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Ibrahim Traoré

88Nachrichten

Nachrichten zu Ibrahim Traoré

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19.04.2024 — Frankreich / Übersee / Haiti

Burkina Faso

BURKINA FASO und FRANKREICH verschlechtern bilaterale Beziehungen durch Absetzung von 3 französischen Diplomaten durch Regierung Ibrahim Traoré.

19 Quellen

13.04.2024 — Haiti / Ecuador / Niger

Burkina Faso

Regierung Ibrahim Traoré gründet erstmals Militärgefängnis in Hauptstadt Ouagadougou, da andere Gefängnisse überfüllt seien; NGOs warnen, dass in von Militärjustiz geführten Haftanstalten "Verschwindenlassen" stattfinden könnte.

14 Quellen

07.04.2024 — Ecuador / Mexiko / Slowakei

Burkina Faso

Neues ziviles Bündnis FDR gründet sich mit Ziel, Übergang zu Zivilregierung voranzutreiben und kritisiert nicht erfüllte Versprechen der Militärregierung Ibrahim Traoré nach Putsch 2022.

19 Quellen

16.03.2024 — Westafrika / Lateinamerika / Guinea

Meldung

Argument zur Putschserie in Westafrika.

tl;dr: Die Putschserie im Lateinamerika der 1970er wurde von paranoiden Militärs ohne Kriegserfahrungen durchgeführt, wohingegen die Putschserie im Westafrika der 2020er eher einer Militär-internen Rebellion gegen eine wohl falsche Kriegsführung ähnelt.

Es ist schon schwierig genug, den „Putschgürtel“ Afrikas, der sich von Guinea am Atlantik bis Sudan am Roten Meer erstreckt als eine Einheit zu beschreiben, weil die Umstände der Putschs derart unterschiedlich sind: Im Sudan findet die Militärregierung im Kontext eines Bürgerkrieges statt, in Niger und Gabun glich der Putsch eher einer Palastrevolution, im Tschad hat ein dynastischer Machtwechsel zu einer Militärregierung geführt und in Mali und Burkina Faso waren es schließlich Teile des aktiven Militärs, die gegen die bisherigen Regierungen geputscht hatten. Im Mali und Burkina Faso waren die heutigen Militärpräsidenten Assimi Goïta und Ibrahim Traoré waren unmittelbar vor ihren Putschs in direkten Kampfeinsätzen mit der Macht der dschihadistischen Milizen in der Region konfrontiert. All diese Länder und weitere schraffierte Länder, in denen in den 2020ern Putschversuche stattgefunden haben, sind auf der Karte eingezeichnet. Im Fokus der internationalen Öffentlichkeit stehen jedoch weniger die Militärregierungen im Sudan, dem Tschad, Guinea und Gabun, sondern eher die drei Militärregierungen in den drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso. Das liegt einerseits daran, dass Mali z.B. das erste westafrikanische Land war, in dem in den 2020ern ein Putsch stattfand, und dass diese drei Länder seither eine politische und militärische Allianz, die Allianz der Sahelstaaten gegründet haben, aber es liegt wohl auch daran, dass diese Putschs in der internationalen Presse gut als geopolitischer Machtkampf zwischen Frankreich/dem globalen „Westen“ und Russland erklärt werden kann. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges scheinen seit Anfang 2022 große Teile der Welt in unserer Wahrnehmung diese Bedeutung angenommen zu haben. Dass es nicht so eindeutig ist zeigt beispielsweise die recht hilflos wirkenden Analysen nach dem Kriegsausbruch im Sudan Mitte April 2022, als beiden Kriegsparteien, sowohl der Rapid Support Forces als auch dem Militär nachgesagt wurde, pro-russisch zu sein.

Die Durchführung von Militärputschs in sich und das Aufsetzen der geopolitischen Brille, die darin einen Ost-West-Konflikt erkennen lässt, lässt Parallelen zwischen der politischen Situation in der Sahel-Zone der 2020er und Lateinamerika in den 1970ern erahnen. Die auf der Karte in Lateinamerika eingefärbten Staaten befanden sich im Jahr 1980 unter einer teilweise seit Jahrzehnten und teilweise noch für viele Jahre anhaltenden Militärherrschaft, die geopolitisch im Zeichen des Kalten Krieges standen. Hier war die Menge und die Dichte an Militärregierungen deutlich größer, als im Afrika der 2020er, was einen ersten erheblichen Unterschied darstellt. Eine weitere Parallele ist, das im globalen „Westen“ der 1970er gar nicht über alle lateinamerikanische Staaten eine öffentliche Diskussion stattfand, sondern über einzelne Diktaturen, wie die Pinochet-Diktatur in Chile, die Videla-Diktatur in Argentinien oder der Diktatur in Brasilien, die als beispielhaft galten, um sich mit dem Thema „Militärregierung“ zu befassen, wie in Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Andere Staaten mit Militärregierungen wurden jedoch eher unter den Gesichtspunkten eines Bürgerkrieges betrachtet, wie in den 1970ern Guatemala oder eben in den 2020ern der Sudan. Weitere Unterschiede lassen sich sicherlich in der tatsächlichen Militärregierungs-Praxis feststellen, die im Lateinamerika der 1970er zum Beispiel besonders auf dem „Verschwindenlassen“ von politischen Dissidenten beruhte, aber darauf will ich hier nicht so sehr eingehen.

1 Quellen

04.03.2024 — Haiti / Uganda / Ostafrika

Burkina Faso

Oberstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen wegen drei Massakern während der JNIM-Offensive vor 10 Tagen mit 170 Toten, alleine in 3 Dörfern ein; Gesamte Todeszahlen dieses Angriffstags steigen somit auf deutlich über 200, wobei Militärregierung Ibrahim Traoré selber keine Zahlen veröffentlicht; Traoré hatte sich 2022 mit dem Versprechen ins Amt geputscht, solche Massaker zu verhindern (mit AFP); Burkina Faso war 2023 Land mit den meisten Toten durch Terrorismus (von BFofana).

16 Quellen

Januar 2024

Meldung

Januar 2024 Das Jahr 2024 startete ereignisreich mit dem Beitritt von 5 neuen Ländern zum Staatenbund BRICS: Iran, Saudi Arabien, die VAEmirate, Ägypten, Äthiopien. In Lateinamerika ging die Vor-Wahlzeit in Venezuela in eine neue Phase über, als das Verfassungsgericht den Antrag der Regierung Nicolás Maduro zuließ, die Oppositionsführerin María Corina Machado zu den Wahlen zuzulassen, in Ecuador brach an einem Dienstag in der größten Stadt Guayaquil mit Gefängnisrevolten, Angriffen in der Öffentlichkeit und der kurzzeitigen Besetzung eines TV-Studios durch Jugendbanden der organisierten Kriminalität scheinbar die Ordnung zusammen, woraufhin der neue Präsident Daniel Noboa die Banden zu Terroristen erklärte und den Krieg ausrief, und in Argentinien arbeitet der neue Präsident Javier Milei an der größten Staatstransformation unserer Geschichte. Haiti blieb wegen seiner desolaten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation berichtenswert, zu der sich im Januar eine neue „Revolution“ unter Anführung des umstrittenen Guy Philippe gesellte, während in Kenia ein Gericht der Entsendung der 1000 Polizisten für die internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti untersagte.

Der Iran stand im Januar besonders im Fokus, etwa wegen eines Anschlags auf die Gedenkfeier für den 2020 getöteten Quds-General Qasem Soleimani, den 2024 anstehenden Wahlen, wegen Drohungen gegen Israel, Aktivitäten iran-naher Milizen in Irak und Syrien, dem kurzzeitigen gegenseitigen Beschuss mit Pakistan (der sich scheinbar in Wohlgefallen auflöste), aber auch dem erneuten Anspruch Aserbaidschans an den durch Armenien verlaufenden und an den Iran grenzenden Zangezur-Korridor. In Pakistan stehen nun endlich Wahlen an, in Bangladesch sind die Wahlen bereits mit einem Sieg der Regierung Sheikh Hasina gegen die boykottierende Opposition zu ende gegangen und in Myanmar gerät die Militärregierung Min Aung Hlaing 3 Jahre nach ihrem Putsch zunehmend unter Druck.

0 Quellen

26.01.2024 — Mali / Iran / Irak

Burkina Faso

Human Rights Watch wirft Militärregierung Ibrahim Traoré vor, bei 3 Drohnenangriffen auf Islamisten seit August stattdessen zivile Ziele getroffen und dabei bis zu 60 Zivilisten+ getötet zu haben.

15 Quellen

20.01.2024 — Haiti / Sudan / Israel

Burkina Faso

Militärregierung Ibrahim Traoré verkündet, Mitte Januar Putschversuch verhindert zu haben, als mindestens 4 hochrangige und ehemalige Armee- und Polizeiangehörige festgenommen wurden.

16 Quellen

05.01.2024 — Senegal / Sudan / Somalia

Burkina Faso

Militärregierung Ibrahim Traoré verurteilt und dementiert Einschätzung der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, die Sicherheitslage im Land habe sich seit dem Putsch verschlechtert.

16 Quellen

19.12.2023 — Sudan / Rotes Meer / Serbien

Burkina Faso

Militärregierung Ibrahim Traoré wirft dschihadistischen Milizen im Norden des Landes vor, Vergehen gegen Zivilbevölkerung in gestohlenen Militäruniformen zu begehen und online zu verbreiten (mit AFP).

14 Quellen