03.01.2025 — Südkorea / Rumänien / Ecuador
Welt
DÄNEMARK, GRIECHENLAND, PANAMA, PAKISTAN und SOMALIA nun für 2 Jahre Mitglieder das UN-Sicherheitsrats; BRASILIEN übernimmt BRICS-Vorsitz; BARBADOS übernimmt Karibische Gemeinschaft-Vorsitz.
DÄNEMARK, GRIECHENLAND, PANAMA, PAKISTAN und SOMALIA nun für 2 Jahre Mitglieder das UN-Sicherheitsrats; BRASILIEN übernimmt BRICS-Vorsitz; BARBADOS übernimmt Karibische Gemeinschaft-Vorsitz.
Mudabala-Fonds war 2024 mit rund 30Mrd$ Investitionen größter Staatlicher Fonds der Welt und überholt somit SAUDIschen Staatsfonds, der 2024 fast nur noch in inländische Projekte investierte (von SMathews).
Zum Jahreswechsel 2024/25 treiben mich drei Fragen um:
1. Wo in meinen Nachrichten finden sich London, Lagos, Jakarta und Tokio? 100 Millionen Menschen leben in diesen vier Metropolregionen und ich brachte in diesem Jahr gar keine oder kaum eine Nachricht aus ihnen. Denn die Nachrichten in diesem Kanal sind häufig Macht-orientiert. Ich berichte über Entscheidungen die getroffen werden und Entwicklungen die angestoßen werden. Für beides braucht man Macht, die die Stadtbevölkerungen häufig nicht haben oder nutzen. Andererseits: Die Menschen aus Dhaka und Nairobi (gemeinsam 25 Millionen) haben in diesem Jahr bewiesen, dass auch die großen Stadtbevölkerungen Macht beanspruchen können.
2. Betreibe ich nur großen Eskapismus? Ich bringe Nachrichten zu Themen, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir können nicht in Dhaka und Nairobi auf die Straße gehen und wir können auch nicht den Mächtigen der Welt etwas einflüstern. Wenn ich über fremde Länder berichte, lenke ich dann mich und euch von der Politik ab, die wir tatsächlich bei uns beeinflussen könnten? Oder hilft uns der Blick auf die Politik in der vermeintlichen Fremde, unsere eigenen Probleme besser zu verstehen? Darauf habe ich keine Antwort.
3. Darf ich für ein besseres Somalia hoffen? Der 01. Januar 2024 begann mit der Ankündigung Äthiopiens, Somaliland als souverän anzuerkennen und das Jahr endete mit einer Friedenserklärung Äthiopiens und Somalias unter Vermittlung der Türkei und der USA. Dazwischen lag ein ganzes Jahr mit enormen Talfahrten in der Politik am Horn von Afrika. Mehr als zu „hoffen“ habe ich zeitweise „gebetet“, dass es zu einer Deeskalation kommt. Am 12. Dezember kam die Nachricht über die Deeskalation und ich habe mich gefreut. Verschließt mir mein Hoffen und die Freude über die Nachricht einen realistischen und kritischen Blick auf diesen Deal? Das wird sich spätestens im Februar herausstellen, wenn die Verhandlungen zwischen beiden Ländern beginnen. Bis dahin weiß ich es nicht. Und über Syrien weiß ich es auch nicht.
2024 wurde zum Jahr der Wahl erklärt, weil 3,5 Milliarden Menschen weltweit an die Wahlurnen gelassen wurden. 2025 wird das Jahr des Wahlausgangs.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch. ~ Nahuel.
Weltbank warnt, dass rund 1/3 der öffentlichen Investitionen in Infrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern "verloren" gehen und nicht in tatsächlichem Infrastrukturausbau ankommen; Zudem warnt Afrikanische Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank, dass in Afrika täglich 1,6 Milliarden Dollar öffentlicher Einnahmen durch illegale Finanzströme und Gewinnverlagerung der in Afrika tätigen multinationalen Konzerne verliert.
AUSTRALIEN und Salomoneninseln stellen nach salomonischem Regierungswechsel 200Mio$-Polizeiabkommen vor, das "Abhängigkeit von externen Kräften" verringern soll; neues Abkommen ist nur etwa 1/5 des Sicherheitsabkommens, das Ex-Premierminister Sogavare mit CHINA geschlossen hatte; Fidschi begrüßt zusätzlich 5Mio$ der USA für Modernisierung des Militärs von Fidschi (von INataro).
Irro als Präsident der Separatistenrepublik Somaliland eingeschworen; kündigt an, Verhältnis zur Welt nun zu "erneuern", nachdem Somaliland 2024 zum größten Brennpunkt im Konflikt zwischen Somalia und ÄTHIOPIEN geworden war (mit AP); Irro als neuer, diplomatischer Präsident könnte nun auch zu Deeskalations-Abkommen zwischen Somalia und Äthiopien geführt haben (von RSoylu); KENIA sendet 600 vor Kämpfen mit Jubaland nach Kenia geflohene somalische Truppen zurück nach Somalia.
Umfassendstes Gutachten-Verfahren der Geschichte des UN-Weltgerichts beginnt in Den Haag; dabei bittet Pazifik-Staat Vanuatu das Weltgericht zu klären, was Länder nach internationalem Recht leisten müssen, um Treibhausgasemissionen zu kürzen und welche Konsequenzen sie für die Klimaschäden tragen müssen; bei Verfahren werden in kommenden Wochen 99 Staaten und mehrere NGOs gehört (AP).
In "größtem Wahljahr der Menschheitsgeschichte" gewannen vor allem Parteien hinzu, die Klimawandel gleichgültig oder skeptisch gegenüberstehen; Parallel dazu global zu beobachtender Rechtsruck (von OMilman).
Weltstrafgericht erlässt Haftbefehl für ISRAELischen Premierminister Benjamin Netanjahu, seinen ehemaligen Verteidigungsminister Gallant und Hamas-Militärchef Deif (mit AP), die nun in 124 Ländern der Welt festgenommen werden müssten; Haftbefehl wurde wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza erlassen (von JBorger); USA lehnen Haftbefehl gegen Netanjahu grundsätzlich ab (von YeSabawi) und legen in UN-Sicherheitsrat Veto gegen Resolution ein, die Waffenruhe in Gaza gefordert hätte; Bis zu 47 Tote bei israelischen Angriffen auf LIBANON (mit Reuters).
Gruppe der Zwanzig-Gipfel in Brasilien endet mit Abschlusserklärung, die "Allianz gegen Hunger und Armut" und stärkere Besteuerung von Superreichen vorsieht; konkret fordert G20 mehr humanitäre Hilfe in Gaza, Waffenstillstand in LIBANON und "konstruktive Initiativen" für die UKRAINE (von KStenger).