Bei Präsidentschaftswahlen nach Tod des Präsidenten Ebrahim Raisi kommen kurdisch-aserbaidschanischer Reformpolitiker Massud Peseschkian und klerikaler Jalili in Stichwahl; Wahlbeteiligung mit 40% geringer als erwartet (mit APA); Da auch reformorientierte Präsidenten im Iran recht wenig Einfluss haben, kritisieren Oppositionelle die Wahlen stets als Legitimation für Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte (von DSepehri); Angriff auf Wahlteam in Provinz Sistan-Belutschistan (mit Reuters).
Bei heutigen Präsidentschaftswahlen gilt amtierender Mohamed Ould Ghazouani als Favorit, mit dem Land wohl in nächster Amtszeit Gas-Exporteur werden könnte; islamistische und Menschenrechts-Kandidaten kritisieren Korruption und Misswirtschaft; Menschenrechts-Kandidat und anti-Sklaverei-Aktivist Abeid kritisiert hohe Jugendarbeitslosigkeit, die Jugend "ruiniert" und zu massenhafter Abwanderung geführt habe (mit AP).