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Nachrichten zu Palästina

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21.04.2024 — Westasien / Nahost / Großbritannien

Meldung

Gaza.

Ich äußere mich nicht gerne zum Nahostkonflikt, oder zum Konflikt in Westasien, wie ich ihn nenne – ich kenne mich in der Region nicht gut aus und mein Interesse liegt mehr an Dingen, die nicht im Mainstream stattfinden. Mehr als alles andere, ist dies also fast schon meine rein private Meinung zu dem ganzen Komplex.

Ich bin der Meinung, dass ein wichtiges zugrundeliegendes Problem des Nahost-Konfliktes eine immer wiederkehrende Asymmetrie ist. Dazu zähle ich die willkürlichen Grenzziehungen durch Großbritannien und Frankreich auf Grundlage des Sykes-Picot-Abkommens von 1916, sowie die Staatsgründung Israels durch die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Die Asymmetrie bestand hierin in meinen Augen in der imperialen Grenzziehung mit unzureichender Beachtung lokaler Begebenheiten. Eine weitere Asymmetrie ergibt sich durch einen Blick auf die Kriegsgeschichte Israels mit seinen vielen Nachbarn: Israel steht dabei in der Region alleine da.

Von der Asymmetrie profitierten in der Geschichte also viele Seiten und alle haben darunter gelitten.

In unserer Gegenwart sollten diese vergangene Asymmetrien meiner Meinung nach tatsächlich vergangen gemacht werden. Ich halte Gespräche, Verhandlungen und Entscheidungen zwischen Israel und Palästina auf Augenhöhe für den einzigen nachhaltigen Weg, um entweder gemeinsam Frieden zu schaffen oder im Zweifel auch gemeinsam zu scheitern. Die UN bietet keine Basis für dieses Unterfangen, da Palästina hier kein vollständiges Mitglied ist. Der Arabischen Liga ist hingegen Israel nicht enthalten.

Es gibt aber eine Regionalorganisation, in der sowohl Israel, als auch Palästina seit 15 Jahren gleichwertig, also symmetrisch vertreten sind, über die aber kein Mensch spricht: Die Mittelmeer-Union Ufminister. Sie hat ihren Sitz in Spanien und alle Staaten nördlich, östlich, südlich und westlich des Mittelmeers sind Teil von ihr, mit einigen Besonderheiten: Syrien ist suspendiert, Libyen beobachtet lediglich, die EU ist in ihrer Gänze vertreten und Großbritannien ist seit dem Brexit trotz Gibraltars, Akrotiris und Dekelias kein Mitglied.

Insgesamt aber sind viele wichtige Akteure des Nahostkonflikts in der Mittelmeer-Union vertreten: Israel und Palästina, Ägypten als Sitz der Arabischen Liga, Belgien als Sitz der EU, aber auch die Türkei, der Libanon und sogar Jordanien. Und diese Staaten können miteinander reden! Israel und Palästina begegnen sich in den selten Sitzungen der Mittelmeer-Union auf Augenhöhe, um maritime Fragen zu beantworten. Der aktuelle Ufminister-Generalsekretär Kamel sagt: „We have collectively succeeded in building trust and cultivating a culture of cooperation. As the only forum where our Member States come together to discuss issues of common interest, requiring their mutual coordination and efforts, they have learned to engage in dialogue, negotiate and ‎reach agreements. This is where much of our work lies, and it’s where we have the most impact.“ Das halte ich für eine Grundlage für Gespräche. Weder Israel, noch Palästina können hier so tun, als sei miteinander nicht zu reden. Und tatsächlich funktionierte die Kooperation zwischen Israel und der Hamas sogar noch im Juni 2023 bei meeresbezogenen Themen: Die Hamas gab nach Verhandlungen eine Sicherheitsgarantie für ein israelisches Erdgasprojekt vor der Küste von Gaza, im Gegenzug für eine Beteiligung an den Gewinnen.

2 Quellen

31.03.2024 — Somalia / Togo / Israel

Israel / Palästina

Hamas wirft israelischer Armee vor, bei Angriff auf Shifa-Krankenhaus in Gaza auch zahlreiche Zivilisten+ getötet zu haben.

18 Quellen

24.03.2024 — Slowakei / Russland / Indien

Westasien

ISRAEL fliegt erneut Luftangriffe auf Wohngebiete in Ost-LIBANON, wo Hibollah aktiv sein soll; JEMENs Houthi-Miliz greift trotz gegenteiliger Übereinkunft CHINesisches Schiff in Rotem Meer an (mit AFP); Laut Umfrage in nicht unmittelbar kriegsbetroffenen Gebieten PALÄSTINAs nimmt einerseits Unterstützung für Hamas als langfristige Regierungspartei um 11% ab, andererseits geben immer weniger Befragte Hamas Schuld an Krieg, und Unterstützung für Massaker von 7. Oktober nimmt in Gaza zu, während sie in Westjordanland abnimmt; 44% der Befragten haben genug Nahrungsmittel für nächste 1-2 Tage.

19 Quellen

23.03.2024 — Haiti / Venezuela / Israel

Israel / Palästina

Israel beschlagnahmt mit 800ha Land in Westjordanland so viel Gebiet auf einmal, wie seit Osloer Abkommen 1993 nicht; USA bestätigen Ende der Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten-Finanzierung mit 300-400Mio$ jährlich (von AHarb).

26 Quellen

16.03.2024 — Irak / Türkei / Palästina

Palästina / Westasien

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ernennt erwartungsgemäß bisherigen Vorsitzenden des palästinensischen Investitionsfonds Mustafa zu neuem Premierminister; Mustafa soll nun Korruption bekämpfen und Einheitsregierung zwischen Westjordanland und Gaza erreichen (von CSalimi-Asl), wobei in Gaza regierende Hamas Ernennung Mustafas bereits verurteilt hat (mit Reuters); Hamas und JEMENs Houthi-Miliz-Milizregierung treffen sich zu seltenen Gesprächen über Koordination ihrer Angriffe im Kampf gegen ISRAEL (mit AFP); AUSTRALIEN setzt Finanzierung des UN-Palästinenserhilfswerks Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten fort (von DAkkad).

22 Quellen

04.03.2024 — Haiti / Uganda / Ostafrika

Palästina / Welt

USA und KATAR rufen bei Gesprächen in Ägypten zu Waffenruhe in Gaza auf; Arabische Liga ruft bei Treffen in SAUDI ARABIEN zu sofortiger Waffenruhe auf (von NAlturki); Treffen zwischen IRANs Präsident Rohani und ALGERIENs Präsident Abdelmadjid Tebboune, der als nicht-ständiger Vorsitz des UN-Sicherheitsrats Waffenruhe-Resolution eingebracht hatte, die von USA blockiert worden war (mit Reuters).

16 Quellen

01.03.2024 — Haiti / Israel / Palästina

Israel / Palästina

104 Tote und 760 Verletzte bei humanitärer Essensverteilung in Gaza-Stadt durch Schüsse israelischer Streitkräfte und anschließender Massenpanik (von CSalimi-Asl); Bei Kommunalwahlen in Israel gewinnen angesichts eher niedriger Wahlbeteiligung vor allem ultra-orthodoxe und rechtsextreme Parteien.

17 Quellen

Februar 2024

Meldung

Februar 2024 Die schwarzen Punkte auf den Karten zeigen an, wie oft ein Land als "Top-Meldung" erwähnt wurde. Dabei verteile in volle Punkte, wenn das Land maßgeblich ist (z.B. Kriegszustand in Demokratische Republik Kongo) und halbe Punktzahl, wenn das Land für die Nachricht zweitrangig ist (z.B. in Kriegszustand in Demokratische Republik Kongo ist RUANDA involviert). Zwei dieser halben Punkte addiert ergeben einen ganzen Punkt, wie etwa für die Ägypten, das im Februar nie zentrales Thema der Top-Meldung waren, aber drei mal zweitrangig.

Die markierten Länder sind: USA, El Salvador, Brasilien und Argentinien; Großbritannien, Frankreich, Moldawien, Ukraine und Russland; Senegal, Guinea, Burkina Faso, Niger, Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Mayotte, Somalia, Äthiopien und Ägypten; Israel und Palästina, Türkei, Irak, Oman, Aserbaidschan, Pakistan und Indonesien.

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0 Quellen

29.02.2024 — Moldau / Russland / Tschad

Palästina / Israel

Palästinenser-Außenminister spricht sich vor Hamas-Fatah-Treffen in RUSSLAND gegen Beteiligung der Hamas an neuer Regierung aus und fordert technokratische Palästinenserregierung (mit AFP); Bei Treffen soll Bildung einer Einheitsregierung und Wiederaufbau von Gaza besprochen werden (von AWiesinger), wo Zahl der Toten 30.000 übersteigt.

15 Quellen

28.02.2024 — Guinea / Haiti / Argentinien

Israel / Palästina

USA kündigen 1 Tag nach Rücktritt der Palästinenserregierung Schtajjeh an, dass Israel Überweisung der in Westjordanland erhobenen Steuern an Palästinenserbehörden nach Unterbrechung seit November fortgesetzt hat; Hamas und Fatah treffen sich die Woche in RUSSLAND, um über gemeinsame Regierung in Palästina zu verhandeln.

19 Quellen