Anfang der 2020er in Burkina Faso 2 (Putsch Traorés).
01.10.2022: - Hauptmann Ibrahim Traoré erklärt sich nach Putsch zum Präsident, erlässt nächtliche Ausgangssperre, löst Übergangs-Parlament auf, setzt Übergangs-Verfassung außer Kraft, schließt Grenzen und errichtet Straßensperren in Hauptstadt Ouagadougou; Heute Schusswechsel in Ouagadougou zwischen Anhängern Traorés und des abgesetzten Militärpräsident Damiba; Nach Putsch im Januar hatte Oberstleutnant Damiba als Präsident regiert, konnte aber sein Versprechen, für mehr Sicherheit zu sorgen, nicht erfüllen; Traoré war bislang im direkten Kampf gegen islamistische Milizen im Norden des Landes tätig und kooperierte mit der Spezialeinheit "Cobra", die gestern in Ouagadougou Meuterei anführte.
14.10.2022: - Nationales Forum aus Parteien, sozialen und religiösen Akteuren+ beginnt; ist Initiative des neuen Interimspräsident Traoré, um neuen Interimspräsident zu ernennen, da er angeblich trotz seines Putschs Ende September nicht an der Macht bleiben will.
25.10.2022: - Anwalt und Sankara-Anhänger Tambèla zum neuen InterimsPM des Präsidenten Traoré ernannt; Tambèla kritisiert seit Jahrzehnten als populärerer Autor Korruption und Vetternwirtschaft in Burkina Faso.
26.10.2022: - Sicherheitsminister kündigt Rekrutierung von 50.000 Zivilisten+ für Bürgerwehren gegen islamistische Milizen an; davon sollen 35.000 vor Ort in Gemeinden rekrutiert und eingesetzt werden.
01.11.2022: - Erstmals gelangen 70t Lebensmittel in von Islamisten belagerte Stadt Djibo im Norden des Landes; neuer Interimspräsident Traoré hatte Versorgung veranlasst; Traoré will nach Putsch Sicherheit im ganzen Land wiederherstellen; Djibo ist wichtigste Stadt im Kampf zwischen Burkina Faso und islamistischen Milizen.
22.01.2023: - Militärregierung Traoré verweist französischen Militär mit 400 Streitkräften des Landes; zuvor Gerücht über Vertrag zwischen Militärregierung und Wagner-Söldnerkonzern aus RUSSLAND.
01.03.2023: - Proteste in östlicher Stadt Diapaga für "mehr Sicherheit", die Militärregierung Traoré angesichts islamistischer Milizen nicht gewähren kann; laut Augenzeugen flohen Streitkräfte bei letzten islamistischen Angriffen und hinterließen Zivilisten+ schutzlos.
14.04.2023: Militärregierung Traoré verkündet Generalmobilmachung.
27.04.2023: - UN geht bei Massaker im Norden des Landes von 150 Toten aus, was 1/3 der Einwohner+ wären; laut Untersuchung handelte es sich bei Tätern+ um Angehörige der von der Militärregierung Traoré unterstützen Bürgermilizen, die in entsprechendem Dorf Unterstützer+ der islamistischen JNIM-Miliz vermuteten (von KGänsler).