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88 Nachrichten

15 Quellen

USA / China / Demokratische Republik Kongo

Gabun

Nach Bekanntgabe der für April angesetzten Präsidentschaftswahlen politische Verschiebungen, wie Gründung einer neuen Partei, die von Gewerkschaftsführer und aktuellem Senator Yama angeführt wird, der somit zivilen und militärischen Politiksektor vereint; derzeit regiert Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema.

13 Quellen

Gabun / Demokratische Republik Kongo / USA

Gabun

Übergangs-Parlament verabschiedet neues Wahlgesetz, das auch Militärangehörigen erlaubt, bei Wahlen anzutreten; somit kann aktueller Militärpräsident Brice Clotaire Oligui Nguema bei kommenden Wahlen antreten; zudem werden Wahlen künftig zentral von Innenministerium organisiert, statt von Regionalregierungen.

15 Quellen

Senegal / Gabun / Haiti

Gabun

Bei Referendum stimmen wohl 92% für neue Verfassung, die von Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema erarbeitet wurde; neue Verfassung führt Obergrenze von 2 Amtszeiten ein und schafft Amt des Premierministers ab; Wahlbeteiligung von knapp über 50%.

19 Quellen

Welt / Kiribati / Haiti

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema stellt Verfassung vor, über die im November abgestimmt werden soll; ihr zufolge dürfte Oligui antreten und Amt des Premierministers wird abgeschafft.

11 Quellen

Moldau / Indonesien / Westasien

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema setzt Verfassungsreferendum auf Mitte November an und erfüllt somit laut eigenen Angaben wichtigen Schritt zur Machtübergabe an zivile Kräfte, wobei der Vorschlag mit seinen 800 Änderungen noch nicht öffentlich gemacht wurde.

16 Quellen

Westasien / Libyen / Nigeria

Äquatorialguinea

Äquatorialguinea und GABUN bitten Weltgericht um Urteil in Streit um Insel Mbanié, auf Grundlage derer beide Länder Anspruch auf unterseeische Erdölfelder erheben.

12 Quellen

Frankreich / Venezuela / Haiti

Gabun

Vor 1 Jahr aus Amt geputschter Ex-Präsident Ali Bongo kündigt an, sich aus Politik zurückzuziehen und bittet Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema um Freilassung seiner Familie.

14 Quellen

Tansania / Myanmar / Westasien

Gabun

Angestellte des Außenministeriums und der Botschaften im Ausland beginnen Warnstreik wegen monatelanger unbezahlter Arbeitszeit und schlechten Arbeitsbedingungen unter der Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema.

18 Quellen

Nordmazedonien / Europa / Spanien

Gabun

Delegation reist in Nachbarland Angola, das nach Putsch in Gabun 2023 als einziges Land der zentralafrikanischen ECCAS-Gemeinschaft Militärpräsident Brice Clotaire Oligui Nguema nicht empfangen hatte und das Aufhebung der Sanktionen gegen Gabun blockiert; Frau des 2023 abgesetzten Präsidenten Ali Bongo klagt gegen Parteiausschluss aus PDG.

23 Quellen

Togo / Niger / Mexiko

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema befreit 2019 wegen Korruption verurteilten Ex-Regierungssprecher Ngouoni aus Haft.

1 Quelle

Westafrika / Lateinamerika / Guinea

Meldung

Argument zur Putschserie in Westafrika.

tl;dr: Die Putschserie im Lateinamerika der 1970er wurde von paranoiden Militärs ohne Kriegserfahrungen durchgeführt, wohingegen die Putschserie im Westafrika der 2020er eher einer Militär-internen Rebellion gegen eine wohl falsche Kriegsführung ähnelt.

Es ist schon schwierig genug, den „Putschgürtel“ Afrikas, der sich von Guinea am Atlantik bis Sudan am Roten Meer erstreckt als eine Einheit zu beschreiben, weil die Umstände der Putschs derart unterschiedlich sind: Im Sudan findet die Militärregierung im Kontext eines Bürgerkrieges statt, in Niger und Gabun glich der Putsch eher einer Palastrevolution, im Tschad hat ein dynastischer Machtwechsel zu einer Militärregierung geführt und in Mali und Burkina Faso waren es schließlich Teile des aktiven Militärs, die gegen die bisherigen Regierungen geputscht hatten. Im Mali und Burkina Faso waren die heutigen Militärpräsidenten Assimi Goïta und Ibrahim Traoré waren unmittelbar vor ihren Putschs in direkten Kampfeinsätzen mit der Macht der dschihadistischen Milizen in der Region konfrontiert. All diese Länder und weitere schraffierte Länder, in denen in den 2020ern Putschversuche stattgefunden haben, sind auf der Karte eingezeichnet. Im Fokus der internationalen Öffentlichkeit stehen jedoch weniger die Militärregierungen im Sudan, dem Tschad, Guinea und Gabun, sondern eher die drei Militärregierungen in den drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso. Das liegt einerseits daran, dass Mali z.B. das erste westafrikanische Land war, in dem in den 2020ern ein Putsch stattfand, und dass diese drei Länder seither eine politische und militärische Allianz, die Allianz der Sahelstaaten gegründet haben, aber es liegt wohl auch daran, dass diese Putschs in der internationalen Presse gut als geopolitischer Machtkampf zwischen Frankreich/dem globalen „Westen“ und Russland erklärt werden kann. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges scheinen seit Anfang 2022 große Teile der Welt in unserer Wahrnehmung diese Bedeutung angenommen zu haben. Dass es nicht so eindeutig ist zeigt beispielsweise die recht hilflos wirkenden Analysen nach dem Kriegsausbruch im Sudan Mitte April 2022, als beiden Kriegsparteien, sowohl der Rapid Support Forces als auch dem Militär nachgesagt wurde, pro-russisch zu sein.

Die Durchführung von Militärputschs in sich und das Aufsetzen der geopolitischen Brille, die darin einen Ost-West-Konflikt erkennen lässt, lässt Parallelen zwischen der politischen Situation in der Sahel-Zone der 2020er und Lateinamerika in den 1970ern erahnen. Die auf der Karte in Lateinamerika eingefärbten Staaten befanden sich im Jahr 1980 unter einer teilweise seit Jahrzehnten und teilweise noch für viele Jahre anhaltenden Militärherrschaft, die geopolitisch im Zeichen des Kalten Krieges standen. Hier war die Menge und die Dichte an Militärregierungen deutlich größer, als im Afrika der 2020er, was einen ersten erheblichen Unterschied darstellt. Eine weitere Parallele ist, das im globalen „Westen“ der 1970er gar nicht über alle lateinamerikanische Staaten eine öffentliche Diskussion stattfand, sondern über einzelne Diktaturen, wie die Pinochet-Diktatur in Chile, die Videla-Diktatur in Argentinien oder der Diktatur in Brasilien, die als beispielhaft galten, um sich mit dem Thema „Militärregierung“ zu befassen, wie in Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Andere Staaten mit Militärregierungen wurden jedoch eher unter den Gesichtspunkten eines Bürgerkrieges betrachtet, wie in den 1970ern Guatemala oder eben in den 2020ern der Sudan. Weitere Unterschiede lassen sich sicherlich in der tatsächlichen Militärregierungs-Praxis feststellen, die im Lateinamerika der 1970er zum Beispiel besonders auf dem „Verschwindenlassen“ von politischen Dissidenten beruhte, aber darauf will ich hier nicht so sehr eingehen.

19 Quellen

Haiti / Indien / Pakistan

In Kürze

Nationaler Dialog in Gabun startet am 2. April (von OLKoffi).

17 Quellen

Albanien / Georgien / Malediven

Gabun

Militärregierung Brice Clotaire Oligui Nguema setzt im August bei Putsch aus Amt abgesetzte, seit 1991 amtierende Verfassungsgerichtspräsidentin Mborantsuo wieder in ähnlicher Position ein.

15 Quellen

Sudan / Papua-Neuguinea / Westasien

USA / Afrika

Jüngster Ausschluss von UGANDA, der Zentralafrikanische Republik, NIGER und GABUN von US-afrikanische Freihandelszone-Freihandelsabkommen mit USA wird wohl kaum wirtschaftlichen Einfluss haben, da die 4 Länder nicht zu den Ländern gehören, die viel nach USA exportieren (von Jschotte).

0 Quellen

Europa / Südostasien / Niger

Meldung

Jahresendstatistik 2 Auf dieser Karte zeige ich euch, wie ob die Nachrichtenzahlen der einzelnen Länder ungefähr gleichgeblieben ist (weiß), abgenommen (orange) oder zugenommen hat (grün). Besonders auffällig ist dabei die flächendeckende, teils deutliche Abnahme in Europa, was auf eine Abnahme der Ukrainekriegsberichterstattung zurückzuführen ist. Nachrichten über den Globalen Süden nahmen trotz Ausschläger in Südostafrika und Südostasien generell zu. Putsche wie in Niger und Gabun, und (drohender) Krieg im Sudan und Guyana, aber auch Wahlen wie in Guatemala, Simbabwe und Sierra Leone führten zu deutlicher Zunahme der Nachrichtenzahlen (dunkeltürkis). Bemerkenswert sind auch die gleichbleibenden Zahlen, z.B. in Äthiopien, wo auch nach dem Tigray-Krieg die Nachrichtenzahlen hoch blieben, in der Demokratische Republik Kongo trotz der Wahlen, im Iran trotz der diplomatischen Wiederannäherung an die Arabische Welt oder in Pakistan trotz der vielen Berichterstattung über den Ablauf der immer wieder verschobenen Wahlen.