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Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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Nachrichten zu Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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Februar 2024

Meldung

Februar 2024 Im Februar fanden weltweit Wahlen statt, bei denen rund 350 Millionen Menschen aufgerufen waren, ihre Stimme abzugeben. Von einfachen Kommunalwahlen in Costa Rica, über Präsidentschaftswahlen in Aserbaidschan, bis hin zu den Parlaments- und Regionalwahlen in Pakistan, deckten die Wahlen ein großes Spektrum politischer Systeme und Regierungsebenen ab.

In Lateinamerika fanden beispielsweise in El Salvador Wahlen in einem von außen als zunehmend autoritär wahrgenommenen System statt, bei dem Präsident Nayib Bukele in seinem Amt bestätigt wurde. Seine Partei gewann auch die Mehrheit im Parlament. In Argentinien bekommt Milei seine umfassenden Dekrete nicht vom Kongress bestätigt. Javier Milei hält in den Parlamenten keine Mehrheit! Und in Brasilien fand schließlich das Gruppe der Zwanzig-Außenministertreffen statt, bei dem auch die geplante Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti besprochen wurde.

In Europa schaffte es eine historische Regierungsbildung in Nordirland unter Beteiligung der pro-irischen Sinn Féin in die Topmeldungen - nach 2 Jahren Blockade ein Wunder. Weiter östlich begingen Russland und die Ukraine den zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine mit differierenden Bilanzen darüber, wie viele Menschen seitdem gestorben waren, und in einem damit verbundenen Konflikt meldete sich Ende des Monats die Separatistenrepublik Transnistrien zu Wort und bat Russland um Unterstützung. Frankreich blieb in diesem Februar einer Jahrhunderte alten Tradition treu und schaffte es, durch Negativschlagzeilen über seinen Umgang mit den Bewohnern+ der weit entfernten Inselgruppe Mayotte vor der südostafrikanische Küste von sich reden zu machen.

In Afrika stach im Februar vor allem die turbulente Berichterstattung über die ursprünglich für Ende Februar angesetzten Wahlen im Senegal heraus. Präsident Macky Sall hatte sie wegen Beschwerden des Parlaments auf Dezember verschieben wollen, was jedoch vom Obersten Wahlgericht für ungültig erklärt wurde. Doch der Schaden war angerichtet: Internationale Ächtung der Initiative Salls, Proteste für und gegen Sall und für und gegen den inhaftierten Oppositionsführer Ousmane Sonko. Der Senegal war nicht der einzige westafrikanische Staaten mit einer bemerkbaren Kehrtwende: in Guinea setzte die Militärregierung Mamady Doumbouya, wohl angesichts der Proteste, ihre zivile Übergangsregierung ab und setzte eine neue ein, und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft kehrte scheinbar ihre gesamte Sanktionspolitik gegen die Militärregierungen der Allianz der Sahelstaaten-Sahelstaaten um: Zumindest Niger und Guinea wurden umfassend Sanktionen erlassen, ebenso wie etwas weniger für Mali. Burkina Faso war hingegen wegen einer Großoffensive der islamistischen JNIM eine Top-Meldung wert. Auch viel weiter südlich, im mosambikanischen Cabo Delgado, startete eine andere islamistische Miliz, die ASWJ, erneute Angriffe. Zwischen der Demokratische Republik Kongo und Ruanda schwelte in diesem Monat der Mouvement du 23-Mars-Konflikt weiter, der die Großstadt Goma zunehmend in einen Belagerungszustand versetzt, in Reaktion auf das im Januar angekündigte Hafen-Abkommen zwischen Äthiopien und Somaliland, schlossen Somalia und die Türkei ihrerseits ein Meeres-Sicherheitsabkommen und im Sudan ging der Bürgerkrieg mit neuen Kriegsimpulsen von Seiten der Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan weiter. Zwischen diesen Konfliktherden und dem Nahostkonflikt fand sich Ägypten.

Der Krieg in Gaza weitete sich im Februar noch nicht so umfassend auf das südliche Rafah aus, wie von Vielen befürchtet worden war, war aber wegen militärischer, sowie politischer Entwicklungen weiter im Fokus der meisten internationalen Medien, und auch hier im Kanal. Während Milizen im Irak im Februar ihr militärisches Vorgehen gegen die USA unterbrachen, schoss die Houthi-Miliz im Jemen ungehindert weiter auf Schiffe im Roten Meer. In Aserbaidschan wurde Präsident Ilham Aliyev bei Wahlen im Amt bestätigt, in Pakistan gewannen die bislang regierenden Parteien gegen die Pakistan Tehreek-e-Insaf-Kandidaten knapp oder konnten zumindest Minderheitsregierungen bilden und auch in Indonesien setzt sich scheinbar eine Art politischer Dynastie mit Präsident Prasawobo fort.

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25.02.2024 — Westafrika / Sudan / Argentinien

Westafrika

Staatenbund Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft beendet bei außerordentlichem Gipfel sämtliche Wirtschaftssanktionen gegen NIGER und GUINEA, sowie einige Sanktionen gegen MALI, die allesamt von Militärregierungen Abdourahamane Tchiani, Mamady Doumbouya und Assimi Goïta regiert werden und lädt diese Länder, sowie BURKINA FASO zu ECOWAS-Dialog ein; Unklarheit, ob Sanktionsaufhebung mit sofortiger Wirkung in Kraft treten, oder unter der Bedingung der Freilassung des 2023 abgesetzten nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum; Während Niger, Mali und Burkina Faso laut eigenen Angaben nicht mehr ECOWAS-Mitglieder sind und eigenen Allianz der Sahelstaaten-Staatenbund gegründet haben, behandelt ECOWAS die 3 Ländern weiterhin als Mitgliedsstaaten, da sie einjährige Frist der Bekanntgabe vor Austritt nicht eingehalten haben (mit AP); ECOWAS spricht sich zudem für Wahl-Dialog in SENEGAL unter Präsident Macky Sall aus (von MMTine); Guineas Militärregierung Doumbouya stellt wenige Tage nach Auflösung der Regierung seit 3 Monaten eingeschränkte Internetverbindung wieder her.

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23.02.2024 — Welt / Brasilien / Albanien

Nigeria / Westafrika

Letztes lebendes Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Gründungsmitglied und Ex-Militärpräsident Nigerias Gowon ruft ECOWAS auf, Sanktionen gegen suspendierte Mitglieder MALI, BURKINA FASO und NIGER aufzuheben, da Spaltung und Untergang der ECOWAS drohe und fordert auch Militärregierungen der 3 Sahel-Staaten auf, wieder in Dialog mit ECOWAS zu treten; Erweiterung der Allianz der Sahelstaaten-Militärallianz zwischen Mali, Burkina Faso und Niger zu ausgeprägter politischer und wirtschaftlicher Organisation konkretisiert sich hingegen weiter mit Gründung eigener Institutionen (von MSanogo), Gesprächen über die Gründung einer eigenen Währung, um die CFA-Franc abzulösen (von YKonare) und einer eigenen AES-Fluggesellschaft (von SSidibe); Nigers Militärregierung Abdourahamane Tchiani schließt zudem Logistikabkommen mit TOGOs Regierung Gnassinbé, um über den Hafen von Lomé Zugang zu internationalem Handel zu bekommen; AES-Staaten versuchen auf diese Weise, große ökonomische Einschnitte durch ECOWAS-Sanktionen und Grenzschließungen zu kompensieren.

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20.02.2024 — Niger / Guinea / Mosambik

Niger

Weiterer Schuldenrückzahlungsausfall der Militärregierung Abdourahamane Tchiani erhöht nicht bezahlten Schulden auf rund 520Mio$ seit Putsch im Juli 2023; laut westafrikanischer Währungsunion UEMOA ist Schuldenrückzahlungsausfall Konsequenz von UEMOA- und Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Sanktionen; Zeitgleich kündigt ECOWAS an, über mögliche nicht-Fortsetzung der Sanktionen gegen Niger zu beraten.

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14.02.2024 — Indonesien / Pakistan / Türkei

Senegal

NIGERIAs Präsident und Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Vorsitzender Bola Ahmed Tinubu trifft zu Gespräch mit Präsident Macky Sall in Dakar ein, nachdem ECOWAS für Ausübung der Wahlen noch im Februar ausspricht; Sall hatte Wahlverschiebung auf Dezember wegen Streits zwischen Verfassungsgericht und parlamentarischer Opposition über Zulassung von Kandidaten veranlasst; Sall will nun Gespräche mit Opposition führen (von BMoussa), während Behörden Demonstrationen verbieten.

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09.02.2024 — Pakistan / Senegal / Ukraine

Senegal

39 Oppositionsabgeordnete legen bei Verfassungsgericht Beschwerde gegen von Präsident Macky Sall veranlasste Verschiebung der Präsidentschaftswahlen auf Dezember ein (von LCorreau); Neues zivilgesellschaftliches Bündnis Aar Sunu ruft zu landesweiten Streiks und Protesten auf; Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Sondergipfel thematisiert neben Austritt der Allianz der Sahelstaaten-Militärregierungsstaaten MALI, NIGER und BURKINA FASO auch Situation in Senegal.

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Januar 2024

Meldung

Januar 2024 Das Jahr 2024 startete ereignisreich mit dem Beitritt von 5 neuen Ländern zum Staatenbund BRICS: Iran, Saudi Arabien, die VAEmirate, Ägypten, Äthiopien. In Lateinamerika ging die Vor-Wahlzeit in Venezuela in eine neue Phase über, als das Verfassungsgericht den Antrag der Regierung Nicolás Maduro zuließ, die Oppositionsführerin María Corina Machado zu den Wahlen zuzulassen, in Ecuador brach an einem Dienstag in der größten Stadt Guayaquil mit Gefängnisrevolten, Angriffen in der Öffentlichkeit und der kurzzeitigen Besetzung eines TV-Studios durch Jugendbanden der organisierten Kriminalität scheinbar die Ordnung zusammen, woraufhin der neue Präsident Daniel Noboa die Banden zu Terroristen erklärte und den Krieg ausrief, und in Argentinien arbeitet der neue Präsident Javier Milei an der größten Staatstransformation unserer Geschichte. Haiti blieb wegen seiner desolaten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation berichtenswert, zu der sich im Januar eine neue „Revolution“ unter Anführung des umstrittenen Guy Philippe gesellte, während in Kenia ein Gericht der Entsendung der 1000 Polizisten für die internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti untersagte.

Der Iran stand im Januar besonders im Fokus, etwa wegen eines Anschlags auf die Gedenkfeier für den 2020 getöteten Quds-General Qasem Soleimani, den 2024 anstehenden Wahlen, wegen Drohungen gegen Israel, Aktivitäten iran-naher Milizen in Irak und Syrien, dem kurzzeitigen gegenseitigen Beschuss mit Pakistan (der sich scheinbar in Wohlgefallen auflöste), aber auch dem erneuten Anspruch Aserbaidschans an den durch Armenien verlaufenden und an den Iran grenzenden Zangezur-Korridor. In Pakistan stehen nun endlich Wahlen an, in Bangladesch sind die Wahlen bereits mit einem Sieg der Regierung Sheikh Hasina gegen die boykottierende Opposition zu ende gegangen und in Myanmar gerät die Militärregierung Min Aung Hlaing 3 Jahre nach ihrem Putsch zunehmend unter Druck.

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29.01.2024 — Westafrika / USA / Westasien

Westafrika

MALI, NIGER und BURKINA FASO treten geschlossen aus Wirtschaftsbündnis Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft aus, da Sanktionen gegen ins Amt geputschte Militärregierungen der drei Länder "inhuman" seien und daher ECOWAS "unter Einfluss ausländischer Mächte" zu "Bedrohung für Bevölkerung" geworden sei; die drei Länder gründeten 2023 ihrerseits neuen Staatenbund Allianz der Sahelstaaten (mit AP), der Abschaffung des CFA-Francs und Einführung einer gemeinsamen Sahel-Währung plant (von TBrouck); ECOWAS bietet den drei Militärregierungen nach Austrittsankündigung weiter Dialog an; Bisher trat nur MAURETANIEN im Jahr 2000 aus ECOWAS aus (von KGänsler); Vierte westafrikanische Militärregierung in GUINEA trotz vorangegangenen Putschs und Sanktionen von Entwicklung ausgeschlossen.

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05.01.2024 — Senegal / Sudan / Somalia

Burkina Faso

Militärregierung Ibrahim Traoré verurteilt und dementiert Einschätzung der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, die Sicherheitslage im Land habe sich seit dem Putsch verschlechtert.

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27.12.2023 — Afrika / Sudan / Libyen

Meldung

Top 15 Afrika Der Sudan war 2023 erstmals das am häufigsten erwähnte afrikanische Land in diesem Kanal, was am komplexen Friexensprozess im 1. Jahresdrittel und dem Krieg seit dem 15. April liegt. Als Kriegsland würde ich auch noch immer Libyen bezeichnen, ebenso wie Somalia, wo die Berichterstattung maßgeblich, aber nicht nur durch den Krieg beeinflusst war: in beiden Ländern gab es auch ein gewisse Erholung staatlicher Institutionen zu berichten.

Niger war in der 2. Jahreshälfte besonders wegen des dortigen Putsches und (nicht ganz so) entschiedenen Antwort der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft in den Schlagzeilen, ebenso wie Mali und Burkina Faso.

Im benachbarten Nigeria fanden im Frühjahr zwar Wahlen statt, aber durch den Rückgang der Berichterstattung über den "Banditen"-Konflikt im Nordosten des Landes, nahm die Berichterstattung auch insgesamt ab.

Zuletzt sei Tunesien erwähnt, wo Präsident Kais Saied insbesondere im Sommer wegen seiner Diplomatie und anti-Migrations-Rhetorik Aufsehen erregte.

(2022).

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