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28 Nachrichten

10 Quellen

Welt / Westasien / Palästina

Haiti

UN-Menschenrechtskommissar Türk warnt vor Ausweitung des Krieges über Grenzen der Hauptstadt Port au Prince hinaus und kritisiert auch selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung, die mutmaßliche Gang-Milizen bekämpfen wegen Menschenrechtsverletzungen (von SMcLeod); G9-G-Pèp-Gangallianz überfällt größtes Krankenhaus in Mirebalais und plündert es aus; USA haben wohl Malaria-kranken Mann wissentlich nach Haiti abgeschoben (von JClark).

19 Quellen

Türkei / Sudan / Demokratische Republik Kongo

Haiti

G9/G-Pèp-Gangkoalition kontrolliert nun fast gesamte Hauptstadt Port au Prince, da sich ihnen fast nur noch Bürgermilizen und Bwa Kale entgegenstellen (von KMaurer); KANADA verhängt neue Sanktionen gegen Kriegsakteure (von SMcLeod).

16 Quellen

Demokratische Republik Kongo / Sudan / Nigeria

Haiti

Bwa Kale-Kale-Demonstrationen gegen Bandengewalt in Hauptstadt Port au Prince gewaltsam von Polizei aufgelöst; Polizei setzt Kamikaze-Drohnen gegen Gangs ein, nachdem G9-G-Pèp-Gangkoalition in vergangenen Wochen selber Drohnenkrieg begonnen hatte.

14 Quellen

Uruguay / Nicaragua / Haiti

Haiti

Laut NGOs hat Polizei in vergangenen 3 Tagen über 100 mutmaßliche Gang-Mitglieder getötet, dabei oft unterstützt von selbstjustiziärer Bwa Kale-Kale-Bewegung (mit CMC); Gleichzeitig nimmt die Rekrutierung von Kindersoldaten durch die Gangs seit 2023 um 70% zu (von SKMcLeod).

14 Quellen

Mali / Mosambik / Somalia

Haiti

Seit Regierungswechsel Anfang letzter Woche laut UN 150 Menschen bei Gangoffensive getötet und "Millionen" Haitianer+ als Geiseln genommen; Polizei und selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung lynchen wohl 28 Bandenmitglieder, darunter Kinder (von KMaurer); Ärzte Ohne Grenzen stellt Aktivitäten in Port au Prince wegen Polizeigewalt ein.

16 Quellen

Bangladesch / Westasien / Libyen

Haiti

Premierminister Garry Conille begrüßt Initiative der Karibische Gemeinschaft, nächste Wahlen zu begleiten, bezweifelt aber Durchführungsdatum im Jahr 2026; CARICOM-Mitglieder rufen zeitgleich zu Entlassung der 3 Präsidentenberater auf, denen vorgeworfen wird, Kreditbankchef bedroht und von ihm Geld erpresst haben zu wollen; Zahl der von Gangs betriebenen Schutzgeldstationen nehmen zu; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung tötet erneut 10 mutmaßliche Gangmitglieder; Von den 550.000 in letzter Zeit vertriebenen Menschen befinden sich aktuell noch 112.000 in rund 96 informellen Siedlungen, Schulen, Kirchen und Sportfeldern innerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince, wo Versorgungs- und Hygienebedingungen desolat sind.

4 Quellen

Argentinien / Haiti / Kolumbien

Haiti

Neuer Premierminister Garry Conille kündigt an, Polizeipräsidenten Elbé zu entlassen, da dieser mit Banden kooperiert haben soll (mit APA); G9-Ganganführer Barbecue kündigt angesichts der neuen Regierung ohne seine Teilhabe "Terror" in Hauptstadtregion an, während sich viele Gangs in ihr Kernterritorium zurückziehen und die Nachbarschaften in Festungen verwandeln, woraufhin Nationalpolizei in G9-Kernterritorium vordringt; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung lyncht weitere 4 vermutete Bandenmitglieder; Angeblich jederzeit beginnende internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission droht weiter verschoben zu werden, nachdem KENIAs Hochgericht Urlaub antritt und Entscheidung über Rechtmäßigkeit der von kenianischer Polizei angeführten MMSS auf Mitte Oktober verlegt.

19 Quellen

Slowakei / Russland / Indien

Haiti

Zentralkrankenhaus soll ab 1.4 wieder regulär öffnen; erneut Nationalpalast angegriffen; Internationale Migrationsorganisation IOM warnt vor Überlastung der Port-au-Prince umliegenden Provinzen, in die in letzten Wochen zehntausende Menschen geflohen sind (von FDOctave); 45% der Bevölkerung von Hunger betroffen; Selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung nimmt wieder Lynchmorde an vermuteten Bandenangehörigen vor, was zusammen mit Toten durch Kamphandlungen zu 30-40 Todesopfern binnen 5 Tagen führt.

3 Quellen

Haiti

Haiti

Haiti-Update und neue Sichtweisen (1).

Seit der Ermordung des damaligen Präsidenten Jovenel Moïse in seinem Haus am 07. Juli 2021 ist kein Monat vergangen, in dem ich nicht über die Entwicklungen in Haiti berichtet hätte. Seien es die Varreux-Hafenblockaden durch die G9-Gangallianz Ende 2021, die Bandengewaltspirale und den zunehmenden Zusammenbruch der staatlichen Versorgung 2022, die selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung 2023, die lange ersuchte und noch immer nicht umgesetzte internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Intervention und schließlich die aktuellen Ereignisse seit Ende Februar 2024 – meine gesamte Berichterstattung über diese Themen hatte gemein, dass ich sie stark auf den Mord an Moïse im Juli 2021 bezogen habe. Es ist nicht falsch, diesen Bezug herzustellen, aber es braucht mehr. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situationen scheinen sich wieder mehr Journalistinnen und Journalisten mit der Politik in Haiti auseinanderzusetzen und nicht bloß Agenturmeldungen zu übernehmen. Einen kleinen Überblick habe ich im Anschluss an diesen Text unter der Zuhilfenahme der empfehlenswerten Suchmaschine monitor.ueberblick.news gemacht.

In diesem kleinen Update will ich also weitere, größere Bögen spannen, die in den täglichen Nachrichten wenig Platz finden, aber essenziell sein können, um die Situation zu verstehen.

Woher stammen die Gangs? 1959-1999 Anfang Februar veröffentlichte die missionarische Nachrichtenagentur der katholischen Kirche Agenzia Fides eine wenig beachtete Analyse über die historische Herkunft der organisierten und bewaffneten Kriminalität in Haiti. Diese Analyse versetzt uns zurück in das Jahr 1959, als der damalige Präsident Francois „Papa Doc“ Duvalier eine paramilitärische Truppe zu seinem eigenen Schutz gründete. Sie sollte einerseits Teile des Militärs vor geplanten Putschs abschrecken, und andererseits zivile oppositionelle Bewegungen zerschlagen. Diese Milizen erhielten den Namen des „Tonton Makout“, einer mythologischen Figur, die Menschen in ihrem Sack verschwinden lässt, vergleichbar mit dem deutschen Butzelmann. Agenzia Fides betont zudem, dass es sich bei den Anführern dieser Milizen um Voodoo-Priester gehandelt haben soll, die bereits zuvor eine Autorität in der Bevölkerung innehatten. Bis 1986 sollen sie bis zu 60.000 Menschen verschwunden lassen haben. 1990 wurde Bertrand Aristide mit seiner historisch einmaligen Massenbewegungs-Partei Fanmi Lavalas in das Amt des Präsidenten gewählt, 1991 jedoch aus dem Amt geputscht. In der daraufhin bis 1994 andauernden Phase politischer Instabilität formierten sich die Ex-Tonton-Makouts neu und nahmen ihre heutige Erscheinung an: Als militärischer Arm der organisierten Kriminalität, sowie einiger Angehöriger aus den Eliten. Als Aristide 1994 nach erfolgreicher Wiederwahl das Militär auflöste, schlossen sich auch ehemalige Armeeangehörige den Banden an und 1999 entstand auch eine pro-Aristide-Miliz, womit Gewalt zum legitimen politischen Mittel des demokratischen Haiti geworden war. Vor dem Hintergrund der anti-Aristide-Einstellung der meisten Gangs und einer damit verbündeten Ablehnung des von Aristide regierten Staatsapparats knüpft ein aktuelles Interview mit Jemima Pierre bei Democracy Now! an, das folgende Frage beantwortet:

0 Quellen

USA / Guyana / Guatemala

Meldung

Top 15 Amerika Auf den amerikanischen Kontinenten tun sich 2023 gegenüber 2022 besonders drei neue Schwerpunkte hervor: Guatemala mit der Wahl des Progressiven Bernardo Arévalo zum neuen Präsidenten und den Hürden für ihn, Panama mit dem Kupfer-Streit mit First Quantum Minerals, sowie der seit dem 19. Jahrhundert bestehende Konflikt zwischen Venezuela und Guyana.

Aber auch in den "alten Schwerpunktländern" gab es einiges zu berichten, wie über die linken Regierungsführungen in Brasilien, Kolumbien und Mexiko, rechte Wahlerfolge in Argentinien und Paraguay, sowie Ecuador und der dortigen Gewaltepidemie. Während in El Salvador der Krieg gegen Bandengewalt für die Medienberichterstattung scheinbar uninteressanter wurde, wird sich das mit den 2024 anstehenden Wahlen wohl wieder verändern. Gewählt wird 2024 außerdem z.B. in Mexiko, Venezuela, Uruguay, Panama und den USA.

Haiti bleibt wegen dem Ausmaß an Gewalt im Land und den Reaktionen von Internationaler Gemeinschaft, sowie Bevölkerung (Bwa Kale) im Fokus meiner Berichterstattung.

17 Quellen

Israel / Palästina / Polen

Kenia / Haiti

Kenianisches Gericht blockiert Entsendung der 1000 Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Polizeikräfte nach Haiti für weitere 2 Wochen, bis Verfassungsmäßigkeit der Intervention geprüft ist (mit AP); Mord- und Entführungsfälle explodieren nach Unterbrechung durch selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung im Frühsommer wieder (von JClark).

2 Quellen

Karibik / Haiti / Guyana

Haiti

HAITI (hl): Ex-Premierminister Joseph zieht sich von Verhandlungen mit Regierung Ariel Henry zurück, ruft zu Protesten auf und bezeichnet Einreiseverbot für Haitianer+ in einziges Nachbarland DOMREP als "rassistisch", was nach 12 Tagen der Grenzschließung bereits zum Exodus von 61.000 Haitianern+ aus der DomRep geführt hat, womit Zahl der zurückkehrenden Haitianer+ seit Anfang August auf 100.000 steigt; Zwischen Mai und August 250.000 Intern vertrieben und seit Januar 2500 Menschen von Gang-Mitgliedern+ getötet; Haiti verweist US-Amerikaner, der versucht hatte, aus selbstjustiziärer Bwa Kale-Kale-Bewegung anti-Clinton-Proteste zu machen, wegen Anstiftung zu Gewalt des Landes.

15 Quellen

Ecuador / Guatemala / Pakistan

Haiti

30 Tote bei mehreren Vorfällen brutaler Bandengewalt in Hauptstadtteil Carrefour, aus dem in letzten Tagen tausende Anwohner geflohen sind (von JClark) und wo Demonstrationen für mehr Sicherheit zuletzt mit Tränengas aufgelöst worden waren; Seit Januar zählte UN 2500 Tote; Einige NGOs stellen Arbeit in Haiti wegen eskalierender Gewalt vorübergehend ein; Protestantischer Dachverband verlässt Montana-Gruppe, die sich gegen geplante internationale Militärintervention ausspricht; Links-nationale Kleinpartei PD, deren Kandidat bei Präsidentschaftswahlen 2018 drittplatzierter war, ruft zu Generalmobilisierung gegen Unsicherheit auf; Laut neuer Zählung hat selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung seit Ende April 350 Menschen gelyncht, davon 310 vermutete Kriminelle, 46 Personen der Öffentlichkeit und 1 Polizisten.

11 Quellen

Niger / Haiti / Kenia

Haiti

KENIAs Außenminister Mutua kündigt an, internationale Intervention in Haiti mit 1000 Sicherheitskräften anzuleiten, sobald sie von UN-Sicherheitsrat genehmigt wird; zuvor Telefonat zwischen Präsident William Ruto und Außenminister Blinken der USA, die, ebenso wie BRASILIEN und KANADA Leitung einer solchen Intervention abgelehnt hatten (von sl); FRANKREICH hatte zuletzt Unterstützung für solch eine Intervention bekundet und angekündigt, die EU werde in kommenden Wochen "spezifisches Instrument zur Bekämpfung der Straflosigkeit" in Haiti aufbauen; KOLUMBIEN wiedereröffnet nach 20 Jahren Unterbrechung Konsulat, nachdem Präsident Gustavo Petro verkündet, Verantwortung für Situation in Haiti mitzutragen; Selbstjustiziäre Bwa Kale tötet weiter mutmaßliche Bandenmitglieder, was wohl dazu beiträgt, dass sich Entführungsfälle in 2. Quartal 2023 gegenüber 1. Quartal auf 150 mehr als halbiert hat; Polizei vertreibt dutzende Menschen von Vorplatz der US-Botschaft, die zuletzt von Gewalt der Kraze Baryè-Gang geflüchtet waren.

16 Quellen

Sierra Leone / Sudan / Somalia

Haiti

Laut Menschenrechts-NGO Zunahme von Gewalt durch kriminelle Banden mit 75 Toten seit Anfang Mai, wobei sich Kraze-Baryè-Gang weiter ausbreitet und sich Polizei zurückzieht; laut UN 264 Tote durch selbstjustiziäre Bwa Kale-Bewegung (von rzr und sh); Karibische Gemeinschaft-Delegation trifft zu Gesprächen in Port-au-Prince ein (von jaa).

21 Quellen

Russland / Honduras / Haiti

Haiti

Laut NGO wurden seit April über 200 vermutete Bandenmitglieder+ von selbstjustiziären Bwa Kale-Kale-Bewegung getötet, wobei Dunkelziffer höher liegen könnte und Polizei warnt, dass einige der Lynchmorde auch Dritten galt, die in separatem Konflikten standen (von dcdc und jcm); Maritimbehörde warnt vor zunehmender Piraterie; Premierminister Ariel Henry nach Treffen mit Organisation Amerikanischer Staaten und in FRANKREICH weiter zuversichtlich über internationale Militärintervention (mit CMC).

16 Quellen

Österreich / Kosovo / Mexiko

Haiti

Im Mai 179 Mordfälle an Zivilisten+ und Polizisten; Mit 164 fast ebenso viele Lynchmorden gegen mutmaßliche Kriminelle durch Bwa Kale-Kale-Bewegung (mit AP); Mindestens 15 Tote bei aktuellen Überschwemmungen (von nbb und JGN).

14 Quellen

Libanon / Nigeria / Brasilien

Haiti

Haitianisch-chilenischer Geschäftsmann Jaar in USA wegen Mitschuld an Ermordung des Präsidenten Jovenel Moïse zu lebenslanger Haft verurteilt; 10 Weitere, die nicht geständig sind, erwarten Urteil im Juli (von RLuscombe); Jaar war zuvor im Kokain-Handel tätig und soll Material und Geld für Ermordung bereitgestellt haben, wie u.a. Bestechung haitianischer Beamten, die für Schutz Moïses zuständig waren (von JCharles); Nach Ermordung eskalierte Gewalt im Land, woraufhin Polizei Tornade-1-Operation gegen organisierte Kriminalität startete; bei Operation wurden seit Januar 2700 Menschen festgenommen; neben Vorgehen der Polizei formieren sich aber seit 1 Monat auch selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Gruppen, die immer wieder mutmaßliche Kriminelle lynchen; Süden der Hauptstadt Port-au-Prince seit 2 Jahren unter Kontrolle der Gangs; Wahlrat schlägt Wahlen 2024 vor.