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36 Nachrichten

15 Quellen

UK / Demokratische Republik Kongo / Energiewelt

Energiewelt

Kasachischer Präsident Kassym-Jomart Tokayev bittet US-Unternehmen um Hilfe bei Diversifizierung der Ölexport-Routen, um nicht mehr von Russland abhängig zu sein; Russland schloss gestern wichtigste kasachische Ölexportpipeline nach Europa; EU will schwere Investitionen in weltweit höchstes Wasserkraftwerk in Tadschikistan tätigen, das bereits seit 2016 gebaut wird; Shell will in Rotterdam europaweit größte Fabrik für "Grünen Grüner Wasserstoff" bauen; Shell hatte im ersten Quartal 2022 Mehreinnahmen von 1Mrd$ wegen hohen Treibstoffpreisen; Norwegische Arbeitsminister stoppt Streik im Öl- und Gassektor wegen drohender schwerwiegender Folgen; Sri Lanka bittet Russland um Öllieferungen.

13 Quellen

Papua-Neuguinea / Libyen / Ostafrika

Nigeria

UK-niederländischer Ölkonzern Shell zieht Ankündigung (19.5.21) zurück, sich aus Ölfeldern in Bundesstaat Rivers zurückzuziehen, nachdem nigerianisches Oberstes Gericht urteilt, dass sich Shell noch für Ölpest verantworten muss.

13 Quellen

Bulgarien / Italien / Osteuropa

Namibia

Laut staatlichem Ölkonzern werden im Februar von Total und Shell entdeckte Ölvorkommen BIP bis 2040 verdoppeln lassen.

14 Quellen

Indonesien / Tansania / Lastkraftwagen

Tansania

Tansania unterzeichnet Vertrag mit norwegischem Energiekonzern Equinor und britischem Shell zur Ausbeutung und zum Export der Flüssiggas-Reserven vor seiner Küste (30.4); Auch NL sollen wieder mehr Erdgas in Groningen fördern.

11 Quellen

Coalition des Patriotes pour le Changement / Ecuador / Tansania

Tansania

Tansania will 30Mrd$ schweres Abkommen mit Shell, Equinor und ExxonMobil zum Bau einer Flüssiggasfabrik unterzeichnen, um Gasvorkommen vor Küste auszubeuten und zu exportieren.

5 Quellen

Nigeria / Ukraine / Polen

Meldung

Völkermord gestern und heute (4/12) 1.2 Der Biafra-Krieg 1967-70 Die Zeit der Unabhängigkeitsbewegung Nigerias und der Unabhängigkeit seit 1960 waren turbulent gewesen. Insbesondere die Putschs und Pogrome ab 1966 hatten zu einer Verschärfung der Inneren Konflike Nigerias geführt. Im Mai 1967 erklärte sich die ehemalige Igbo-Region unter dem Namen Republic of Biafra daher für unabhängig. Während die Igbo-Eliten den folgenden Krieg also als einen Unabhängigkeitskrieg verstehen sollten, ging die nigerianische Regierung mit ihm um, wie mit einem Bürgerkrieg. Der entscheidende Unterschied hierbei ist, dass Nigeria somit die eigene Souveränität bedroht sah und somit härtere Maßnahmen besser zu rechtfertigen waren. Und das selbe galt für Biafra, das wiederum für seine Souveränität für größere Opfer bereit war. Ein grundlegendes Unverständnis für die gegnerische Seite und die stetige Versorgung mit militärischen und anderen Gütern führten dazu, dass der Krieg ohne erfolgreiche Verhandlungen immer weiter fortgesetzt wurde und sich verschärfte. Dieses Szenario dürfte uns aus dem Ukraine-Krieg bekannt vorkommen. Zudem entstanden zeitgenössische Analysen des Biafra-Krieges als ein unversöhnlicher Religionskrieg zwischen dem katholischen Südosten und dem muslimischen Norden. Eine solche religiöse Analyse ist mir zum Ukraine-Krieg nicht bekannt. Doch auch zum Ukraine-Krieg druckte beispielsweise die FAZ am 27. Februar 2022 folgende völkische Analyse: „[Es gab] eine gemeinsame Wurzel - die mittelalterliche kiewer Rus. Doch dann gingen die Russen weit nach Nordosten und bildeten letztlich ein riesiges Imperium. Die Ukrainer hingegen schufen ihre Zivilisation zwischen Polen und Russland. Während der gewöhnliche Ukrainer ein Eigentümer ist, einer, der selbstständig seine Ernte einfährt, in gewisser Weise ein Europäer, so ist der Russe eine ganz spezielle Pflanze, ein Steppenläufer ohne Wurzeln." Solche Sichtweisen vernichten jede Form von Verhandlungsgrundlage. Zurück zum Biafra-Krieg. Unverzüglich richtete Nigeria eine Blockade Biafras ein, die Lieferungen von Nahrungsmitteln und medizinischen Gütern verhindern sollte. Diese Blockade erfolgte zur See, aber auch an der Grenze zu Kamerun. Im Westen des frankophonen Kameruns befand sich seit 1901 die anglophone Region Südkamerun, heute besser bekannt als Ambazonien. Diese Region ist prominent im Namen der Igbo-Partei National Council of Nigeria and the Cameroons NCNC vertreten. Von Beginn des Krieges an war das Land, das die NCNC für sich reklamierte also gespalten. Als öffentlich wurde, dass die britischen Ölkonzerne BP und Shell Steuern an Biafra zahlten, wurde zudem der Export von Rohöl blockiert. 10% des in Großbritannien verbrauchten Erdöls stammte damals aus Biafra, wobei diese Zahl angesichts des arabischen Erdölembargos auf 25% erhöht werden sollte. Auch nach Kriegsende wurde dieses Ziel nicht erreicht. Die Erdölimporte aus Nigeria nach Großbritannien erholten sich bis 1972 auf 10%. Nach einem Hoch Ende der 1970er fiel bis 2017 diese Zahl erneut auf 8%. Die Ausgangssituationen und der Kriegsverlauf im Biafa-Krieg und dem Ukraine-Krieg sind also unterschiedlich. Zwar ist auch im Ukraine-Krieg das Thema der Energieversorgung Europas präsent, aber dies ist die Folge der „westlichen“ Sanktionspolitik und nicht die Folge einer militärisch durchgesetzten Blockade. Auch die historischen Umstände waren sehr verschieden.

13 Quellen

Nordkorea / Äthiopien / Suez

Meldung

Niederländisches Gericht weist Klage gegen Shell wegen Mitschuld an rechtswidriger Exekution an 9 nigerianischen Umweltaktivisten 1995 ab; Exekution der "Ogoni Nine" erregte damals weltweites Aufsehen; Shell wird Vorgeworfen Schlüsselzeugen bestochen zu haben.

14 Quellen

Kanada / Schweiz / China

Rùsso-Ucraìn Lunedì, 28. Frevâ 2022. Erste Gespräche zwischen Russland und Ukraine enden; Ergebnisse nicht öffentlich verkündet (Al Jazeera); Ukraine fordert Waffenstillstand und Abzug Russlands (Der Standard); Laut Macron will Russland nach Gesprächen Angriffe auf zivile Ziele unterbinden (The…

0 Quellen

USA / Tansania / Gabun

Meldung

Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.