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14 Nachrichten

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Pakistan / Niger / Zypern

Kirgisistan

Behörden schließen 39 Moscheen und 21 Koranschulen in südlicher Region Osch, teilweise wegen Baurechtsbruch, insbesondere aber wegen Verstoßes gegen Extremismusgesetze; Kirgisistan ver15fachte Militärausgaben seit 2020 angesichts der Grenzstreitigkeiten mit TADSCHIKISTAN im Fergana-Tal (von FOlmos).

11 Quellen

Thailand / Guatemala / El Salvador

Kirgisistan

Razzien bei 10 Mitgliedern der BK-Oppositionspartei des Oppositionsführers Madumarov nach Vorwurf des "Putschs" gegen ihn, da er Proteste geplant haben soll; im Juni bereits 30 Festnahmen von Mitgliedern+ einer anderen Gruppe, die ebenfalls Proteste gegen Präsident Sadyr Zhaparov und seine Grenzpolitik im Fergana-Tal zum Nachteil kirgisischer Interessen geplant hatten (von CPutz).

15 Quellen

Kirgisistan / Bulgarien / Ukraine

Kirgisistan

30 Festnahmen vor mutmaßlichem Putschversuch gegen Präsident Sadyr Zhaparov (mit AFP); Anführerin Nurmatova soll im letzten Jahr rund 100 Zivilisten+ versammelt haben, um anti-Regierungsproteste durchzuführen und soll dafür angeblich Gelder aus Ausland erhalten haben; Nurmatova war 2012 Verbündete Zhaparovs und des heutigen Geheimdienstchefs Tashiyevs, als diese zwar als Juniorparteivorsitzende Teil der Regierung waren, aber bei Protesten für Verstaatlichung der Goldmine Kumtor festgenommen wurden; derzeit vermehrt Widerstand gegen Zhaparov wegen des Grenzabkommens mit Tadschikistan, das Teile der Gebietsansprüche im Fergana-Tal fallen lässt, wobei Nachrichtenagentur AFP eher Verbindung zwischen "Putschversuch" und EU-Zentralasien-Gipfel letzte Woche in Kirgisistan sieht (von CPutz).

12 Quellen

Senegal / Sudan / Türkei

Kirgisistan

Oppositionsführer Madumarov droht Entzug seiner Immunität als Parlamentsabgeordneter, nachdem er Abkommen des Präsidenten Sadyr Zhaparov mit Tadschikistan über Neuziehung der gemeinsamen Grenze im Fergana-Tal kritisierte; Madumarov hatte 2009 den Vertrag ausgehandelt, auf dessen Grundlage Tadschikistan Anspruch auf kirgisische Gebiete erhebt (en von AImnaliyeva); Zhaparov kam durch Revolution 2020 an die Macht und gestaltet Staatspolitik seitdem autokratischer (dS von HZehrung).

14 Quellen

Haiti / Fidschi / Demokratische Republik Kongo

Kirgisistan / Usbekistan

Usbekischer Präsident Shavkat Mirziyoyev trifft zu Gesprächen mit Regierung Sadyr Zhaparov in Kirgisistan ein; bilateraler Handel versechsfachte sich in letzten 6 Jahren und auch in Konflikt um Grenze in Fergana-Tal gab es bedeutende Annäherungen, die jedoch in Kirgisistan zu zahlreichen Protesten geführt hatten, weshalb Mirsijojews Besuch 2022 mehrfach verschoben worden war.

0 Quellen

Ukraine / Kasachstan / Russland

Meldung

2022 war für Zentralasien ein Jahr mit Veränderungen, die sich in „westlicher“ Lesart mit dem Ukraine-Krieg in Verbindung lassen bringen. Es ist nicht nur die Zunahme der Berichterstattung über Nahrungsmittel- und Energieexporte, die durch globale Preissteigerung und Knappheit geprägt waren, sondern auch der Gedanke, dass die politische Entwicklung in Kasachstan, dem am häufigsten erwähnten Land Zentralasiens, seine Wurzeln im Zerfall des ehemaligen Ostblocks hat, wie der Ukraine-Krieg auch. In Kasachstan fanden im Januar gewaltsame Proteste statt, die Züge eines populären Umsturzversuches hatten. Es ist unklar, ob und wessen Macht dabei angegriffen werden sollte, aber klar ist, wessen Macht sich im Laufe des Jahres zementierte: Die des Präsidenten Kassym-Jomart Tokayev gegenüber seinem Amtsvorgänger Nazarbayev. Damit einher ging die Suche nach einem außenpolitischen Gleichgewicht zwischen Russland, China und dem „Westen“, sowie Verfassungsreformen, die das postsowjetische Präsidialsystem etwas aufweichen – ein Trend in Zentralasien. Tokayevs Reformpolitik und die Präsidentschaftswahlen bedeuteten seit Mai eine stetige Berichterstattung. Usbekistan erfährt allein schon deshalb grundsätzlich eine höhere Berichterstattung als seine zentralasiatischen Nachbarländer, weil es das bevölkerungsreichste ist. Hier boten geplante Verfassungsreformen des Präsidenten Shavkat Mirziyoyev im Sommer genug Anlass für Berichterstattung in diesem Kanal: Im Sommer fanden in der autonomen Region Karakalpakstan gewaltsame Proteste gegen eine geplante Verfassungsänderung statt, die der Region wohl ihre Autonomie entzogen hätte. Über Entwicklungen in diesem Reformprozess, der auch die Amtszeiten der Präsident neu regulieren würde, habe ich seitdem berichtet. Neben Kasachstan ist Usbekistan eines der Länder, das seinen Außenhandel seit Beginn des Ukraine-Kriegs am meisten verändert hat. Der vermutlich häufigste Anlass für länderübergreifende Nachrichten sind in Zentralasien die zahlreichen Grenzstreitigkeiten im fruchtbar-wasserreichen Fergana-Tal, sowie der Vorukh-Enklave, und ihre Lösung. Darin involviert waren 2022 Usbekistan, das im vierten Quartal einige Grenzstreitigkeiten mir Kirgisistan in einem umstrittenen Abkommen löste, besonders aber Tadschikistan und Kirgisistan, zwischen denen im September die Grenzstreitigkeiten in teilweise schweren, gegenseitigen Beschuss eskalierten. Auch dieser Konflikt um ungeklärte Grenzziehung zwischen den drei ehemaligen Sowjetstaaten wird in Verbindung mit dem Zusammenbruch des ehemaligen Ostblocks gebracht. Über Turkmenistan fand auch 2022 kaum Berichterstattung statt.

7 Quellen

Kasachstan / Afghanistan / Pakistan

Kirgisistan / Usbekistan

Beide Präsidenten unterzeichnen Gesetze, die Grenzabkommen im Fergana-Tal ratifizieren; Usbekistan erhält 5000ha des umstrittenen Grenzgebiets, darunter Wasserreservoir und Kirgisistan erhält 14.000ha Land.

11 Quellen

Äthiopien / Bolivien / Pakistan

Kirgisistan

KIGISISTAN und Usbekistan unterzeichnen Grenzabkommen trotz innenpolitischen Widerstands der kirgisischen Anwohner+, die um ihre Wasserrechte im Fergana-Tal fürchten.

17 Quellen

UK / Tschad / Äthiopien

Kirgisistan

Kirgisistan und TADSCHIKISTAN werfen sich gegenseitig vor, gemeinsame, eigentlich demilitarisierte Grenze im Fergana-Tal wieder zu militarisieren.

12 Quellen

Haiti / Russland / Welt

Meldung

KIRGISISISTAN und Usbekistan beginnen letzte Phase der Grenzziehungsverhandlungen im Fergana-Tal; Kritik an kirgisischem Präsident Zhaparov, da bei Grenz-Kompromiss lokal wichtige Wasserquelle an Usbekistan fallen würde; Grenzstreitigkeiten im friuchtbaren Fergana-Tal eskalieren immer wieder, wie zuletzt zwischen Kirgisistan und TADSCHIKISTAN.

14 Quellen

Osteuropa / Ostsee / Kirgisistan

Kirgisistan

Kirgisistan und TADSCHIKISTAN unterzeichnen Abkommen zur Demilitarisierung der gemeinsamen Grenze im Fergana-Tal, wo es in diesem September zu Kämpfen mit dutzenden Toten kam; u.a. soll Militärposten in Vorukh-Exklave geräumt werden; Laut kirgisischem Sicherheitsrat können 140.000 nach Kämpfen vertriebene Kirgisen+ jetzt wieder in die Region Batken zurückkehren; Proteste in Batken gegen Abkommen, da kirgisische Streitkräfte somit nicht mehr kirgisische Landansprüche gegen Tadschikistan durchsetzen würden.

16 Quellen

Kirgisistan / Tadschikistan / Bangladesch

Kirgisistan / Tadschikistan

Mindestens 24 Tote bei anhaltenden Kämpfen an kirgisisch-tadschikischer Grenze; werfen sich gegenseitig vor, mit Beschuss in umstrittener Grenzregion Fergana-Tal begonnen zu haben; Beide werfen sich vor, auch zivile Ziele anzugreifen; Kirgisische Behörden evakuieren rund 120.000 Menschen aus Provinz Batken, deren Hauptstadt gestern kurz beschossen wurde; Waffenruhe von heute Morgen brüchig; Fruchtbares Fergana-Tal ist zwischen Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan umstritten, wobei unterschiedliche Interpretationen der Grenzziehung zu Konflikten um Wasserrechte und Land führt, wobei aktuell umkämpfte Grenzstreifen eigentlich nicht als umstritten gelten (NvGuH).

11 Quellen

Afghanistan / Kirgisistan / Tadschikistan

Meldung

Das Wasser und die Flucht aus Afghanistan (2/3).

Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan Die zentralasiatischen Staaten Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan, nördlich von Afghanistan, sind in ihrer wirtschaftlichen und politischen Grundstruktur noch sehr von ihrer Rolle als Sowjetrepubliken geprägt. Mit ihren Ressourcen mussten sie zu einem System beitragen, das auf die Sowjetunion, und nicht auf die einzelnen Teil-Republiken ausgerichtet war. Das lässt sich besonders gut bei der Wasserwirtschaft dieser drei Staaten erkennen. Der Fluss Sydarja entspringt in Kirgisistan, fließt durch das mehrheitlich usbekische Fergana-Tal, kreuzt Tadschikistan, durchquert wieder Usbekistan, um dann in Kasachstan nach einem langen Weg in den Überresten des austrocknenden Aral-Sees zu münden. Die ersten drei Anrainerstaaten verbinden mit dem Fluss unterschiedliche Interessen – ein Konflikt, der seit Jahrzehnten im fruchtbaren Fergana-Tal ausgefochten wird. Aber sie haben auch gemeinsame Interessen bezüglich der Stabilität ihrer säkularen Diktaturen. Innere Stabilität mit Repressalien gegen die niedrigen Lebensstandards der Bürgerinnen und Bürger ist dabei oft eine Frage der Innenpolitik. Kooperation kann es im Kampf gegen Dschihadismus und Drogenhandel geben. Kirgisistan erzeugt mit sieben Flussdämmen entlang des Flusses Syrdarja Energie, die 4% des BIPs ausmacht. In Zukunft will Kirgisistan noch mehr Energie nach Afghanistan und Pakistan exportieren. Der Ausbau und die Erneuerung der kirgisischen Wasserkraft geschieht mit Hilfe Chinas. Doch die Einnahmen landen zu oft in den Händen korrupter Machthaberinnen und Machthaber. Insgesamt geht es den Kirgisinnen und Kirgisen wirtschaftlich schlecht, sodass immer mehr Menschen in politischen Gruppen Zuflucht finden, die ihnen einen Ausweg versprechen. Islamisch-Konservative und patriotische Gruppen bekommen seit Jahren Zulauf, aber auch Terrorgruppen, wie der IS (13.10.19). Auch in Tadschikistan sind dschihadistische Strömungen sehr präsent: Der IS ist in den tadschikischen Haftanstalten aktiv, er verübt Anschläge auf Grenzposten und 1/3 der Bevölkerung würde die Einführung der Scharia befürworten – ein Schlüsselversprechen der Taliban. Tadschikistan ist die ärmste ehemalige Sowjetrepublik und 43% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die extensive Bewässerung von Baumwolle führt zum Austrocknen des Flusses Pjandsch, auch wenn Tadschikistan über 60% der zentralasiatischen Wasserressourcen verfügt. Um seine Energieabhängigkeit zu mindern, baut auch Tadschikistan seit mehreren Jahren seine Staudämme aus, doch der größte Einschnitt in die Wasserwirtschaft Tadschikistans geschah bereits zu Sowjetzeiten, als am Syrdarja ein Damm errichtet wurde, der den größten See des Landes anstaute. Usbekistan wiederum leidet einerseits unter der geringeren Durchflussmenge durch die Dämme stromaufwärts, andererseits durch kirgisische Gebietsansprüche im Fergana-Tal. Das Fergana-Tal wird überwiegend von Usbekistan kontrolliert und dort findet viel Landwirtschaft statt. Während der Zeit als Sowjetrepublik wurde hier vor allem der Anbau von Baumwolle für den Export gefördert. Noch heute stemmt Usbekistan 10% der globalen Baumwoll-Exporte. Baumwolle benötigt beim Anbau so viel Wasser, dass ihr Anbau in Kasachstan und Usbekistan maßgeblich zur Austrocknung des Aral-Sees beigetragen hat. Das wiederum führte zu Salz- und Staubstürmen. Russland und Usbekistan führen heute abgekühlte Beziehungen, bei denen Russland u.a. als finanzielles Geberland auftritt.