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Nachrichten zu Afrika

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Anfang der 2020er in #Dschibuti

Meldung

Anfang der 2020er in Dschibuti.

28.03.2021: - Somalische al-Shabaab will vor anstehenden Präsidentschaftswahlen in Dschibuti Angriffe auf westliche Konzerne im Land intensivieren; Dschibuti beherbergt nicht nur viele ausländische Militärbasen, wie der USA, Frankreichs, der Türkei, Japan, China, Italiens und Russlands, sondern auch den strategisch entscheidenden Hafen am Roten Meer und am Golf von Aden, über die viel Erdöl- und Warentransport stattfindet; ist einer der wenigen Häfen, die sogar während dem massiven globalen Welthandelsrückgang 2020 einen 30%igen Anstieg des Containerverkehrs verzeichnen konnte; Präsident ist seit 1999 Guelleh und er wird wohl auch wiedergewählt.

10.04.2021: - Präsident Guelleh mit über 98% wiedergewählt; Opposition war sich nicht einig, ob Wahlen boykottiert werden sollen.

01.07.2022: - Südsudanesische Handelskammer erwägt, Außenhandel über Hafen von Dschibuti abzuwickeln, anstatt über kenianischen Hafen von Mombasa; Südsudan macht 9,9% des Warenverkehrs in Mombasa aus; Dschibuti versucht, Handelsbeziehungen zu Südsudan zu verbessern, wohingegen Südsudan und Kenia bereits in gemeinsamer Ostafrikanische Gemeinschaft-Wirtschaftsgemeinschaft sind.

30.08.2022: - Erstes Getreideschiff aus Ukraine erreicht Überseehafen Dschibuti am Horn von Afrika, das von seit Jahren anhaltender Dürre und gestiegenen Lebensmittelpreisen betroffen ist; Getreide soll nun nach Äthiopien verfrachtet werden, wo Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Tigray People’s Liberation Front seit Kurzem wieder eskalieren; Straße von Addis Abeba nach Dschibuti in Tigray-Krieg umkämpft.

08.10.2022: - Splittergruppe der ehemaligen FRUD-Rebellion tötet 7 Streitkräfte bei Schusswechsel im Norden des Landes; FRUD kämpfte 1991-1994 als ethnische Miliz der Afar gegen ethnische Issa-Regierung.

24.02.2023: - Bei heutigen Parlamentswahlen treten nur 2 Parteien an; Oppositionsparteien boykottieren Wahlen; Wahlbeteiligung nach 24 Jahren der Regierung Guelleh bedeutend gering; in der Zeit wurde Dschibuti zum wichtigsten Hafen Ostafrikas und blieb politisch relativ stabil.

4 Quellen

Anfang der 2020er in Eritrea

Meldung

Anfang der 2020er in Eritrea.

14.11.2020: - TPLF-Kämpfer aus Tigray in Äthiopien haben wohl Nachbarprovinz Amhara beschossen und bedrohen Eritrea.

29.11.2020: - Hauptstadt Asmara erneut durch tigrynisch-äthiopische TPLF unter Beschuss.

01.02.2021: - UN bekommt wieder Zugriff auf eritreische Flüchtlingscamps in äthiopischem Tigray; wurden während des Tigray-Krieges Opfer von Milizen und Militärs, die sie beschießen oder entführen, um Lösegeld zu erlangen.

02.02.2021: - Laut UN werden in äthiopischer Provinz Tigray 20.000 überwiegend eritreische Flüchtlinge vermisst; großer Teil der 20.000 sind nun wohl auf sich allein gestellt und einige wurden möglicherweise von eritreischen Truppen zurück nach Eritrea verschleppt, wo sie wegen der Verweigerung des zwanghaften Militärdienstes politisch verfolgt werden.

09.02.2021: - EU und die USA rufen Eritrea auf, äthiopischen Kriegsschauplatz Tigray zu verlassen; Eritrea leugnet jedoch Truppenpräsenz.

23.03.2021: - Äthiopischer Premierminister Ahmed gibt nach langem Zögern zu, dass eritreische Truppen in Axum Massaker an Zivilisten+ begangen haben.

26.03.2021: - Äthiopischer Premierminister Ahmed kündigt Rückzug eritreischer Truppen aus Tigray an.

16.04.2021: - Laut UN gibt es derzeit keine Beweise für Abzug eritreischer Truppen aus Tigray.

29.06.2021: - USA drohen Eritrea Sanktionen, wenn eritreische Truppen in Tigray bleiben.

16.09.2021: - Angriffe auf eritreische Vertriebene in äthiopischer Region Tigray durch eritreische Truppen laut HRW "eindeutige Kriegsverbrechen".

05.01.2022: - Chinesischer Außenminister Wang startet Afrika-Reise in Eritrea, wohl mit Gesprächen über Unterstützung für äthiopischen Premierminister Ahmed.

01.09.2022: - Äthiopien und Eritrea beginnen gemeinsame Offensive gegen nordäthiopische Provinz Tigray, die größtenteils von TPLF-Rebellion kontrolliert wird; vor einer Woche brachen Kämpfe im Tigray-Krieg wieder aus, wobei sich TPLF und Regierungsarmee gegenseitig Bruch des Waffenstillstands vorwerfen.

05.10.2022: - Äthiopische Regierung sagt Afrikanische Union-Friedensverhandlungen mit TPLF-Rebellion in Südafrika zu; auch TPLF in Vergangenheit offen für Gespräche; auch UN, IGAD und EU sollen an Vermittlungsgesprächen der Afrikanische Union teilhaben; in letzten Wochen war Tigray-Krieg wieder eskaliert mit gemeinsamer Offensive von Äthiopien und Eritrea gegen TPLF; Unklar, ob auch Eritrea an Gesprächen teilhaben wird; TPLF lehnt Gespräche mit Eritrea ab.

03.11.2022: - 2 der 3 Kriegsparteien, Äthiopien und TPLF-Rebellion unterzeichnen "dauerhaftes" Waffenstillstandsabkommen nach Verhandlungen in Südafrika, das Anschluss Tigrays ans Grundversorgungssystem, Öffnung für Humanitäre Hilfslieferungen, sowie Entwaffnung und Demobilisierung der TPLF enthaltet; Entscheidende Unklarheit liegt bei der Rolle von ERITREA im neuen Frieden, da eritreische Armee 3., wichtige Kriegspartei auf Seiten der äthiopischen Armee ist; meiste Beteiligte am heutigen Waffenstillstandsabkommen halten es nur für "den ersten Schritt".

13.11.2022: - Neuer somalischer Präsident Mohamud trifft zu Gesprächen in Eritrea ein und besucht somalische Truppen, die seit Jahren in Eritrea ausgebildet werden und angeblich im Tigray-Krieg in Äthiopien gegen die TPLF eingesetzt wurden.

15.11.2022: - TPLF-Rebellion macht Abzug eritreischer Truppen zur Bedingung für Waffenniederlegung, die in Abkommen mit äthiopischer Regierung beschlossen wurde, in dessen Vorfeld eritreische Position offiziell nicht direkt konsultiert wurde.

30.12.2022: - Laut äthiopischer Regierung ziehen eritreische Truppen aus 2 wichtigen Städten Axum und Shire in äthiopischer Regierung Tigray ab; unklar, ob nun alle eritreische Truppen abziehen, was Friedensbedingung der TPLF ist.

23.01.2023: - USA begrüßen Abzug der eritreischen Truppen aus nordäthiopischer Region Tigray.

06.02.2023: - Laut Human Rights Watch wurden Angehörige von Kriegsdienstverweigerern willkürlich festgenommen; eritreisches Militär erhöhte zumindest 2021 und 2022 seine Truppenstärke, um im Tigray-Krieg gegen die TPLF zu kämpfen.

8 Quellen

14.07.2023 — Sierra Leone / Sudan / Somalia

Iran

IRANs Präsident Ebrahim Raisi beendet Afrika-Reise mit 12 Wirtschaftsabkommen in SIMBABWE, das auch unter US-Sanktionen leidet; ist Teil der iranischen Initiative, sich internationaler zu vernetzen, wie zuletzt bei Raisis Lateinamerika-Reise; Auch in KENIA und UGANDA vor allem Wirtschaftsgespräche (von SSchlindwein).

16 Quellen

12.07.2023 — Thailand / Kosovo / Sudan

Meldung

NATO und UKRAINE einigen sich bei NATO-Treffen in LITAUEN auf Gründung eines NATO-Ukraine-Rates, um gleichberechtigten Gesprächsraum, Ausbau von Militärkooperation und langfristig NATO-Beitritt zu schaffen (von TMayer); TÜRKEI und GRIECHENLAND beschließen bei NATO-Treffen, Gespräche und vertrauensbildende Maßnahmen untereinander wiederaufzunehmen; Bei Schlusskommuniqué scharfe Kritik an CHINA (von STiezzi) und Vorschlag PORTUGALs enthalten, sich als NATO künftig mehr auf Afrika und Westasien zu konzentrieren (von ACFerrao und ARLopes); RUMÄNIEN und BULGARIEN beschließen engere Militärzusammenarbeit (von mem und ehl).

16 Quellen

11.07.2023 — Welt / NATO / Thailand

Afrika / Europa

Weiter 3 Boote mit mindestens 200 Migranten+ auf Weg von SENEGAL auf SPANIENs Kanaren verschollen (von DJohnson), nachdem 86 Migranten+ aus Seenot gerettet werden; Kanaren-Route wird wegen Bekämpfung der Migration im Mittelmeer häufiger genutzt; 2 mutmaßliche Migranten+ in Grenzregion zwischen TUNESIEN und ALGERIEN gestorben, nachdem sie vermutlich aus tunesischem Sfax abgeschoben worden oder geflohen waren (mit AFP); Justiz von Ost-LIBYEN folgt West-Libyen und verurteilt 38 Menschen wegen Menschenhandels zu zum Teil langen Haftstrafen; beide Libyens gehen derzeit zeitgleich mit Tunesien hart gegen Migration vor (mit AP), was von EU gefördert wird, wobei EU-Migrationskommissarin zugibt, dass libysche Küstenwache von "Kriminellen unterwandert" wird (von MMonroy).

In Kürze

Iranischer Präsident Ebrahim Raisi beginnt Afrika-Reise.

17 Quellen

05.07.2023 — Saudi-Arabien / Tunesien / Venezuela

Tunesien

Behörden schieben 400-500 Migranten+ aus Subsahara-Afrika an militarisierte Grenze zu LIBYEN ab; zuvor Hausdurchsuchungen und Festnahmen nach tödlicher Messerstecherei in Hafenstadt Sfax; EU fördert und finanziert Tunesien für Migrationsbekämpfung (von RUddin); Vor Abschiebungen Ausgangssperren gegen vermutlich Jene erlassen (von mem und msl).

18 Quellen

02.07.2023 — Guatemala / Südamerika / Europa

China / Welt

Zahl der chinesischen privaten Sicherheitskräfte in Afrika nehmen seit Beginn der Neue-Seidenstraße-Initiative vor 10 Jahren deutlich zu; während Wagner-Söldner RUSSLANDs durch jüngste Ereignisse geschwächt sein könnten, bleibt Chinas Interesse in Afrika hoch (von JMLee und SWittman).

13 Quellen

01.07.2023 — Frankreich / Kosovo / Belgien

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan kündigt nach Treffen des Vizepräsidenten Agar mit RUSSLANDs Außenminister Sergei Lawrow an, an Russland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg Ende Juli teilzunehmen; Militär wirft Wagner-Gruppe aus benachbarter Zentralafrikanische Republik vor, RSF-Miliz zu unterstützen; Lawrow sichert Burhans Militär Unterstützung zu; Präsidenten von SÜDSUDAN und SÜDAFRIKA Kiir und Ramaphosa treffen sich u.a. zu Gesprächen über Vermittlungsmöglichkeiten im Sudan-Konflikt.

15 Quellen

28.06.2023 — Bosnien und Herzegowina / Russland / Welt

Demokratische Republik Kongo / Afrika

4 Regionalorganisationen Ostafrikanische Gemeinschaft, Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, ECCAS und ICGLR rufen gemeinsam zu Abzug der Milizen Mouvement du 23-Mars, Allied Democratic Forces und Forces Démocratiques de Libération du Rwanda aus der Ost-Demokratische Republik Kongo auf (von AVieira).

16 Quellen

26.06.2023 — Russland / Guatemala / Griechenland

Russland

Amnestie für Wagner-Gruppe+, die an Progozhins Aufstand beteiligt waren, nachdem Wagner-Konvoi Aufstand beendet, von Oblast Moskau und Rostow abzieht und sich teilweise nach BELARUS absetzt (mit Reuters); US-Geheimdienste wussten wohl schon seit Mitte der Woche von Aufstandsplänen; NGO gegen Transnationale Kriminalität warnt vor Zersplitterung der Wagner-Gruppe, die z.B. in LIBYEN, MALI oder der Zentralafrikanische Republik gegeneinander um Ressourcen kämpfen könnten (von CBröll und CEhrhardt), wobei keine besonderen Signale von Wagner-Truppen in Afrika gesendet wurden; 7 Tote bei russischen Luftangriffen auf Idlib in SYRIEN; CHINA sagt Regierung Putin wohl Unterstützung zu.

13 Quellen