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Bharatiya Janata Party

54Nachrichten

Nachrichten zu Bharatiya Janata Party

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22.06.2022 — Bulgarien / Italien / Osteuropa

Indien

Regierungspartei Bharatiya Janata Party nominiert mit Murmu erstmals Angehörige einer marginalisierten indigenen Adivasi-Gruppe als Präsidentschaftswahlen-Kandidatin; BJP erkennt eigentlich nicht an, dass es vor den Kasten-Hindus bereits frühere Adivasi-Völker in Indien gab, die dort noch immer leben.

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12.03.2022 — USA / Israel / Mauretanien

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Bei Regionalwahlen in indischem Punjab gewinnt Anti-Korruptionspartei AAP deutlich vor bisher regierender Congress-Partei und BJP; AAP und Congress werden bei Präsidentschaftswahlen 2025 wohl um 2. Platz nach Bharatiya Janata Party konkurrieren; BJP-Koalition führt bei Regionalwahlen in indischem Uttar Pradesh.

13 Quellen

15.09.2021 — Asien / Afghanistan / Armenien

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Die anderen Kontinente.

Asien Afghanistan 2020 (Taliban-Abkommen) Afghanistan 2020 (Neue Regierung) Afghanistan 2020 (Gefangenenaustausch) Afghanistan 2021 (NATO-Abzug) Afghanistan 2021 (Flucht und Wasser) Armenien 2020 (Krieg mit Aserbaidschan) Aserbaidschan 2020 (Krieg mit Armenien) Bangladesch 2023 (Krisenzeit) China 2020 (Einfluss in Ostasien, RCEP) China 2022 (Interesse in Demokratische Republik Kongo) China 2022 (Interesse in Afrika) Gaza 2021 (Eskalation Israel) Kiribati 2023 (Verfassungskrise) Indien 2020 (Protofaschismus, Bharatiya Janata Party) Indien 2023 (Rückblick 2022) Indopazifik 2023 (Halt so) Irak 2020 (Gesundheitssystem) Irak 2020 (Destabilisierung) Iran 2021 (Flucht, Wasser und Drogen) Iran 2021 (Saab) IS 2020 (Faschistischer Islamismus) Israel 2021 (Eskalation Gaza) Israel 2022 (Dan Gertler) Katar 2021 (Ende der Katar-Blockade) Kirgisistan 2020 (Revolutionsputsch) Kirgisistan 2021 (Wasser) Libanon 2020 (Explosion) Libanon 2021 (Staatskrise) Libanon 2021 (Staatszerfall) Myanmar 2020 (Parlamentswahlen) Myanmar 2021 (Militärputsch) Naher Osten 2020 (Überblick) Pakistan 2021 (Flucht) Pakistan 2023 (Rückblick 2022) Sri Lanka 2020 (Parlamentswahlen) Sri Lanka 2023 (Rückblick 2022) Salomoneninseln 2023 (China-Sicherheitsabkommen) Südpazifik 2023 (Rückblick 2022) Tadschikistan 2021 (Flucht und Wasser) Thailand 2020 (Proteste) Türkei 2020 (Hasankeyf) Türkei 2020 (Konflikt mit Griechenland) Türkei 2021 (Saab) Turkmenistan 2021 (Flucht und Wasser) Usbekistan 2021 (Flucht und Wasser) Zentralasien 2023 (Rückblick 2022) Karten Afghanistan 2021 (Kabul vs. Saigon) Vietnam 2021 (Kabul vs. Saigon) Zentralasien+Iran+Pakistan 2021 (Flucht) Zentralasien+Iran+Pakistan 2021 (Wasser).

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12.11.2020 — Indien / Europa / Ungarn

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Protofaschismus in Indien Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gab es nicht nur in Europa faschistische Strömungen, sondern auch darüber hinaus. Die meisten davon sind nicht in einem faschistischen Regime gemündet, sondern entweder verlaufen, abgeschwächt an die Macht gekommen, oder zu schwach geblieben, um einen Nationalstaat tatsächlich zu ergreifen. Diese verschiedenen Status Quo kann man als „Protofaschismus“ zusammenfassen, also dem Zustand eines (noch) nicht vollständig entfalteten Faschismus. Da die Definition des Faschismus eher einer Mischung unterschiedlichster Symptome in Gesellschaft, Umgang mit Minderheiten, Staatsgewalt, Außenpolitik und Bürgerrechten ist, ist es ziemlich leicht, in den meisten Gesellschaften protofaschistische Tendenzen zu erkennen. Dieser Begriff kann daher sehr leicht zur Diskreditierung politischer Gegner oder aus Unwissenheit genutzt werden. Wenn wir dieses Wort, und synonym auch „faschistoid“ in einem Gespräch hören oder irgendwo lesen, sollten wir vorsichtig sein, Kurzschlüsse zu ziehen (Vergleiche Ausdruck „Auschwitz als Waffe“). Ich werde nun ein weiteres Beispiel heranziehen, in dem Akteuren Faschismus und faschistoide Tendenzen vorgeworfen werden. Natürlich gibt es in der Geschichte noch ganz viele weitere spannende Beispiele: die ukrainische Maidan-Bewegung, die 1968er-Bewegung, Orbáns Ungarn, Bolsonaros Brasilien, Kabilas Kongo und Netanjahus Israel.

Indiens Hindutva Der seit 2014 regierenden rechts-konservativen Bharatiya Janata Party in Indien unter Premierminister Narendra Modi wird in Hinsicht auf die Situation der Muslime im Land immer wieder Faschismus vorgeworfen. In dem 1,4-Milliarden-Einwohner starken Indien machen die 176 Millionen Moslems mit 14% nur eine Minderheit aus, die seit 1300 Jahren im Clynch mit der hinduistischen Mehrheit steht. Seit dem Amtsantritt Modis 2014 war Indien immer wieder Zeuge von Lynchmorden an Muslimen, Zerstörung islamischen Kulturguts und der Entislamisierung von z.B. Städtenamen oder der Entweihung von Moscheen. Vorangetrieben wird dies vom Hindu-Nationalismus. Der Hindu-Nationalismus in Indien, dort als Hindutva bezeichnet, stellt sich in eine lange Tradition hinduistischer Herrschaft über das Land. Mehr als eine Religion betrachtet Hindutva den Hinduismus als einen „Way of Life“, der allen anderen Ideologien und Religionen der Menschheitsgeschichte überlegen ist, da er seit 10.000 Jahren besteht. So beschreibt ihn der indische Premierminister Modi und führt weiter aus: „Hindutva [...] advises individuals not to be a burden on society […]. It is not rigid. It is liberal, able to adjust.” (Randeri, Kalindi -- The man of the moment: Narendra Modi -- New Delhi: Times, 2013 -- ISBN 978-93-259-6838-7. -- S. 178). Die absolute Daseinsberechtigung des Hindutva ist also: Schon immer dagewesen, und modern. Hindutva schürt einen hinduistisch basierten Nationalismus, der angeblich jeden Hindu einschließt und glaubt nicht an das Kastensystem, das zu sozialer Ungleichheit führt. Tatsächlich gibt es die Hindutva-Bewegung erst seit 1923, als Reaktion auf die säkulare Bewegung um Mahatma Gandhi, und die lange mystische hinduistische Tradition, auf die Modi und seine Partei BJP sich beziehen ist keineswegs kontingent. 1925 organisierten sich die Hindutva-AnhängerInnen in der offen faschistischen Organisation Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), der 1959 im Alter von neun Jahren auch der aktuelle Premierminister Modi beitrat. Dort begab er sich für die nächsten zwei Jahrzehnte unter die Fittiche seines Mentors Inamdar, dessen bisheriges Leben seinen Höhepunkt in einer Revolte gegen einen muslimischen Fürsten in Hyderabad gefunden hatte. Inamdars Verständnis von den Beziehungen zwischen Hindus und Moslems in Indien ist heute durch das staatstragende Amt seines Schülers maßgeblich in Politik umgesetzt. In der RSS wird dem jungen Mann Modi empfohlen, Politikwissenschaften zu studieren und Politiker zu werden, anstatt als Mönch weiteren Schülern das Meditieren beizubringen.

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