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Gabun

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Nachrichten zu Gabun

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16.03.2024 — Westafrika / Lateinamerika / Guinea

Meldung

Argument zur Putschserie in Westafrika.

tl;dr: Die Putschserie im Lateinamerika der 1970er wurde von paranoiden Militärs ohne Kriegserfahrungen durchgeführt, wohingegen die Putschserie im Westafrika der 2020er eher einer Militär-internen Rebellion gegen eine wohl falsche Kriegsführung ähnelt.

Es ist schon schwierig genug, den „Putschgürtel“ Afrikas, der sich von Guinea am Atlantik bis Sudan am Roten Meer erstreckt als eine Einheit zu beschreiben, weil die Umstände der Putschs derart unterschiedlich sind: Im Sudan findet die Militärregierung im Kontext eines Bürgerkrieges statt, in Niger und Gabun glich der Putsch eher einer Palastrevolution, im Tschad hat ein dynastischer Machtwechsel zu einer Militärregierung geführt und in Mali und Burkina Faso waren es schließlich Teile des aktiven Militärs, die gegen die bisherigen Regierungen geputscht hatten. Im Mali und Burkina Faso waren die heutigen Militärpräsidenten Assimi Goïta und Ibrahim Traoré waren unmittelbar vor ihren Putschs in direkten Kampfeinsätzen mit der Macht der dschihadistischen Milizen in der Region konfrontiert. All diese Länder und weitere schraffierte Länder, in denen in den 2020ern Putschversuche stattgefunden haben, sind auf der Karte eingezeichnet. Im Fokus der internationalen Öffentlichkeit stehen jedoch weniger die Militärregierungen im Sudan, dem Tschad, Guinea und Gabun, sondern eher die drei Militärregierungen in den drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso. Das liegt einerseits daran, dass Mali z.B. das erste westafrikanische Land war, in dem in den 2020ern ein Putsch stattfand, und dass diese drei Länder seither eine politische und militärische Allianz, die Allianz der Sahelstaaten gegründet haben, aber es liegt wohl auch daran, dass diese Putschs in der internationalen Presse gut als geopolitischer Machtkampf zwischen Frankreich/dem globalen „Westen“ und Russland erklärt werden kann. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges scheinen seit Anfang 2022 große Teile der Welt in unserer Wahrnehmung diese Bedeutung angenommen zu haben. Dass es nicht so eindeutig ist zeigt beispielsweise die recht hilflos wirkenden Analysen nach dem Kriegsausbruch im Sudan Mitte April 2022, als beiden Kriegsparteien, sowohl der Rapid Support Forces als auch dem Militär nachgesagt wurde, pro-russisch zu sein.

Die Durchführung von Militärputschs in sich und das Aufsetzen der geopolitischen Brille, die darin einen Ost-West-Konflikt erkennen lässt, lässt Parallelen zwischen der politischen Situation in der Sahel-Zone der 2020er und Lateinamerika in den 1970ern erahnen. Die auf der Karte in Lateinamerika eingefärbten Staaten befanden sich im Jahr 1980 unter einer teilweise seit Jahrzehnten und teilweise noch für viele Jahre anhaltenden Militärherrschaft, die geopolitisch im Zeichen des Kalten Krieges standen. Hier war die Menge und die Dichte an Militärregierungen deutlich größer, als im Afrika der 2020er, was einen ersten erheblichen Unterschied darstellt. Eine weitere Parallele ist, das im globalen „Westen“ der 1970er gar nicht über alle lateinamerikanische Staaten eine öffentliche Diskussion stattfand, sondern über einzelne Diktaturen, wie die Pinochet-Diktatur in Chile, die Videla-Diktatur in Argentinien oder der Diktatur in Brasilien, die als beispielhaft galten, um sich mit dem Thema „Militärregierung“ zu befassen, wie in Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Andere Staaten mit Militärregierungen wurden jedoch eher unter den Gesichtspunkten eines Bürgerkrieges betrachtet, wie in den 1970ern Guatemala oder eben in den 2020ern der Sudan. Weitere Unterschiede lassen sich sicherlich in der tatsächlichen Militärregierungs-Praxis feststellen, die im Lateinamerika der 1970er zum Beispiel besonders auf dem „Verschwindenlassen“ von politischen Dissidenten beruhte, aber darauf will ich hier nicht so sehr eingehen.

1 Quellen

12.03.2024 — Haiti / Indien / Pakistan

In Kürze

Nationaler Dialog in Gabun startet am 2. April (von OLKoffi).

19 Quellen

30.01.2024 — Albanien / Georgien / Malediven

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema setzt im August bei Putsch aus Amt abgesetzte, seit 1991 amtierende Verfassungsgerichtspräsidentin Mborantsuo wieder in ähnlicher Position ein.

17 Quellen

21.01.2024 — Sudan / Papua-Neuguinea / Westasien

USA / Afrika

Jüngster Ausschluss von UGANDA, der Zentralafrikanische Republik, NIGER und GABUN von US-afrikanische Freihandelszone-Freihandelsabkommen mit USA wird wohl kaum wirtschaftlichen Einfluss haben, da die 4 Länder nicht zu den Ländern gehören, die viel nach USA exportieren (von Jschotte).

15 Quellen

31.12.2023 — Europa / Südostasien / Niger

Meldung

Jahresendstatistik 2 Auf dieser Karte zeige ich euch, wie ob die Nachrichtenzahlen der einzelnen Länder ungefähr gleichgeblieben ist (weiß), abgenommen (orange) oder zugenommen hat (grün). Besonders auffällig ist dabei die flächendeckende, teils deutliche Abnahme in Europa, was auf eine Abnahme der Ukrainekriegsberichterstattung zurückzuführen ist. Nachrichten über den Globalen Süden nahmen trotz Ausschläger in Südostafrika und Südostasien generell zu. Putsche wie in Niger und Gabun, und (drohender) Krieg im Sudan und Guyana, aber auch Wahlen wie in Guatemala, Simbabwe und Sierra Leone führten zu deutlicher Zunahme der Nachrichtenzahlen (dunkeltürkis). Bemerkenswert sind auch die gleichbleibenden Zahlen, z.B. in Äthiopien, wo auch nach dem Tigray-Krieg die Nachrichtenzahlen hoch blieben, in der Demokratische Republik Kongo trotz der Wahlen, im Iran trotz der diplomatischen Wiederannäherung an die Arabische Welt oder in Pakistan trotz der vielen Berichterstattung über den Ablauf der immer wieder verschobenen Wahlen.

0 Quellen

25.12.2023 — Jemen / Sri Lanka / Serbien

Jemen

Kriegsparteien Houthi-Miliz und von SAUDI ARABIEN unterstütze Regierung Rashad al-Alimi einigen sich bei von UN vermittelten Gesprächen auf Vorbereitung eines Waffenstillstands; Houthis werfen USA vor, bei Beschuss der Houthi-Marine GABUNisches Schiff mit Fracht aus RUSSLAND beinahe getroffen zu haben.

16 Quellen

16.12.2023 — Sudan / Zentralafrika / Gabun

Zentralafrika / Gabun

Zentralafrikanischer Staatenbund ECCAS hält auch nach Treffen des Militärpräsidenten Brice Clotaire Oligui Nguema mit allen Präsidenten und Premierministern der Mitgliedsstaaten Sanktionen aufrecht.

14 Quellen

08.12.2023 — Aserbaidschan / Australien / Papua-Neuguinea

Gabun / Zentralafrika

Militärpräsident Brice Clotaire Oligui Nguema startet 1. Zentralafrika-Auslandsreise seit Putsch in August in benachbartem KAMERUN zu Gesprächen mit Präsident Paul Biya über Aufhebung der nach Putsch verhängten Sanktionen zur Durchführung der angeblich 2025 geplanten Wahlen (von JFisayo-Bambi).

6 Quellen

13.11.2023 — Großbritannien / Nordkorea / Indonesien

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema kündigt Wahlen für August 2025 an.

14 Quellen