22.07.2022 — Russland / Westasien / Sri Lanka
Malawi
70 Festnahmen bei verbotenen Protesten gegen Präsident Chakwera, Umgang der Justiz mit Korruptionsfällen und hohe Lebenshaltungskosten.
70 Festnahmen bei verbotenen Protesten gegen Präsident Chakwera, Umgang der Justiz mit Korruptionsfällen und hohe Lebenshaltungskosten.
Oppositionsführer Premadesa zieht vor morgigen Präsidentschaftswahlen in Parlament Kandidatur gegen Interimspräsident Ranil Wickremesinghe zurück und unterstützt stattdessen unabhängigen Dissidenten der Rajapakse-Familie Alahapperuma, wodurch sich Opposition gegen Wickremesinghe, der für Kontinuität der Rajapakse-Ära steht, weitestgehend vereint; daneben noch Kandidatur eines Linken; Protestierende würden Wahl Wickremesinghes zum Präsident nicht akzeptieren; Zur Wahl morgen große Proteste gegen Regierung und hohe Lebenshaltungskosten geplant; Muslimische Minderheit der Tamilen+, die im Bürgerkrieg bis 2009 Opfer der Rajapakse-Familie wurden, vorsichtig pessimistisch, ob sich Situation für sie bessert.
Regierungstruppen und Houthi-Miliz bereiten sich mit Aufrüstung und Angriffen auf bald endende, viermonatige Waffenruhe vor; Waffenruhe brachte nicht erhoffte Friedensgespräche; mit gestiegenen Lebenshaltungskosten und Nahrungsmittelmangel durch Ukraine-Krieg (8.7) wird kommende Kriegs-Episode wohl noch schlimmer.
Protestierende gegen hohe Lebenshaltungskosten blockieren Fernstraßen wieder, da sie Gewerkschafts-Abkommen mit Regierung nicht zustimmen, bei dem sich auf Preisdeckel für Treibstoffe geeinigt wurde.
Interimspräsident Ranil Wickremesinghe ruft erneut Notstand aus, um seit 100 Tagen anhaltenden Aufstand zu unterdrücken, dem Wickremesinghe vorwirft "faschistisch" zu sein (13.7); Mit steigenden Lebenshaltungskosten nimmt auch Hunger zu ); Gespräche mit Internationaler Währungsfonds laut Wickremesinghe kurz vor Einigung.
Regierung verkündet Ende der Proteste und Straßenblockaden gegen steigende Lebenshaltungskosten; demnach wohl Einigung zwischen Regierung, Gewerkschaften und anderen Bürgervereinigungen auf Festpreis für Treibstoffe.
Internationaler Währungsfonds warnt, dass hohe Inflation und Überschuldung viele afrikanische Länder 2022 und 2023 zu "wirtschaftlichem Kollaps" führen werden und hohe Lebenshaltungskosten "soziale Spannungen entbrennen" lassen werden; Externe Schocks durch Ukraine-Krieg dabei maßgeblich für Intensität des Kollaps.
Fernstraßenblockaden bei Protesten gegen steigende Treibstoffpreise, Lebenshaltungskosten und Präsident Laurentino Cortizo; Cortizo kündigte gestern bereits Treibstoff- und Grundernährungspreisdeckel an; neben Akademiker- und Indigenenprotesten auch Streik in Bauindustrie.
Festnahmen bei Protesten gegen steigende Lebenshaltungskosten; zuvor Straßenblockade durch Protestierende.
KENIA und UGANDA legen bei ostafrikanischem Wirtschaftsrat Beschwerde wegen neuer Ostafrikanische Gemeinschaft-Außenzollrichtlinien ein; Richtlinien sollen Außenzölle der EAC-Zollunion vereinheitlichen und heimische Produzenten gegen Billigimport schützen; Kenia und Uganda kritisieren, dass Preiserhöhung durch Zollerhöhung nun auch Grundbedürfnisse verteuert; ohnehin bereits steigende Lebenshaltungskosten.
Proteste in Kenia gegen hohe Lebenshaltungskosten.
Präsident Guillermo Lasso wirft Indigenenverband Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador, der seit 2 Wochen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten anführt, vor, Regierung putschen zu wollen; Indigenenverband beklagt fehlende Gesprächsbereitschaft Lassos; Ex-Präsidentschaftswahlen-Kandidat der indigenen Pachakutik-Partei Pérez wirft Regierung vor, Protestbewegung zu spalten und zu unterdrücken; Parlament debattiert über Amtsenthebungsverfahren gegen Lasso.
Erneut 1 Toter bei mehrheitlich indigenen Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador-Protesten gegen Lebenshaltungskosten und Präsident Guillermo Lasso; Polizei dementiert Vorwurf, ihn aus nächster Nähe erschossen zu haben; Ausnahmezustand verlängert.
Mexiko schafft Einfuhrzölle von Lebensmitteln ab, um Teuerung der Lebenshaltungskosten entgegenzuwirken; UK warnt "apokalyptisch" vor steigenden Lebensmittelpreisen.