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11.10.2019 — Iran / Welt / Indien

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Zur Entstehung der Landwirtschaft im Fruchtbaren Halbmond gehört auch die Domestikation von Tieren. Im heutigen Iran in den Zagros-Bergen wurden vor 10.000 Jahrem die ersten Ziegen und im türkischen Taurus-Gebirge die ersten Schafe domestiziert. 1000 Jahre später kamen Schweine hinzu. Vor 8500 Jahren folgte das Rind, das aus dem gefährlichen Auerochsen entstanden war und dessen schwierige Domestikation in der heutigen Welt auch noch erkennbar ist. Da das Rind ungemein stark war, verehrte man es in vielen Kulturen wie heute noch als heilige Kuh in Indien oder in den spanischen Stierkampfarenen. 6000ya wurde das Pferd in der Ukraine und 5500ya in Ägypten der Esel domestiziert, die der Feldwirtschaft als Düngelieferant und als Zugtiere voranhalfen. Mit der Domestikation des Kamels vor 3500 Jahrem (lange nach der Errichtung der Pyramiden von Gizeh) wurde erstmals das Nomaden-Leben wieder attraktiver, welches in Teilen der Welt bis heute anhält. Das Kamel wurde von Zentralasien bis Nordafrika ein beliebtes Haustier. Vom Vorderen Orient aus verbreitete sich die Landwirtschaft nach Asien, Europa und Afrika.

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11.10.2019 — China / Israel / Welt

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aut, sondern für Schnecken. Die Pflanzen, auf denen sich die Schnecken paarten wurden gezielt gepflanzt und die Schnecken von ihnen eingesammelt. Es handelt sich bei der ersten Tierwirtschaft also um eine Weiterentwicklung des Sammelns und nicht der Jagd. [10.10. 06:49] Nahuel: *Nicht vergessen!* Als eines der ältesten alkoholischen Getränke wurde 12.000ya das Bier erfunden. Bier wurde lange vor Brot erfunden und war wohl mit einer der ursprünglichen Gründe für Getreideanbau, insbesondere von Gerste. Bier hat maßgeblich zur Entwicklung der Menschheit beigetragen. Dafür wurde Getreide in Wasser eingeweicht, bis es zu keimen beginnt, wobei Enzyme entstehen, die die Stärke in Malzzucker spalten. Nicht nur im Fruchtbaren Halbmond, auch in China sind frühe Spuren von absichtlich vergärendem Getreide entdeckt worden. Der älteste bisher bekannte Braubetrieb war vor 12.000 bis 14.000 Jahren im Gebiet der Natufien-Kultur in Israel ansässig. Auch in Göbekli Tepe finden sich Spuren einer Brauerei. Schriftlich erwähnt wird Bier zuerst 2100 v.Chr. in einer Tontafel aus Nippur, in der Bier als medizinisches Mittel empfohlen wird. Biertrinkende Sumerer sind von 5000 Jahre alten Abbildungen bekannt. Die erste Bierschankordnung der Welt findet sich in den ersten Gesetzestafeln der Welt, dem Codex Hammurabi von 1700 v.Chr. wieder: _"Die Wirtin, die [...] minderwertiges Bier ausschenkt, wird ertränkt" "Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht [...] wird verbrannt" "Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet" "Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken"_ Die Babylonier kannten 20 Bierarten, von denen die Ägypter eine ganze Menge übernahmen. Da Rezepte überliefert sind, kann man das Bier heute nachbrauen: https://youtu.be/izpoexYN1-8.

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11.10.2019 — Äthiopien / Israel / Syrien

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ren vorbringen werden wird. Denn das Niltal war noch stark versumpft und unbewohnbar, und so wichen die Menschen zunächst auf die nahegelegenen Wüstenplateaus aus. Zu der Zeit als die letzte Kaltzeit herrschte gab es im gesamten Norden Afrikas deutlich mehr Niederschlag und eine höhere Luftfeuchtigkeit, wodurch große Teile der Sahara wirtlicher waren als heute. Auch die Wüstengebiete, die heute den Nil umgeben waren früher Steppen und Savannen, in denen paläolithische Jäger genug Beute fanden. Als mit dem Ende der Kaltzeit auch der Nilpegel sank, folgte der Mensch dem Wasser in das Tal. Nun gab es nicht mehr ganzjährige Überschwemmungen, sondern jährlich nur einmal, nachdem der Monsun sich im Hochland von Äthiopien abgeregnet hat, das den Nil speist. Der mitgeführte Schlamm bildete natürliche Dämme, hinter denen die Menschen siedeln konnten. Auch in alten ausgetrockneten Nilzuflüssen sind menschliche Spuren zu finden. Da die Savannen verschwunden waren, in denen die ergiebigen Säugetierherden gewandert waren, fanden sich die Sammler in der Position der Gruppenernährer wieder. Mit äußerst fruchtbarem Boden und Nahrungsknappheit liegt es da nahe, dass relativ rasch die Landwirtschaft übernommen wurde. [8.10. 18:01] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die ältesten Belege für Landwirtschaft finden sich vor 13.000 Jahren im "Fruchtbaren Halbmond", der sich im Nahen Osten von Anatolien bis Israel und zum Persischen Golf erstreckt. Das ist der am besten erforschte Entstehungsort der Landwirtschaft. In der Region herrschten nach der Eiszeit die günstigsten Gebiete für die Sesshaftwerdung der Jäger und Sammler: Wild war in Massen vorhanden und man musste ihm nicht hinterherziehen und die Pflanzen waren sehr nährreich. Aus 14.400ya sind im Nordosten Jordaniens die ersten Brotreste nachgewiesen, die aus dem Mehl wilder Gräser gebacken wurde. Die Bezeichnung "Brot" ist allerdings strittig, da es nicht gebacken wurde und vielleicht nur in der brütenden Hitze liegengelassener Haferschleim war. Vor 13.000 Jahren begannen die Menschen Grasarten anzubauen und nach 250 Jahren konnte man sie bereits zu Kulturpflanzen züchten. Einkorn, Emmer und Gerste wurden dadurch zur Kulturpflanze, da ihre Ähren bei der Reife nicht mehr abfielen. Einkorn ist ein Wintergetreide, wird also im Herbst ausgesät und kann vor dem Sommergetreide Emmer geerntet werden. Gerste war auch für trockenere Gebiete geeignet. Nach weiteren Tausend Jahren wurde Emmer mit einem Wildgras gekreuzt und der heutige Weizen entstand, wohingegen sich der Roggen nicht domestizieren ließ. Vor 9000 Jahren waren auch Erbsen, Linsen und Kichererbsen domestiziert worden, die zusammen mit Getreide angebaut wurden. Diese zuvor unbekannten Erträge führten zur Gründung erster Großstädte, wie Jericho mit 10ha und 2000 Einwohnern, die auch große Wehranlagen aufwiesen. Vor 6000 Jahren wurde im heutigen Syrien der erste Olivenbaum domestiziert, auf den zeitgleich die Weinrebe und die Feige folgten. Diese drei Pflanzen kennzeichnen noch heute die Kultur-Flora des Mittelmeerraums. [9.10. 16:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* Der Weg zu einer Gesellschaft, die überwiegend auf Landwirtschaft beruht war lang und mit vielen Umwegen. So wurde aus dem Getreide zunächst Bier gebraut, bevor entdeckt wurde, dass man daraus essbaren Brei oder sogar Brot herstellen kann. Die ersten Bäckereien gibt es erst seit 6000 Jahren in Ägypten. Die älteren "Brot"-Reste, die gefunden wurden sind nur getrockneter Getreidebrei. Auch in Amerika kam die Idee der Getreideverarbeitung über Umwege zum Menschen. Mais ist ein Getreide, doch seine Körner sind deutlich härter als die der Getreide aus der Alten Welt, wurde also nicht instinktiv gegessen. Die amerikanischen Ureinwohner aßen es als Popcorn. Daher züchteten sie auch jene Maissorten, die besser poppen, nur um viel später festzustellen, dass genau diese Zucht die Maismehlherstellung begünstigte. Und schließlich gibt es noch einen interessanter Umweg zwischen Tierzucht und Pflanzenwirtschaft. Denn die ersten Pflanzen wurden vor 15.000 Jahren nicht für den menschlichen Bedarf angeb.

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11.10.2019 — Australien / Welt / Europa

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weil ihre Form des Glaubens nicht theistisch ist. Sie beziehen ihre Sinneswahrnehmungen in einer besonderen Art miteinander, ohne die Übersinnlichkeit zu Göttlichkeit werden zu lassen. Ein weiterer Glaubenssatz ist, dass das eigene Land der einzelnen Aborigines-Gruppen die Grundlage der Gruppen-Traumzeit ist. Das Land der anderen Gruppen wird respektiert, ist aber nicht Teil der eigenen, sondern einer fremden Traumzeit. Die verschiedenen Gruppen-Traumzeiten bilden einen einzigen langen Traumpfad. Diese geosophische Sichtweise, über Jahrtausende gibt keinen Anlass für Krieg. [23.9. 15:15] Nahuel: *Nicht vergessen!* Da die Schöpfungswesen der Aborigines jeweils Ketten von Landstrichen mit Topographie, Fauna, Flora und Menschen schufen, ist klar, dass die Geschichten in mehreren Landstrichen bekannt waren. Diese gruppeneigenen Traumzeit-Geschichten beeinflussten auch die Varianten anderer Gruppen und ergänzten sich in einem regen Austausch. Das fand auf Traumpfaden statt, Kultstätten verschiedener Gruppen, die in ganz Australien zu finden sind. Diese Traumpfade stellen das Gesamtwissen über die Traumzeit dar, für die Zeremonien entstanden. Doch selbst das ausgeprägteste soziale Gedächtnis der Welt kommt nicht ohne bildliche Stütze aus. Und so finden sich Kultstätten mit stilisierten Gedächnisstützen, die "gelesen" werden mussten. Ausgewählte Träger in der Gruppe konnten diese Zeichen lesen und unternahmen bis in die Neuzeit einmal in ihrem Leben lange Wanderungen. Dabei hinterließen sie bei jedem Besuch die aus aller Welt bekannten Negativabdrücke ihrer Hände mit Pigment. Da man nicht genau sagen kann, in was für einem zeitlichen Abstand diese Graffiti tatsächlich angelegt wurden, dienen die Kultstätten nicht als Kalender. Aber 12.000 Negativhandabdrücke in einer abgelegenen Höhle sprechen für eine längere Phase der Aufrechterhaltung dieser Traumpfad-Kultur. Man sollte jedoch die Wanderrouten nicht mit dem Begriff der Traumpfade gleichsetzen. Traumpfade können auch in der Erde und in der Luft verlaufen, sie sind keine Strecken sondern Zusammenhänge. [24.9. 17:08] Nahuel: *Nicht vergessen!* Innerhalb der Aborigines-Gruppen gab es zwei herausragende Personen, die die Traumzeit gut kannten und mit ihr in Verbindung treten konnten. Der "Medizinmann" konnte Pflanzen zur Genesung von Krankheiten empfehlen, aber auch seelische Hintergründe von Krankheiten erkennen. Der "Rechtsmann" kannte viele Geschichten aus der Traumzeit, die er als Parabeln für die Rechtsprechung verwendete. Wissen teilte sich ein in das für Frauen und das für Männer. Für das andere Geschlecht ist es tabu. 1996 lenkte der Plan der australischen Regierung, eine Brücke zwischen dem Festland und der Hindmarsh-Insel zu bauen, den Blick der Öffentlichkeit auf die Bedeutung der Geheimhaltung. Aus Sicht der Aborigines tangierte der Plan heilige Stätten, was nur die Frauen etwas anging. Der männliche Minister durfte also davon keine Kenntnis erlangen. So schrieben Frauen, die das Wissen hatten, Details an eine weibliche Person. Der Brief wurde jedoch dem Minister vorgelegt, was einen bitteren Streit nach sich zog. [25.9. 10:46] Nahuel: *Nicht vergessen!* Cro-Magnon-Menschen gibt es seit 41.000 Jahren in der Altsteinzeit und wenn man es nicht so genau nimmt, sind wir selber Cro-Magnon-Menschen. Denn der Cro-Magnon-Mensch ist der _Homo sapiens_ der letzten Kaltzeit, dem Pleistozän. Mit ihm hatten die Neandertaler in Europa noch regen Kontakt und von ihm stammen die berühmten Felsmalereien und Felsritzungen. Geographisch war er in den eisfreien Gebieten des glazialen Europas verbreitet, das damals weitesgehend einer baumlosen Tundra glich. Sie lebten von der Jagd an Land und von der Fischerei, sowie in eher kleinen Teilen von dem Sammeln von pflanzlicher Nahrung. Um den Cro-Magnon-Menschen von uns heutigen Europäern abzugrenzen verwendet man in der Übergangszeit von der Alt- zur Jungsteinzeit, das ja mit dem Ende der pleistozänen Eiszeit einher geht, die Bezeichnung _Homo sapiens sapiens_ für den moderneren Menschen. [26.9. 15:35] Nahuel: *Nicht vergessen!* Männer sind.

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11.10.2019 — Österreich / Europa / Deutschland

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zottig und gehen jagen, Frauen sind zottig und sitzen mit ihren Kindern vor ihrer Höhle. Frauen kochen, nähen und sammeln pflanzliche Nahrung. Dieses Bild aus Schulbüchern, Romanen, Filmen und Zeitungsartikeln ist natürlich nicht sicher, sonst würde ich dieses *Nv!* nicht so beginnen. Die Geschlechterunterschiede der heutigen Zeit werden vor allem aus dem rechten Lager mit der Annahme gerechtfertigt, es sei schon immer so gewesen. Die Turbulenzen im Geschlechterverhältnis machen prähistorische Geschlechterforschung interessant. Archäologische Funde lassen nicht erkennen, wer sie genutzt hat und es gibt keine bildlichen Überlieferungen. In einem Salzbergwerk bei Hallstatt in Österreich fand man Gräber aus dem frühen Neolithikum. Dabei handelte es sich um eine Werkssiedlung, in der schon damals Salz abgebaut wurde und nach genauer Untersuchung der Skelette fand man heraus, dass sowohl Frauen als auch Männer im Bergwerk arbeiteten. Frauen waren auch körperlich extrem belastet, als sie das Salz, das die Männer aus dem Berg geschlagen haben aus dem Berg heraustrugen. In Stetten an der Donau im Zeitraum von 2700 - 2200 v.Chr. fand man ebenfalls Gräber aus der Jungsteinzeit. In einem lag ein Mann mit starker Beanspruchung des rechten Arms und des Oberkörpers, und Arthrose. In einem weiteren fand man in Hockstellung das Grab einer Frau, die zwischen ihren Armen einen Säugingsskelett hielt. In beiden Gräbern wurden Pfeilspitzen und Werkzeug gefunden, mit dem man z.B. Kleidung herstellen konnte. Die meisten Höhlenbilder wurden ebenfalls von Frauen angelegt. Doch die Darstellungen von Tieren und Jagdszenen ist so genau, dass sie wohl dabeigewesen sein müssen. [27.9. 14:33] Nahuel: *Nicht vergessen!* Das Aurignacien (40.000ya - 31.000ya) war die Menschheitsepoche, in der _Homo sapiens_ und _Homo sapiens neandertalensis_ in Europa Tür an Tür lebten. Gegenseitige Beeinflussung führten zum Entstehen einer Kulturepoche, in der rituelle Religionspraxis erstmals Objekte erschuf und nicht allein die Naturgottheiten anerkannte. Der Löwenmensch von Hohlstein-Stadel in Oberschwaben ist das älteste bekannte Kunstwerk. Die 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elfenbein ist 31,1cm groß und stellt wohl ein Fabelwesen dar, oder einen Schamanen in dem Fell eines Löwen. Während der letzten Kaltzeit gab es in Deutschland Löwen ohne Mähne, die man auch in Felsmalereien erkennen kann. Besonders ist, dass der rechte Arm vom Körper absteht, also nur über die Schulter mit der Figur verbunden ist. Es hat also viel Geschick und Technik gebraucht, um dieses Kunstwerk herzustellen. Als ältestes Kunstwerk der Welt galt mit 31.000 Jahren lange das Wildpferd aus der Vogelherd-Höhle. Es wurde zusammen mit zehn weiteres Tierfigurinen 1931 aus den Höhlen der Schwäbischen Alb geborgen: ein Mammut, ein Ren, ein Bison, ein Höhlenbär, sowie mehrere Großkatzen. Diese Figuren aus Mammutelfenbein galten in den Riten der Menschen als Beschwörungsmittel, dass die Jäger genug Jagd nach Hause brachten. In der jüngeren Altsteinzeit, das auch Aurignacien genannt wird besiedelte der Cro-Magnon-Mensch Europa, der für die Anfertigung von Kunst wie dieser wohl steinerne Klingen und knöcherne Nadeln benutzt hat. Die Funde aurignaciener Kunst in den Höhlen des Lone-Tals und im Achtal sind Teil des UNESCO-Welterbes. [28.9. 13:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Riten der Altsteinzeit setzten sich nicht nur mit dem Überleben durch Jagd auseinander, sondern auch mit dem Ursprung des Lebens an sich. Dabei kam für die mystische Welt des frühen _Homo sapiens_ die eigene Geburt mit der Schöpfung der Welt gleich. Ebenfalls in der Schwäbischen Alb fand man die 35.000 bis 40.000 Jahre alte Mammut-Elfenbein Skulptur Venus vom Hohlefels. Sie ist die weltweit älteste Darstellung des menschlichen Körpers. Dieser Körper hat ausgeprägte weibliche Merkmale, wie große primäre und sekundäre Geschlechtsorgane, sowie einen schwangeren Bauch. Als Symbol für das Leben steht die "Venus" auch für Fruchtbarkeit der Erde und der Menschen. Venus-Figurinen kommen in vielen Kulturen unabhängig voneinander vor.

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11.10.2019 — Welt / Spanien / Indonesien

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Sie stehen für die Gefahren der Schwangerschaft, die immer zwischen Leben und Tod schwenkt. In ihr finden sich das Wunder des Lebens und seine Gefahren. Ob es sich bei den Löwenmenschen und der Venus um Sakramente oder gar Grundlagen von erster Religion waren ist nicht klar, doch die Höhlen der Schwäbischen Alb waren sicher heilig. [29.9. 14:22] Nahuel: *Nicht vergessen!* Auch die ersten Musikinstrumente der Welt finden sich in den Höhlen der Schwäbischen Alb. Im Hohlefels, dem Fundort der ersten Venus (es gab in der selben Form viele weitere Beispiele späterer Zeit) fand man eine fast vollständige Flöte aus der 21cm langen Speiche eines Gänsegeiers. Sie stammt aus der selben Zeit vor 35.000 Jahren. Zwei weitere Flötenbruchstücke sind aus Mammut-Elfenbein hergestellt worden. Im Esch-Tal fand man sogar noch ältere Flöten aus den Knochen eines Singschwans. Vogelknochen bieten sich für die Herstellung von Flöten an, da sie von Natur aus hohl sind. Vor 41.000 Jahren fertigte man Flöten nach dem selben Prinzip mit Tonlöchern, wie heutige Holz- und Metallblockflöten. Wahrscheinlich hat es schon vor den Flöten Musikinstrumente gegeben, die für rhythmisches Klopfen oder Pfeifgeräusche verwendet wurden, von ihnen sind jedoch bisher keine eindeutigen Überreste bekannt. Die Gänsegeierflöte hingegen konnte man sogar originalgetreu nachbauen und von erfahrenen Musikern spielen lassen. https://youtu.be/Ez4w7-KxSNI [30.9. 18:37] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Chauvet-Höhle in Südfrankreich war vor 37.0000 Jahren bis vor 33.500 Jahren und von 31.000ya bis 28.000ya in steinzeitlicher Benutzung als Ritenstätte. Hier finden sich 400 Wandbilder mit 1000 gemalten und gravierten Tier- und Symboldarstellungen. Die Darstellung beispielsweise der Pferde ist so genau, dass sich sein Alter und Verhalten ablesen lassen können. Lange galten die Felszeichnungen als die ältesten der Welt, bis man die Malereien der El-Castillo-Höhle in Spanien auf 40.000 Jahre datierte. Hierbei wurde eine Technik verwendet, die überall auf der Welt anzutreffen ist: man legt seine eigene Hand auf den Fels und bläst Pigment darüber, sodass ein Negativabdruck der Hand entsteht - die erste Signatur der Menschheit, ein Schritt gegen des vergessen. Es ist nicht auszuschließen, dass Neandertaler die Schöpfer dieser Grafitti waren, von denen etwa 3/4 von Frauen und Kindern waren. Aus einem ähnlichen Zeitraum stammen die 40.000 Jahre alten Höhlenmalereien in den Karsthöhlen auf Sulawesi, heute zu Indonesien gehörend. Hier sind auch Handabdrücke und bereits Abbildungen von Tieren Hirscheber und Anoa-Rindern zu finden. Sie wurden erst 2014 entdeckt. Erst im November des letzten Jahres 2018 wurden in Karsthöhlen auf Borneo ebenfalls Handabdrücke gefunden, die mindestens 40.000 Jahre alt sind. Man wird in den nächsten Jahrzehnten sicher weitere Funde aus der Zeit machen. [1.10. 16:24] Nahuel: *Nicht vergessen!* Australien gilt als das Land mit dem größten Reichtum an steinzeitlichen Höhlenmalereien. Die ältesten in Kimberley sind 40.000 Jahre alt und sie stellen Landtiere, Wurzeln, Menschen, Fische und Waffen dar. Es gibt drei große Stilrichtungen: der weit verbreitete und einfach Panarmitee-Stil (geometrische Formen), der Stil mit einfachen Figuren und Mustern in der Region um Sydney oder im Südosten und den Stilen mit komplexen Figuren und Mustern im Norden. Zu den Figuren des Nordens gehört die Röntgenkunst, die Wandjinas, die Woodstock-Figuren und die Mimis. Die Malerei im Sand, auf Baumrinde und auf dem Körper wurde erst spät überhaupt als Kunst angesehen. Dabei ist die Körperbemalung von besonderer Bedeutung, denn sie hat die Motive und Muster moderner Kunst Australiens entscheidend beeinflusst. Die weiße Körperbemalung ist bis heute, bzw. heute wieder essentiell für rituelle Tänze, mit denen die Aborigines in die Traumzeit gelangen können. [2.10. 06:40] Nahuel: *Nicht vergessen!* Usain Bolt, der schnellste erfasste Mensch unserer Zeit wäre in einem fairen Wettrennen mit T8 unterlegen. Doch T8 starb vor 20.000 Jahren in Australien, Usain Bolt ist also sicher. Heute noch.

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11.10.2019 — Welt / Frankreich / Spanien

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finden wir prähistorische Fußabdrücke von Menschen, die vor Zehntausenden Jahren gelebt haben und anhand der Abstände zwischen den Abdrücken, der Größe der Füße und der Tiefe Abdrücke können Wissenschaftler heute ziemlich genau berechnen, wie schnell diese Menschen waren. Auf die selbe Art findet man die Geschwindigkeiten von ausgestorbenen Tieren, wie Dinosauriern aus. T8 jedenfalls war bei den Aborigines ein Jäger und jagte seine Beute nicht nach der Erschöpfungsmethode, sondern im Sprint. Er jagte vielleicht eines der riesigen Tiere, die nach der letzten Kaltzeit ausgestorben sind. An jenem Tag vor 20.000 Jahren sprintete T8 durch ein schlammiges Gebiet und wahrscheinlich nicht unter dem Vorwand, schnellster Mensch der Welt zu sein. Anhand der Fußabdruckmessungen kann man auch berechnen, dass er an diesem Tag mit 34km/h 5km/h langsamer war als Usain Bolt mit seinen 39km/h. Doch unter gleichen Umständen hätte der Aborigine-Jäger wahrscheinlich gewonnen und wenn nicht er, einer seiner Jäger-Kumpane oder sonst jemand aus der Schnellläufer-Traumzeit. [3.10. 10:52] Nahuel: *Nicht vergessen!* In der Nähe der Chauvet-Höhle in Südfrankreich, aber rund 20.000 Jahre später im späten Paläolithikum malten die Menschen noch immer ihre Beutetiere zur Beschwörung an die Felswände heiliger Höhlen. Hier fand man in der Höhle von Lascaux neben den Gemälden auch verzierte Speerspitzen aus Rentiergeweih, Öllampen, Schmuck und 403 Steinartefakte. 1948 wurde die Höhle für die Allgemeinheit geöffnet. Zu diesem Anlass wurde der Höhlenboden ausgeschachtet und abgesenkt, eine elektrische Beleuchtung installiert, eine Treppe eingebaut und eine schwere Bronzetür an den Eingang gesetzt, um das Höhlenklima (von konstanten 14 °C) nicht allzu stark zu destabilisieren. Die von etwa 1.200 Besuchern pro Tag abgegebene Atemluft beschädigte die Bilder jedoch deutlich. Kondenswasser und organische Substanzen führten zur Bildung von Schimmel. Deshalb wurde die Höhle 1963 für den Publikumsverkehr geschlossen und mit einem aufwendigen Belüftungs- und Klimaregulierungssystem versehen. Die Bilder wurden restauriert und werden seither täglich überwacht. Pablo Picasso soll 1940 nach einer Besichtigung der Höhle in Hinblick auf die moderne Malerei gesagt haben: „Wir haben nichts entdeckt.“ Damit meinte er, dass die zeitgenössischen Künstler, besonders er selbst, die Form der abstrakten Kunst nicht als erste Menschen entwickelt hätten. Zur Frankokantabrischen Höhlenkunst in Frankreich und Kantabrien/Spanien gehört auch die Höhle von Altamira mit den letzten Höhlenmalereien der Altsteinzeit während des Übergangs zum Neolithikum um 15.000ya. Die 930 Bilder wurden mit Federn oder Farbstiften gemalt. Als Farben verwendete man die gesamte Altsteinzeit über Holzkohle, Rötel und verschiedene Abstufungen von Ocker. Haltbar und auftragbar gemacht wurde die Farbe mit Fetten und Eiweißen. [4.10. 16:59] Nahuel: *Nicht vergessen!* Auch im südlichen Afrika gab es Felsmalereien, vor allem in Namibia. In der Apollo-11-Höhle, die während der Mondlandung 1969 erforscht wurde fand man sieben 27.000 Jahre alte Steinplatten mit Tiermalereien von Zebras und Nashörnern. Doch die Grabungsschichten reichen bis zu 100.000 Jahre in die Vergangenheit und deuten auf regelmäßige Besiedlung hin. So wurden 40.000 Jahre alte Straußeneierschalen gefunden. Zudem Knochen, Keramik, Holz, Holzkohle und 57.000 Steinartefakte. Somit gehört die Apollo-11-Höhle zu den frühesten Belegen künstlerischen Schaffens. Ab 22.000 v.Chr. sind Felsmalereien aus der Twyfelfontein-Höhle in Namibia überliefert. Ganze 9000 Bilder und 200 Felsplatten aus glattem Sandstein wurden hier geborgen. Neben visuellen Wundern vermitteln Ritzungen im Fels auch ein haptisches Erlebnis. Die Höhle wird bis heute genutzt und ergänzt. Es erscheinen Darstellungen von Jägern, Giraffen, Antilopen, Zebras, Löwen, Robben und Breitmaulnashörnern Von 4400 v.Chr. bis 100 n.Chr. wurden im sogenannten Buschmann-Pardies, einer Region in Namibia eine Haupthöhle und vereinzelt Nebenhölen mit Tierdarstellungen bemalt. In diesem historischen Siedlu.

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11.10.2019 — USA / Äthiopien / Somalia

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ngsgebiet gibt es zudem noch kugelförmige Felsformationen, durch die der Ort an Mytsik gewinnt. Von 5000ya sind alte Stoßzähne, Zähne, Kiefer und Knochen von Elefanten, nebst Werkzeug zum Schlachten bekannt. Ebenfalls vor 5000 Jahren wurde die Paula-Höhle von den San auf ihren nomadischen Reisen durch die Namib-Wüste genutzt. Die San leben teilweise bis heute wie vor 25.000 Jahren als Jäger und Sammler und haben die besondere Klick-Sprache entwickelt. Das Verbreitungsgebiet der San reichte in ferner Vergangenheit bis nach Äthiopien und Somalia. Sie wurden von Khoikhoi und Bantu verdrängt. Doch den Todesstoß erhielten sich durch die Europäer und die Umweltzerstörung. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass es bis 2050 keine traditionell lebenden San mehr geben wird. [5.10. 13:18] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Jōmon-Zeit ist in Japan 16.000ya bis 2300ya die längste Phase, die das Land bisher erlebt hat. Japan ist der letzte größere Ort der Alten Welt (Eurasien-Afrika) der vor 30.000 Jahren über Landbrücken von Nordostasien besiedelt wurde. Die Jäger und Sammler stammten aus Sibirien und weisen Verwandtschaften mit den nördlichen Ureinwohnern Nordamerikas und Sibiriens auf. Die heute lebenden Nachfahren der Jōmon, die Ainu weisen solch europäische Merkmale auf, dass Anthropologen lange Zeit glaubten, die japanischen Ureinwohner und die Europäer hätten einen gemeinsamen Vorfahren. Die Jōmon-Keramik von 13.000 v.Chr. ist die älteste der Welt und nach ihr ist die Kultur auch benannt (縄文 = Schnurmuster). Wie die europäische neolithische Schnurkeramik-Kultur vom 2800 bis 2200 v.Chr. verzierten die Jōmon ihre Töpfe mit Schnurabdrücken. Ab ca. 5000 v.Chr. bildeten sich in Japan immer größere Dörfer aus Bambus mit bis zu 300 Bewohnern. In der Zeit züchteten sie auch eine besondere Hunderasse, den Shiba-Hund, der als "Doge" seit 2013 ein Meme ist. Mit der nachfolgenden Yayoi-Periode ab 300 v.Chr. bis 300 n.Chr. kam es zu erstem wirklichen Ackerbau mit Kulturpflanzen. Damals entstand auch eine gänzlich neue Form der Töpferei. [6.10. 13:05] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Erstbesiedlung Amerikas ist zur Zeit noch Gegenstand wissenschaftlicher Debatten und regelmäßig werden neue Funde geborgen, die eine weitere Einreisewelle zu beweisen scheinen. Relativ sicher ist, dass vor etwa 15.500 Jahren die ersten Menschen von Sibirien aus Alaska betraten. Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan fand man das menschliches Skelett Naia von 12.000ya. Ein 11.500 Jahre altes Skelett Luzia wurde in einer Höhle in Brasilien gefunden. Vor 9300 Jahren lebte der Kennewick-Mann im US-Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA. Keines dieser Skelette ist in seiner Verwandtschaft zu heutigen Völkern unumstritten. Luzia zum Beispiel, deren Schädel erhalten ist, hat laut der University of Manchester eindeutig eine afrikanische oder melanesische (süd-ost-pazifische) Physiognomie, also keine asiatische Vorfahren. Eine Besiedlung aus Polynesien oder Afrika mit Schiffen wäre also in geringem Maß durchaus möglich. Der Fund des Kennewick-Manns ermöglichte eine neue Sichtweise: Die Rekonstruktion des Gesichts zeigte Merkmale einer europäischen Verwandtschaft, oder einer Verwandtschaft mit den japanischen Ureinwohnern, den Ainu. Dass Amerika von Europa aus besiedelt wurde, war bereits zuvor eine Hypothese gewesen. Über den Nordeuropäischen Eisschild wäre in der Eiszeit über Grönland nordamerikanisches Festland erreichbar gewesen. Doch moderne Genomforschung widerlegt diese Theorie. Die meisten Menschen kamen also nachweislich über die damals Wasserfreie Beringstraße zwischen Sibirien und Alaska. Innerhalb von nur 200 Jahren besiedelten die Neuankömmlinge ganz Nordamerika und Mesoamerika (Mittelamerika). Eine zweite Einwanderungswelle, ebenfalls von Sibirien aus brachte die Vorfahren der heutigen Indianer in Kanada und mit der dritten Welle trafen die Vorfahren der heutigen Inuit ein. [7.10. 17:56] Nahuel: *Nicht vergessen!* In der Altsteinzeit lebten die Menschen in der Region des Nils noch nicht im Niltal selbst, dessen Fruchtbarkeit eine der ersten Hochkultu.

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11.10.2019 — Europa

Europa

Europa und dem Nahen Osten. Neandertaler waren keine archaischen Gewaltmonster, sondern sie waren kleine haarige Menschen mit Begräbniskultur, Essenszubereitung, Kräuterheilkunde, Kunst, fein gearbeiteten Werkzeugen und sogar einer Sprache. Es kam bewiesenermaßen zu regem sexuellen Verkehr zwischen den beiden Menschen-Arten. Paläo-Anthropologen vermuten, dass der Neandertaler nicht wirklich ausgestorben, sondern in durch Fortpflanzung zum Teil des _Homo sapiens_ wurde. Es gibt sogar Indizien dafür, dass die helle Haut und die blauen Augen ein Erbe der Neandertaler sind. [13.9. 10:15] Nahuel: *Nicht vergessen!* Steinzeitliche Werkzeuge wurden häufig von denen hergestellt, die sie auch genutzt haben, aber es sind auch regelrechte Fabriken bekannt, in denen Steinwerkzeuge hergestellt wurden, um sie dann eintauschen zu können. Mit der Zeit nahm diese Wirtschaftstechnik sogar noch zu. Vor 385.000 Jahren bis 172.000 Jahren gab es im Südlichen Indien bei Chennai eine solche Werkstatt. Ähnliche Funde gibt es überall auf der Welt, wie auch im mittelhessischen Ziegenhain-Reutersruh bei Schwalmstadt. Zwar wurden bei Chennai keine menschlichen Überreste gefunden, dafür 7000 unbenutzte Steinwerkzeuge. Dabei handelte es sich um alles von Choppern, über Faustkeile bis zu modernen scharfen Klingen, mit denen man große Tiere schlachten konnte. Bei den Schöpfern kann es Es sich um _Homo erectus_ oder um _Homo sapiens neandertalensis_ handeln oder andere Menschenarten. Wer auch immer das war, er hat eine große Kultur geschaffen, die möglicherweise in Indien einen ihrer Ursprünge hat. Wobei der Träger einer Kultur nicht zwangsläufig der Schöpfer oder Erfinder sein muss. Der Stammbaum der Menschen ist ein Stammbusch. [14.9. 18:39] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die äußerste Grenze der für uns nachvollziehbaren Sprachen erstreckt sich dank der Lautforschung etwa 6000 Jahre in die Vergangenheit. Sprachen die damals gesprochen wurden, wie das Proto-Indoeuropäische (PIE) gelten als die Ursprachen der heutigen Sprachfamilien, von denen es heute rund ein duzend gibt. Manche Linguisten wollen aber auch darüberhinaus Sprache erforschen können. Nicht alles davon ist pure Fantasie. Die noch ältere Sprachstufe, aus der Indoeuropäische und Altaische (Türkisch, Usbekisch) nennen Sprachforscher Nostratisch, die bis in die Zeit vor 10.000 bis 15.000 Jahren zurückreichen. Noch weiter zurück geht es schwierig, doch auch hier gibt es Ansätze! Mit reiner Silbenforschung und der Suche nach Lauten, die auf allen Kontinenten vorkommen versuchen einzelne Forscher die Ursprache der Menschheit zu rekonstruieren. Similaritäten findet man zum Beispiel zwischen lateinisch _aqua_ für "Wasser", das vom PIE _akwa_ stammt und der Bezeichnung _wakwa_, die von der japanischen Urbevölkerung der Ainu für "Wasser" verwendet wird. Außerdem gibt es in alten australischen Sprachen das Wort _gugu_ für Wasser. Man kann also vermuten, dass es ein Urwort mit einem Klang wie _agwu_ gegeben haben könnte. Die Mehrheit der Linguisten hält es für verwegen, so weit zu gehen. Das hängt damit zusammen, dass Sprachen so schnell umgebaut, neu erfunden und um Silben ergänzt wird, dass eine Wurzel vor 50.000 Jahren als nicht ermittelbar gilt. Das Reich der Spekulationen ist unendlich und spannend. Denn klar ist, dass die Frühmenschen seit der Entwicklung des Kehlkopfes und der Stimmbänder vor rund 200.000 Jahren sprechen. Schon die Bibel geht davon aus, dass es bis zum Turmbau von Babylon eine Ursprache gab. Der Staufer-Kaiser Friedrich II wollte im 14. Jahrhundert n.Chr. auf eine recht grausame Weise herausfinden, was diese Ursprache war. Er sperrte Neugeborene weg, so dass sie die damalige Sprache nicht adaptieren könnten und ihre eigene entwickeln sollten. Die Kinder sprachen gar nicht sondern starben. Einen ähnlichen Versuch startete Jahrhunderte zuvor Pharao Psametich und im 15. Jahrhundert der schottische König Jakob IV mit ähnlichen Ergebnissen. [15.9. 15:17] Nahuel: *Nicht vergessen!* Eine Idee, wie Sprache entstanden sein könnte lässt sich in einer kurzen Geschichte erläutern: Frau Og h.

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