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USA / Deutschland / Argentinien

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Peronismus Durch die anlaufende Industrialisierung wuchsen die Städte durch den Zuzug der Landbevölkerung und eine neue Arbeiterschicht entstand, die ihre Rechte einforderte. 1943 wurde Juan Domingo Perón Arbeitsminister der damaligen Militärregierung. Sie hatte im selben Jahr die zivile Regierung gestürzt, die zuvor den Kriegseintritt gegen Nazi-Deutschland in Aussicht gestellt hatte. Die Militärregierung hatte sich dagegen gestellt, da sie selber zum Teil Freunde des Faschismus waren, aber auch, weil sie sich nicht mit den Briten und den US-Amerikanern verbünden wollten, die Argentinien ausbeuteten. Argentinien entschied sich für den Dritten Weg, der von beiden Seiten des Weltkriegs übel genommen wurde und wird. Auch Perón zufolge waren die Alliierten Großbritannien und USA der treibende Motoren für die neokoloniale Abhängigkeit Argentiniens. Als Arbeitsminister unterstützte Perón die Gewerkschaftsbewegung und führte sie so erstmals ins aktive politische Leben ein. Bis dahin hatten die großen arbeitenden Bevölkerungsgruppen keine soziale und politische Repräsentation. Mit ihrer Hilfe wurde er 1946 zum Präsidenten gewählt und schlug einen demokratischen, deutlich weniger faschistoiden Weg ein. In seinen vielen Sozialprogrammen und Verfassungsreformen führte es den Acht-Stunden-Tag ein, ermöglichte Tarifverhandlungen, gründete eine Sozialversicherung für Arbeiter, führte das Wahlrecht für Frauen, sowie Gleichstellung in der Ehe ein, Verstaatlichte die Infrastruktur (zuvor in Hand ausländischer Investoren und argentinischer Eliten), industrialisierte das Land, machte die Grundschulbildung kostenlos, verbot rassistische Diskriminierung und löste die Universitäten von staatlicher Kontrolle. Kurz: Er errichtete einen linken Wohlfahrtsstaat auf der Basis kapitalistischer Mischwirtschaft mit erheblichen staatlichen Eingriffen. So wurde Argentinien zum egalitärsten Staat Amerikas, also mit der am engsten geschlossenen Einkommensschere. Wahre Volkspopularität verschuf ihm seine Frau Evita, die 1952 mit nur 33 Jahren starb. In Europa blicken wir heute auf Perón als ein Nazi-Kollaborateur zurück, der nach Kriegsende zahlreiche NS-Kriegsverbrecher aufnahm… ebenso wie die Alliierten in ihren Ländern, Kolonien und Besatzungszonen, oder auch der Vatikan. Der Begriff der „Rattenlinien“ wurde von US-Geheimdiensten geprägt, die damals schon um die Macht- und Kapitalinteressen US-amerikanischer Unternehmen in Argentinien fürchteten und daher 1946 eine Wahl Peróns verhindern wollten. Natürlich sind viele Nazis nach Argentinien ausgewandert und Perón unterhielt sehr gute Verbindungen zu Francos faschistischem Spanien. Doch der außereuropäische Faschismus war ein Teil des Versuchs, sich der Biploarität des Krieges im globalen Norden zu entziehen, insbesondere der angelsächsischen Dominanz. Der Faschismus war auch in Argentinien nur eine kleine Stütze zum Einschlagen des sogenannten „Dritten Wegs“ in Zeiten des Kalten Kriegs, wie in Österreich, Spanien, Jugoslawien, später Indien. Nach Peróns Wiederwahl 1951 veränderte sich sein Regierungsstil mit der zunehmenden Polarisierung des Landes in Peronisten und Anti-Peronisten zu mehr Repression: anti-peronistische rechts-faschistische Oppositionsparteien, die von der US-Botschaft unterstützt wurden, wurden verboten, ebenso wie die Koalitionsbildung im Parlament. Außerdem wurde die übermächtige Oppositionspresse, die mit Pseudo-Informationen (Fake News) jede Regierungsarbeit unmöglich machte, verboten. 1955 wurde Perón mit brutalen Massakern an Zivilisten durch das Militär, unterstützt von der katholischen Kirche und den Oligarchen aus dem Amt geputscht und der Peronismus verboten, von dem damals gut 40% der Bevölkerung Anhänger war. Perón exilierte sich nach Spanien. Die Regierungen von 1955 bis 1973 waren entweder zusammengesetzt aus brutalen europäisch-rechts-faschistischen Militärs, oder ihren Marionetten.

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Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft / Türkei / Nordkorea

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EU will 400 Kindern der 13.000 in Not geratenen Flüchtlinge auf griechischer Insel Lesbos helfen, 400 (bbc); Luxemburger Außenminister Asselborn wirft Österreich, da es während EU-RatsPs UN-Migrationspakt abgelehnt habe (dS).

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Welt / Österreich / Ungarn

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Nicht vergessen! (Bayern-Reise 21) Nicht umsonst ist die Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft DDSG Vielen ein Begriff. 1829 gegründet war sie im 19. Jahrhundert die größte Binnenschifffahrtsgesellschaft der Welt und erstreckte sich von Budapest über Wien bis Regensburg. In den 1820ern kam das Projekt erstmals im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn (Deutsche, Ungarn, Italiener, Tschechen, Polen, Kroaten, Ukrainer, Rumänen, Serben, Slowaken und Slowenen) unter Kaiser Franz I. und Kanzler Metternich auf dem Plan. Wien wuchs damals unermesslich durch den Zuzug der Landbevölkerung aus dem gesamten Reich. Insbesondere im böhmischen Teil ging die Industrialisierung besonders schnell voran. Die vielen in Armut lebenden Arbeiter mussten möglichst billig mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Da es keine kostengünstigere Lösung gab, wurde die DDSG als Aktiengesellschaft gegründet. Damals waren in Nordamerika bereits 50 Dampfschiffe unterwegs und auch Rhein und Elbe wurden erstmals befahren. Die Donau war besonders herausfordernd, da sie nicht "gezähmt" war, viele gefährliche Stromschnellen barg und einen hohen und schnellen Pegelwechsel hatte. Durch britische Ingenieure wurden diese Herausforderungen gemeistert. Die DDSG hatte nicht nur finanzielle Vorteile zur Folge, sondern auch ein Näheraneinanderwachsen zwischen Österreich und Ungarn, dessen beide Hauptstädte (14h Fahrt stromabwärts, 48h stromaufwärts) miteinander verbunden wurden. Die Expansion erfolgte auch wegen geopolitischer Interessen Österreichs am Schwarzen Meer, wo Russland und das Osmanische Reich miteinander konkurrierten. 1840 erstreckt sich das Liniennetz der 5 Seedampfer im Schwarzen Meer und Mittelmeer von Rumänien über Konstantinopel (Istanbul) bis Smyrna (Izmir) und von Triest an der Adria aus bis nach Alexandria und Beirut. Doch eine kleine Wirtschaftskrise und Misswirtschaft ließ 1845 das Wiener Bankhaus Geymüller Bankrott gehen, das die DDSG finanziert hatte. Die DDSG wurde verstaatlicht und kurz darauf an den "Österreichischen Leut" verkauft, die schärfste Konkurrent der DDSG. Fortan konzentrierte sie sich wieder auf die Dampfschifffahrt ausschließlich auf der Donau. Damit einher kam auch exklusiverer Passagierverkehr: die Erste Klasse. 1880 werden auf 5500km zwei Millionen Passagiere befördert. Die 200 Dampfschiffe und 1000 Güterkähne haben solch einen Energiehunger, dass ein firmeneigenes Kohlerevier ausgebeutet wird. Die Arbeiter der Firma genossen einige Vorteile: Wohungen, zugängliche Krankenhäuser, eine Pension, unkündbare Arbeitsverhältnisse, Krankengeld und Leistungsprämie. 1914 bis 1918 agierten die Schiffe als Kriegstransporter und Lazarettschiffe im Donauraum, der zum Kriegsschauplatz wurde. Die Flotte der DDSG wurde 1918 auf die Nachfolgestaaten verteilt, darunter Österreich und Ungarn, wo staatliche Hilfen ihr Überleben sichern. 1938 übernimmt nach dem Anschluss Göring die DDSG und lässt sie in den Kriegsjahren zerbombt werden. 1945 sind 80% der Schiffe, Werften, Stationen, Bergwerke und Infrastruktur entschädigungslos zerstört. Als Österreich 1955 seine volle Souveränität zurückbekommt, wird die gesamte DDSG verstaatlicht, um sie konkurrenzfähig zu halten. 1991 wird die Firma wieder verkauft und aufgeteilt in eine Cargo- und eine Tagesfahrten-Gesellschaft rund um Wien.

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Mai 2020

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Mai 2020 In diesem Monat wurden in den Kurznachrichten "In Kürze" 1060 Tote erwähnt, überwiegend aus West- und Zentralafrika, die nicht an CoViD19 starben, sondern von Soldaten aller Coleur grausam getötet wurden. Zusätzlich berichtete ich von 532 weiteren Toten, die nicht an CoViD19 starben.

Der Monat begann mit einem seltenen Lichtblick aus dem seit 40 Jahren mit Krieg geplagtem *Afghanistan* (1.5)! Die innenpolitische Krise, die mit der unterschiedlichen Interpretation der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl zwischen Präsident Ashraf Ghani und seinem Konkurrenten Abdullah Abdullah begonnen hatte, wurde beigelegt. Ghani bleibt Präsident, wie es das Wahlgericht bereits entschieden hatte, und Abdullah bekam den Posten des Vorsitzenden des "Komitees zur Nationalen Versöhnung", das nun der Herausforderung gegenübersteht, mit der radikal-islamischen Taliban zu verhandeln, die über große Teile des Landes herrscht (17.5). Sollten Ghani und Abdullah in dieser Angelegenheit gemeinsam an einem Strang ziehen, bestehen echte Chancen für eine Befriedung des Landes, nachdem in den letzten 17 Jahren westliche Armeen dies nicht geschafft haben. Eine zeitlich begrenzte Waffenruhe gehörte zu den ersten Erfolgen (24.5). Im *Bürgerkrieg in Libyen* setzte sich der Trend des letzten Monats fort (18.5). Die Regierung in Tripolis unter Unterstützung der UN, der Türkei und der Italiens schaffte mehrere militärische Erfolge gegen General Khalifa Haftar Regierung in Bengasi und den ölreichen Regionen, die massiv von russischen Söldnern (7.5,26.5) gestützt wird. Nach den *Parlamentswahlen in Mali* (1.5) hat zwar die Opposition ein klares Wachstum zu verzeichnen, ihr Anführer Cissé bleibt jedoch weiterhin in Geiselhaft. Die innenpolitischen Kämpfe in *Brasilien* entwickelt sich mehr und mehr zu einem Kampf zwischen den Gerichten des Landes, allen voran dem Verfassungsgericht (14.5) und Präsident Bolsonaro, dem viele Verbündete in Regierung und Verwaltung abhanden gehen (1.5,15.5,25.5) und dem Amtsmissbrauch nachgewiesen werden kann (13.5). Zeitgleich grassiert die Pandemie und bedroht auch seine Nachbarländer (9.5,16.5). Die *Zukunft der Corona-Politik in Europa* steht in den Sternen. Eine Lockerung der Maßnahmen führt zu einem Anstieg der Neuinfektionen, was immer größere Bevölkerungsteile scheinen, willig sind hinzunehmen. Frankreich (2.5,11.5) und Russland (11.5) suchen im Gegensatz zu Indien (30.5) einen Mittelweg, während die NATO (2.5) sich schon jetzt für eine Zweite Welle im Herbst rüstet. Ein 500-Milliarden-Fond (18.5) von Merkel und Macron wurde von den anderen EU-Mitgliedern Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark (23.5) verhindert. Die Lufthansa ist mit unverhältnismäßig viel Steuergeld gerettet (20.5), die Rettung der Menschen findet in Deutschland nun allerdings nicht mehr auf Bundesebene statt, sondern wie in den USA, auf Länderebene (26.5). Die *Corona-Politik in den USA* war das Ziel bewaffneter Proteste (1.5), die zunächst friedlich blieben (s.u. "Unruhen in USA"), schließlich auch vor dem Kongress untersucht werden sollte, zu dem Trump den wichtigsten Immunologie-Berater Fauci nicht ließ (2.5). Für Trump ist klar, dass es sich um einen biologischen Angriff aus China handelt (7.5), der die ~25% Arbeitslosigkeit (8.5) verursacht hat, und zieht daraus entsprechende Konsequenzen (29.5). Dabei profitiert er sogar von der Krise, die die Nation spaltet und setzte das Asylrecht an der Grenze zu Mexiko aus (20.5), wird auch bei den Präsidentschaftswahlen im November profitieren. Zuletzt kündigte Trump jedwede Zusammenarbeit mit der WHO auf (29.5). Die Proteste gegen *Rassismus in den USA* sind untrennbar von der unberechenbaren Corona-Politik ihres Präsidenten, flammten ein erstes mal in Indiana auf (8.5), dann nach einem Lynchmord am Jogger Arbery in Georgia (11.5), schließlich sehr heftig nach dem vorsätzlichen Mord in Polizeigewahrsam am Afroamerikaner Floyd (28.5). Daraus entwickelten sich dermaßene Unruhen in vielen Städten der USA, dass Ausgangssperren ausgerufen wurden (31.5). Kurz flammte in Deutschland die seit Ende des Zweiten Wel.

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Welt / Polen / Litauen

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Aus der Welt gefallen 9.

Die Seligen Der Staatenbund aus Polen und Litauen war Ende des 18. Jahrhunderts durch die drei Großmächte Europas Preußen, Russland und Österreich zerschlagen worden. Nach der ersten Teilung 1772, nach der die bedeutende Stadt Krakau an Österreich und das Dorf Borowiec an Preußen gefallen wäre, wurde neuverhandelt. So fiel 1795 Krakau an Preußen und Borowiec mit seinen rund 800 Einwohnern an Österreich. 1807 gründete Napoléon Bonaparte auf besetzten Gebieten das Herzogtum Warschau, das auch Krakau einschloss. 1815 nach dem Ende der langen Koalitionskriege und der Exilierung Napoléons wurden auf dem Wiener Kongress die europäischen Grenzen neu verhandelt. Auf ihm berief sich Österreich auf die Grenzen von 1772, und Preußen auf die Grenzen von 1795, was entschieden hätte, an wen Krakau fallen würde. Da eine Einigung unerreichbar schien, machte Russland den Vorschlag, Krakau zu einer unabhängigen Republik zu machen. Dieser Vorschlag wurde von allen drei Seiten angenommen, deren gemeinsames Protektorat die neue Republik wurde. Doch das Dorf Borowiec wurde in den Verträgen nicht berücksichtigt, da Österreich und Preußen es jeweils der anderen Partei zugeschrieben hatten. Borowiec wurde von keinem Staat für sich beansprucht und war dementsprechend ein rechtsfreier Raum. Schon im Februar 1816 wurde das Dorf für einige radikale Napoléon-Anhänger, die strafrechtliche Verfolgung fürchteten zu einem Rückzugsort, an dem sie ihren eigenen Staat aufbauten. Fahnenführer der Bewegung waren der Pole Józef Urbański und der Franzose Adrien Lehideux, die schon während französischer Besatzung durch ihre Grausamkeit aufgefallen und Napoléon selbst unangenehm geworden waren. Die Freie Republik Borowiec wurde zu einem Versuchsfeld einer egalitären, hochmilitarisierten Gesellschaft. Im Mai 1816 lebten rund 3500 Dissidenten in der Freien Republik, die bis 1820 bestand. Die Gesetzgeber Urbański und Lehideux sorgten für die Verfassung und das Erziehungssystem des Stadtstaates. Alles was wir von ihnen wissen, stammt von preußischen Beobachtern, die ihre Berichte erst 20 Jahre nach Ende der Republik Borowiec schrieben. Demnach schufen sie ein verfassungsgemäßes Gleichgewicht zwischen einer Gruppe von Senatoren und einer Volksversammlung, die die Macht besaß, zu ratifizieren oder zurückzuweisen. Borowiec schaffte die Gold- und Silberwährung ab und ersetzte sie durch Eisen. Es gab eine strikte Reisebeschränkung, um korrumpierende Einflüsse der Großmächte zu vermeiden. Um die Probleme von Armut und sozialer Ungleichheit zu lösen, wurde das Land gerecht aufgeteilt. Einfachheit im persönlichen Bereich und in der Gestaltung des Haushalts wurde zur Norm. Es wurden gemeinsame Mahlzeiten eingeführt. Es gab öffentliche Leibesübungen, bei denen die Teilnehmer manchmal auch nackt waren. Verheiratete Frauen und Männer schliefen getrennt, außer wenn sie miteinander verkehren wollten. Borowiec erlaubte Beziehung zwischen Junggesellen und verheirateten Frauen mit älteren Ehemännern, aber keine andere Form des Ehebruchs. Kinder wurden nicht als Eigentum ihrer Eltern, sondern der ganzen Gemeinschaft betrachtet. Jene, die als ungeeignet oder ungesund von Geburt an galten wurden zum Sterben auf einen Berghang gebracht. Gemeinsam erzogen, schliefen die Kinder ab sieben Jahren in Schlafsälen, nackt und mit rasierten Köpfen, und wurden klimatischen Extrembedingungen ausgesetzt, um sie für die Notwendigkeiten des Soldatenlebens abzuhärten. Borowiec wurde zum Sinnbild für Tapferkeit und Selbstaufopferung, wo die Individualität dem Gemeinwesen geopfert wird und kein Preis als zu hoch erachtet wird, um den Gehorsam gegenüber den Anforderungen des Staates sicherzustellen. Das Ziel Urbańskis und Lehideux', aufgeschlossene, unabhängige und gemäßigte Bürger zu schaffen, schlug fehl. Teile der ansässigen Bevölkerung revoltierte immer wieder, wurde jedoch nicht blutig niedergeschlagen. Im November 1820, als sich ein Hungerwinter ankündigte, floh der Regierungsstab nach Warschau, Wien, Moskau und München. Im selben Monat noch wurde Borowiec der Republik Kraka.

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Deutschland

Deutschland

Deutschland schließt Grenzen zu FR, Schweiz, Österreich und Dänemark; 120 Länder von COVID19 betroffen; 156.400 Infizierte; Experten rufen dringend zu Selbstquarantäne auf, um alte und schwache Menschen zu schützen, die besonders betroffen sind; Österreich verbietet Versammlungen von mehr als 5 Personen; mehrere Länder und tausende Städte unter Quarantäne.

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Europa / Österreich / Tschechien

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Das Werden des Neolithikums ist ein komplizierter historischer Prozess und weder Begriffe wie "Neolithische Revolution", noch Schlagworte wie "vom Jäger zum Bauern" und "von der Barbarei zur Zivilisation" werden ihm gerecht. Ich werde sie trotzdem manchmal verwenden, wenn sie gerade passen. Er war, wie jeder historische Prozess von physischen Faktoren der Natur und psychischen Faktoren der Menschen angetrieben. Früher wurde der Ursprung des Neolithikums in Europa in der Tschechoslowakei (wie gesagt... früher) gesehen. Tatsächlich sind aus dieser Region besonders viele aufsehenerregende Funde bekannt, wie eine Lagerstelle, an dem über 100 Mammutkadaver lagen, oder erste Figuren aus Lehm. Allerdings sind diese Funde aus der Altsteinzeit vor 25.000 Jahren, obwohl man den Umgang mit Lehm und länger besiedelte Lagerstätten für eine Errungenschaft des Neolithikums hielt. Auch das Schleifen von Stein, konnte nicht mehr auf das Neolithikum allein beschränkt werden, wie Funde aus Österreich, Tschechien und der Ukraine beweisen. Die zwei wichtigsten Elemente des Neolithikums lassen sich also weit in die Vergangenheit nachvollziehen - keine Revolution! Auch die Tierzucht begann nicht erst dann, sondern war so alt, dass domestizierte Hunde beispielsweise zu Beginn der Jungsteinzeit von Nordeuropa bis zu den Natufien und weiter verbreitet war. Das Aufkommen des Neolithikums war auch auch ein geographischer Prozess, der in Jericho begann. Doch selbst dieses "ex oriente lux" ist ein Irrtum! Denn die Geschichte ist nie nie nie eindeutig. Zweifelsohne trug die erste geballte Stadt Jericho genauso zur Etablierung des Neolithikums bei, wie anatolische Hirten, skandinavische Fischer, mitteleuropäische Töpfer und iberische Schamanen. In Folge wird hier noch öfters der Begriff "Mesolithikum", also "Mittelsteinzeit" fallen. Das liegt am der unterschiedlichen Geschichtsschreibung, die einen fließenden Übergang von der Altsteinzeit zur Jungsteinzeit betonen möchte.

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Österreich / Europa / Deutschland

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zottig und gehen jagen, Frauen sind zottig und sitzen mit ihren Kindern vor ihrer Höhle. Frauen kochen, nähen und sammeln pflanzliche Nahrung. Dieses Bild aus Schulbüchern, Romanen, Filmen und Zeitungsartikeln ist natürlich nicht sicher, sonst würde ich dieses *Nv!* nicht so beginnen. Die Geschlechterunterschiede der heutigen Zeit werden vor allem aus dem rechten Lager mit der Annahme gerechtfertigt, es sei schon immer so gewesen. Die Turbulenzen im Geschlechterverhältnis machen prähistorische Geschlechterforschung interessant. Archäologische Funde lassen nicht erkennen, wer sie genutzt hat und es gibt keine bildlichen Überlieferungen. In einem Salzbergwerk bei Hallstatt in Österreich fand man Gräber aus dem frühen Neolithikum. Dabei handelte es sich um eine Werkssiedlung, in der schon damals Salz abgebaut wurde und nach genauer Untersuchung der Skelette fand man heraus, dass sowohl Frauen als auch Männer im Bergwerk arbeiteten. Frauen waren auch körperlich extrem belastet, als sie das Salz, das die Männer aus dem Berg geschlagen haben aus dem Berg heraustrugen. In Stetten an der Donau im Zeitraum von 2700 - 2200 v.Chr. fand man ebenfalls Gräber aus der Jungsteinzeit. In einem lag ein Mann mit starker Beanspruchung des rechten Arms und des Oberkörpers, und Arthrose. In einem weiteren fand man in Hockstellung das Grab einer Frau, die zwischen ihren Armen einen Säugingsskelett hielt. In beiden Gräbern wurden Pfeilspitzen und Werkzeug gefunden, mit dem man z.B. Kleidung herstellen konnte. Die meisten Höhlenbilder wurden ebenfalls von Frauen angelegt. Doch die Darstellungen von Tieren und Jagdszenen ist so genau, dass sie wohl dabeigewesen sein müssen. [27.9. 14:33] Nahuel: *Nicht vergessen!* Das Aurignacien (40.000ya - 31.000ya) war die Menschheitsepoche, in der _Homo sapiens_ und _Homo sapiens neandertalensis_ in Europa Tür an Tür lebten. Gegenseitige Beeinflussung führten zum Entstehen einer Kulturepoche, in der rituelle Religionspraxis erstmals Objekte erschuf und nicht allein die Naturgottheiten anerkannte. Der Löwenmensch von Hohlstein-Stadel in Oberschwaben ist das älteste bekannte Kunstwerk. Die 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elfenbein ist 31,1cm groß und stellt wohl ein Fabelwesen dar, oder einen Schamanen in dem Fell eines Löwen. Während der letzten Kaltzeit gab es in Deutschland Löwen ohne Mähne, die man auch in Felsmalereien erkennen kann. Besonders ist, dass der rechte Arm vom Körper absteht, also nur über die Schulter mit der Figur verbunden ist. Es hat also viel Geschick und Technik gebraucht, um dieses Kunstwerk herzustellen. Als ältestes Kunstwerk der Welt galt mit 31.000 Jahren lange das Wildpferd aus der Vogelherd-Höhle. Es wurde zusammen mit zehn weiteres Tierfigurinen 1931 aus den Höhlen der Schwäbischen Alb geborgen: ein Mammut, ein Ren, ein Bison, ein Höhlenbär, sowie mehrere Großkatzen. Diese Figuren aus Mammutelfenbein galten in den Riten der Menschen als Beschwörungsmittel, dass die Jäger genug Jagd nach Hause brachten. In der jüngeren Altsteinzeit, das auch Aurignacien genannt wird besiedelte der Cro-Magnon-Mensch Europa, der für die Anfertigung von Kunst wie dieser wohl steinerne Klingen und knöcherne Nadeln benutzt hat. Die Funde aurignaciener Kunst in den Höhlen des Lone-Tals und im Achtal sind Teil des UNESCO-Welterbes. [28.9. 13:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Riten der Altsteinzeit setzten sich nicht nur mit dem Überleben durch Jagd auseinander, sondern auch mit dem Ursprung des Lebens an sich. Dabei kam für die mystische Welt des frühen _Homo sapiens_ die eigene Geburt mit der Schöpfung der Welt gleich. Ebenfalls in der Schwäbischen Alb fand man die 35.000 bis 40.000 Jahre alte Mammut-Elfenbein Skulptur Venus vom Hohlefels. Sie ist die weltweit älteste Darstellung des menschlichen Körpers. Dieser Körper hat ausgeprägte weibliche Merkmale, wie große primäre und sekundäre Geschlechtsorgane, sowie einen schwangeren Bauch. Als Symbol für das Leben steht die "Venus" auch für Fruchtbarkeit der Erde und der Menschen. Venus-Figurinen kommen in vielen Kulturen unabhängig voneinander vor.