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Israel / Ägypten

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Nicht vergessen! Anfang Oktober 2019 drang eine sensationelle Nachricht aus den ewigen Staubbahnen der Archäologie an die Weltöffentlichkeit. Mit "New York der Antike" wurde En Esur in der Weltpresse gepriesen. Doch natürlich wurde die frühbronzezeitliche (nicht antike!) Stadt in Israel nicht an einem Tag entdeckt, sondern in 2,5 Jahren mühevoller Kleinarbeit ausgegraben. En Esur erstreckt sich über 16ha und ist somit tatsächlich doppelt so groß wie vergleichbare Städte aus der selben Epoche. Schon 7000 v.Chr. soll es hier eine Besiedlung gegeben haben, doch die steinernen Überreste sind von 3000 v.Chr. damals lebten rund 6000 Menschen in Gebäuden, die an Straßen standen, die von einem Stadtplaner im Kästchenbauweise entworfen wurden. Die Stadtplaner entwarfen ganze Nachbarschaften nach diesem System, sowie die ritischen Tempel und die Stadtbefestigung. Innerhalb der Tempel fanden hunderte seltene Figurinen aus Stein die Tiere und menschliche Gesichter darstellen. Angekokelte Tierknochen deuten auf Tieropfer hin, vielleicht um nach Wasser zu bitten. Denn die beiden reichen Quellen in der Nähe von En Esur durfte man sich nicht erlauben, versiegen zu lassen. Etwa 4.000.000 Fragmente haben die Archäologen geborgen und analysiert, darunter viele Werkzeuge, Scherben, behaune Steine und Knochen. Einige der Artefakte stammen aus Ägypten. 5000 SchülerInnen und Freiwillige waren an den Grabungen beteiligt. Allein die Zahlenfolge 5000 Freiwillige, 30 Monate, 4.000.000 Artefakte lassen es erahnen, was für eine immense Arbeit hinter einer solchen Schlagzeile steckt. Die meisten archäologischen Grabungen werden nicht von der Weltpresse kommentiert.

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Ägypten / Welt

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Nicht vergessen! Laut dem ägyptischen Weltschöpfungsmythos gab es am Anfang nur den Ozean, dann taucht ein Ei aus den Wellen aus, aus dem der Sonnengott geboren wird. Er hat die vier Kinder Schu, Tefnut, Geb und Nut. Schu ist der Luftgott, Tefnut seine Gemahlin ist die Göttin der Feuchtigkeit. Geb ist der Erdgott und auf seinem Rücken wachsen Pflanzen, wobei das lang am Nil liegende Ägypten ziemlich gerade und somit der Rücken sein könnte. Seine Gattin Nut ist der Himmel. Gemeinsam bringen sie Osiris, Isis, Seth und Nephthys zur Welt. Osiris kann als Schutzgott der Bauern verstanden werden. Er hütet über alles pflanzliche Leben, insbesondere über das Korn, das aus der Dunkelheit des Bodens an die Oberfläche kommt und keimt. Als Kulturbringer galt er als der größte Wohlbringer der Menschheit. Seine Schwester Isis half ihm dabei, das Leben der Menschen schöner zu machen. Aber Seth, der den beiden ihren Thron nicht gönnte verschwor sich gegen sie und tötete Osiris. Die verteilten Stücke des Leichnams sammelte Isis mit Anubis wieder ein und puzzelte sie zusammen, sodass Osiris wieder leben konnte. So entstand die Tradition der Mumuifizierung. Doch Osiris Platz an der Sonne war fort und er wurde zum Herrn der Unterwelt.

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Palästina / Ägypten / Iran

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Nicht vergessen! Um 3000 v.Chr. erlebt der gesamte Nahe Osten einen gewaltigen Aufschwung. Zum ersten mal treten die Kulturen Mesopotamiens aus ihren Tälern heraus uns beginnen Beziehungen nach Palästina und Ägypten. Im gesamten Nahen Osten von Ägypten bis in den Iran lebten die Menschen bereits relativ einheitlich in Rund- oder Rechteckbauten mit Steinsockeln, Getreidemühlen, Haustieren, Steingefäßen und Feuersteingeräten. Die bäuerliche Fruchtbarkeitsideologie findet sich in Verzierungen. Die unterschiedlichen Kulturen gehörten dem ersten größeren Kulturraum der Geschichte an.

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Ägypten

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Nicht vergessen! Der Wunsch des Menschen, seine Gedanken über Zeit und Raum hinweg zu verbreiten ist nicht neu, wurde aber schon vor langer Zeit erfüllt. Die Erfindung der Hieroglyphen-Schrift ist eines der umwälzendsten Ereignisse der Menschheit. Und so ist der ägyptische Gott Thot nicht nur Gott der Schrift, sondern auch des Wissens überhaupt. Entwickelt wurden die Hieroglyphen ab 3200 v.Chr., erreichten ihre Bedeutung aber wohl erst während der Thinitenzeit ab 2700 v.Chr. Die ursprünglich 700 Zeichen entwickelten sich zu etwa 7000 Zeichen ums Jahr 0. Erst mit der Einführung des Christentums in Ägypten 394 n.Chr. gerieten sie endgültig in Vergessenheit. Um 900 wurden sie von irakischen Gelehrten entziffert, in der Renaissance von einem deutschen Jesuiten, 1814 von einem britischen Physiker und 1822 erneut von einem französischen Sprachwissenschaftler. Die Hieroglyphen sind Bilder aus dem heimischen Lebensbereich der Bewohner des Niltals, wie "Soldat", "Auge", "Giraffe", "Schwalbe", "Blume", "Berg", "Horn"... Die Ägypter erzählten also auf zweierlei Weise. Einerseits in Piktogrammen, der Bildsprache, wie wir sie auch heute zum Beispiel auf Verkehrsschildern finden, andererseits in Ideogrammen, die deutlich abstrakter sind und für etwas stehen, was man nicht abbilden kann. Aus den Ideogrammen entwickeln sich Wortzeichen. Es gibt also die Hieroglyphen, die für Wörter stehen, es gibt aber auch jene, die für Laute stehen, wie in unserem lateinischen Alphabet. Außerdem gab es einen Unterschied zwischen den in Stein gemeißelten, also der Elite vorbehaltenen Inschriften, und der Volksschrift, die im Alltag der Ägypter verwendet wurde. Abgesehen davon, dass die Regeln sehr inkonsistent sind, kann man nachvollziehen, weshalb das Entziffern so viele Anläufe brauchte. Geschrieben wurde auf Stein, Knochen, Tontafeln und Papyrus. Die längste bekannte Papyrus Rolle ist 40m lang.

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Israel / Norwegen

Israel

Israel beginnt mit Erdgasförderung auf Mittelmeer-Gasfeld Leviathan, von denen Teile nach Griechenland und Zypern, sowie Ägypten exportiert werden sollen; Gaspipeline Eastmed soll Energieversorgung sichern und Machtverhältnisse zementieren; auch Türkei erhebt Anspruch auf Teile des Gasfelds (2.12.18,8.8.19).

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Türkisches Parlament genehmigt Entsendung von Kampftruppen nach Libyen; Ägypten, das auf gegnerischer Seite kämpft warnt vor Destabilisierung im gesamten östlichen Mittelmeer.

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Sudan / Ägypten

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Die Bewohner Nubiens zur Zeit vor der Reichseinigung Ägyptens ca. 4750 v.Chr. bis ca. 3000 v.Chr. haben von der Archäologie den kreativen Namen A-Gruppe bekommen. Nubien ist das Gebiet am Nil, das heute zum nördlichen Sudan vom 2. Wasserfall bis zum Zusammenfluss des Weißen und des Blauen Nils reicht. Wie die Ägypter vor der Entwicklung von Hochkultur lebte die A-Gruppe halbnomadisch in lockeren Familienverbänden. Neben Weizen, Gerste und einigen Früchte, wie Datteln gibt es Belege für Ziegen- und Schafzucht. Es waren Jagd, Töpferei, Lederverarbeitung und Korbwarenherstellung bekannt. Es gab Handelskontakte nach Ägypten, woher man Bier, Wein, Öl, Perlen, Amulette, Schminkpaletten, Muscheln und Weihrauchbrenner importierte. Zeitweise überflügelte die A-Gruppen-Kultur sogar die Ägypter. Erst in der Spätphase finden sich größere Siedlungen und eine ausgeprägte Grabkultur. Zentren waren Sayala mit seiner tierverzierten Goldkeule, die Nilinsel Elephantine, Qustul mit den ägyptischen Hieroglyphen und ad-Dakka. Ab 2800 v.Chr. ist die A-Gruppe kaum noch nachweisbar, was dadurch erklärt werden kann, dass Ägypter in Nubien einfielen und kontinuierlich das Kleinvieh verschleppten. Die Träger der A-Gruppen-Kultur ließen das fruchtbare Niltal hinter sich und kehrten zu einer rein nomadischen Lebensweise zurück.

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Ägypten / Indien / Pakistan

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Beile nehmen in der Menschheitsgeschichte eine exponierte Stellung ein. Das Werkzeug hat die Steinzeit erlebt, die Bronzezeit, die Eisenzeit und wird bis heute verwendet, um Holzpflöcke zu spalten. Bis zur Erfindung der Säge und der Motorsäge wurde der meiste Wald mit Beilen gerodet: vor 12.000 Jahren im Fruchtbaren Halbmond und vor 70 Jahren im Amazonasbecken. Vor 5000 Jahren jedoch entschloss sich eine Siedlungsgemeinschaft bei Canterbury in England dazu, ein bestimmtes Beil nicht zu benutzen. Zu der Zeit blühten die ersten Hochkulturen in Ägypten, Mesopotamien, Indien und Pakistan. Die dort entwickelte Form von politischer Führung, ihre Architektur, ihre Schriftsysteme und die internationalen Handelsnetze sorgten dafür, dass dort neue Fertigkeiten entstanden und neue Materialien genutzt werden konnten. Abseits der Flusstäler lebten die meisten Menschen jedoch weiterhin in Agrargemeinschaften, die weder die Chancen noch Gefahren der Städte kannten. Doch sie konnten Gebrauch machen von der Lebenswelt der ausgeprägten Handelsketten. Es entstand eine Vorliebe für das Teure und das Exotische. Das Beil aus Canterbury ist noch heute in dem geschärften Zustand, in dem es dort angekommen ist, denn man kann es gar nicht als Beil gebrauchen! Das Beil war nie dazu gedacht, genutzt zu werden, es sollte Bewunderung erwecken. Das Beil war aus grüner Jade. Das Jadebeil ist perfekt tränenförmig geschliffen und poliert. Es ist nicht aus dem üblichen Stein der britischen Inseln und Jade kommt dort nicht vor. Archäologen zerbrachen sich jahrlelang den Kopf, wo die Quelle der Jade sein könnte: die einzigen beiden bekannten Möglichkeiten waren Zentralamerika und Ostasien. Erst 2003 fand man nach einer gezielten Suche Jadevorkommen in den italienischen Alpen auf 2600m Höhe, wo eindeutig ein prähistorischer Abbau zu erkennen war. Man fand sogar die Jade-Ader, aus der das Beil hergestellt war. Der Felsblock wurde in kleinen Teilen ins Tal gebracht und dort grob in Form gebracht, damit der Käufer es zu dem Werkzeug seines Wunsches machen konnte. Der Reiseweg unseres Beils führte es nach Nordfrankreich, wo es in die Form gebracht wurde, in der es heute ist. Von dort wurde es weiter nach England verkauft. Das Beil sollte nicht in der Landschaft Spuren hinterlassen, sondern in der Gesellschaft. (Richtig schöner Satz) Heute werden auf der Welt so viele Ressourcen und Materialien verschoben, dass es uns gleich erscheint, ob in den Geräten auf denen ihr das hier ließt und ich das hier schreibe, aus allen Regionen der Welt stammen.

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Welt / Peru / Chile

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Die ältesten Mumien der Welt sind 7050 Jahre alt und stammen aus der Atacama-Wüste im heutigen Peru und Chile. Über 2000 Jahren vor den ersten Mumifizierungen in Ägypten übte die Chinchorro-Kultur bereits diese Praktik aus. Die Chinchorro waren noch Jäger und Sammler, die in der Nähe von Wasserlöchern leben mussten. Dieses Wasser war mit Arsen belastet, das zu einer höheren Kindersterblichkeit geführt hat. Wenn eine Gemeinschaft mit einer hohen Kindersterblichkeit konfrontiert ist, was für sie ganz natürlich wirkt, reagiert sie auf eine für uns nicht nachvollziehbare Weise. 29% der Mumien in Chinchorro waren einem natürlichen Mumifizierungsprozess unterlaufen, die älteste davon 9020 Jahre alt. Unter den anderen 71% befinden sich vor allem die schwachen Glieder einer Gesellschaft, wie Alte, Kinder, Babys und Fehlgeburten, worunter Kinder und Babys die aufwendigste Behandlung aufweisen. Zunächst wurden die Leichen im heißen Wüstenstaub eingegraben und mit einer Lehmschicht bedeckt, sodass sie gebacken wurden. Nach wenigen Wochen wurden sie wieder ausgegraben und ihre Eingeweide herausgenommen. An Stelle der Organe legten die Angehörigen Blumen und Tierfell. In einem Zeitraum wurde den Kindern auch noch Haut und Fleisch von den Knochen geschnitten und mit Lehm ersetzt. Aus dem Zeitraum bis 1600 v.Chr. wurden insgesamt 282 Chinchorro-Mumien entdeckt. Die Mumien sind auch wegen des hohen Salzgehalts in der Atacama-Wüste gut erhalten.

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Indien / Pakistan / Ägypten

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Vor 9000 Jahren entstanden in Indien und Pakistan die Indus-Zivilisationen. Zusammen mit Mesopotamien und dem alten Ägypten sind die drei ersten Regionen für Hochkulturen auffälligerweise an fruchtbaren großen Flüssen, die sonst von Wüsten und Halbwüsten benachbart sind. Das Siedlungsgebiet Mehrgarh war vor 9000 Jahren das erste seiner Art im heutigen Belutschistan in Pakistan. Hier lebten die Menschen als Halbnomaden, die je nach Jahreszeit umherzogen, um Weiden für ihre Herden zu finden, oder sich in der Trockenzeit in der Nähe von Wasserstellen niederzulassen. In diesen Niederlassungen wurden Gräser gesät, die auf den Weiden gewachsen waren, also Landwirtschaft nicht für den unmittelbaren Eigenbedarf angewendet. Man züchtet Weizen und Gerste für Schafe, Ziegen, Auerochsen und Rinder. Willkommen im Neolithikum! Allerdings wurde die Tier- und Pflanzenzucht hier nicht erfunden, sondern kam vermutlich aus dem Fruchtbaren Halbmond eingeführt. Ab 7000ya hatte sich die Landwirtschaft durchgesetzt und verbreitete sich im gesamten Indus-Tal. Ihre Häuser waren aus getrocknetem Schlamm mit vier Räumen gebaut, die wohl alle unterschiedlichen Zwecken dienten. Aus der Zeit ist noch keine Keramik überliefert, dafür aber Körbe und Schmuck wie Perlenketten, Armreife und Anhänger bekannt. Ein erster Religionsansatz wurde nur sporadisch ausgeübt, dafür dann aber maßlos. Geopferten Tieren gab man reichste Grabbeigaben, wie Meeresmuscheln, Türkis, Lapislazuli und schon Kupfer. Es gibt keine Kriegergräber und bis 5500 v.Chr. wurde nur eine einzige geschliffene Steinaxt als Grabbeigabe für einen Menschen erhalten.

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Polen / Ägypten / Nordafrika

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Die älteste Form der Haltbarmachung von Milch ist die Käseherstellung. Es ist zu vermuten, dass man mit Beginn der Domestizierung vor 12.000 Jahren große Mengen an Milch zu einfach herzustellendem Sauermilchkäse verarbeitete. In Gefäßen wurde die Milch in die Sonne oder über Feuer gestellt, wo sie zunächst sauer wurde und dann anfing zu gerinnen. Wenn der Käse nicht schimmelte, konnte man ihn essen. Bald entdeckte man, dass das Gerinnungsmittel Lab viel besser ohne die Molke zur Käseherstellung nützt. Zum ersten mal nutzte man auch die konservierenden und geschmacksverbessernden Edelschimmel. Der erste Nachweis der Käseherstellung mit einem Labsieb ist 7500 Jahre alt und stammt aus dem heutigen Polen. 500 Jahre später ist Käserei in Mesopotamien, im Schwarzmeerraum, in Kleinasien, Ägypten und Nordafrika bekannt. Kelten und Germanen übernahmen in der Eisenzeit das umfangreiche Handwerk der Käserei und bildeten damals die Grundlagen der heutigen Käsekultur in Europa. Auffallend ist bis heute, dass eine Korrelation zwischen Käse und Frieden besteht. Eine besonders ausgeprägte Käsekultur findet nämlich in Gebirgen statt, wo große Kriege meist nicht hinreichen. Der älteste Hartkäse der bisher entdeckt wurde ist 3200 Jahre alt und stammt aus dem Grab der obersten Verwalters der altägyptischen Hauptstadt Memphis. Der Käse war in den letzten Jahrtausenden vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt und eigentlich bis zur Unkenntlichkeit verändert.

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Iran / Welt / Indien

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Zur Entstehung der Landwirtschaft im Fruchtbaren Halbmond gehört auch die Domestikation von Tieren. Im heutigen Iran in den Zagros-Bergen wurden vor 10.000 Jahrem die ersten Ziegen und im türkischen Taurus-Gebirge die ersten Schafe domestiziert. 1000 Jahre später kamen Schweine hinzu. Vor 8500 Jahren folgte das Rind, das aus dem gefährlichen Auerochsen entstanden war und dessen schwierige Domestikation in der heutigen Welt auch noch erkennbar ist. Da das Rind ungemein stark war, verehrte man es in vielen Kulturen wie heute noch als heilige Kuh in Indien oder in den spanischen Stierkampfarenen. 6000ya wurde das Pferd in der Ukraine und 5500ya in Ägypten der Esel domestiziert, die der Feldwirtschaft als Düngelieferant und als Zugtiere voranhalfen. Mit der Domestikation des Kamels vor 3500 Jahrem (lange nach der Errichtung der Pyramiden von Gizeh) wurde erstmals das Nomaden-Leben wieder attraktiver, welches in Teilen der Welt bis heute anhält. Das Kamel wurde von Zentralasien bis Nordafrika ein beliebtes Haustier. Vom Vorderen Orient aus verbreitete sich die Landwirtschaft nach Asien, Europa und Afrika.

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Äthiopien / Israel / Syrien

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ren vorbringen werden wird. Denn das Niltal war noch stark versumpft und unbewohnbar, und so wichen die Menschen zunächst auf die nahegelegenen Wüstenplateaus aus. Zu der Zeit als die letzte Kaltzeit herrschte gab es im gesamten Norden Afrikas deutlich mehr Niederschlag und eine höhere Luftfeuchtigkeit, wodurch große Teile der Sahara wirtlicher waren als heute. Auch die Wüstengebiete, die heute den Nil umgeben waren früher Steppen und Savannen, in denen paläolithische Jäger genug Beute fanden. Als mit dem Ende der Kaltzeit auch der Nilpegel sank, folgte der Mensch dem Wasser in das Tal. Nun gab es nicht mehr ganzjährige Überschwemmungen, sondern jährlich nur einmal, nachdem der Monsun sich im Hochland von Äthiopien abgeregnet hat, das den Nil speist. Der mitgeführte Schlamm bildete natürliche Dämme, hinter denen die Menschen siedeln konnten. Auch in alten ausgetrockneten Nilzuflüssen sind menschliche Spuren zu finden. Da die Savannen verschwunden waren, in denen die ergiebigen Säugetierherden gewandert waren, fanden sich die Sammler in der Position der Gruppenernährer wieder. Mit äußerst fruchtbarem Boden und Nahrungsknappheit liegt es da nahe, dass relativ rasch die Landwirtschaft übernommen wurde. [8.10. 18:01] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die ältesten Belege für Landwirtschaft finden sich vor 13.000 Jahren im "Fruchtbaren Halbmond", der sich im Nahen Osten von Anatolien bis Israel und zum Persischen Golf erstreckt. Das ist der am besten erforschte Entstehungsort der Landwirtschaft. In der Region herrschten nach der Eiszeit die günstigsten Gebiete für die Sesshaftwerdung der Jäger und Sammler: Wild war in Massen vorhanden und man musste ihm nicht hinterherziehen und die Pflanzen waren sehr nährreich. Aus 14.400ya sind im Nordosten Jordaniens die ersten Brotreste nachgewiesen, die aus dem Mehl wilder Gräser gebacken wurde. Die Bezeichnung "Brot" ist allerdings strittig, da es nicht gebacken wurde und vielleicht nur in der brütenden Hitze liegengelassener Haferschleim war. Vor 13.000 Jahren begannen die Menschen Grasarten anzubauen und nach 250 Jahren konnte man sie bereits zu Kulturpflanzen züchten. Einkorn, Emmer und Gerste wurden dadurch zur Kulturpflanze, da ihre Ähren bei der Reife nicht mehr abfielen. Einkorn ist ein Wintergetreide, wird also im Herbst ausgesät und kann vor dem Sommergetreide Emmer geerntet werden. Gerste war auch für trockenere Gebiete geeignet. Nach weiteren Tausend Jahren wurde Emmer mit einem Wildgras gekreuzt und der heutige Weizen entstand, wohingegen sich der Roggen nicht domestizieren ließ. Vor 9000 Jahren waren auch Erbsen, Linsen und Kichererbsen domestiziert worden, die zusammen mit Getreide angebaut wurden. Diese zuvor unbekannten Erträge führten zur Gründung erster Großstädte, wie Jericho mit 10ha und 2000 Einwohnern, die auch große Wehranlagen aufwiesen. Vor 6000 Jahren wurde im heutigen Syrien der erste Olivenbaum domestiziert, auf den zeitgleich die Weinrebe und die Feige folgten. Diese drei Pflanzen kennzeichnen noch heute die Kultur-Flora des Mittelmeerraums. [9.10. 16:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* Der Weg zu einer Gesellschaft, die überwiegend auf Landwirtschaft beruht war lang und mit vielen Umwegen. So wurde aus dem Getreide zunächst Bier gebraut, bevor entdeckt wurde, dass man daraus essbaren Brei oder sogar Brot herstellen kann. Die ersten Bäckereien gibt es erst seit 6000 Jahren in Ägypten. Die älteren "Brot"-Reste, die gefunden wurden sind nur getrockneter Getreidebrei. Auch in Amerika kam die Idee der Getreideverarbeitung über Umwege zum Menschen. Mais ist ein Getreide, doch seine Körner sind deutlich härter als die der Getreide aus der Alten Welt, wurde also nicht instinktiv gegessen. Die amerikanischen Ureinwohner aßen es als Popcorn. Daher züchteten sie auch jene Maissorten, die besser poppen, nur um viel später festzustellen, dass genau diese Zucht die Maismehlherstellung begünstigte. Und schließlich gibt es noch einen interessanter Umweg zwischen Tierzucht und Pflanzenwirtschaft. Denn die ersten Pflanzen wurden vor 15.000 Jahren nicht für den menschlichen Bedarf angeb.