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Ägypten / Großbritannien / Sowjetunion (historische Ausgabe vom 05.01.1958)

Karibik

Britische Kolonien Antigua und Barbuda, Barbados, Cayman, Dominica, Grenada, Jamaika, Montserrat, Anguilla, St. Lucia, St. Vincent, Trinidad und die Turks-Inseln schließen sich auf Initiative Großbritanniens zu Westindischer Konföderation zusammen; Alleine wäre es kleinen britischen Kolonien, wie auch in Afrika, Asien und Ozeanien, wohl nicht möglich, souveräne Staaten und Mitglieder der UN zu werden.

12 Quellen

Neuseeland / Indonesien / Vietnam

Barbados

Regierung Mia Mottley stellt 150Mio$-Investitionsplan vor, der vom SAUDIschen Entwicklungsfonds finanziert werden soll; zuvor 1. Saudi-Arabien-Karibische Gemeinschaft-Gipfel (von JClark).

12 Quellen

Nordkorea / Pakistan / Afghanistan

Barbados

Regierung Mottley problematisiert sinkendes Bevölkerungswachstum und Überalterung; während barbarische Bevölkerung seit 1950 um 69.000 auf 269.000 zunahm, verfünffachte sich Bevölkerung in z.B. Belize und Bahamas im selben Zeitraum auf 400.000 (von MMorgan).

2 Quellen

Karibik / Haiti / Guyana

Barbados

Gerüchte über möglicherweise sehr aussichtsreiche Kandidatur von Premierministerin Mottley als nächste UN-Generalsekretärin; Mottley stellte 2018 Zahlungen an den Internationaler Währungsfonds ein, führte Barbados 2021 aus der Monarchie in die Republik, begründete 2022 die Bridgetown-Inititative, co-organisierte 2023 zusammen mit FRANKREICHs Präsident Macron den Klima- und Finanzgipfel und nahm an zahlreichen transnationalen Gipfeln und Versammlungen teil, wie bei der G77 oder der UN-Generalversammlung (von JClarke).

0 Quellen

Welt / Barbados

Meldung

(3).

Die Zeitungen aus dem Jahr 1823 zu lesen ist eine recht andere Erfahrung, als im Jahr 2023 herauszufinden, was die Welt gerade politisch bewegt. Das liegt nicht so sehr an der Art und Weise, wie die Nachrichten aufgebaut sind, denn sie versuchten schon damals, wie heute, Geschehnisse darzustellen und in Zusammenhang zu bringen. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Es liegt auch eher weniger an dem Inhalt der Nachrichten, die von Kriegen, gesellschaftlichem Wandel und Diplomatie berichten - was nur mal wieder zeigt, wie gut das Format der Nachricht darin ist, wiederkehrende Motive im Weltgeschehen kenntlich zu machen, wie schlecht es aber auch sein kann, dies zu analysieren! Die Unterschiede von damals und heute sind eher technischer Natur: die Aktualität der Nachrichten variierte damals stark, die Zeitungen mussten gedruckt werden und waren deutlich weniger Menschen zugänglich. Während eine Regionalzeitung aus Barbados heutzutage von Jedem online abrufbar wäre, würde es mich wundern, wenn die Originalausgabe der Zeitung von Barbados, die ich für das Jahr 1823 genutzt habe, überhaupt jemals Kontinentaleuropa erreicht hätte. Der große Unterschied, der mir aufgefallen ist, ist der Schmu, der damals teilweise auf der Titelseite abgedruckt wurde: Wie man eine Eule fängt (man umläuft sie so lange, bis sie vergisst, den Körper ihrem Wendekopf nachzudrehen), wie man sich zu sechst einen Zahn teilen kann und was man gegen tollwütige Wölfe in Woronesch tun kann.

2 Quellen

USA / Europa / Essequibo

Meldung

(2).

Rund 100 Jahre später sollte dann aber nicht eine europäische Nation die Weltmacht der Briten ersetzen, sondern die 1823 noch recht jungen Vereinigten Staaten von Amerika. Die Nachricht über die Kriminalisierung des Sklavenhandels durch die Regierung Monroe mag auf den ersten Blick verwirrend sein, da es doch die USA waren, die erst in den 1860ern die Sklaverei ganz abschafften und Großbritannien deutlich früher (dazu kommen wir gleich). Der Sklavenhandel im Atlantik war Anfang des 19. Jahrhunderts noch unter wichtigem Einfluss Großbritanniens, das zwar 1807 selber Sklavenhandel abgeschafft hatte, nicht aber die Sklaverei an sich und dessen strategischer Verbündeter Portugal weiterhin Sklavenhandel im großen Maß betrieb. Die Nachricht aus dem gewaltsam niedergeschlagenen Sklaven-Aufstand in der britischen Kolonie DEMERARA-ESSEQUIBO, dem heutigen Guyana, spiegelt genau das wieder. Die USA betrieben mit ihrer Kriminalisierung des Sklavenhandels also vermutlich eine anti-britische Politik, die zudem in Zeiten diplomatischer Spannungen mit dem ehemaligen Kolonialherren stattfand. Diese Nachricht ist der Vorläufer der Monroe-Doktrin aus dem Dezember 1823, die auf die Parole "Amerika den Amerikanern" verkürzt werden kann. Sie führte einerseits dazu, dass sich in ganz Amerika von Europa unabhängige Staaten bilden konnten, aber sie bereitete auch die Grundlage dafür, dass die USA einen großen Teil der in Nord- und Südamerika stattfindenden Politik als ihre Innenpolitik wahrnahmen, was im 20. Jahrhundert in den militärischen Invasionen von Panama 1989, der Dominikanischen Republik 1965 und Grenada 1983 gipfelte, sowie in der Unterstützung von Militärputschen in Chile 1973, Guatemala 1954 und Brasilien 1964. Auch heute noch wirkt sich die Moroe-Doktrin beispielsweise militärisch durch das US-Südkommando, sowie wirtschaftlich und politisch durch das Sanktionsregime gegen Kuba, die US-Dollar-Hegemonie und die US-Macht über Internationaler Währungsfonds und Weltbank, sowie natürlich kulturell aus. Bei dem Sklaven-Aufstand in Guyana beging die britische Kolonialverwaltung übrigens den Kardinalfehler, nicht nur afro-amerikanische Sklaven zu töten, sondern auch einen Weißen, den anti-Sklaverei-Missionar John Smith. Seine Hinrichtung im Februar 1824 verstärkte in Großbritannien die öffentliche Meinung, neben dem Sklavenhandel solle auch die Sklaverei abgeschafft werden, was 1833 geschah.

An die Stelle der Sklaven als wichtigste Arbeitskraft traten in Nord- und Südamerika Vertragsarbeiter+ und Migranten+ die nicht minder ausgebeutet wurden. Auch in EUROPA war 1823 eine gesellschaftliche Transformation im Gange, an deren Ende der industrialisierte Kapitalismus stand. Die Nachricht über die Armutszahlen in Europa entnahm ich einer englischsprachigen Zeitung, die von sogenannten "Paupern" spricht, also wörtlich übersetzt "Armen". Dieser Begriff war zentral in den Anfängen der Industrialisierung, als die "Pauperisierung", also Verarmung der ländlichen Bevölkerung voranschritt. Karl Marx bezeichnet diesen Zeitabschnitt als "ursprüngliche Akkumulation" und 1823 wurde darüber - zumindest in Zahlen - berichtet.

Zuletzt ein HINWEIS: Die Aktualität der in den Nachrichten vom 26. September 1823 variiert ganz deutlich. In der Karlsruher Zeitung kann man lesen, welche Blumen gerade aktuell im Schlossgarten blühen und in vielen Zeitungen spiegelt sich das aktuelle gesellschaftliche Leben wieder mit Heiraten und Todesfällen, sowie in der Wiener Zeitung mit einem Wohnungsmarkt. Je weiter der Schauplatz entfernt ist, desto länger braucht die Nachricht, um zur Redaktion zu gelangen. Europäische Medien berichten relativ aktuell über die Kriege in Spanien und Griechenland und die Zeitung aus Barbados weiß relativ aktuelle Nachrichten aus Guyana zu berichten. Aber die Nachricht aus Peru ist tatsächlich eine Nachricht aus dem April 1823 und die seltene Nachricht aus China ist, so im Artikel geschrieben, auf dem Stand von Januar 1823. Wer weiß schon, durch wie viele Hände sie gegangen sein mag!

14 Quellen

Frankreich / Indien / USA

Frankreich

40 Präsidenten+ und Premierminister+ treffen zu von Frankreich und Barbados veranstaltetem Pariser Gipfel ein, um Organisationen wie die Weltbank, Internationaler Währungsfonds oder die Afrikanische Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank neu zu organisieren und Zugang zu erleichtern; Außerdem möglicherweise Gespräche über Umstrukturierung bestehender Schulden (von SEllena und TBourgery); Während barbadische Präsidentin Mottley Fokus auf privatwirtschaftliche Investitionen zur Bekämpfung der Erderhitzung legt, bekräftigt Macron Ziel reicher Staaten, armen Staaten jährlich 100Mrd$ bereitzustellen.

0 Quellen

Anfang der 2020er in #Guyana

Meldung

Anfang der 2020er in Guyana.

07.02.2020: - US-Erdölkonzern Exxon Mobil bezahlt Guyana 55Mrd$ weniger, als ihnen laut Markt zustünde; Opposition fordert Neuverhandlung der Verträge.

02.03.2020: - Richtungsweisende Parlamentswahlen, da Erdöl-Boom kurz bevor steht; weder PPP, noch APNU-AFC wollen mit Exxon Mobil (7.2) neuverhandeln.

12.03.2020: - Wahlgericht ordnet partielle Neuauszählung der Parlamentswahlen an; Opposition hatte Regierungspartei Betrug vorgeworfen.

21.03.2020: - Wahlgericht untersagt trotz Einigung inmitten des Ölbooms Neuauszählung der umstrittenen Parlamentswahlen; Premierminister von Barbados wirft guyanischem Premierminister Nagamootoo Vertuschung vor, um im Amt zu bleiben; Organisation Amerikanischer Staaten kündigt Sanktionen an.

12.06.2020: - Neuauszählung der Parlamentswahlen ergibt Sieg der Opposition-Partei PPP.

03.08.2020: - Wahlkommission erklärt 5 Monate nach Präsidentschaftswahlen und Neuauszählung Ali zu Gewinner (bbc).

20.01.2022: - Brasilien, Guyana und Suriname wollen gemeinsame Energie-Infrastruktur ausbauen; vor Guyana enorme Ölvorkommen entdeckt (6.1) (lp).

07.09.2022: - Regierung verurteilt Entscheidung Surinames, guyanischen Fischern+ keine Lizenzen mehr auszustellen (cnw); Laut Suriname haben bereits viele Guyaner+ Fischereilizenzen (cng); Streit kommt ungelegen, da beide Länder eigentlich bei der Ausbeutung der Rohstoffe in den gemeinsamen Gewässern (20.1) kooperieren wollen (nr).

27.11.2022: - Gruppe 80 bekannter Guyaner+ schreiben US-Vizepräsident Harris Brief, in dem sie "soziale, rassistische, ökonomische und politische Ungerechtigkeiten" durch Regierungspartei PPP beklagen und Regierung vorwerfen, Unfrieden anzustiften; Machtfrage in Guyana seit Fund großer Öl- und Gasvorkommen vor Küste verschärft (cnw).

19.12.2022: - Guyana verzeichnete 2022, wie erwartet, weltweit größtes BIP-Wachstum mit 57,8% wegen der großen, 2015 entdeckten Erdölvorkommen vor seiner Küste; Einnahmen werden bislang nicht gerecht verteilt (lp).

09.02.2023: - Präsident Ali kündigt an, Grenzen zu militarisieren und Militär auszubauen, da Guyana als neues erdölproduzierendes Land nun Gefahren anziehe; Armee soll insbesondere Grenze zu VENEZUELA besser bewachen (cnw).

12.02.2023: - US-Energiekonzern ExxonMobil und chinesischer Energiekonzern CNOOC gewinnen in guyanische Erdölfelder investierte Summen zurück, sodass nach 3 Jahren nun alle Einnahmen reine Gewinne sind (cnw).

Anfang der 2020er in Suriname.

28.05.2020: - Größte Oppositionspartei VHP wohl Gewinner der Parlamentswahlen; will keine Koalition mit Präsident Bouterses (30.11.19) nationaler Partei NDP.

14.07.2020: - Ex-Polizeichef Santokhi zu Präsident gewählt; ersetzt Präsident Bouterse, den er als Mörder verurteilt hatte (bbc).

15.09.2022: - Präsident Santokhi bittet ehemaligen Kolonialherren Niederlande um Unterstützung bei Neuverhandlungen über Internationaler Währungsfonds-Kredit (cnw); Suriname erlebte 2020 Zahlungsausfall (ed).

16.02.2023: - Sozialdemokratische NPS verlässt Regierungskoalition des Präsidenten Santhoki nach Streit um Ende der Treibstoff- und sonstiger Energiesubventionen; NPS befürchtet Verarmungswelle in Folge des Endes staatlicher Unterstützung; Regierung kann mit Mehrheit weiterregieren (cnw).

18.02.2023: - Demonstrierende stürmen Eingangshalle des Parlamentsgebäudes aus Protest gegen von Internationaler Währungsfonds verordnete Sparmaßnahmen und plündern daraufhin einige Läden in Innenstadt der Hauptstadt Paramaribo (sn); Sparmaßnahmen umfassen unter anderem Ende der Treibstoff- und Brennstoffsubventionen, wegen der Koalitionspartei NPS diese Woche bereits die Regierung Santhoki verlassen hatte (cnw); Zeitgleich und zuvor führten Gewerkschaften Streiks gegen Sparmaßnahmen an, die ohnehin hohe Lebenshaltungskosten ansteigen lassen werden (lp); 19 Verletzte und 120 Festnahmen bei jüngsten Ausschreitungen (srh), sowie Bericht über Schusswaffenverletzungen; Innenstadt weitestgehend abgesperrt (srh); USA verurteilen Angriff (sn); Suriname verspricht sich erheblichen Wohlstandszugewinn durch Öl- und Gasvorkommen vor der Küste, die jedoch noch nicht ausgebeutet werden (tse).

31.03.2023: - Protestierende fordern bei erster Demonstration seit den eskalierten anti-Internationaler Währungsfonds- und anti-Regierungsprotesten im Februar Reform der Wahlrechts, das zur Zeit städtische Landkreise vor ländlichen benachteiligt (bl).

11 Quellen

Anfang der 2020er in Grenada

Meldung

Anfang der 2020er in Grenada.

08.07.2022: - Bei Parlamentswahlen gewinnt sozialdemokratische NDC gegen konservative Regierungspartei NNP mit 51,8%; D.Mitchell neuer Premierminister.

17.01.2023: - Premierminister Mitchell bezeichnet illegalen Import von Handfeuerwaffen als Bedrohung für Sicherheit; Karibische Gemeinschaft bat zuletzt USA um Unterstützung bei Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.

Anfang der 2020er in Barbados.

30.11.2021: - Barbados löst sich aus monarchischer Personalunion mit UK und begründet republikanische Staatsform; Mason (22.10) neue Präsident.

20.01.2022: - Bei Parlamentswahlen gewinnt Partei der amtierenden Premierminister Mottley alle Sitze im Parlament; will gegen Klimawandel und Antibiotika-Resistenz vorgehen.

15.12.2022: -  Oberstes Gericht schafft Gesetz aus britischer Kolonialzeit ab, das gleichgeschlechtlichen Sex kriminalisiert.

Anfang der 2020er in Trinidad und Tobago.

12.08.2020: - Regierungspartei gewinnt Parlamentswahlen; Opposition wirft Premierminister Rowley zu lockeren Umgang mit venezolanischen Flüchtlingen vor (bbc).

04.05.2021: - Trinidad verschärft Lockdown.

17.05.2021: - Trinidad erklärt Ausnahmezustand.

24.09.2022: - Staatlicher Gaskonzern unterzeichnet neues Abkommen mit britischem Energiekonzern BP, um Gas nach UK zu exportieren; Trinidad nutzt Energiekrise zur Expansion auf europäischem Markt.

Anfang der 2020er auf den Caymans (britisch).

06.10.2020: - EU streicht Cayman-Inseln und Oman von Liste der Steueroasen; Cayman-Inseln sind aber weiterhin wichtige Steueroase.

22.09.2022: - Opposition im Parlament des britischen Überseegebiet bereitet Misstrauensvotum gegen Premierminister Panton wegen fehlender Führungskompetenzen vor; Verdacht, dass Panton 2021 vorgezogene Neuwahlen ausgerufen hatte, um  einem drohenden Misstrauensvotum gegen den inhaftierten Parlamentspräsident zuvorzukommen.

Anfang der 2020er auf Bermuda (britisch).

23.10.2022: - Premierminister Burt als Vorsitzender der sozialdemokratischen PLP-Regierungspartei wiedergewählt; Premierminister der Bahamas Davis ruft PLP bei deren Parteitag auf, Weg in die Unabhängigkeit zu gehen; Bermuda ist derzeit noch britisches Überseegebiet, also nicht souverän.

13.01.2023: - 80% der Einwohner+ gegen Unabhängigkeit von UK.

Anfang der 2020er auf den Jungferninseln (britisch).

29.04.2022: - Premierminister Fahie wegen versuchten Drogenhandels in USA festgenommen.

30.04.2022: - Premierminister Wheatley lehnt Anfang des Monats formulierten Vorschlag ab, dass Gouverneur Rankin bis 2024 Regierungsgeschäfte übernehmen soll; Gouverneur ist Repräsentant der englischen Königin und nicht demokratisch gewählt; Premierminister Fahie gestern wegen versuchten Drogenhandels in USA festgenommen.

03.05.2022: - Ostkaribische Staatengemeinschaft OECS verurteilt Pläne der UK-Regierung, direkte Herrschaft über Überseegebiet Jungferninseln auszuüben, nachdem Premierminister Fahie festgenommen wurde; Auch Proteste auf Jungferninseln gegen UK-Plan.

Anfang der 2020er auf Aruba und Curaçao (niederländisch).

21.03.2021: - Bei Parlamentswahlen in niederländischer Karibikinsel Curaçao gewinnen Parteien, die gegen niederländisch verordnete Sparmaßnahmen und Reformen sind; Rechtspopulistische MFK wird wohl Premierminister stellen; MFK war schon bis 2017 Regierungspartei, bis ihr Chef wegen Korruption und Geldwäsche verurteilt wurde; will Unabhängigkeit von den Niederlanden.

26.06.2021: - Regierungspartei von Aruba gewinnt Parlamentswahlen trotz Rekordteilnahme von 12 Parteien; Arubas traditionelles 2-Parteien-System war zuletzt korruptionsanfällig, weshalb Premierminister Wever-Croes im März zurückgetreten war.

Anfang der 2020er auf Martinique und Guadeloupe (französisch).

21.11.2021: - FR entsendet Spezialtruppen in Überseegebiet Guadeloupe, nachdem doch anti-Lockdown-Proteste eskalieren.

22.11.2021: - Generalstreik auf französischen Überseeinseln Martinique und Guadeloupe gegen Impfpflicht für Krankenhauspersonal.

27.11.2021: - FR verzögert Impfpflicht auf Überseegebieten Guadeloupe und Martinique nach Protesten; FR bereit, mit Guadeloupe Gespräche über mehr Autonomie zu führen.

10 Quellen

Anfang der 2020er in Jamaika

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Anfang der 2020er in Jamaika.

04.09.2020: - Rechts-demokratische Regierungspartei JLP gewinnt bei Parlamentswahlen mit 77,8%; Premierminister Holness' Corona-Politik scheint zwar zu scheitern, doch hohe Beschäftigung und sozialer Wohnungsbau führen zu Zustimmung (AJ).

10.09.2022: - Charles III. neuer König von Jamaika.

16.11.2022: - Premierminister Holness ruft partiellen Ausnahmestand aus, nachdem Mordrate gegenüber Vorjahr um 6,8% ansteigt.

18.11.2022: - Regierungskabinett stimmt Errichtung einer Kommission zur Verfassungsänderung vor, um britischen König Charles als Staatsoberhaupt zu entfernen und Republik auszurufen.

02.03.2023: - IWF gewährt Jamaika 1,7Mrd$-Kredit.

Anfang der 2020er in Bahamas.

17.09.2021: - Premierminister der Bahamas Minnis bei Parlamentswahlen abgewählt; Wahlkampf unter Einfluss der Corona-Folgen, wie Arbeitslosigkeit.

13.09.2022: BAHAMAS/UK: Bahamanischer Premierminister Davis deutet Referendum über Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der Republik an; Elizabeth II. war längste Monarchin der Bahamas.

Anfang der 2020er in St. Kitts und Nevis.

31.08.2022: Oberstes Ostkaribisches Gericht erklärt Verbot von homosexuellem Sex in St. Kitts für verfassungswidrig.

Anfang der 2020er in Antigua und Barbuda.

07.07.2022: - Oberstes Gericht erklärt Gesetz zur Kriminalisierung von gleichgeschlechtlichem Sex für verfassungswidrig, da es gegen Schutz der Freiheit, freie Meinungsäußerung und Schutz der Privatsphäre verstößt; Gesetz besteht seit 1995 und hat Wurzeln in britischer Kolonialgesetzgebung.

11.09.2022: - Premierminister kündigt Referendum bis 2025 an, bei dem über Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der Republik abgestimmt werden soll.

20.01.2023: - Sozialdemokratische Regierungspartei ABLP gewinnt bei Parlamentswahlen 9 von 17 PaSitzen, sodass Premierminister Browne zum 3. mal wiedergewählt werden kann; sozialdemokratische Oppositionspartei UPP verzeichnet Gewinn von 5 Sitzen.

29.03.2023: - 13 kamerunische Migranten nach Flüchtlingsschiffbruch auf Weg von Antigua zu US-Jungferninseln vermisst; Antigua hatte bereits Anfang der Woche UN um Hilfe gebeten, um Umgang mit hunderten kamerunischen Geflüchteten zu finden.

Anfang der 2020er in Dominica.

13.10.2021: - Schweiz schließt bilaterale Abkommen mit Dominica und Georgien, um dort eigenen Emmissionsüberschuss auszugleichen.

08.11.2022: - Premierminister Skerrit kündigt Auflösung des Parlament und Neuwahlen für Dezember an; bei letzten Wahlen bekam seine linke DLP 18 der 21 Sitze im Parlament; Neuwahlen sollen Dominica, laut Skerrit, auf post-Corona-Welt vorbereiten und DLP-Partei erneuern; im Oktober war konservativer Oppositionsführer Linton von Parteivorsitz der UWP nach zahlreichen Wahlniederlagen zurückgetreten; Linton hatte 2019 Wahlergebnis nicht anerkannt und auch Organisation Amerikanischer Staaten schien sich in Wahlprozess einzumischen; Dominica bewegt sich seit Amtsantritt Skerrits von USA weg, hin zu VENEZUELA und CHINA; Anführer der konservativen DFP kritisiert Neuwahlen, da sie von Treibstofflieferungsproblemen und Extremwetter ablenke.

08.12.2022: - Premierminister Skerrit nach Wahlsieg bei vorgezogenen Parlamentswahlen zum 6. mal im Amt vereidigt; Skerrits linke DLP-Partei baut Mehrheit im Parlament um einen Sitz auf 19 von 21 aus, wobei wichtigste Oppositionsparteien Wahlen boykottiert hatten; Skerrit hatte Wahlen vorverlegt, um sich Mandat vor Corona-Wiederaufbau zu sichern und DLP zu erneuern; Commonwealth kritisiert, dass kurzfristige Ankündigung von Neuwahlen Debatte über Wahlreformen durchkreuzt hätten.

Anfang der 2020er in St. Vincent und die Grenadinen.

09.11.2020: - Labour-Partei gewinnt bei Parlamentswahlen 9/15 PaSitze, wodurch Premierminister Gonsalves 5. Amtszeit antritt.

01.08.2022: - Premierminister Gonsalves schlägt Referendum über Abschaffung der Monarchie vor; statt der englischen Königin Elisabeth II. würde gewählter Präsident Staatsoberhaupt werden; ähnlichen Weg beschritt zuletzt benachbartes Barbados.

14 Quellen

Peru / Armenien / Aserbaidschan

Barbados

Oberstes Gericht schafft Gesetz aus britischer Kolonialzeit ab, das gleichgeschlechtlichen Sex kriminalisiert; 2022 erklärten bereits Gerichte in Antigua und Barbuda und St. Kitts und Nevis ähnliche Gesetze für verfassungswidrig.

18 Quellen

Peru / Brasilien / Bangladesch

Ruanda

Internationaler Währungsfonds gewährt Ruanda mit 319M$-Kredit als drittem Land nach COSTA RICA und Barbados Zugriff auf neuen Klimafonds, mit dem arme Länder bei Bewältigung der Klimawandel-Folgen unterstützt werden sollen.

16 Quellen

Russland / Ukraine / Baltikum

Welt

V20-Ländergruppe der 20 armen und erderhitzungs-betroffenen Länder des Globalen Südens erwägen gemeinsamen Schuldenrückzahlungsboykott und fordern stattdessen Investition von 685Mrd$ in sogenannte debt-for-nature-swaps, durch die Klima und Umwelt geschützt werden sollen; V20 bestehen aus Afghanistan, Bangladesch, Barbados, Bhutan, Costa Rica, Äthiopien, Ghana, Kenia, Kiribati, Madagaskar, Malediven, Nepal, Osttimor, Philippinen, Ruanda, St. Lucia, Tansania, Tuvalu, Vanuatu und Vietnam; für zahlreiche dieser Länder, wie Bangladesch und Kenia wurde Schuldenrückzahlung in letzten Jahren beinahe unmöglich.

13 Quellen

Welt / Burundi / Salomoneninseln

Welt

Monarchisches Staatsoberhaupt von UK, Kanada, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Tuvalu, Salomoneninseln, Belize, Jamaika, Antigua und Barbuda, Bahamas, Grenada, St. Kitts und Nevis, St Janvier, St. Lucia und St. Vincent, sowie ehemaliges Staatsoberhaupt von Pakistan, Südafrika, Kenia, Tansania, Uganda, Malawi, Simbabwe, Nigeria, Ghana, Sierra Leone, Gambia, Mauritius, Malta, Sri Lanka, Fidschi, Guyana, Trinidad und Barbados gestorben; diese, teils politisch nicht sehr ausgeprägte Macht ist Erbe des ehemaligen britischen Weltreichs, schwand aber in den letzten Jahrzehnten, z.B. in den letzten Monaten mit der Ausrufung von Barbados als Republik und weiteren anti-monarchischen Bewegungen in der Karibik.

5 Quellen

Belize / Jamaika / Barbados

Meldung

Nach den Wahlen waren insbesondere Entwicklungen innerhalb der ehemaligen Regierungspartei und jetzigen Opposition UDP im Fokus regionaler, karibischer Medienberichterstattung des Nachrichtenportals Caribbean National Weekly Network mit Sitz im US-Bundesstaat Florida. Die Entwicklungen der UDP fanden zwischen dem unterlegenen Premierministerkandidaten Patrick Faber und dem Sohn des ehemaligen Premierministers Dean Barrow, Moses Michael Levi „Shyne“ Barrow, statt. Shyne war in den 1990ern Protegé des US-Rappers Puff Daddy. Faber und Barrow waren zwei der nur fünf UDP-Abgeordneten, die in das Parlament gewählt worden waren. Dort hatte zunächst Barrow den Fraktionsvorsitz übernommen und somit die Rolle als Oppositionsführer, bis er im September 2021 wieder von Faber abgelöst wurde. Anfang 2022 wurden gegen Faber Vorwürfe häuslicher Gewalt laut und im März 2022 wurde Barrow knapp erneut zum Oppositionsführer gewählt. Sollte er diese Position bis 2025 durchhalten, wäre er bei den nächsten Parlamentswahlen vermutlich Premierministerkandidat seiner konservativen UDP und könnte, wenn er gewählt wird, die Barrow-Dynastie zum wichtigsten Kapitel der Geschichte des unabhängigen Belize machen. Faber ist inzwischen ausgeschieden, nachdem er öffentlich eine Kampagne gegen die Personalpolitik der UDP anführte und im August 2022 daher aus ihrem inneren Kreis ausgeschlossen wurde.

Und die Regierung Briceño? Zentral in seiner Haushaltsplanung 2022 war die Wiederherstellung der Gehälter für Lehrkräfte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes, die Aufrechterhaltung der Schulden-Rückzahlung und die Durchsetzung der „Blauen Anleihen“, die ich noch genauer erläutern werde. Daneben kündigte er Investitionen in Straßen-Infrastruktur, den Bildungs- und Gesundheitssektor an. Der Oppositionsführer Barrow warf Briceño daraufhin vor, sich nicht genug um die steigenden Treibstoffpreise und Lebenshaltungskosten zu kümmern.

Im März 2022 geriet Belize wieder für einen kurzen Moment in das Licht der internationalen Medienberichterstattung, als eine Demonstration von indigenen Anwohnern den Besuch einer Kakao-Plantage durch das britische Prinzenpaar William und Kate verhindert hatte. Überschattet wurde das jedoch von dem Besuch des Paares auf Jamaika, wo ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Kultur medienwirksam Schadensersatzforderungen wegen der britischen Sklaverei forderte. Außerdem formulierte der jamaikanische Premierminister Holness den „Wunsch nach vollständiger politischer Unabhängigkeit“ und spielte damit vermutlich auf die englische Königin Elisabeth II. an, die auch in der ehemaligen britischen Kolonie Jamaika, wie in Belize, noch das Staatsoberhaupt ist. In Belize gründete die Regierung in diesem März einen Arbeitskreis zur Fortführung des Dekolonialisierungsprozesses, nicht medienwirksam. Die Kritik an der englischen Monarchie und die Abkehr von ihr, verknüpft Belize politisch also sehr mit dem karibischen Raum. Diese Entwicklung gewann im November 2021 eine breite internationale Aufmerksamkeit, als sich die ehemalige britische Kolonie Barbados von der englischen Monarchie löste und sich offiziell in eine Republik umwandelte.

Neben diesen beiden politischen Ereignissen wird Belize im Zusammenhang mit tropischen Wirbelstürmen, Maya-Archäologie und dem britischen Unternehmer John McAfee erwähnt, der von 2008-2012 hier lebte und merkwürdige Dinge tat.

10 Quellen

Kosovo / Serbien / Demokratische Republik Kongo

St. Vincent und die Grenadinen

Premierminister Gonsalves schlägt Referendum über Abschaffung der Monarchie vor; statt der englischen Königin Elisabeth II. würde gewählter Präsident Staatsoberhaupt werden; ähnlichen Weg beschritt zuletzt benachbartes Barbados.