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39 Nachrichten

10 Quellen

Nordafrika / Südeuropa / Europa

Nordafrika / Südeuropa

Wohl mehr als 1000 Tote bei stärksten Stürmen in westlicher Mittelmeerregion seit 70 Jahren befürchtet; neben Überschwemmungen in MAROKKO, PORTUGAL, SPANIEN, ITALIEN und TUNESIEN besonders Flüchtlingsboote betroffen (von MKeilberth).

17 Quellen

Welt / Israel / Westasien

Westasien / Nordafrika

Gaza-Solidaritätsmarsch kehrt nach Repressionen in Ägypten und Ost-LIBYEN um und kehrt nach West-Libyen zurück (mit AFP).

17 Quellen

Nigeria / Iran / Israel

Iran / Israel

Israel kontrolliert laut eigenen Angaben Luftraum über iranischer Hauptstadt Teheran, wo Militär erneut Luftangriffe fliegt; Iran droht mit Ausweitung des Krieges gegen Militärbasen von mit Israel alliierten Ländern; Israel droht mit Ausweitung des Krieges gegen "jedes Ziel" der Ayatollah-Regierung im Iran ( Reuters), wobei eines der israelischen Ziele Regime Change im Iran zu sein scheint (von JBurke); Laut Mediator OMAN werden Atom-Gespräche zwischen Iran und USA vorerst nicht fortgesetzt (mit AP); CHINA verurteilt israelische Angriffe auf Iran (mit Reuters); 35 Tote bei israelischen Angriffen auf Gaza (mit Reuters); Gaza-Solidaritätsmarsch durch Nordafrika weitestgehend gestoppt (ji).

15 Quellen

Syrien / Philippinen / Portugal

Syrien

Hayat Tahrir al-Sham-Regierung Jolani und kurdische Syrian Democratic Forces-Miliz einigen sich auf vollständige Eingliederung der aktuell autonomen kurdischen Gebiete in Syrien; Teil des Abkommens ist Versprechen politischer Teilhabe und Staatsbürgerschaft für Kurden+, sowie Rückkehr vertriebener Kurden+ in ehemalige, von TÜRKEI besetzte Kriegsgebiete (mit dpa); Türkei optimistisch, zumal sich kurdische Kurdische Arbeiterpartei zuletzt aufgelöst hatte (von RSoylu); Am Wochenende hatten islamistische Milizen aus Kaukasus und Nordafrika in Süden Syriens mutmaßlich Massaker an hunderten Alawiten+ begangen, die zuvor HTS-Kämpfer+ getötet haben sollen und angeblich pro-Baschar al-Assad-Offensive geplant hatten (von MKeilberth); 350 alawitische Familien fliehen nach LIBANON (mit Reuters).

16 Quellen

Westasien / Nordafrika / Europa

Nordafrika / Europa

FRANKREICH kündigt an, in Außenpolitik künftig MAROKKOs Politik zu unterstützen, Westsahara (DARS) als autonome Region in Marokko zu integrieren, was UN-Friedensabkommen von 1991 widerspricht (mit AP); Nachbarland ALGERIEN zieht aus Protest gegen Entscheidung Botschafter aus Frankreich ab.

16 Quellen

Iran / UK / Ungarn

Nordafrika

Gefahren für Migranten+ durch Sahara steigen in letzten Jahren deutlich, insbesondere durch Zunahme von Entführungen, die in Sklavenarbeit, Lösegeldzahlungen oder Tod enden können.

16 Quellen

Frankreich / Neukaledonien / Philippinen

Nordafrika

Seit Jahresbeginn sind rund 10.000 in TUNESIEN aufgegriffene und nach ALGERIEN und West-LIBYEN abgeschobene Migranten+ gesamten Rückweg nach Süden, nach Zentral-NIGER angetreten (von MKeilberth).

17 Quellen

China / Westasien / Nordafrika

Nordafrika

ALGERIEN, TUNESIEN und West-LIBYEN beginnen Koordination einer möglichen Maghreb-Union, die jedoch von MAROKKO wegen schlechten Verhältnisses mit Algerien abgelehnt wird (mit AFP).

15 Quellen

Bhutan / Nepal / Pakistan

Europa / Nordafrika

EU vermeldet erheblichen Rückgang von Abwanderung von Migranten+ aus TUNESIEN, wo sie von Regierung Kais Saied bekämpft werden, wohingegen Zahlen aus LIBYEN zunehmen (mit AFP); Libyen schiebt 250 Migranten+ nach NIGER und Tschad ab (mit AFP).

2 Quellen

Italien / USA / Panama

Meldung

(2).

Aber diese Auseinandersetzung zwischen Legitimisten und Orleanisten war nur Teil eines größeren "Europäischen Konzerts", das 1815 zu spielen begonnen hatte und in dem zuletzt die preußische Pauke deutlich lauter geworden war. Deutschland als politisch definierter Raum bestand am 01. November 1873 noch nicht einmal 2 Jahre und es war ein Ergebnis des bereits erwähnten deutsch-französischen Kriegs 1870/71. Das DEUTSCHE REICH des protestantischen Preußens war darum bemüht, das katholische Frankreich außenpolitisch zu isolieren, auch aus Angst, Frankreich könne das frisch besetzte Elsass zurückhaben wollen. Kanzler Bismarck begann daher seine Bündnispolitik, u.a. mit dem neu gegründeten ITALIEN, das einen kolonialen Interessenkonflikt mit Frankreich um Nordafrika bemühte. Doch in den Nachrichten lässt sich nicht so sehr der Imperialkonflikt ablesen, sondern der ideologische Konflikt zwischen dem politischen Katholizismus (Ultramontanismus) Chambords und z.B. der Jesuiten, und den eher säkulär oder zumindest anti-katholischen Regierungen von Deutschland und Italien. Bismarcks Deutschland befand sich damals im sogenannten Kulturkampf gegen den Katholizismus, zu dem u.a. das anti-Jesuiten-Gesetz von 1872 gehörte. Die Jesuiten hatten im "Europäischen Konzert" eine politische Rolle eingenommen, da sie die absolutistischen Monarchien Frankreichs beeinflusst und z.B. auch in alten und neuen Kolonien, wie den USA oder Mexiko Fuß gefasst hatten. Einst der progressivste Glaubensorden waren sie im 19. Jahrhundert streng orthodox geworden und inzwischen stellen sie seit 2013 den Papst. In den Nachrichten lesen wir nun, dass die in Rom tätigen Jesuiten ihre offiziellen Niederlassungen verlassen, also sich dort möglicherweise unerwünscht gefühlt haben.

Aus diesem politischen Klima entstand 1870 übrigens die katholische Zentrumspartei, eine Vorgängerpartei der heutigen CDU, die in der Anfangszeit der Bundesrepublik Deutschland das religiös-politische Gegenstück zur eher evangelischen SPD wurde. Doch dazwischen vergingen über 75 Jahre, in denen sich das politische Klima von damals in noch ganz anderen Entwicklungen niederschlug, nämlich dem Ersten Weltkrieg.

Ein Blick in den "Rest der Welt" - so wird er zumindest behandelt - zeigt uns einen Imperialkrieg in PANAMA. Es sticht dabei besonders hervor, weil wir 1823 und 1903 mit den Nachrichten bereits in der Region waren und diese Nachricht ein passendes Zwischenstück zwischen beiden Jahren darstellt. 1823 wurde Panama, als Teil von Kolumbien, von Spanien unabhängig und im selben Jahr entwickelten die USA die Monroe-Doktrin, die "Amerika" für "(us-)amerikanisch" erklärte und 1903 stehen die USA kurz vor der militärischen Intervention, die Panama endgültig von Kolumbien lösen und in die totale militärische Herrschaft der USA über den geplanten Panamakanal begründen sollte. Von Interesse ist dabei die schmale Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika des Kanals, wofür es im 19. Jahrhundert aber noch nicht die technischen Möglichkeiten gab. Stattdessen hatten die USA in den 1850ern in Panama die 1. transkontinentale Eisenbahn Amerikas gebaut. Damals war das Schiff das schnellste und einfachste Transportmittel, wohingegen die meisten Landwege noch so beschwerlich und lang waren, wie im Mittelalter. Als 1848 in Kalifornien Gold gefunden wurde, bot es sich für die US-Amerikaner der Ost-Küste also an, nicht zu Fuß oder auf Karren den direkten Weg durch ganz Nordamerika bis zur Westküste einzuschlagen, sondern mit dem Schiff von der US-Ostküste an den Ort zu fahren, wo der Kontinent am schmalsten war, dort den Landweg einzuschlagen, und auf der anderen Seite das Schiff zur Westküste nach Kalifornien zu nehmen. Diese schmalste Stelle war Panama, wo die USA die Eisenbahn bauten und fortan als strategische Infrastruktur ansahen, die es unbedingt zu schützen galt, wie z.B. 1873. 1856 fand die 1. Militärintervention übrigens nach einem Streit um eine unbezahlte Wassermelonenscheibe statt - ein vorgeschobener Grund.

16 Quellen

Niger / Äthiopien / Südamerika

Nordafrika / Migration

Wohl 41 Menschen bei Flüchtlingsschiffbruch vor ITALIEN gestorben, wobei Schiff von TUNESIENs Hafenstadt Sfax gestartet war (von BHugonnet); 27 Tote in LIBYsch-tunesischem Grenzgebiet; MAROKKOs Küstenwache hält 56 Migranten+ an Weiterfahrt zu SPANIENs Kanaren ab, nachdem in letzten Wochen dutzende Menschen auf der Route gestorben sind (arn); 13 EU-Staaten, darunter DEUTSCHLAND beklagen, bei Migrationsberatungen mit Tunesien nicht beteiligt gewesen zu sein (von KHearst).

15 Quellen

Niger / Pakistan / Zentralasien

Nordafrika / Europa

TUNESIENs größte Nobelpreis-ausgezeichnete Gewerkschaft UGTT ruft Nobelpreis-ausgezeichnete EU auf, sich um Migranten+ zu kümmern, die seit Wochen von Sicherheitskräften des EU-Partners Kais Saied nach LIBYEN abgeschoben wurden (mit AFP) und dort auch während der aktuellen Hitzewelle weiter täglich hundertfach eintreffen; vertriebene Migranten+ protestieren in libysch-tunesischer Wüsten-Grenzregion als "Black Lives Matter"; UGTT solidarisiert sich mit afrikanischen Migranten u.a. mit der Begründung, dass sie ebenso unter europäischem Kolonialismus zu leiden hätten, wie sie (von rgh und msl); 30 Vermisste nach Flüchtlingsschiffbruch vor ITALIEN (mit dpa); Laut Studie ist Seenotrettung kein Anreiz für mehr Migration (von UWagener).

0 Quellen

Juli 2023

Meldung

Juli 2023 In diesem Monat fanden Wahlen in Thailand, Kambodscha, Usbekistan, Guatemala und Sierra Leone, was jeweils von einer überdurchschnittlich hohen Nachrichtendichte begleitet wurden, sowie jeweils Topmeldungen, die auf dieser Karte diesmal als schwarze Punkte eingezeichnet sind, anders als im Juni. Die meisten Topmeldungen gab es jedoch in den letzten 5 Tagen des Monats zu Niger, weil dort ein Putsch stattfand, der außerordentliche internationale Reaktionen hervorriefen, die mich vermuten lassen, dass diese Reihe von Topmeldungen auch im August noch fortgesetzt wird. Nordafrika bleibt vor allem wegen der Migrationsbekämpfung häufig erwähnt, der Sudan wegen des dortigen Krieges und Kenia wegen der Oppositionsproteste, sowie seiner Bedeutung in der internationalen Politik. Russland, die Ukraine und die Türkei waren im Fokus wegen des UN-Getreideexportabkommen, Israel wegen seiner umstrittenen Justizreform und Argentinien wegen einer umstrittenen Verfassungsänderung in der Provinz Jujuy.

11 Quellen

Niger / Russland / Bosnien und Herzegowina

Europa / Nordafrika

EU verkauft laut NGO EuroMed Rights in EU verbotene oder streng regulierte Überwachungstechnologien an Unternehmen und Staaten in Nordafrika und Sahel-Zone als Entwicklungshilfe, die dortige Bevölkerung und insbesondere Migranten+ überwachen (von KHearst).

15 Quellen

Südafrika / Agrarwelt / Europa

Extremwetter

Extreme Hitze führt zu Temperaturen von 40-50°C in Nordafrika und Westasien; ÄGYPTENs Landwirtschaft wird bis 2038 5-8% mehr Wasser benötigen (von KEGawhary); 80°C Oberflächentemperatur an Ort in CHINA; Baugewerkschaft fordert strengere Hitze-Regeln nach Tod von 2 Bauarbeitern.

15 Quellen

NATO / Nordafrika / Migration

Nordafrika / Migration

Weiter 1200 Migranten+ in Militär-Grenzregion zwischen TUNESIEN und LIBYEN, wohin sie vor 6 Tagen nach anti-Migrations-Ausschreitungen in tunesischem Sfax deportiert wurden (von MKeilberth), was Präsident Kais Saied "wertebasierten" Umgang nennt; 20 Vermisste nach Flüchtlingsschiffbruch vor Sfax; Erstmals gerichtliche Verurteilung von Menschenhändlern in Libyen, denen Entführungen, Folter und Erpressung vorgeworfen werden; in Libyen werden seit Jahren schwere Menschrechtsvergehen an Migranten+ begangen (mit AP); ITALIEN nennt nun auch MAROKKO "strategischen Verbündeten für Sicherheit im Mittelmeer", um Migration zu bekämpfen (von FBongarra); Nordafrikanische und europäische Regierungen gehen seit einigen Monaten deutlich verschärft gegen Migration vor, teilweise koordiniert.