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Somalia / Türkei / Libyen

Somalia / Türkei

Somalische Regierung Hassan Sheikh Mohamud erteilt Türkei das Mandat, eine somalische Marine zu errichten und gewährt türkischer Marine im Gegenzug bis 2034 Verteidigungshoheit über sämtliche somalische Küstengewässer, was auch Küste von Somaliland umfasst, die laut somaliländisch-äthiopischen Hafenabkommen von Januar 2024 unter der Kontrolle ÄTHIOPIENs steht, das seit 1993 keinen Meereszugang hat; Äthiopien und Türkei als regionale Mächte somit direkt in seit 1991 bestehenden Somaliland-Konflikt involviert (von RSoylu); Zeitgleich nähern sich Türkei und Ägypten weiter an, das ebenfalls mit Äthiopien in Konflikt um Nil-Durchflussmenge durch äthiopischen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm steht (von MTokay), und Türkei unterzeichnet Militärabkommen mit DSCHIBUTI; Allerdings kooperieren auch Äthiopien und Türkei seit al-Fashqa-Krise 2021 militärisch und politisch.

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Januar 2024

Meldung

Januar 2024 Das Jahr 2024 startete ereignisreich mit dem Beitritt von 5 neuen Ländern zum Staatenbund BRICS: Iran, Saudi Arabien, die VAEmirate, Ägypten, Äthiopien. In Lateinamerika ging die Vor-Wahlzeit in Venezuela in eine neue Phase über, als das Verfassungsgericht den Antrag der Regierung Nicolás Maduro zuließ, die Oppositionsführerin María Corina Machado zu den Wahlen zuzulassen, in Ecuador brach an einem Dienstag in der größten Stadt Guayaquil mit Gefängnisrevolten, Angriffen in der Öffentlichkeit und der kurzzeitigen Besetzung eines TV-Studios durch Jugendbanden der organisierten Kriminalität scheinbar die Ordnung zusammen, woraufhin der neue Präsident Daniel Noboa die Banden zu Terroristen erklärte und den Krieg ausrief, und in Argentinien arbeitet der neue Präsident Javier Milei an der größten Staatstransformation unserer Geschichte. Haiti blieb wegen seiner desolaten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation berichtenswert, zu der sich im Januar eine neue „Revolution“ unter Anführung des umstrittenen Guy Philippe gesellte, während in Kenia ein Gericht der Entsendung der 1000 Polizisten für die internationale Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti untersagte.

Der Iran stand im Januar besonders im Fokus, etwa wegen eines Anschlags auf die Gedenkfeier für den 2020 getöteten Quds-General Qasem Soleimani, den 2024 anstehenden Wahlen, wegen Drohungen gegen Israel, Aktivitäten iran-naher Milizen in Irak und Syrien, dem kurzzeitigen gegenseitigen Beschuss mit Pakistan (der sich scheinbar in Wohlgefallen auflöste), aber auch dem erneuten Anspruch Aserbaidschans an den durch Armenien verlaufenden und an den Iran grenzenden Zangezur-Korridor. In Pakistan stehen nun endlich Wahlen an, in Bangladesch sind die Wahlen bereits mit einem Sieg der Regierung Sheikh Hasina gegen die boykottierende Opposition zu ende gegangen und in Myanmar gerät die Militärregierung Min Aung Hlaing 3 Jahre nach ihrem Putsch zunehmend unter Druck.

14 Quellen

Sudan / Frankreich / Niger

Ägypten

Ägypten und ÄTHIOPIEN werfen sich gegenseitig Schuld an erneutem Scheitern einer 4. Verhandlungsrunde über Durchflussmenge des Nils durch äthiopischen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm vor (mit AFP).

17 Quellen

Israel / Palästina / Polen

Nordostafrika

Gespräche zwischen ÄTHIOPIEN, Ägypten und SUDAN über vitale Durchflussmenge am äthiopischen Nil-Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam enden erneut ohne Ergebnis (von KTabikha).

16 Quellen

Malediven / Europa / Welt

In Kürze

Grand Ethiopian Renaissance Dam-Damm am Nil in Äthiopien vollständig befüllt.

16 Quellen

Vanuatu / Südostasien / Russland

Nordostafrika

1. trilaterale Gesprächsrunde zwischen ÄTHIOPIEN, Ägypten und SUDAN zur Nil-Durchflussmenge am Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm endet ohne Ergebnis, da Minimalkompromiss der beiden erstgenannten Staaten nicht miteinander vereinbar sind; nächstes Treffen noch in diesem Monat geplant (von FOluoch).

10 Quellen

Libyen / Israel / Simbabwe

Nordostafrika

Ägypten, ÄTHIOPIEN und SUDAN setzen Gespräche über Durchflussmenge des Nils nach Vermittlungsversuchen der VAEmirate, nach Ausbruch des Krieges im Sudan und nach BRICS-Beitrittsangebot für Ägypten und Äthiopien, fort; während Ägypten auf bindendes Abkommen zur Durchflussmenge besteht, was für das Land elementar ist, während äthiopische Regierung Ahmed sich zukünftige Projekte, wie dem Grand Ethiopian Renaissance Dam, vorbehalten will (von ALucente); Besuch des sudanesischen Militäranführers und Präsidenten Abdel Fattah al-Burhan bei verbündetem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fatah as-Sisi war dessen 1. Auslandsaufenthalt seit Kriegsausbruch (von GMohamed) und begleitet von einer enormen Militäroperation, da rivalisierende RSF-Miliz kein sicheres Geleit gewährt hatte, wobei dessen Anführer Mohamed Hamdan Dagalo nun scheinbar doch Waffenruhe befürwortet.

18 Quellen

China / Indien / Ecuador

Ägypten

Ägypten und FRANKREICH planen Zusammenarbeit bei Wasserpolitik Ägyptens, z.B. durch Bau von Kanälen, Entsalzungsanlagen und neuen Technologien angesichts zunehmender Dürre und dem Streit um das Nil-Wasser durch ÄTHIOPIENs Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm (von GMohamed).

10 Quellen

Anfang der 2020er in Äthiopien 3

Meldung

Anfang der 2020er in Äthiopien 3.

01.11.2021: - Tigrynische Tigray People’s Liberation Front erobert wohl Großstädte Dessie und Kombolcha in Amhara; will bald eigene Territorien mit Territorien der verbündeten Oromo Liberation Army Oromo Liberation Army verbinden; Beide Städte könnten für Sieg der TPLF entscheidend werden; sollte Rebellenkoalition in nächsten Tagen nach Addis Abeba vorrücken, wie einige Beobachter+ vermuten, würde die TPLF die OLA in die Stadt einfahren lassen und sich selber im Hintergrund halten.

02.11.2021: - Regierung erklärt landesweiten Notstand wegen Vorrücken der TPLF; Regierung ruft Einwohner+ auf, sich auf Schlacht um Hauptstadt Addis Abeba vorzubereiten.

05.11.2021: - Rebellengruppen TPLF, OLA, ADM und mutmaßlich 4 weitere wollen Allianz zur Durchsetzung von mehr Autonomie für einzelne Regionen; Abkommen soll in Washington D.C. unterzeichnet werden; Äthiopische Armee laut eigenen Angaben kurz vor Sieg über TPLF; TPLF-Truppen rücken weiter gen Addis Abeba vor.

16.11.2021: - Laut UN hat Äthiopien in letzter Woche >1000 mutmaßliche Unterstützer+ der TPLF festgenommen.

29.11.2021: - Äthiopien dementiert Angriff auf sudanesische Truppen und wirft TPLF Eskalation in al-Fashqa vor; Äthiopien erobert Chifra.

01.12.2021: - Premierminister Ahmed erklärt Sieg über TPLF und ruft zu Kapitulation auf; Regierungstruppen erobern einige Städte in Amhara, Afar und Tigray; USA verzichten kurzfristig auf Einschätzung des Kriegs der Regierung gegen Tigray als "Genozid".

07.12.2021: - Regierungspartei erobert Großstädte Dessie und Kombolcha zurück; TPLF erlebt seit Tagen große Gebietsverluste.

20.12.2021: - TPLF kündigt vollständigen Rückzug nach Tigray an.

22.12.2021: - Armee führt Krieg trotz TPLF-Rückzug weiter; humanitäre Krise dehnt sich durch Flucht auf Sudan aus.

09.01.2022: - Humanitäre Hilfsgruppen brechen nach äthiopischen Luftangriffen auf Flüchtlingslager Arbeit in Provinz Tigray ab.

27.01.2022: - Tigray erhält erstmals seit September medizinische Hilfslieferung; bisher Blockade durch äthiopische Regierung, der vorgeworfen wurde, Tigray auszuhungern.

15.02.2022: - Parlament beendet landesweiten Notstand, der wegen Tigray-Krieg verhängt worden war.

20.02.2022 - Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm am Nil beginnt mit Stromproduktion; Ägypten kritisiert, dass Damm seine Existenz bedrohe.

23.02.2022: - Premierminister Ahmed bietet TPLF-Rebellen+ Verhandlungen an, insofern sie äthiopischem Interesse entsprechen.

24.03.2022: - Äthiopien erklärt Waffenstillstand gegen Tigray, um Humanitäre Hilfsleistungen durchzulassen; solche Hilfe wurde wohl seit Kriegsbeginn blockiert.

25.03.2022: - TPLF schließt sich äthiopischem Waffenstillstand an.

01.04.2022: - Erste Nahrungsmittelhilfen seit 100 Tagen erreichen Provinz Tigray; seit 2 Wochen Waffenruhe.

29.04.2022: - Laut äthiopischer Regierung sind TPLF-Truppen nicht, wie von ihnen behauptet, aus Region Afar abgezogen.

30.05.2022: - Äthiopien lässt in Verhaftungswelle 4000 Angehörige der OLA-Miliz in Amhara festnehmen; OLA hatte in Tigray-Krieg für Regierung gegen TPLF gekämpft.

20.06.2022: - 200-320 mutmaßlich ethnische Amhara in Provinz Oromia getötet; Oromo-Miliz OLA und Regierungsarmee werfen sich gegenseitig vor, für Massaker verantwortlich zu sein; Zuvor Kämpfe zwischen OLA und Regierungsarmee in der Region (15.6).

08.07.2022: - Premierminister Ahmed verteidigt sich und Regierungsarmee gegen Vorwürfe, sie würden ethnische Amhara nicht genug gegen Angriffe der Oromo-Miliz OLA schützen, und fordert von Parlament höhere Militärausgaben zur "Auslöschung" der OLA; unklar, ob OLA wirklich für Massaker an Amhara verantwortlich ist.

23.07.2022: - Somalische al-Shabaab greift Grenzstadt zu Äthiopien an und befindet sich scheinbar in Schusswechsel mit äthiopischen Truppen.

09.08.2022: Äthiopien entsendet etwa 2000 Streitkräfte in somalische Grenzstadt und errichtet dort Militärbasen, um Eindringen der islamistischen al-Shabaab-Miliz zu verhindern; geschieht anscheinend im Einverständnis mit somalischer Regierung (AA).

8 Quellen

Anfang der 2020er in Äthiopien 1

Meldung

Anfang der 2020er in Äthiopien 1.

16.01.2020: - Äthiopien, Ägypten und Sudan einigen sich auf nur schrittweises Auffüllen des Mega-Stausees am Grand Ethiopian Renaissance Dam-Nildamm während der Regenzeit.

28.01.2020: - 25. Tag des Internet-Shutdowns in Region Oromia, wo zur Zeit Unruhen stattfinden.

31.03.2020: - Internet nach zwei Monaten in ganz Äthiopien wieder zugänglich, um Coronabekämpfung zu vereinfachen.

29.05.2020: - Sicherheitskräfte sollen bei Aufständen in Oromia letztes Jahr laut UN außergerichtliche Exekutionen durchgeführt haben.

08.06.2020: - PaSprecherin tritt zurück, da sie Friedensnobelpreis-Premierminister Ahmed verfassungswidrige Verzögerung der Parlamentswahlen wegen Corona vorwirft.

01.07.2020: - 50 Tote bei Protesten in Oromia-Region nach Tod des Protestsängers Hachalu; zahlreiche Gewaltausbrüche in letzten Jahren (bbc).

05.07.2020: - Zahl der Toten bei Protesten steigt auf 166; Volksgruppe der Oromo fordert Sezession von Vielvölkerstaat Äthiopien, das durch Premierminister Ahmeds neoliberale Politik von Enteignungswelle getroffen wird (AJ).

06.07.2020: - Polizei hält nach Protesten 5 Vorstandsmitglieder der Oromo-Partei OLF an unbekanntem Ort fest (bbc).

04.09.2020: - USA pausieren Auszahlung von 100Mio$ Hilfsgeldern für Äthiopien wegen Staudammbau am Nil (taz).

08.09.2020: - Bei von Regierung verbotener Parlamentswahlen in Region Tigray könnten erneut Sezessionsbewegung Tigray People’s Liberation Front stärkste Kraft werden; Land bereits tief gespalten und für Eskalation anfällig (AJ).

11.09.2020: - Sezessionsbewegung TPLF gewinnt 98% bei Parlamentswahlen in Region Tigray; Äthiopien erkennt Wahl nicht an (bbc).

07.10.2020: - Parlament beendet Beziehungen zu Führung der Region Tigray, womit TPLF finanzielle Mittel entzogen werden.

28.10.2020: - Regierung verbietet Proteste gegen ethnische Gewalt gegen Amhara-Minderheit, da sie unnötig seien.

30.10.2020: - Separatisten-Partei TPLF erkennt Premierminister Ahmed nicht mehr als Obersten Befehlshaber des Militärs an; Beobachter befürchten Eskalation zwischen Region Tigray und äthiopischer Zentralregierung.

02.11.2020: - Separatisten-Miliz Oromo Liberation Army der Oromo-Minderheit tötet 32 Zivilisten der Amhara-Minderheit.

04.11.2020: - Äthiopien ruft Ausnahmezustand aus entsendet Armee in abtrünnige Region Tigray, nachdem TPLF Militärbasis angegriffen haben soll.

07.11.2020: - Äthiopien bombardiert TPLF-Militärstützpunkte in Tigray; Parlament setzt Regionalregierung von Tigray offiziell ab.

12.11.2020: - Humanitäre Hilfsorganisationen können kriegsbetroffene Region Tigray nicht erreichen; Äthiopien erobert große Teile Tigrays.

14.11.2020: - TPLF hat wohl Nachbarprovinz Amhara beschossen und bedroht Eritrea.

21.11.2020: - Äthiopien verweigert weiterhin Afrikanische Union-Friedensgespräche mit Tigray; UN befürchtet lang anhaltenden Krieg und Zusammenbruch der regionalen Stabilität; 2,3Mio Kinder benötigen humanitäre Hilfe.

26.11.2020: - Premierminister Ahmed gibt Befehl für "finale Offensive" gegen Hauptstadt von Tigray Mekelle mit 500.000 Einwohnern und Einwohnerinnen.

28.11.2020: - Armee hat laut eigenen Angaben volle Kontrolle über Großstadt Mekelle in Tigray genommen.

04.12.2020: - Laut Äthiopien beginnt Ende des Kriegs um Tigray, da fast alle TPLF-Anführer tot oder gefasst seien; Proteste in gesamter Region.

24.12.2020: - Äthiopische Armee tötet 42 Menschen, die gestern Massaker in Region Benishangul-Gumuz mit über 100 Toten verübt hatten, beschlagnahmt Waffen und entsendet weitere Soldaten.

10.01.2021: - Kämpfe in Provinz Tigray gehen auch 6 Wochen nach offiziellem Kriegsende weiter; Konflikt über den militärischen Eingriff des Nachbarlands Eritrea; auch Konflikt mit Sudan über fruchtbares Land in al-Fashqa-Grenzregion.

20.01.2021: - Wahlkommission spricht TPLF Status als Partei ab, da sie an einer bewaffneten Rebellion beteiligt sei; TPLF war lange Zeit Regierungspartei Äthiopiens, bis 2018 der amtierende Premier Abiy Ahmed übernahm.

11 Quellen

Thailand / Guatemala / El Salvador

Nordostafrika

Ägypten veranstaltet SUDAN-Gipfel und schlägt 3-monatige Waffenruhe vor, was auch ÄTHIOPIEN beim Intergovernmental Authority on Development-Gipfel gefordert hatte; Äthiopiens Premierminister Ahmed ruft Ägyptens Präsident Abd al-Fatah as-Sisi daher auf, sich IGAD-Statement anzuschließen; bei Sudan-Gipfel in Ägypten auch Gespräche (mit Reuters) mit Ergebnis, dass Ägypten und Äthiopien Grand Ethiopian Renaissance Dam-Dammstreit lösen wollen (mit Reuters); 87 Massalit-Angehörige in Massengrab in sudanesischer Region Darfur gefunden; RSF des Milizenanführers Mohamed Hamdan Dagalo soll die 87 Menschen getötet haben (mit Reuters).

8 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 3

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 3.

07.11.2022: - Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change verbündet sich mit sudanesischer Baath-Partei und weiteren Parteien, sowie einigen Rebellengruppen; neues Bündnis fordert säkularen Staat und Rücktritt der Militärs von ihren politischen Ämtern.

16.11.2022: - FFC sieht nach Gesprächen mit Militärregierung unter Abdel Fattah al-Burhan Einigung zu 80% der Streitpunkte für neues "politisches Framework", also Übergangsverfassung; Hauptstreitpunkt ist Rolle des Militärs, das ähnliche Politik verfolgt, wie 2019 gestürzter Langzeitpräsident Omar al-Baschir.

05.12.2022: - Militär unter Burhan und ziviles FFC-Bündnis einigen sich 1 Jahr nach Militärputsch auf 2jährige Übergangsphase, an dessen Ende Wahlen stehen sollen; Proteste gegen Abkommen und FFC, die Protestbewegung "verraten" habe; Abkommen kritisiert, da es Verteilung der Macht über Justizapparat nicht beinhalte.

16.12.2022: - Arabisch-sozialistische Baath-Partei zieht sich aus Oppositionsbündnis FFC zurück, nachdem es Übergangsabkommen mit Militärregierung Burhan unterzeichnet, da dieses Abkommen Burhans Putsch 2021 legitimiere; umstrittenes Abkommen, das Übergang zu ziviler Regierung regeln soll spaltet seit wenigen Wochen Revolutions- und Protestbewegung, u.a. da viele zentrale Themen über Machtverteilung noch nicht geklärt sind.

14.01.2023: - USA rufen alle politische Oppositionsgruppen auf, sich an Gesprächen mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan zu beteiligen, mit der Oppositionsbündnis FFC bereits umstrittenes Abkommen geschlossen hat; Abkommen führte zu Spaltung der Protest- und Revolutionsbewegung, wie des FFC, da es Militärputsch Burhans legitimiere.

28.01.2023: - Äthiopische Regierung Ahmed unterstützt offen sudanesische Militärregierung Burhan, nachdem Burhan Äthiopien Unterstützung im Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudammkonflikt mit Ägypten zusagt.

22.02.2023: - Wichtigster Paramilitärführer Mohamed Hamdan Dagalo äußert Reue für Teilnahme an Putsch 2021 und verspricht, Macht an zivile Regierung zu übergeben; Streitkräfte von "Hemeti" Dagalo hatten Massaker an protestierenden Zivilisten+ begangen und sind wichtige Machtstütze für Militärregierung Burhan; Burhan hatte zuvor angekündigt Dagalos Miliz in reguläre Armee integrieren zu wollen; Dagalos jüngste Äußerungen weisen also mutmaßlich auf einen inneren Konflikt der Machtelite hin, sind aber auch Teil eines ideologischen Konflikts, da Dagalo, anders als Burhan kein Interesse an islamistischer Regierungsführung hat.

18.03.2023: - Zivile Oppositionsbewegung FFC trifft sich zu Gesprächen mit Militärführern Burhan und Hemeti über Einsetzung eines zivilen Premierministers und ruft beide auf, Differenzen beizulegen; Hemeti betreibt unabhängig von Burhan auch eigene Außenpolitik, nachdem er wohl bei Vermittlungsversuchen durch Ägypten Benachteiligung erfahren hatte.

20.03.2023: FFC und Militärführer Burhan und Hemeti einigen sich, am 11. April Abkommen zur Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung, die am selben Tag Arbeit beginnen soll, zu unterzeichnen und bis Anfang April neue Übergangsverfassung zu erarbeiten; Abkommen soll von 9 Vertretern der Zivilgesellschaft, 1 Militär-Vertreter und 1 RSF-Milizen-Vertreter verfasst werden.

21.03.2023: - Oppositioneller Demokratischer Block DB bestehend aus Finanzminister Ibrahim und Gouverneur von Darfur Minnawi, sowie weiteren kleinen Gruppen lehnen Rahmenprogramm von Burhan, Hemeti und FFC zur Einführung einer zivilen Übergangsregierung ab, da sie nicht an Verhandlungen beteiligt gewesen seien.

31.03.2023: - Militärdelegation verlässt Gespräche mit zivilen FFC-Gruppen und RSF-Miliz über Verzögerung der Eingliederung der RSF in die regulären Truppen um 10 Jahre, was zum Vorteil des RSF-Anführers und Vizepräsidenten Hemeti wäre; Konkurrenz zwischen Hemeti und Präsident/Militärführer Burhan nimmt trotz Verhandlungen zu, zu denen sich Burhans Militär jedoch weiterhin bekennt; Auch USA bestätigen Unterstützung für Übergang zu ziviler Regierung, der bereits am 11. April erfolgen soll.

19 Quellen

Kuwait / Burundi / Ruanda

Angola

Angola und Ägypten unterzeichnen Kooperationsverträge bezüglich Verkehr und Sicherheit, aber auch der Nutzung von Grundwasser, was für beide Länder von hoher Bedeutung ist; Angola erlebt derzeit schwerste Dürre seit 40 Jahren und Ägypten droht durch ÄTHIOPIENs Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm am Nil existenzieller Wassermangel (von rgh und mjm).

7 Quellen

Anfang der 2020er in Ägypten

Meldung

Anfang der 2020er in Ägypten.

09.01.2020: - Kooperationsgespräche zu Bau des äthiopischen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Damms am Nil scheitern; Ägypten und Sudan fordern höhere Durchflussmenge, um Dürren zu verhindern.

09.04.2020: - Deutsche Regierung genehmigt im ersten Quartal 2020 Waffenexporte für 1,16Mrd€, besonders für Ägypten, das in Libyen eingreift.

22.05.2020: - Ägypten, Sudan und Äthiopien wollen Verhandlungen zu überlebenswichtiger Nil-Wasserverteilung wiederaufnehmen.

20.06.2020: - Ägypten bittet UN um Intervention bei GERD-Gesprächen die systematisch von Äthiopien torpediert werden.

21.06.2020: - Präsident Abd al-Fatah as-Sisi stellt Armee auf Auslandsmission ein; Libyen und Türkei gehen von Invasion nach Libyen aus.

20.07.2020: - Parlament stimmt einstimmig Truppenentsendung nach Libyen zu, um gegen "Milizen und Terrorismus" vorzugehen (AJ).

25.07.2020: - Afrikanische Union drängt auf Resolution zu äthiopischem GERD-Staudamm, nachdem Ägypten indirekt militärisch droht (tN).

05.08.2020: - Ägypten zieht sich aus aktuellen Umverteilungs-Gesprächen zum äthiopischen GERD-Nildamm zurück, da es Wasserknappheit für unverhältnismäßig gefährlicher hält, auch wenn Ägypten von Staudamm finanziell profitieren würde (AJ).

26.09.2020: - 1 Toter bei seltenen Protesten gegen autoritären Präsident Sisi; Anlass sind die Zerstörungen illegal errichteter Häuser in Armenvierteln; 70% der über 100Mio Ägypter leben an oder unter der Armutsgrenze.

02.11.2020: - Wahlbeteiligung bei 2. Runde der Parlamentswahlen nur bei 28%; überwiegende Mehrheit der PaAbgeordneten Sisi-freundlich.

11.01.2021: - Gespräche zwischen Ägypten, Äthiopien und Sudan zum äthiopischen GERD-Staudamm scheitern erneut, weil Sudan darauf besteht, dass Wasser-Experten der Afrikanische Union mehr Kompetenzen bekommen.

05.04.2021: - Präsident Sisi meint, dass Staudamm-Konflikt mit Äthiopien "nicht mit Diplomatie" zu lösen sei.

13.11.2021: - Nil-Anrainerstaaten Ägypten und Tansania vertiefen Beziehungen bei Infrastruktur und Energie; Streit um Fließmenge des Nils.

11.03.2022: Ägypten verbietet nach Ukraine-Kriegsbeginn Getreideexport.

25.03.2022: - IWF kündigt Absicht an, Ägypten angesichts der drohenden Ernährungskrise wegen der hohen Weizenpreise Kredit zu geben.

01.07.2022: - Ägypten und Sudsudan haben geheimes Abkommen über Durchflussmenge der Nil-Zuflüsse unterzeichnet; Ägypten will so negative Folgen des äthiopischen GERD-Staudamms am Nil ausgleichen, indem Südsudan 5-7% weniger Wasser für sich entzieht.

01.11.2022: - EU und Ägypten unterzeichnen Migrationsabkommen, nachdem Zahl über Libyen und Mittelmeer in Italien ankommender ägyptischer Migranten+ zunimmt.

18.01.2023: - Internationaler Währungsfonds kündigt Einigung mit Regierung Sisi an, dass staatliche Betriebe privatisiert und staatliche Ausgaben in Großprojekte minimiert werden; Ägyptisches Pfund erreichte letzte Woche historischen Tiefstand im Wechselkurs zum US-Dollar, was zu Importproblemen führt; unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges verlor Ägypten 20Mrd$ an kurzfristigen Staatsanleihen, was Präsident Sisi als Ursprung der aktuellen Finanzkrise bezeichnet.

18.03.2023: - Regierung Sisi hält sich "alle Optionen offen", um Wassermangel-Bedrohung durch äthiopischen GERD-Damm am Nil zu begegnen, nachdem Anrainerstaat SUDAN Annäherung gegenüber Äthiopien beginnt; Äthiopien kritisiert "unverantwortliche" Wortwahl Ägyptens.

19.03.2023: - Erstmals seit über 10 Jahren Außenministertreffen zwischen Ägypten und Türkei, um diplomatische Beziehungen zu Normalisieren; Spannungen seit Militärputsch des heutigen Präsidenten Sisi 2013 und seither im LIBYEN-Konflikt und in Fragen um Gasvorkommen im Mittelmeer; Handelsvolumen zwischen beiden Ländern verdreifachte sich sich trotzdem seit 2007 fast.

15 Quellen

Armenien / Aserbaidschan / Bulgarien

In Kürze

Arabische Liga positioniert sich gegen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Damm (von ro und nmr).

22 Quellen

Sudan / Jemen / China

Sudan

Konfliktgegner Abdel Fattah al-Burhan und Mohamed Hamdan Dagalo rufen sich weiter gegenseitig zu Dialog und Frieden auf; Armee stimmt laut eigenen Angaben 3-tägigen Waffenstillstand zu (, ta), der von RSF-Miliz initiiert worden war, den jedoch beide teilweise brechen (, PAChurm); Kämpfe in Hauptstadt Khartoum nehmen den Tag über ab (, HHendawi); Laut Analysten der International Crisis Group Horner ist Sudan unter starkem Einfluss arabischer Länder, wie Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate und SAUDI ARABIEN, die daher zwischen Konfliktparteien vermitteln sollten (, PFabricius); VAEmirate haben Freilassung der 27 in Merowe von RSF gefangengenommenen ägyptischen Streitkräfte verhandelt und könnten nun auch weiter zwischen RSF und Militär vermitteln (, AParasiliti); Militärflughafen von Merowe für Ägypten von strategischer Bedeutung, da Ägypten von hier aus Luftangriff auf Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm in ÄTHIOPIEN fliegen könnte, der Wasserversorgung Ägyptens gefährdet (, MKeilberth); Relative politische Stabilität im Sudan für Ägypten außerdem wichtig, um gemeinsam diplomatisch Position gegen GERD-Damm am Nil zu halten (, Reuters); Präsident Burhan sichert Evakuierung ausländischer Staatsangehöriger+ zu, die US-Regierung auffordert, zwischenzeitlich für ihre eigene Sicherheit zu sorgen (, EHagedorn) und dafür rügt, im Land gewesen zu sein (, JAbdalla); Konflikt vorausgegangen war Machtkampf zwischen Hemeti und Burhan während der Verhandlungen über Einsetzung einer Zivilregierung; Katalysator für Konfliktausbruch könnte enger Zeitrahmen gewesen sein, der Einigung für Anfang und Einführung einer Zivilregierung für 11. April willkürlich vorsah und von ausländischen Diplomaten+ festgelegt worden war (, JCraze).

15 Quellen

Westasien / Welt / Nordamerika

In Kürze

Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm zu 90% fertig.

13 Quellen

Welt / Iran / Westasien

Ägypten / Äthiopien

Ägyptische Regierung Abd al-Fatah as-Sisi hält sich "alle Optionen offen", um Wassermangel-Bedrohung durch äthiopischen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Damm am Nil zu begegnen, nachdem Anrainerstaat SUDAN Annäherung gegenüber Äthiopien beginnt; Äthiopien kritisiert "unverantwortliche" Wortwahl Ägyptens.