Mosambik / Ruanda / Demokratische Republik Kongo
Indonesien
Handelsminister wegen umstrittenen Palmöl-Exportverbots (23.4) entlassen; hatte globalen und inländischen Markt erschüttert.
Handelsminister wegen umstrittenen Palmöl-Exportverbots (23.4) entlassen; hatte globalen und inländischen Markt erschüttert.
Indonesien hebt Palmöl-Exportverbot am Montag auf.
100e indonesische Kleinbauern+ protestieren gegen Exportstopp von Palmöl, wodurch ihr Profit stark geschrumpft ist.
Malaysia will an Stelle von Indonesien (23.4) Palmöl-Nachfrage auf Weltmarkt decken; Indonesien produziert 59% des Palmöls; Indonesisches Exportverbot wird Einfluss auf alle Speiseölpreise weltweit haben.
Israel kündigt nach Raketenbeschuss aus Gaza an, Grenze zu Gaza zu schließen; Grenzübergang für Volkswirtschaft Gazas besonders relevant (Der Standard). 33 Tote in nordafghanischem Kundus bei mutmaßlichem IS-Anschlag auf Moschee; ähnlicher Anschlag im Oktober (9.10) (The National). Pakistanisches…
Völkermord gestern und heute (3/12). Neu: Analyse der Politik- und Medienreaktion auf Butcha in Deutschland von Stefan Schulz (gut eine Stunde). 1.1 Kurze Geschichte Nigerias bis 1967 – divide et impera Die Annexion von Lagos durch die britische…
Pakistanisches Parlament wählt Sharif zu neuem Premierminister; sehr viele PaAbgeordnete der Partei des abgesetzten Ex-Premierminister Imran Khan treten zurück (Channel NewsAsia); Zehntausende protestieren gegen Absetzung Khans (Al Jazeera). Sri lankische Parteien die kürzlich aus Regierungskoalition ausgetreten sind (5.4)…
👇👇👇Nachrichten vom Freitag!👇👇👇. "2 Jahre Corona-Mittwoch"-Freitag, 11. März 2022. Bewaffnete Pro-Bashagha-Streitkräfte ziehen sich aus libyscher Hauptstadt Tripolis zurück; Premierminister Bashagha und Premierminister Dbeibah konkurrieren um Macht (Al Jazeera); Zuvor Kämpfe befürchtet, da sich sehr viele Truppen um Tripolis…
Seit Wochen Deutungskrieg um Situation in Osteuropa (NvGuH); SPD-Fraktionsvorsitzender Mützenich wirbt für Verständnis für russische Sicherheitsbedenken (Br); Scholz verspricht Ukraine 150Mio€ und spricht morgen mit Putin (Spiegel Online). Dutzende Verletzte bei Protesten in jerusalemer Stadtteil Scheich Dscharrah (16.1)…
Jordanischer Hamzah bin Hussein unterzeichnet Loyalitätserklärung (Der Standard); Justiz verhängt Informationssperre über Hamsa (Spiegel Online). 56 Tote bei erneuten Kämpfen in sudanesischer Darfur-Region; wohl Konflikt zwischen Bevölkerungsgruppen (01/21) (Al Jazeera). Erneut Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und pro-russischen Separatisten;…
Nicht vergessen! Vor 1966 hatte Nigeria als Schweiz Afrikas gegolten, als ein Land, dem der Übergang von autokratischer Fremdherrschaft zur Demokratie gelungen war. Dann kam es zu drei Putschs, die von europäisch ausgebildeten Generälen durchgeführt wurden. Doch die Armee der Bundesrepublik Nigeria hatte mit 8000 Soldaten nie genug Macht über die damals 56 Millionen Nigerianer und die drei Provinzen. Als der Militärgouverneur der Ostregion Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu ab 1966 begann, die Igbo im Land aufzurufen, in ihre Provinz heimzukehren, verbreitete sich das Gerücht, die Region wolle sich unabhängig machen. Am Dienstagmorgen gab er die Sezession seiner Provinz von der Republik Nigeria und die Gründung des 41. afrikanischen Staates Biafra bekannt. Damit entbrannte der nigerianische Bürgerkrieg, auch Biafra-Krieg genannt, der bis heute der zweittödlichste Krieg in Afrika und bestimmt das wichtigste Ereignis der nigerianischen Geschichte ist. Biafra war reich an Erdöl und Palmöl, und viele Soldaten und Polizisten auch in den anderen Landesteilen waren Igbos. Die Lage für Nigeria sah also schlecht aus. Noch Wochen zuvor hatten sich Ojukwu und Militärchef Gowon in Ghana getroffen, um Verhandlungen zu führen. Ojukwu forderte mehr Autonomie und Selbstverwaltung für seine Provinz, sowie die Verfügung, über alle dortigen Erdölreserven. Gowon gab vor, die Forderungen anzunehmen, tat aber nach der Rückkehr in die Hauptstadt Lagos das genaue Gegenteil; er machte bekannt, statt der drei bestehenden 12 Staaten nach dem Vorbild der USA zu schaffen, wobei die Staaten kaum Souveränität hätten. Dadurch wäre die Vorherrschaft der Igbos in der Ostregion zerschlagen und sie hätten keinen Zugriff mehr auf die Erdölvorkommen. In Absprache mit Stammesvorstehern erklärte Ojukwu daher am 30. Mai 1967 die Unabhängigkeit der Republik Biafra. Für viele Bewohner bedeutete dies die Wiederherstellung vorkolonialer Zustände.
Nicht vergessen! Obwohl sie eine Supermacht waren, war es für die Briten kein leichtes Spiel, in Nigeria ihre Kolonien zu errichten. Denn durch den Sklavenhandel war die gesamte Region sehr instabil geworden und dort wurden selbst die kleinsten Konflikte blutig mit Feuerwaffen ausgetragen. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Sklavenhandel für die Briten immer weniger profitabel und sie wollten vor Ort, in Afrika die Bodenschätze ausbeuten und Palmöl für Maschinen anbauen. Daher stoppten die Briten den Sklavenhandel und riefen auch die anderen europäischen Mächte auf, die Arbeitskräfte in Afrika zu lassen. Da dies nicht umgehend geschah, entsandte Großbritannien mehrere Kriegsschiffe in den Atlantik, um den transatlantischen Sklavenhandel auszutrocknen. Erst in den 1840ern gelang es den Briten, eine Kolonie zu errichten. Damals konkurrierten die Yoruba-Könige Oba Akitoye und Oba Kosoko um das Amt des Königs von Lagos. Lagos war damals immer noch der Hauptumschkagsplatz für den Sklavenhandel, der nach dem Ausstieg der Briten kurzzeitig von den Portugiesen dominiert wurde. Akitoye wurde 1841 zum König gekrönt und wusste, an wen er sich wenden musste, als er 1845 von Kosoko abgesetzt und verjagt wurde. Akitoye wandte sich an die Briten und versprach ihnen, die Sklaverei in Lagos zu verbieten, sobald er wieder auf dem Thron säße. Mit der Hilfe der britischen Marine eroberte Akitoye die Stadt zurück und garantierte den Briten Rechte und Einfluss in der Region. 1852 zwangen die Briten den neuen König von Lagos, Akitoyes Sohn, die Briten als ihre Kolonialherren anzuerkennen. Lagos wurde zum Exporthafen für die Rohstoffe des Landes.