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Ägypten

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Nachrichten zu Ägypten

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13.05.2020 — USA / Tansania / Gabun

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Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.

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23.04.2020 — Mali / Burkina Faso / Nigeria

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Nicht vergessen! Seit 2019 gibt es einen bemerkenswerten Anstieg der Angriffe auf das Volk der Fulani in der Sahelzone Afrikas, wie in Mali, Burkina Faso, Nigeria und Kamerun. Bei Angriffen, die auf Fulani-Dörfer ausgeübt werden sterben regelmäßig duzende Zivilisten in Massakern, die nur als Racheakt für vergangene Zeiten gewertet werden können. Warum diese Angriffe stattfinden, zeigt ein Blick in die Geschichte Nigerias. Nigeria besteht aus drei Kulturräumen. Die Fulani, oder Hausa-Fulani waren ursprünglich ein nomadisches Volk in Westafrika, das inzwischen sesshaft geworden ist. Ihren legendären Ursprung sehen sie in der Gegend um Mekka im heutigen Saudi Arabien, womit sie ihre Religionszugehörigkeit zum Islam erklären. Im siebten Jahrhundert sollen ihre Vorfahren den Propheten Mohammed zunächst begleitet und dann sein Wort in die Welt hinaus getragen haben. Das steht jedoch im Widerspruch zum alten polytheistischen Glauben und den Ähnlichkeiten zu benachbarten Kulturräumen in Westafrika. Nichtsdestotrotz ist nicht auszuschließen, dass die Fulbe tatsächlich noch durch Zeitgenossen Mohammeds zum ersten mal in Kontakt mit dem Islam kamen. Doch ein mythisches Ursprungsland gibt es wohl doch: Ägypten! Auch Teile der linguistische Altertumskunde erkennen eine Herkunft des Volks der Fulbe im vorchristlichen Nordost-Afrika. Dort war es zu mehreren Zeiten zu Aufeinandertreffen nomadischer Kriegerclans aus Äthiopien und wandernder tamilischen Hirten aus West-Indien gekommen. Gemeinsam seien sie um 200 v.Chr. in die damals noch grünere Sahara gezogen. Sowohl die islamische, alsauch die traditionelle Ursprungsmythe sprechen Wahrheiten. Während sich die Genese der Fulani-Kultur in den polytheistischen Sagen findet, war der Islam unabdinglich für deren kulturellen Aufstieg um 1000 n.Chr.

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18.04.2020 — Welt / Ägypten

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Aus der Welt gefallen 4.

Jesus von Masada Nur Anekdotenweise ist uns das Leben des Jesus Christus und seinen Jüngern in immer anderer Form überliefert. Als die Alte Kirche zu Lebzeiten Jesu und in den Jahrzehnten danach sich im römischen Reich zu etablieren begann, entstand eine Dynamik, durch die sich das Christentum rasch wandelte. Hatte es zum Beispiel in den vier Evangelien des Neuen Testaments noch den Gott der Juden neben der Dreifaltigkeit gegeben, so gesellten sich bald griechische, bald römische Gottheiten als Vertreter des Herrn zu ihm. Auch die Ablehnung der Dreifaltigkeit als zu polytheistisch machte seine Runden und man bestand auf der Singularität göttlicher Wesen, lehnte also Halbgott Jesus ab. Neben Ergänzungen und Neuinterpretationen der im 1. und 2. Jahrhundert stark umkämpften Bibel, entstanden auch mehrere Gegenbibeln. Das Judasevangelium etwa hebt das Tor aus den Angeln, das das Schlechte, personifiziert durch Judas Iskariot, von dem Guten, Jesus Christus und den elf Jüngern, trennt. Hier ein Ausschnitt aus der Textstelle, in der Jesus auf Judas in der Bergfestung Masada trifft. Die Übersetzung wurde erst 2001 nach der Entdeckung des Schriftstückes in einem koptischen Kloster in Ägypten und ohne religiös-belehrenden Anspruch verfasst. Die verlorenen Wörter sind durch ein [...] gekennzeichnet:

"Als aber Jesus durch seine Geburtsstadt Nazareth kam, erschien ihm nichts vertraut. Die Römer hatten die Stadt aus Rache zerstört, da Sikarier [Jüdische Unabhängigkeitsbewegung] in der nahen Felsenburg Masada waren. Ein altes Weib kam zu ihm. 'Herr, sieh dir an, was die Römer uns getan haben. Sieh dir an, was die Antwort der Sikarier war.' Die Sikarier hatten die Schalen [?] jener gebrochen, die von den Römern verschont waren. [...] stiegen auf [...] und die Sikarier erkannten in Jesus Christus den Messias und sie schworen von jeder Rache zu lassen und die Bote ihres neuen Herrn zu verbreiten. Ihr Anführer war Judas Iskariot, wie es zuvor Simon war. 'Herr, du sprichst Wahres über mein Haupt. Doch sage mir, wie ich meinen Kindern sagen soll, dass ihre Mutter von den Römern getötet und sie nun allein seien.' 'Sei du selbst ihnen die Liebe des Vaters, die ihnen durch ihre Mutter zustünde.' 'Herr, ich höre deine Worte, doch ich kann nicht ablassen von der Rache. Deine Worte nennen mich das Böse.' Da erkannte Jesus, dass auch Judas ein Sohn Gottes war, wie er selbst und antwortete 'Du sollst dich den meinen anschließen. Du wirst sie alle übertreffen. Denn du wirst den Menschen opfern, der mich kleidet.'"

Dem zufolge war Judas Iskariot also der beste Freund Jesu und er erkannte bereits bei ihrem ersten Zusammentreffen in Judas den Mann, der ihn schließlich an die Römer verraten sollte. Der Verrat sollte notwendig sein, damit Jesus sich von seinem menschlichen Körper trennen und in den Himmel aufsteigen konnte. Letztlich war Judas es, der die Passion Christi in Gang setzte und sein Wort im ganzen Römischen Reich verbreitete. Laut einer These des Münchner Koptologen Friedhelm Schuh war diese historisch nachvollziehbare Begegnung Jesu mit Judas ausschlaggebend, dass er keine Wunder mehr vollbrachte. Demnach hatte Jesus nun den Rückhalt der jüdischen Unabhängigkeitsbewegung und damit genug politische Macht, sich den Menschen als Sohn Gottes zu offenbaren.

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13.04.2020 — Tschad / Äthiopien

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UN-gestützte libysche Regierung erobert erhebliche Teile des tripolitaner Umlandes von General Khalifa Haftar zurück, dessen Regierung u.a. von Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate und inoffiziell von FR unterstützt wird; Kämpfe um Tripolis gehen seit über 1 Jahr.

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