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Rohingya

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03.01.2023 — Bangladesch / Ukraine / Sri Lanka

Meldung

Über Bangladesch findet in diesem Kanal insgesamt eher wenig Berichterstattung statt. 2022 gewährte jedoch einen Einblick in das Land, leider wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu politischen Protesten führte. In Bangladesch kamen in diesem Jahr die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit den Folgen des Ukraine-Krieges zusammen: Hohe Energiepreise und schrumpfende Nachfrage trafen die wichtige Textilindustrie, eine der Haupteinnahmequellen für US-Dollars, die Bangladesch braucht, um Schulden und Importe zu bezahlen. Im August, kurz nach den großen Protesten in Sri Lanka, brodelte es auch in Bangladesch heftig, als die Regierung die Treibstoffpreise um 52% anhob. Außerdem drohte eine Ernährungskrise, da der größte Weizenimporteur, Indien, seinen Export wegen des Ukraine-Krieges stoppte. Es kam jedoch noch nicht zu derart großen Protesten und die Regierung beantragte einen neuen Internationaler Währungsfonds-Kredit. Im September und Oktober waren die Rohingya, die 2017 von Myanmar nach Bangladesch vertrieben worden waren, ein wichtiges Thema in Bangladesch: Einerseits, weil ihre Flüchtlingslager von Seiten Myanmars beschossen wurden, aber auch, weil die Regierung Sheikh Hasina sich zunehmend dagegen wehrt, dass die Rohingya dauerhaft Schutz in Bangladesch bekommen. Das liegt wohl nicht nur an populistischem Gehabe gegen eine Minderheit, sondern auch daran, dass der Staat insgesamt ein Finanzierungsproblem hat und Unterstützung benötigt. Im Dezember fanden schließlich die großen Proteste des Jahres 2022 statt, die von Oppositionsparteien angeführt wurden, aber zumindest innerhalb der letzten 2 Wochen ebbten sie abrupt ab.

Neben den genannten Ländern erlebten auch die südasiatischen Länder Nepal und Bhutan ähnliche Staatsfinanzierungskrisen: Nepal, dessen Wirtschaft maßgeblich von der Finanzierung durch Wanderarbeiter+ in arabischen Ländern abhängt, rief im April diese Wanderarbeiter+ auf, die Beiträge für ihre Familien in ausländischen Währungen zu überweisen, da der nepalesischen Zentralbank diese ausländische Währungen fehlte, um Schulden zurückzuzahlen, oder ausländische Importe zu bezahlen; und Bhutans Auslandsreserven schrumpften von 1,3 Milliarden Dollar auf 820 Millionen, woraufhin die Regierung den Import einiger Produkte einschränkte.

Indien überholte 2022 Großbritannien als fünft-wirtschaftsstärkstes Land der Welt, doch die Armut in dem Land, und auch der Hunger nimmt immer mehr zu. An der Regierung war weiterhin der hindu-nationalistische Premierminister Narendra Modi, der der Hindutva-Ideologie folgt und entlang dieser Hassrede, Gewalt und Diskriminierung gegen die größte muslimische Minderheit der Welt ausübt. In den muslimische geprägten Nachbarländern Indiens gab es dagegen Proteste. Die Folgen dieser Ideologie, sowie die Entwicklung der Parteienlandschaft bei Regionalwahlen, führten zu einer gleichbleibend hohen Berichterstattung über Indien. Übertroffen wurde sie jedoch im Juni von der Berichterstattung über die Proteste gegen die Agnipath-Militärreform, durch die zahlreichen Berufssoldaten und Berufssoldaten-Familien die Lebensgrundlage entzogen würde. Im Dezember kam es zu erneuten Scharmützeln an der umstrittenen Grenze zu China. Außenpolitisch fiel Indien besonders auf, als es seinen Weizenexport im Mai wegen des Ukraine-Kriegs und seinen Reisexport im September wegen einer klimawandel-verstärkten Dürre und des Monsuns stark einschränkte.

0 Quellen

27.10.2022 — Ostmittelmeer / Ägypten / Iran

Bangladesch

Außenminister Alam ruft internationale Gemeinschaft auf, MYANMAR zu drängen, Rohingya-Flüchtlinge zurückzunehmen; seit "ethnischer Säuberung" 2017 hat internationale Unterstützung für Bangladesch jährlich abgenommen; Regierung drängt nun mehr auf Rückführung nach Myanmar, worunter Rohingya leiden.

12 Quellen

25.10.2022 — Burkina Faso / Äthiopien / Uganda

Bangladesch

Mindestens 24 Tote bei Zyklon in Bangladesch; Stromversorgung und Telekommunikation zusammengebrochen; Bedrohte Rohingya-Flüchtlingslager auf Sumpfinsel und in Cox's Bazar laut UN nicht stark betroffen.

14 Quellen

24.10.2022 — UK / Rumänien / Myanmar

Bangladesch

Zyklon steuert erstmals seit umstrittener Übersiedlung von etwa 30.000 Rohingya-Geflüchteten auf sogenannte "Sumpfinsel" zu, die regelmäßig und heftig von Stürmen getroffen wird; auf Festland Hunderttausende Menschen evakuiert.

16 Quellen

11.10.2022 — Welt / Russland / Israel

Bangladesch

Premierminister Sheikh Hasina warnt, dass Rohingya-Flüchtlingskrise in ihrem Land zu "Instabilität und Unsicherheit in der Region und darüber hinaus" führen könnte, wenn Internationale Gemeinschaft "sichere, freiwillige und nachhaltige Rückkehr der Rohingya nach Myanmar" nicht durchsetze.

15 Quellen

21.09.2022 — Russland / Ukraine / Kasachstan

Bangladesch / Myanmar

Myanmarischer Botschafter wirft myanmarischen Arakan Army+ vor, Mörsergranaten auf bangladeschisches Gebiet gefeuert zu haben, die letzte Woche 1 Rohingya töteten; seit Wochen Zunahme der Kämpfe an Grenze auf myanmarischer Seite.

15 Quellen

17.09.2022 — Kirgisistan / Tadschikistan / Bangladesch

Bangladesch / Myanmar

Abgeschossene Mörsergranate aus Myanmar trifft Rohingya-Flüchtlingslager in bangladeschischem Niemandsland und tötet 1 Jugendlichen; Bangladesch beklagt seit Wochen Beschuss aus Myanmar; Auf myanmarischer Seite der Grenze finden derzeit Kämpfe zwischen Armee und Arakan Army statt.

16 Quellen

13.09.2022 — Armenien / Aserbaidschan / Äthiopien

Bangladesch / Myanmar

Premierminister Sheikh Hasina spricht sich erstmals öffentlich dafür aus, dass myanmarische Rohingya-Flüchtlinge Land verlassen sollten, da sie Sicherheit, Stabilität und Wirtschaft gefährdeten; Bangladesch befindet sich derzeit in Wirtschaftskrise, die sich in den nächsten Monaten akut zu verschlechtern droht; Myanmar hatte muslimische Minderheit der Rohingya 1983 Staatsbürgerschaft entzogen und sie 2017 vertrieben.

16 Quellen

22.07.2022 — Russland / Westasien / Sri Lanka

Gambia / Myanmar

Weltgericht lässt Völkermordprozess gegen Myanmar wegen Vorwurfs des Völkermords an muslimischer Minderheit der Rohingya zu; Gambia hatte geklagt (11.9.19), wogegen myanmarisches Militärgericht Beschwerde eingelegt hatte, die nun abgelehnt wurde; in Myanmar wurden 2017 tausende Rohnigya getötet und hunderttausende nach Bangladesch vertrieben.

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