von Vorwurf, Parkpersonal in Zentral-Afrika zu beschäftigen, das Gewalttaten an Bevölkerung verübt; Deutsche Entwicklungshilfe soll wieder in militärischen Schutz von Nationalparks in Demokratische Republik Kongo gehen.

In Kürze

Sambia kann Schulden nicht mehr bezahlen; NGOs befürchten afrika- und weltweiten Schuldenrückzahlungsausfall wegen Corona.

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24.07.2020 — Guyana / Belgien / Welt

Meldung

Nicht vergessen! Die gelb eingezeichneten Gebiete auf dieser Karte stellen es Kolonialambitionen Belgiens in Amerika dar. Belgien ist für europäische Verhältnisse ein vergleichbar junges Land, da es seine Unabhänigkeit von den Niederlanden erst 1830 erhielt und noch ein weiteres Jahrzehnt dafür kämpfen musste. Der erste belgische König Leopold I. hielt das Erwerben von Kolonien in Übersee für einen guten Weg, der Welt zu beweisen, dass Belgien ein Existenzrecht hat. Einige der Gebiete, die er vorhatte zu beanspruchen lagen in der Ägäis, in Indien, China und den Philippinen, doch an keinem Kontinent war er so interessiert, wie am Amerikanisachen Doppelkontinent. Die beschriebenen Territorien sind auf der Karte verzeichnet und die Rosinenpickerei spiegelt die Traumwelt wieder, in der Leopold I. lebte: Pennsylvania, Florida, Texas, Hispaniola, Zentralamerika, Kolumbien, die Guyana s, Patagonien und Buenos Aires. Die Art von Kolonie, die Belgien dann auch wirklich tatkräftig beanspruchte waren keine Siedlungskolonien, sondern fast reine Handels- und Imperiumskolonien. Der erste Anlaufpunkt der Belgier war Texas, das in den 1830er Jahren als unabhängige Nation bestand und gegen seine ehemalige Zentralregierung in Mexiko Stadt noch immer ankämpfte. In diesen angespannten Zeiten suchte Texas nach internationalen Verbündeten und stieß dabei auf Belgien. Die belgische Regierung versprach Texas Kredite und wirtschaftliche Hilfe „im Gegenzug für Land“. Belgien ging von einem Hoheitsgebiet in Texas aus, einem kolonialen Gebiet. Doch Texas meinte Siedlungsland für belgische Immigranten. Erst 1842 wurde die diplomatische Unstimmigkeit beigelegt und Belgien ließ seinen Anspruch fallen. Die einzige erfolgreiche Kolonie hatte Belgien am karaibischen Hafen von Santo Tomás in Guatemala. Diese Stadt wurde von der Belgischen Kolonialbehörde verwaltet, ähnlich wie britsche Kolonialbehörden Indien und Nigeria verwalteten. Doch diese Kolonie war nur von 1843 bis 1854 unter belgischer Kontrolle, da die Belgier reihenweise am Gelbfieber erkrankten. Guatemala war ohnehin davon ausgegangen, dass Santo Tomás noch immer unter guatemaltekischer Hoheit stünde. Auch dieser diplomatische Zwist erübrigte sich. Zuletzt zeigte Belgien Interesse am Kauf Hawaiis, der aber durch den Bankrott seines Kooperationspartners unmöglich wurde. Belgien sollte trotz seiner groß angelegten Ambitionen in Amerika nie Fuß fassen. Stattdessen wandte es sich unter seinem berüchtigtem Nachfolger Leopold II. nach Afrika, namentlich dem Kongo.

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22.06.2020 — USA / Nigeria / Afrika

Meldung

Nicht vergessen! Babangidas Regierung hatte Nigeria nicht vor dem Kollaps durch die Erdöl-Rezession gerettet. 1987 war Nigerias diplomatischer, wirtschaftlicher und auch kultureller Ruf am Boden. Afrika wurde der "Kontinent der Coups" genannt (70 Putschs in 20 Jahren), und das unter reger Teilhabe der sechs Coups in Nigeria. Während sich die gesamte Welt in Kalten Krieg eine Militarisierung gegen einen äußeren Feind leistete, war die Militarisierung der meisten Länder Afrikas, die europäischen und US-amerikanischen Waffenkonzernen zugute kam, ziellos. So bekamen die Armeen des Kontinents immer mehr Macht, die sie nicht gegen einen äußeren Feind richten konnten, da es kaum internationale Kriege gab. Die Militärs richteten die Waffen daher in die Brennpunkte der Innenpolitik. Viele Regierungen waren durch einen Militärputsch an die Macht gekommen. Es verwundert daher nicht, dass viele außenpolitische Forderungen an den Westen militärischer Art waren. So forderte der nigerianische Außenminister Akinyemi im September 1987 eine eigene Atombombe, um "das rassistische Monopol der Nuklearmächte" zu beenden. Auch finanzielle Forderungen wurden von den USA und Europa in den Wind geschlagen. 1991 forderte Babangida 30.000$ Entschädigung pro Afrikaner, der in den vergangenen Jahrhunderten verschleppt und als Sklave in die Neue Welt gebracht wurde, da das Chaos des Sklavenhandels den Kontinent um Jahrhunderte in seiner Entwicklung zurückgeworfen habe. Die 330 Milliarden $ wurden von den größten Sklavenhandelsnationen USA und Niederlande nicht ausgezahlt.

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