Vorgezogene Präsidentschaftswahlen beginnen in Mitten einer Zeit, in der Gewalt als politisches Mittel gegen Teilnehmer+ des demokratischen Systems erstmals für bestimmte Interessengruppen legitim geworden und oft angewendet wird; Mordrate seit 2018 verfünffacht (von SWeiss); Zehntausende Sicherheitskräfte sollen Wählende schützen; Bürgermeister der mittelgroßen Hafenstadt La Libertad überlebt Mordanschlag (mit APA); Aussichtsreicher Kandidat Sonnenholzner entgeht Schießerei in seiner Nähe (von HChen).
Bei Stichwahl der Präsidentschaftswahlen tritt linker Bernardo Arévalo gegen populistische Torres an, wobei Arévalo und seine Partei nach überraschendem Sieg in 1. Runde große juristische Hürden gelegt wurden (von JCM); Wahl gilt daher als wichtiger Test für Demokratie in Guatemala und gesamter Region Zentralamerikas (von JGarcias); Sollte Arévalo gewinnen, hätte er konservative Mehrheit des Parlaments als entschiedene Gegnerin, die vermutlich Gesetze und Haushalt blockieren könnte (von SWeiss).
30 Tote bei mehreren Vorfällen brutaler Bandengewalt in Hauptstadtteil Carrefour, aus dem in letzten Tagen tausende Anwohner geflohen sind (von JClark) und wo Demonstrationen für mehr Sicherheit zuletzt mit Tränengas aufgelöst worden waren; Seit Januar zählte UN 2500 Tote; Einige NGOs stellen Arbeit in Haiti wegen eskalierender Gewalt vorübergehend ein; Protestantischer Dachverband verlässt Montana-Gruppe, die sich gegen geplante internationale Militärintervention ausspricht; Links-nationale Kleinpartei PD, deren Kandidat bei Präsidentschaftswahlen 2018 drittplatzierter war, ruft zu Generalmobilisierung gegen Unsicherheit auf; Laut neuer Zählung hat selbstjustiziäre Bwa Kale-Kale-Bewegung seit Ende April 350 Menschen gelyncht, davon 310 vermutete Kriminelle, 46 Personen der Öffentlichkeit und 1 Polizisten.