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71 Nachrichten

16 Quellen

Irak / Russland / Welt

Tschad

Langjähriger Oppositionsführer Kebzabo zu neuem Premierminister der Einheitsregierung des Präsidenten Mahamat Idriss Déby Itno ernannt; Ziel der Regierung soll Übergang zu ziviler Regierung sein; Versprechen wurde in Vergangenheit bereits gebrochen.

15 Quellen

Welt / Russland / Israel

Tschad

Neuer Interimspräsident Mahamat Idriss Déby Itno kündigt an, binnen weniger Tage Einheitsregierung zu bilden, die aus Nationalen Dialog entstehen soll, der von zahlreichen Oppositionsgruppen boykottiert wurde; Premierminister Padacke tritt, wie geplant, zurück, um neue Regierungsbildung zu ermöglichen.

10 Quellen

Verkehr / Tschad / Burkina Faso

Tschad

Militärischer Übergangsrat aufgelöst und durch Nationalrat ersetzt, der bisherigen Interimspräsident Mahamat Idriss Déby Itno Jr im Amt bestätigt; Übergangsrat war 2021 eingesetzt worden, nachdem Front pour l’alternance et la concorde au Tchad-Rebellen Präsident Déby Sr. getötet hatten; neuer Rat stellt sicher, dass Déby Jr. auch nach Übergangsphase Präsident sein kann, was dieser angeblich nicht anstrebt.

11 Quellen

Lettland / Bosnien und Herzegowina / Bulgarien

Tschad

Tschad verlängert Übergangsphase zu demokratischen Wahlen und verlängert so Amtszeit des Militär-Interimspräsident Mahamat Idriss Déby Itno, der nun bei Wahlen antreten dürfte.

14 Quellen

Armenien / Aserbaidschan / Schweden

Ägypten / Tschad

Ägypten lässt anlässlich der tschadischen Friedensgespräche inhaftierten tschadischen Rebellenführer Erdimi frei; Erdimi und sein Zwillingsbruder waren Verbündete des Ex-Präsident Mahamat Idriss Déby Itno, hatten aber 2005 gegen ihn rebelliert.

7 Quellen

Ukraine / Tschad / Guinea

Tschad

UFR-Rebellenanführer Erdimi kehrt nach jahrelangem Exil in Katar in den Tschad zurück, um bei Friedensverhandlungen der Regierung unter Mahamat Idriss Déby Itno Jr teilzunehmen; Erdimi hatte 2019 versucht, seinen Onkel, den damaligen Präsident Déby, mit UFR-Miliz aus Amt zu drängen.

7 Quellen

Afghanistan / Pakistan / Tschad

Tschad

Militärregierung unter Mahamat Idriss Déby Itno Jr unterzeichnet nach mehreren Verzögerungen Verträge mit 47 Rebellionsgruppen zum Beginn von Friedensverhandlungen; wichtigste Gruppe Front pour l’alternance et la concorde au Tchad, die 2021 Präsident Déby tötete unterzeichnet Vertrag jedoch kurzfristig nicht.

13 Quellen

Sri Lanka / Westasien / USA

Tschad

Militärregierung des Präsidenten Mahamat Idriss Déby Itno Jr. will Ende August Nationalen Versöhnungsdialog starten; Präsident Déby sr. war 2021 bei Front pour l’alternance et la concorde au Tchad-Rebellion getötet worden.

9 Quellen

Westafrika / Tunesien / Libyen

Tschad

Zahlreiche Festnahmen in Banken- und Ölsektor (15.6) wegen Veruntreuung von 20Mio€, darunter Ex-Privatsekretär des Präsidenten Mahamat Idriss Déby Itno Jr.

9 Quellen

Russland / Türkei

Meldung

Tschadische Regierung unter Mahamat Idriss Déby Itno Jr beginnt Friedensgespräche mit 44 Rebellengruppen in Katar; zuvor Forderungen nach Generalamnestie; 1 Gruppe unterbricht Gespräche; Front pour l’alternance et la concorde au Tchad-Rebellion stürzte 2021 beinahe Regierung und tötete Präsident Déby (04/21).

12 Quellen

Uganda / USA / Barbados

Meldung

Tschadische Militär-Übergangsregierung unter Mahamat Idriss Déby Itno Jr erlässt Amnestie für 300 Rebellen und Dissidenten, die u.a. Präsident Déby getötet (04/21) hatten.

8 Quellen

Irak / Palästina / Nigeria

Meldung

Laut tschadischem Interimspräsident Mahamat Idriss Déby Itno jr. sind Rebellen aus dem Libyen-Krieg (04/21,22.5) die größte Bedrohung für Sahel-Zone.

13 Quellen

Gruppe der Sieben / USA / Argentinien

Meldung

Afrikanische Union ruft Militär unter Mahamat Idriss Déby Itno Jr in Tschad auf, zusammen mit zivilen Gruppen neue Hybrid-Übergangsregierung zu bilden; im März wurde Präsident Déby getötet.

0 Quellen

Libyen / Angola / Tschad

Meldung

Am Tag der Wahl stürmte also die Rebellen-Miliz Front pour l’alternance et la concorde au Tchad von Libyen kommend einige tschadische Grenzposten (13.10). Die FACT ist das Relikt eines Aufstandes von 2008, bei dem die UFDD-Rebellen bis vor den Präsidentenpalast vordringen konnten, aber von französischen Truppen zurückgedrängt wurden. Zunächst leugnete Déby die Unruhen im Norden, doch schon bald berichteten auch die internationalen Medien. Eine Woche nach dem Beginn des Rebellenaufstandes erreichten einige Rebellengruppen die Hauptstadt N‘Djamena in der südlichen Hälfte des Landes. Die Gefahr wurde noch immer nicht offiziell formuliert, aber die US-Botschaft zog sicherheitshalber ihre Mitarbeiter+ ab (18.4). Über die folgenden Tage ist nicht viel bekannt. Die Regierung verkündete, 300 FACT-Rebellen getötet und den Aufstand beendet zu haben (19.4). Doch nur einen Tag später, als Déby offiziell zum Wahlsieger erklärt worden war, wurde er wahrscheinlich von Rebellen getötet (20.4). Er war zu einem nicht unüblichen Besuch auf einer Militärbasis im Norden des Landes und wollte am Folgetag weiter zu einem Staatstreffen in Angola weiterfliegen (21.4). Umgehend wurde ein Militärrat eingesetzt, der übergangsweise die Politik des Landes bestimmen sollten. Zu ihrem Vorsitzenden wurde der Sohn des verstorbenen Präsidenten Mahamat Idriss Déby Itno jr (21.4), wobei das unter den Militärs umstritten ist (22.4). Gerüchte, nach denen Déby sr. von Militär aus den eigenen Reihen getötet wurden, bestätigten sich nicht. Wie seinem Vater, sicherte die französische Botschaft auch Déby jr. ihre Unterstützung zu.

Die FACT-Rebellion hatte zwar einen entscheidenden Sieg errungen, doch sie war zu schwach, um auch die Militärregierung zu stürzen. Daher ging sie zum Schein auf die Idee von Waffenstillstandsverhandlungen ein (24.4), die die Militärregierung jedoch am Folgetag beendete, da sich die FACT inzwischen mit anderen Rebellionen des Landes verbündet hatte (26.4).

Die Zivilbevölkerung hat bisher wohl vergleichsweise wenig von den Unruhen mitbekommen. In der Hauptstadt wurden Stimmen für und gegen die Militärregierung laut. Die Stimmen gegen die Militärregierung wurden niedergeschossen (27.4). Wie auch immer die Tschad-Krise weiter verlaufen wird, sie wird einen wachsenden Einfluss auf das Leben der tschadischen Bevölkerung und auf die Sicherheitslage der gesamten Region haben. Im Anbetracht der wiederaufflammenden Konflikte in Burkina Faso (30.4) und Nigeria (29.4) ist ein instabiler Staat Tschad sicherlich auch kein gutes Zeichen. Der Sturz Débys wird auch möglicherweise einen Effekt in der benachbarten Zentralafrikanische Republik zeigen, wo er angeblich die Rebellenkoalition Coalition des Patriotes pour le Changement unterstützt hatte (2.2). Der Konflikt dort hat ohnehin eine neue Wendung erhalten, als einer der Rebellenführer Anfang April gestorben ist (2.4).

8 Quellen

Tschad

Tschad

Tschadische Front pour l’alternance et la concorde au Tchad-Rebellen erkennen "monarchische" (6.2) Übergangsregierung unter Präsident Mahamat Idriss Déby Itno jr. nicht an; Südafrika glaubt, dass neue Militärregierung Parlament abgesetzt hat; Tschad-Krise wird wohl gesamte Region weiter destabilisieren.