29.09.2024 — Libanon / Tunesien / Sudan
Sudan
Rapid Support Forces-Offensive in Fasher und Armee-Offensive in Khartoum gehen weiter, während Kämpfe auch in weiteren Landesteilen, wie Gedaref wieder zunehmen.
Rapid Support Forces-Offensive in Fasher und Armee-Offensive in Khartoum gehen weiter, während Kämpfe auch in weiteren Landesteilen, wie Gedaref wieder zunehmen.
Während Rapid Support Forces weiter Offensive bei Darfur-Regionalstadt Fasher durchführt (mit AFP), beginnt Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan Großoffensive zur vollständigen Rückeroberung der Hauptstadt Khartoum (von SSchlindwein); Burhan ruft RSF zu Niederlegung der Waffen auf und kritisiert "regionale Player" (Vereinigte Arabische Emirate) für Unterstützung der RSF (von ORickett).
US-Außenminister Blinken ruft Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan in Telefongespräch zu Fortsetzung der Gespräche mit Rapid Support Forces und humanitäre Versorgung auf (mit Reuters); Militär intensiviert Luftangriffe auf RSF in Darfur und Khartoum; SÜDSUDAN entsendet weitere Delegation nach Sudan, um durch Kämpfe beschädigte Pipeline für Export südsudanischen Erdöls zu reparieren.
TSCHADische Truppen überqueren Grenze zu Sudan und veranstalten in Grenzstadt in Zentral-Darfur Schießerei auf zentralem Platz, sowie Brandstiftung, da eigentlich verbündete Rapid Support Forces zuvor tschadischen Offizier wegen Fehlverhaltens festgenommen hatte; Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan ruft in Hauptstadtregion Khartoum Notstand aus, auf Grundlage dessen "ausländische Kräfte" ausgewiesen werden sollen; SAUDI ARABIEN ruft Burhan zu Waffenruhe auf; Militär-kontrollierter Bundesstaat Kassalla verbietet "jegliche Aktivitäten" in Flüchtlingslagern, nachdem Vertriebene im Norden des Landes bereits von Schulsystem ausgeschlossen wurden; 8,7 Millionen Binnenvertriebene; Versorgung der von RSF belagerter Stadt Fasher in Nord-Darfur verschlechtert sich rapide (von KAhmed), während im Umland von Fasher alleine Ende April 11 Dörfer von RSF niedergebrannt wurden.
Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan kontrolliert erstmals seit Kriegsbeginn vor 11 Monaten nun Zwillingsstadt von Khartoum Omdurman (von OLKoffi), wobei unklar ist, ob Militär jüngste Territorialgewinne halten kann (von MNashed); UNICEF warnt erneut vor drohender Hungersnot (mit Reuters).
Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan nach jüngsten territorialen Gewinnen in und um Hauptstadt Khartoum, u.a. durch neue Drohnen-Lieferung, zuversichtlich, dass Offensive weiter gehen wird (mit Reuters); Neue zivile Koalition NFC verbündet sich mit Militär.
Welternährungsprogramm warnt, dass es humanitäre Versorgung für sudanesische Vertriebene in Tschad ohne weitere Finanzierung ab April einstellen muss (mit Reuters); Streik der Hafenarbeiter+ von Port Sudan beginnt gegen Pläne des Militärfinanzministers Ibrahim, die Hafenbehörde direkt der Militärregierung zu unterstellen; Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan erobert TV- und Rundfunkanstalt bei Khartoum zurück.
Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan beginnt Luftangriffe auf größtes Rapid Support Forces-Waffenversorgungslager, das in Nord-Darfur an Grenze zu Tschad und LIBYEN liegt und über das RSF mit VAEmiratische Waffen versorgt werden soll (von MAmin); US-Delegation problematisiert am Rande des Afrikanische Union-Gipfel bei Treffen mit regionalen Regierungen zunehmende diplomatische und mutmaßlich militärische Verbindungen zwischen Militärregierung Burhan und IRAN (von LAnami); Meiste Wirtschaftsbereiche seit Kriegsbeginn maßgeblich beschädigt (mit AFP), was neben direkten Kriegsschäden, Kommunikationssperren, Nahrungsmittelknappheit und enorm gestiegene Lebenshaltungskosten humanitäre Situation verschärft; Schließungen von Gemeinschaftsküchen weitet sich auf gesamtes Umfeld der Hauptstadt Khartoum aus.
Gemeinschaftsküchen in Hauptstadt Khartoum stellen Arbeit ein, nachdem seit 3 Wochen herrschender Kommunikations-Blackout Verteilung von Nahrungsmittelhilfe verunmöglicht; Zahl der monatlich entführten Menschen nahm seit Beginn der erfolgreichen Rapid Support Forces-Offensive im Süden und Osten des Landes im Dezember um rund 15-20% zu; Zahl der nach LIBYEN geflohenen Sudanesen+ steigt in die Hunderttausende, während Großteil nach SÜDSUDAN flüchtet, wo Versorgungslage in Auffanglagern desolat sein kann (mit AFP).
Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan verzeichnet erstmals seit Kriegsbeginn im April 2023 territoriale Fortschritte in Khartoum-Nachbarstadt Omdurman, wo Plünderungen durch neu rekrutierte Armeestreitkräfte berichtet werden (von ZMSalih); Militär und Rapid Support Forces griffen zuletzt vermehrt Kommunikations- und sonstige Infrastruktur an (von MAbdallatif).