Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute

Recherche

Volltext
Zeitraum
Länder / Territorien
Themen1 gewählt
Quellen
Treffer

21 Nachrichten

12 Quellen

Frankreich / Neukaledonien / Demokratische Republik Kongo

Ecuador

Ex-Vizepräsident Jorge Glas wegen Veruntreuung von Geldern zu 13 Jahren Haft verurteilt; Ex-Präsident Rafael Correa wirft Gerichten vor, Urteil aus politischen Gründen gefällt zu haben (von MWeichler).

14 Quellen

Haiti / Ecuador / Niger

Ecuador

Tribunal erklärt Festnahme und Entführung des Ex-Vizepräsidenten Jorge Glas aus mexikanischer Botschaft für "illegal und willkürlich", ordnet aber Freilassung nicht an; MEXIKO unterbricht ohnehin eingefrorene Freihandelsgespräche wegen Entführung; DEUTSCHLAND bemüht sich trotz deutscher Staatsbürgerschaft von inhaftiertem und in Hungerstreik befindlichem Glas nicht um Kontaktaufnahme (von HNeuber); Arbeitsministerin Núñez verklagt Ex-Präsident Rafael Correa wegen Hochverrats nach dessen Kritik an Festnahme seines Ex-Vize Glas.

15 Quellen

Sudan / Papua-Neuguinea / Westasien

Ecuador

158 Festnahmen "terroristischer" Bandenmitglieder durch erhöhte Militärpräsenz auf Straßen, Flughäfen und Häfen und weiteres Vorgehen haben laut Regierungsvertretern zu Reduzierung der Mordrate von 28 auf 6 geführt; Präsident Daniel Noboa wirft Vorgängerregierungen Rafael Correa, Moreno und Guillermo Lasso vor, nicht genug gegen Bandengewalt unternommen zu haben; Correa hatte begonnen, Kriminelle verstärkt inhaftieren zu lassen, wodurch Gefängnisse zu Zentren krimineller Organisationen wurden, was unter Moreno dazu führte, dass Kriminalität tagtäglicher wurde und unter Lasso wurde militärischer Einsatz gegen Banden begonnen, was zu Zunahme der Todesfälle führte, Banden aber nicht effektiv bekämpfte; Noboas Kriegserklärung gegen Banden ähnelt Vorgehen des Präsidenten Nayib Bukele in El Salvador und verschärft den bewaffneten Konflikt; Grundsätzlich führen steigende Armutsquote und mehr Geldwäschemöglichkeiten durch Dollarisierung des ecuadorianischen Finanzwesens zu personeller und struktureller Stärkung der organisierten Drogenkriminalität (von MGPalacio und FADPabon); ARGENTINIEN liefert Familienangehörige des vor 2 Wochen aus Haft geflohenen Bandenanführers Fito nach Ecuador aus.

15 Quellen

Armenien / Guyana / Simbabwe

Ecuador

Senat stimmt für Amtsenthebungsverfahren gegen Generalstaatsanwältin Salazar, die eher gegen Ex-Präsident Rafael Correa ermittelt habe, anstatt gegen organisierte Kriminalität.

9 Quellen

Gabun / Guatemala / Ecuador

Ecuador

Bei gleichzeitig zu 1. Runde der Präsidentschaftswahlen am Wochenende stattgefundenen Parlamentswahlen gewann linke Rafael Correa-Partei RC Sitze hinzu und bleibt stärkste Kraft (von MWeichler); Erfolgreiches Referendum gegen Ölförderprojekt in Amazonas-Schitzgebiet erfordert nun neues Geschäftsmodell für Ressourcenausbeutung (von KHenkel).

13 Quellen

Ecuador / Niger / Libanon

Ecuador

Präsident Guillermo Lasso verhängt Notstand für 60 Tage, nachdem Präsidentschaftswahlenkandidat Villavicencio gestern erschossen wurde; Villavicencio galt als Kritiker der linken Vorgängerregierung Rafael Correa, der er in mehreren Fällen Korruption vorwarf; Laut aktuellen Umfragen hätte er bei Wahlen am 20. August wohl 4. oder 5. Platz belegt (mit dpa und AFP); Zunehmende Gewalt durch kriminelle Banden nimmt seit wenigen Jahren deutlich zu (von KHenkel).

14 Quellen

Kambodscha / Sri Lanka / Migration

Ecuador

Linke Kandidatin Gonzáles der RC-Partei des Ex-Präsidenten Rafael Correa führt in Umfragen vor Wahl im August deutlich vor bei Wahlen 2021 unwahrscheinliche knapp drittplatziertem, grün-linkskonservativem Yaku Pérez und SPANIENs Vox-verbundenen Ex-Vizepräsident Sonnenholzner; einflussreiche indigene Dachorganisation Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador unterstützt keine der Kandidaten (von TBSchützhofer).

21 Quellen

Ecuador / Sudan / Welt

Ecuador

Präsident Guillermo Lasso kündigt an, bei Neuwahlen nicht wieder anzutreten; Lasso hatte am Mittwoch mit passiver Unterstützung des Militärs Parlament aufgelöst, das gerade Amtsenthebungsverfahren gegen ihn gestartet hatte (von mgt und obf); Verfassungsgericht erklärt Parlamentsauflösung für verfassungsmäßig; Linker Oppositionsführer Rafael Correa hält Neuwahlen für gute Chance für Regierungswechsel (von MWeichler); Auch unterlegener indigener Präsidentschaftskandidat Yaku Pérez erwägt Kandidatur; Laut Wahlkommission können Neuwahlen bereits im August abgehalten werden, wobei Frist erst Anfang 2024 ausläuft; Gewerkschaftsführer warnen mit Protesten, sollte Lasso in letzten Amtsmonaten per Dekret arbeitnehmerfeindliche Gesetze erlassen (von JDO).

0 Quellen

Anfang der 2020er in Ecuador

Meldung

Anfang der 2020er in Ecuador.

23.03.2020: - Gesundheitsminister tritt zurück, da Präsident Moreno nicht notwendige Ressourcen gegen Pandemie bereitstellt.

08.04.2020: - Ex-Präsident Rafael Correa und Ex-Vizepräsident Glas zu 8 Jahren Haft verurteilt; Correa vor, bei Präsidentschaftswahlen 2021 anzutreten.

25.04.2020: - Offizielle Infektionszahlen verdoppeln sich wegen Zählfehlers auf 22.000; Todeszahlen bis zu 15× höher als angenommen; trotzdem lockert Gesundheitsminister Romo wieder Maßnahmen.

20.05.2020: - Ecuador erlaubt extreme Form der Kurzarbeit mit 45% weniger, oder gar keinem Gehalt bei 50% weniger Arbeitszeit.

08.09.2020: - Ecuador erhält 6,5Mrd$-Kredit von Internationaler Währungsfonds im Gegenzug zu Kürzungen in öffentlichen Ausgaben (am21).

11.12.2020: - Wahlrat lässt linke Kandidaten Arauz und Rabascall zu Präsidentschaftswahlen 2021 nach langer Verhandlung zu (am21).

08.02.2021: - Linker Kandidat Arauz gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Ecuador mit 31,7%; Stichwahl mit Zweitplatzierten, der noch nicht ausgezählt ist; neoliberaler Kandidat Guillermo Lasso liegt derzeit gleichauf mit indigenem öko-linkskonservativen Pérez (am21).

17.02.2021: - Ecuadorianische Wahlkommission stoppt Neuauszählung der Präsidentschaftswahlen, die Drittplatzierter Perez wegen Betrugsvorwürfen gefordert hatte (AJ).

08.03.2021: - Absolute Armut stieg 2020 von 6% auf 14,9% (am21).

12.03.2021: - Neoliberaler Guillermo Lasso gewinnt Präsidentschaftswahlen-Stichwahl; 1,8Mio ungültige Stimmen nach Boykottaufruf des Indigenenbündnis; will die Steuern senken und ausländische Investitionen locken (am21).

27.04.2021: - Ecuador privatisiert mit breiter Mehrheit Zentralbank (am21).

22.05.2021: - Ex-Präsidentschaftswahlen-Kandidat Pérez tritt aus Indigenen-Partei Pachakutik aus, nachdem sie Bündnis mit rechtskonservativen Präsident Lasso eingeht; Pachakutik stellt wegen Bündnis nun Parlamentspräsident (am21).

28.07.2021: - Ecuador entzieht Wikileaks-Gründer Assange Staatsbürgerschaft; er war unter Präsident Moreno bereits aus Botschaft in London verstoßen worden (dS).

02.10.2021: - Ecuador will nach Gefängniskämpfen mit 118 Toten 2000 Insassen begnadigen, um überbelegte Gefängnisse zu entlasten (AJ).

19.10.2021: - Ecuador erklärt Ausnahmezustand gegen Drogenhandel, der nun Armee erlaubt, mit Polizei verstärkt zu patrouillieren (lp).

30.11.2021: - Indigene Konföderation Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador kündigt Proteste gegen Regierung an, die Treibstoffpreise zu erhöhen (lp).

15.06.2022: - Vorsitzender des wichtigsten Indigenenverbands Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador nach Beginn von Protesten und Straßenblockaden gegen Sparpolitik des Präsidenten Guillermo Lasso gestern festgenommen (bl) und heute nach Protesten gegen Festnahme wieder freigelassen (nd).

18.06.2022: Präsident Guillermo Lasso erklärt nach Protesten in 3 Provinzen Ausnahmezustand, und ruft zu Dialog auf; Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador-Protestierende blockierte letzte Woche Straßen (lp).

25.06.2022: - Präsident Guillermo Lasso wirft Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador, der seit 2 Wochen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten anführt, vor, putschen zu wollen; CONAIE beklagt fehlende Gesprächsbereitschaft Lassos (lp).

29.06.2022: - Antrag auf Amtsenthebung gegen Präsident Guillermo Lasso in Parlament gescheitert; Lasso will nach Tod eines Soldaten bei Protesten nicht mehr mit indigenem Anführer sprechen (lp), ist aber laut eigenen Angaben weiterhin offen für Gespräche über Preis- und Wirtschaftspolitik, die seit Wochen Ziel von Protesten ist (AJ).

01.07.2022: - Regierung des Präsidenten Guillermo Lasso und indigene Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador-Gruppen einigen sich auf Absenkung der Treibstoffpreise um 15 cent; Protestierende hatten eigentlich Absenkung um 40 cent gefordert; zudem werden Gebiete zum Öl- und Rohstoffabbau eingeschränkt; Streik somit beendet (AJ).

15.08.2022: - Präsident Guillermo Lasso verhängt nach Bombenanschlag mit 5 Toten in größter Stadt Guayaquil Ausnahmezustand (dS).

15.10.2022: - Rechte Regierung Guillermo Lasso und Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador beenden Gespräche über wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel, für den im Sommer große Proteste stattgefunden hatten; erzielte Einigungen, wie Herabsetzung der Treibstoffpreise für arme Menschen, laut Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador nur "Teilfortschritte" (lp).

09.02.2023: - Bei Kommunalwahlen gewinnt linke RC-Partei des Ex-Präsidenten Rafael Correa als stärkste Kraft deutlich gegen rechte Partei des amtierenden Präsidenten Guillermo Lasso; in größter Stadt Guayaquil verliert rechte Partei erstmals seit 31 Jahren Bürgermeisteramt (am21).

10 Quellen

Nicaragua / USA / Ecuador

Ecuador

Bei Kommunalwahlen gewinnt linke RC-Partei des Ex-Präsidenten Rafael Correa als stärkste Kraft deutlich gegen rechte Partei des amtierenden Präsidenten Guillermo Lasso; in größter Stadt Guayaquil verliert rechte Partei erstmals seit 31 Jahren Bürgermeisteramt.

0 Quellen

Chile / Deutschland / Spanien

Meldung

Wie kein anderes Land schien Chile in diesem Jahr seine Geschichte aufzuarbeiten. Zum Beispiel ist die Verfassungsreform als das Ergebnis einer langen und schmerzhaften Auseinandersetzung mit der Pinochet-Diktatur zu verstehen. Auch was die Verbrechen in der deutschen Folter-Siedlung der Colonia Dignidad anbelangt, hat Deutschland nach Jahrzehnten endlich viel zu spät seine Mitschuld eingeräumt (17.4). In Chile ist die Regierung noch nicht so weit und Piñera ernannte einen eng mit der Colonia verbundenen Politiker zum neuen Innenminister (4.8), der jedoch wegen der ausufernden Polizeigewalt bald wieder zurücktreten musste (4.11). Auch Spanien arbeitete seine vergangenen Verbindungen zur Pinochet-Diktatur auf, da in der Zeit der ersten demokratischen Regierung Spaniens nach der Franco-Diktatur Waffen nach Chile verkauft wurden (26.8). Eine weitere historische Klarheit verschaffte sich die Geschichtswissenschaft, als sie beweisen konnte, dass die britische Regierung 1973 den Putsch gegen den sozialistisch-demokratischen Präsidenten Allende mit vorbereitet hat, auf den besagte Pinochet-Diktatur folgte (1.10). Im Süden Chiles zeigte eine paradoxe Umweltkatastrophe ihr Gesicht: Vom Menschen angesiedelte Lachsfarmen führten zu einem Rückgang der Fischbestände (22.4). Außerdem gab es mancherorts menschengemachte Dürren (16.5). Auch in Chile gab ein einen Mord an einem indigenen Aktivisten der Mapuche, die seit Jahrhunderten u.a. von kapitalistischen Forstbetrieben ausgebeutet werden (9.6), woraufhin die in den Hungerstreik traten (19.8,1.9). Laut einer internationalen Umfrage lag Chile mit 90% an der Spitze der Länder mit der Bevölkerung, die den Klimawandel am ernstesten nehmen (22.6). Es gab auch Erfolge gegen Umweltverschmutzung. So wurde etwa der kanadische Bergbaukonzern Barrick zu einer Geldstrafe von 7,6 Millionen Euro wegen illegaler Umweltverschmutzung verurteilt und seine Goldmine in den Anden geschlossen (18.9).

Ecuador Die Proteste 2019 richteten sich in Ecuador gegen die harte Sparpolitik des Präsidenten Lenín Moreno. Bei den Protesten geschahen wohl „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ durch Staatskräfte gegen Indigene (13.10,26.11). Als sein mächtigster Gegenspieler galt sein Vorgänger Rafael Correa, der bei den Präsidentschaftswahlen im Februar 2021 gegen Moreno antreten wollte (27.2). Auch im Jahr 2020 war der Machtkampf zwischen den beiden spürbar. Correa kann sich einer großen Beliebtheit in der Bevölkerung sicher sein, da er in seiner Amtszeit die Armut mittels Sozialprogrammen um 47% gesenkt hatte. Im Februar sollten er, sein ehemaliger Vize Glas und 19 weitere linke Politiker wegen Korruption verurteilt werden, doch verschob sich das Urteil, da der Richter befangen war (15.2). Sie wurden dann zwei Monate später zu acht Jahren Haft verurteilt, womit Correas Präsidentschaftsambitionen gestrichen schienen (8.4). Einige Präsidenten und Ex-Präsidenten Lateinamerikas nannten das Urteil „politisch motiviert“ (14.4). Nachdem der Wahlrat Correas linke FCS-MCS-Partei überraschend doch zur Wahl zugelassen hatte, wurden drei von fünf Wahlratsmitgliedern vom Staatskontrolleur abgesetzt (27.6). Die Entscheidung wurde daraufhin rückgängig gemacht (21.7). Kurz darauf wurde die FCS wieder zur Wahl zugelassen (17.8) und zwei ranghohe Parteimitglieder stellten sich zur Wahl auf (19.9). Doch der linke Präsidentschaftskandidat Arauz witterte drohenden Wahlbetrug und bat EU und UN um Beobachtung der Wahl (1.10). Ob sie dieser Bitte Folge leisten werden ist noch unklar. Das ecuadorianische Parlament beschloss ein Gesetz, das Abtreibungen in medizinischen Notfällen erlauben sollte, das aber von Präsident Moreno mit einem Veto gestoppt wurde (26.9).