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Österreich

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Nachrichten zu Österreich

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25.09.2022 — Irak / Iran / Sri Lanka

Deutschland

DEUTSCHLAND verlängert Grenzkontrolle zu ÖSTERREICH, da Innenminister Faeser von mehr Flüchtenden über die Mittelmeer- und Balkanroute ausgeht.

10 Quellen

25.07.2022 — Deutschland / Russland / Myanmar

Deutschland

Gazprom will künftig nur 1/5 der möglichen Nord-Stream-1-Gaskapazität nach DE liefern; Österreich will in Österreich gelagertes, deutsches Gas für sich selbst nutzen; Laut ifo-Institut steht DE wegen Energieknappheit kurz vor Rezession; Arbeitgeberpräsident geht von Wohlstandsverlust aus und fordert jährliche Zuwanderung von 500.000 neuen Arbeitskräften; weitere neoliberale Ökonomen fordern längere Wochenarbeitszeiten und späteres Renteneintrittsalter; steigende Lebenshaltungskosten; Warnstreik bei Lufthansa für bessere Bezahlung.

13 Quellen

26.12.2021 — USA / Afrika / Europa

Meldung

1.3.1 Gold-Währungspolitik vor 1971 Das marktzentrierte Geldwesen entstand, um den Menschen als „Arbeiter“ dem Marktsystem zu unterwerfen, indem es den „Arbeiter“ vom „Lohn“ abhängig macht. In der Frühzeit der kapitalistischen Marktwirtschaft entstand Kritik daran, Mensch, Natur und Geld als Ware zu behandeln, da dies zu ihrer Zerstörung führen würde. Um dem entgegenzuwirken wurde eine interventionistische Währungspolitik betrieben, die die Bewertung des Geldes dem Markt entzog, um dabei die Markt-Teilnehmer zu schützen – es wurden Zentralbanken gegründet. Bei jeglicher Währungspolitik ist die Frage zentral, wie der Wert der Währung ermittelt wird. Seit den napoleonischen Kriegen gab es in den Notenbanken den Gegenwert Gold. Seitdem ist der genuine Freihandel, also die radikal unabhängige Marktwirtschaft Geschichte. Die europäischen Staaten profitierten von dem Freihandel sehr, auf dessen Rücken bis in die 1890er Jahren die großen europäischen Imperien entstanden waren. Die sogenannte "Monetarisierung" ist ein Schlüsselbegriff, um zu verstehen, wie die Kolonien in Afrika und Ost-Afrika entstanden sind. Man kann die Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch anhand währungspolitischer Entscheidungen nacherzählen. Karl Polanyi tut das und ich erzähle an dieser Stelle stark verkürzt nach. Die Imperien traten bald mit ihren stabilen Goldstandard-Währungen in gegenseitige Konkurrenz und Europa spaltete sich in zwei feindliche Fraktionen: Frankreich, Großbritannien und Russland auf der einen, Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien und das Osmanische Reich auf der anderen Seite. Dies war eine Grundlage für den Ersten Weltkrieg - nachzulesen in dem hier überall verlinkten Buch. Da die notwendigen Transaktionen der Staaten das Goldvorkommen übertrafen, wurde nicht mehr der genaue Gegenwert in der Zentralbank gelagert, sondern nur noch ein Bruchteil davon. In den 1930ern geschahen umwälzende Veränderungen: Die damals größte Weltmacht Großbritannien löste sich 1931 wegen einer Schuldenkrise vom Goldstandard. Die Schulden waren in den „wilden Zwanzigern“ entstanden, als die Finanzsektoren mit vielen Investitionen die Industrie übernahmen. Ähnliche Phänomene zeigten sich in den USA, Russland und Deutschland. Im Jahr 1944 wurde das Bretton-Woods-System begründet, das den durch Kriegswirtschaft gestärkten US-Dollar in das Zentrum der weltweiten Währungspolitik rückte. Ziel war, den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer einzigen, starken Währung zu finanzieren. Dabei sollte verhindert werden, dass ein Währungskampf zwischen den europäischen Staaten entstehen würde, wie er in den Zwischenkreigsjahren zur Eskalation beigetragen hatte. Die Institutionen, die diese Stabilität erzeugen sollten, und die den Dollar nach Europa und Japan bringen sollten, waren der Internationale Währungsfonds IWF und die Weltbank (Internationaler Währungsfonds), die daher auch „Bretton-Woods-Institutionen“ genannt werden. Das Bretton-Woods-System war zentral für die Stabilisierung der Währungen weltweit. Der US-Dollar ist seitdem ein zentrales Werkzeug der USA, um ihre Hegemonie in der Welt zu verfestigen: An den Börsen wird der Wert ausländischer Währungen in Dollar gemessen, 60% der weltweiten Zentralbankreserven sind Dollars, 40% der weltweiten Schulden sind Dollars. Diese Zahlen nehmen langfristig ab, und somit verliert das mächtigste Machtinstrument der USA an Einfluss. „Wachstum“ ist noch immer das zentralste Schlüsselwort des Weltmarkts. Mit Bretton-Woods und Marshallplan begann die längste stabile Phase kapitalistischen Wachstums der Weltgeschichte.

Seitdem hat sich sehr viel verändert. Was davon für Ostafrika relevant ist, erfahrt ihr morgen.

7 Quellen

14.11.2021 — Belarus / Ägypten / Tigray People’s Liberation Front

In Kürze

Österreich verhängt Lockdown für Ungeimpfte.

Kontext? Kontext!

11 Quellen

Monatsrückblick Mai 2021 (05/21) Teil 2

Meldung

Monatsrückblick Mai 2021 (05/21) Teil 2.

Der Rechtsruck in Europa nimmt weiter Form an. In der spanischen Hauptstadt Madrid wird die konservative PP eine Koalition mit der offen faschistischen Vox-Partei eingehen. Isabel Díaz Ayuso gewann unter anderem mit dem Versprechen, die Corona-Maßnahmen zu lockern (5.5). Die bereits amtierende PP-Regionalpräsidentin Ayuso hat schon den Anfang des Endes der sozialistischen Minderheitsregierung in Spanien verkündet. Die nächste turnusmäßige Parlamentswahl ist zwar erst im Herbst 2023, aber es ist möglich, dass die aktuelle Regierung unter Premierminister Sánchez bereits früher zurücktritt. Ob Ayuso, das Gesicht der PP-Vox-Koalition dann auch als Premierministerin kandidiert, ist wahrscheinlich. Die Vox ist derzeit die drittgrößte Partei Spaniens und Isabel Ayuso gilt mit ihren 42 Jahren bei vielen als die „spanische Marine Le Pen“.

In Frankreich spürt die ohnehin rechtspopulistische RN-Partei unter Marine Le Pen prominenten Rückhalt aus dem Militär. Zuerst riefen 20 französische Ex-Generäle und gut 1000 weitere Militärs zum Putsch in Frankreich auf, um mit dem "Islamismus und den Horden des Banlieues" aufzuräumen (27.4). Dann warnten französische Soldaten in einem weiteren Brandbrief vor einem Bürgerkrieg wegen Macrons "Eingeständnissen für Islamismus" (11.5). Die schockierenden Worte bedeuten nicht, dass es in Frankreich in nächster Zeit tatsächlich zum Militärputsch kommen wird, aber sie zeigen eine Tendenz für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2022. Präsident Macrons Zustimmungswerte sind seit seinem Amtsantritt immer wieder auf Talfahrt und so ist es kein Wunder, dass Le Pen mit ihm in den Umfragen derzeit gleichauf ist. Für 2022 besteht eine realistische Chance, dass Marine Le Pen die Wahlen gewinnt.

Dass ein Rechtsruck nicht nur bei konservativen und rechtspopulistischen Parteien stattfindet, zeigt sich in Dänemark. Hier regiert seit 2019 die sozialdemokratische Partei unter der Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Sie kooperiert im Parlament mit den Linken, den Links-Grünen und den Sozialisten. Zwar gilt ihre Innen- und Sozialpolitik als progressiv, aber ihre Migrationspolitik ist eine der härtesten Europas. Schon 2018 war Dänemark in den Schlagzeilen, weil es kriminell gewordene Geflüchtete auf eine möglicherweise verseuchte dänische Insel, den sogenannten „Virus-Felsen“ outsourcen wollte (7.12.18). Das Vorhaben wurde zwar von der aktuellen Regierung fallen gelassen, aber der Trend geht weiterhin in diese Richtung. 2019 wurde der Familiennachzug mit der Begründung erschwert, den dänischen Wohlfahrtsstaat vor der Globalisierung zu schützen (25.8.19). Im März schließlich erklärte Dänemark Syrien für ein sicheres Herkunftsland (3.3), woraufhin 189 Syrerinnen und Syrern die Aufenthaltsberechtigung entzogen wurde (14.4). Der Outsourcing-Supergau geschah in diesem Mai, als die UN Dänemark aufrief, kein Outsourcing der Asylverfahren zu betreiben (29.5). Die Idee ist, dass Asylsuchende in Drittstaaten Asylanträge für Dänemark stellen können, zum Beispiel in Ruanda (5.5). Auf diese Weise will sich Dänemark der sogenannten „Migrationsproblematik“ entledigen. In diesen Drittstaaten aber kann oft nicht für die Sicherheit und ausreichende Versorgung der Asylsuchenden garantiert werden! Die dänische Regierung könnte somit den Startschuss setzen für eine ganze Outsourcing-Welle in Europa, die schließlich mit der Errichtung einer wirklichen Festung Europa gekrönt werden könnte. Auch im Inland überlegt sich die Regierung umstrittene Maßnahmen, um mit Migrantinnen und Migranten umzugehen: Ab 2021 sollen religiöse Predigten nur noch in der dänischen Sprache durchgeführt werden, um sie besser zu kontrollieren (8.11). Und Dänemark will außerdem eine Höchst-Quote von 30% „Bewohner mit nicht-westlichem Hintergrund" in Wohngebieten einrichten, um "Parallelgesellschaften" zu verhindern (19.3). Dass der Rechtsruck in Europa keineswegs ausschließlich relativ jung und weiblich ist, zeigt natürlich ein Blick nach Polen, Ungarn, Slowenien, Deutschland, Österreich und die EU-Außengrenzen.

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02.12.2020 — USA / Europa / Österreich

Meldung

Andere problematische Gesetze und behördliche Maßnahmen in Europa lassen sich im Kontext der Terrorismus-Bekämpfung beobachten. Nach der Attacke von Nizza, mutmaßlich in Reaktion auf Macrons Islam-Äußerungen (10/20), und den IS-Anschlägen von Wien mit vier Toten (3.11), entzündete sich bis zum heutigen Tag eine Debatte über die Verhältnismäßigkeit der europäischen Anti-Terror-Maßnahmen. Dabei leistete Macron den ersten Vorstoß, indem er die Überwachung der Grenzen zu den europäischen Nachbarländern verdoppelte (8.11) und eine „tiefgreifende Überarbeitung der Schengen-Regeln“ forderte (5.11), was wohl eine faktischen Abschaffung der absoluten Reisefreiheit in Europa und eine Errichtung der „Festung Europa“ an ihren Außengrenzen bedeutet hätte. Passend dazu sind weitere Misshandlungen der Kroatischen Polizei gegen Flüchtlinge (10.10), sowie illegale Pushbacks öffentlich geworden (28.11). Das Anti-Folter-Komitee kritisierte die Bedingungen in griechischen Flüchtlingscamps scharf (19.11). Kombiniert wurde Macrons Vorstoß mit den Maßnahmen im konservativ-grünen Österreich, nach denen „Gefährder“ (ein nicht klar abgegrenzter Begriff) lückenlos überwacht werden dürfen und Terrorismus-Vorbestrafte auch nach ihrer Haft noch in Staatsgewahrsam bleiben müssen. Vorgesehen ist ferner, dass der politische Islam ein eigener Straftatsbestand wird, um Terrorpropaganda in Vereinen und Moscheen zu verhindern (12.11). Potentielle Proteste dagegen waren wegen eines radikalen Shutdowns nicht möglich (14.11). Dass der „politische Islam“ in Europa eine wichtige Rolle in der Gemeindearbeit und Integration spielt, bleibt dabei völlig außen vor. Auch, dass es bei Terroranschlägen der letzten Jahre eigene Gemeindemitglieder der Islamisten waren, die ihr Morden akut gestoppt haben, wird zu wenig gewürdigt. Es ist daher erschreckend, dass auch in Deutschland CDU und AfD Sympathie für ein Verbot des „politischen Islams“ zeigen (12.11). Diese populistische Maßnahme ist auch ein Zeugnis von der Überforderung der Behörden, die seit 2015 immer wieder ihr Versagen gegenüber Attentätern bewiesen haben. Der EU-Ministerrat nahm das zum Anlass, einen generellen Zugriff auf verschlüsselte Nachrichtendienste, wie WhatsApp für Ermittlungsbehörden zu erlauben (9.11), was in Deutschland wohl auch bald umgesetzt werden wird (30.11,1.12). Insgesamt stellen diese Maßnahmen laut Human Rights Watch eine Gefahr für Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit der Justiz und Missbrauchsschutz in Behörden dar (16.11). Unterdessen ließ die deutsche Regierung verlauten, nichts gegen die Völkerrechtsverbrechen der USA zu tun, die von deutschem Boden in Ramstein ausgehen (26.11).

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