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39 Nachrichten

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Sudan / Somalia / Migration

Migration

35 Tote bei Flüchtlingsschiffbruch auf Weg zu SPANIENs Kanaren; Zahl der auf Kanaren ankommenden Flüchtenden nimmt gegenüber Vorjahr um rund 1/3 ab (von SJones); Zahlreiche Migrationsrouten in Nordafrika werden derzeit gefährlicher, z.B. durch Migrationsbekämpfung in LIBYEN und EU-Initiative zur Migrationsbekämpfung in TUNESIEN (von JHolleis und TGuizani); Rund 100 NIGERIAnerinnen+ von libyschen Behörden aufgegriffen und "freiwillig" nach Nigeria deportiert (mit AP und AFP).

20 Quellen

Kosovo / Serbien / Sudan

Migration / Afreurasien

2022 war seit 2017 mit 3789 dokumentierten Todesfällen tödlichstes Jahr für Migranten+ in Westasien und Nordafrika, davon mit 2406 die meisten im Mittelmeer, gefolgt von 559 Toten bei Überfahrt auf die Kanaren; auf Landweg ist Fluchtroute durch JEMEN am tödlichsten, gefolgt von Sahara-Route, die jedoch weniger genutzt wird; 78 Flüchtenden sterben auf Überfahrt nach GRIECHENLAND (mit Reuters).

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Anfang der 2020er in Westafrika

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Anfang der 2020er in Westafrika Anders als in Nordafrika fanden in Westafrika im letzten Dritteljahrzehnt politische Veränderungen statt, die sich weitestgehend auf die Region eingrenzen lassen, besonders auf die Sahel-Zone: 1. Auseinandersetzungen zwischen Vieh- und Ackerwirten+, 2. Islamistische Gewalt, 3. (versuchte) Militärputschs und 4. die Abkehr von "westlichen" Militärverbündeten. Auf der wirtschaftlichen Ebene waren die westafrikanischen Länder mit diejenigen, die am meisten unter Treibstoff- und Lebensmittelteuerung zu leiden hatten und haben. Des weiteren gab es z.B. in Senegal mit der Casamance und in Nigeria mit der IPOB bedeutende Separatistenbewegungen.

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Anfang der 2020er in Nordafrika

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Anfang der 2020er in Nordafrika Vor gut einem Monat ging das erste Drittel des Jahrzehnts zu ende. Seitdem habe ich in diesem Kanal einige wichtige oder aufschlussreiche Nachrichten aus Lateinamerika und der Karibik veröffentlicht. Setzen wir diesen Rückblick in Nordafrika fort, wo sich nicht solche relativ abgrenzenden politischen Trends abzeichneten, wie der politische Linksruck in Südamerika. Aber auch in Nordafrika fand eine gemeinsame politische Entwicklung statt, die jedoch in vielen Weltregionen zu beobachten waren: die Corona-Pandemie und Teuerungen nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Darüber hinaus gab es Verbindungen zwischen einzelnen Ländern Nordafrikas: eine zunehmend autokratische Politik in Ägypten und Tunesien, sowie der Konflikt zwischen Algerien und Marokko um die Westsahara, während Libyen vor allem als ein Land in Erscheinung trat, das vom Krieg gezeichnet ist.

In den nächsten Tagen werde ich also die Nachrichten Nordafrikas aus den letzten 3,33 Jahren veröffentlichen.

15 Quellen

Migration / Europa / Sudan

Westasien / Nordafrika

VAEmiratischer Präsident Zayed trifft zu Gesprächen mit Präsident Abd al-Fatah as-Sisi in Ägypten ein, um über diplomatischen Kontakt zu sprechen; Beide Länder unterstützen im LIBYEN-Krieg ost-libyschen General Khalifa Haftar, aber zum Beispiel im SUDAN konkurrierende RSF-Miliz und Militär; Regierungen von BAHRAIN und KATAR kündigen 2 Jahre nach Ende der Katar-Blockade Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen an; Laut Wall Street Journal sprechen sich MAROKKO, KATAR, KUWAIT, JEMEN und möglicherweise sogar Ägypten gegen mutmaßlichen Vorstoß SAUDI ARABIENs aus, SYRIEN wieder in die Arabische Liga aufzunehmen.

14 Quellen

Serbien / Kosovo / Mexiko

Uganda / Nordafrika

Ugandischer Präsident Yoweri Museveni kündigt an, künftig mehr Milchprodukte in nordafrikanische Länder, wie ALGERIEN, zu exportieren, nachdem ostafrikanische Nachbarländer Handelshemmnisse durch Nichttarifäre Handelshemmnisse aufbaut.

15 Quellen

Frankreich / Deutschland / Russland

Nordafrika / Westafrika

Ärzte Ohne Grenzen wirft ALGERIEN vor, seit Jahresbeginn 4700 Migranten+ nach Nord-NIGER abgeschoben zu haben und ruft Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft auf, sich um sie zu kümmern; SENEGAL und BURKINA FASO schließen sich Reihe westafrikanischer Länder an, die eigene Staatsbürger wegen dortigen rassistischer Gewalt aus TUNESIEN und nun auch LIBYEN evakuieren; Laut UNICEF sind in Sahel-Zone 10 Millionen Kinder durch Unsicherheit bedroht.

14 Quellen

Haiti / Fidschi / Demokratische Republik Kongo

Kenia / Marokko

Neuer kenianischer Präsident William Ruto will Botschaft in Marokko eröffnen, um Verbindungen nach Nordafrika zu stärken; Ruto deutete als eine der ersten öffentlichen Amtshandlungen 2022 an, Verbindungen zu Westsahara (DARS) zu kappen.

7 Quellen

Westsahara (DARS) / USA / Marokko

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Der Westsahara (DARS)-Konflikt Westsahara, USA und Jerusalem Die USA unterstützen die marokkanische Position bezüglich der Westsahara schon länger, erkennen die marokkanische Hoheit über die Westsahara aber nicht an. Unter Präsident Trump haben sich die us-marokkanischen Beziehungen aus zwei Gründen verbessert. Einerseits stellt Marokko für die USA in Nordafrika und der Sahara-Region einen strategischen Verbündeten dar. Im „War on Terror“, den die USA seit 2001 führen, rücken terroristische Aktivitäten in der Sahara und der südlich liegenden Sahel-Zone immer mehr in den Fokus, ebenso wie die zunehmende Aktivität russischer Söldner in der Region, sowie die üblichen Rohstoffvorkommen. Die US-marokkanische Kooperation ist in erster Linie militärisch. Im Juni 2021 starteten Marokko und die USA gemeinsam die größte je auf dem afrikanischen Kontinent durchgeführte Militärübung. Sie fand teilweise auch in Marokkanisch-Westsahara statt. Das US-Militär dementierte, dass zwischen dieser Militärübung und der Anerkennung der marokkanischen Hoheit über die Westsahara durch die USA ein Zusammenhang bestünde. Und tatsächlich nahmen neben den USA und Marokko nur die Niederlande als einziges Land an der Übung teil, das die marokkanische Hoheit über die Westsahara anerkennt. Die anderen Teilnehmer Italien, Großbritannien, Kanada, Brasilien und Tunesien hatten zu dem Zeitpunkt keine offizielle Position, oder waren für die Souveränität der Westsahara. Großbritannien plante zu diesen Zeitpunkt, in Großbritannien Asylsuchende nach Marokko outzusourcen. Unzweifelhaft im Zusammenhang mit der Anerkennung von Marokkanisch-Westsahara durch die USA war jedoch der Bericht über den anstehenden Verkauf von US-amerikanischen Waffen im Wert von einer Milliarde Dollar an Marokko. Der zweite Grund für die Verbesserung der us-marokkanischen Beziehungen wurde schon angedeutet und hat mit größeren Plänen Trumps zu tun. Völkerrechtlich ebenso umstritten wie die marokkanische Politik der Kolonisierung und Siedlungspolitik in der Westsahara ist die sehr ähnliche Politik Israels in Palästina. Die Verlegung der Botschaft eines Landes nach Jerusalem steht symbolisch für die Anerkennung dieser Politik. Die USA taten 2018 den ersten Schritt, was ein Paradigmenwechsel der US-Nahostpolitik war. Vor Trumps Amtszeit bestand unter den Unterstützern Israels der Konsens, dass eine umfassende Friedenslösung mit Israel und Palästina zu finden sei. Trump wollte den Nahostkonflikt mit Konfrontationen lösen: Er zog sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurück und versuchte so viele Staaten wie möglich zu überzeugen, ebenfalls ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen oder diplomatische Beziehungen zu Israel aufzunehmen. Da dies besonders im arabischen Raum sehr schwierig war, ist es für ihn als ein Erfolg zu werten, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und der Sudan diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahmen. Den Konflikt löste das nicht. Auch Marokko nahm Ende 2020 unter der Vermittlung Trumps diplomatische Beziehungen zu Israel auf. Zeitgleich verkündete Trump über Twitter, Marokkos Hoheit über die Westsahara anzuerkennen, insofern der Westsahara gleichzeitig eine Autonomie zuteil würde. Das entspricht der marokkanischen Politik seit 2007. Zwei Tage später kamen die Berichte über den besagten Waffenhandel. Die angekündigte Eröffnung eines US-Konsulats in Marokkanisch-Westsahara war jedoch nicht Teil des Haushaltsplans der USA und wird somit auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Aberkennung der Anerkennung von Marokkanisch-Westsahara durch den neuen Präsidenten Biden hat nicht stattgefunden. Innerhalb der marokkanischen Regierung gab es Kritik an der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel. Doch die islamistische PJD-Partei wurde bei Parlamentswahlen im September 2021 deutlich abgewählt.

17 Quellen

Brasilien / China / USA

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Getreideexporte aus Russland und Ukraine werden laut USA um 12% sinken, was etwa 4% der globalen Handelsmenge ausmacht; Davon laut deutschem Institut besonders Nordafrika, sowie Ostafrika, aber auch Türkei (6.3), Bangladesch und Iran betroffen; UN warnt vor Ernährungskrise; In Ostafrika leiden bereits 13Mio Menschen unter Hunger; Ägypten verbietet Getreideexport; Lebensmittelausgaben in Jemen rationiert; Unruhen drohen in genannten Regionen.

11 Quellen

USA / Türkei / Iran

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Tunesischer Präsident Saïed erklärt angesichts der weltweiten Getreide-Verteuerung "Krieg" gegen Lebensmittel-Spekulanten+ und erwägt wohl großen Internationaler Währungsfonds-Kredit; Ukraine und Russland Getreide-Hauptlieferanten für Nordafrika und Mittleren Osten; Auch Proteste in Irak gegen steigende Nahrungsmittelpreise; Auch Sorge um steigende Preise in Libanon; Ukraine verbietet Export (6.3) zahlreicher Grundnahrungsmittel.

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USA / Welt / Tschechien

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Gedanken zu September 2020 (09/20) Bei all den negativen Nachrichten in diesem Monat über Verfälle des Rechtsstaats, strukturelle Probleme in Systemen, die bisher den Eindruck einer eher guten Verfassung gemacht haben, Gewalt, aufflammende Kriege und der noch immer anhaltenden Corona-Pandemie, waren zumindest in manchen Regionen der Welt Schritte in die richtige Richtung zu sehen. Und auch was die Corona-Pandemie angeht, werden zumindest die schlimmsten Befürchtungen nicht erreicht. Solche kleinen Hoffnungsschimmer können nicht darüber hinweg täuschen, dass wir in einer Zeit der selbstgemachten, andauernden Krise leben, aber da 2020 bisher wenig solcher Schimmer hatte, tut es uns zum Durchschnaufen vor dem anstehenden anstrengenden Oktober mit schwierigen Wahlen in Tschechien, Kirgisistan, Guinea, Tansania, Bolivien und Wahlkampf in den USA vielleicht gut, diese einmal etwas stärker zu beleuchten.

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USA / Russland / Welt

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Die Zwickmühle Lukaschenkos wirkt unlösbar: Aus Furcht vor einer Annexion durch Russland förderte er den Nationalismus, der nun seine Absetzung fordert. Im Zuge dessen überschätzte er sich und verzichtete auf russische Öl-Subventionen, durch die die Staatseinnahmen einbrachen. Zwei Wochen lang im August hoffte Lukaschenko hilflos auf ein Ende der Proteste, erhöhte aus Furcht vor NATO-Intervention die Truppenpräsenz an den Grenzen und wollte Gewalt einsetzen. So ganz ohne Bündnispartner in der Welt fürchtete Lukaschenko vielleicht, ein neues Nordkorea oder Libyen zu werden und tat das, was seine Präsidentschaft vielleicht retten wird: Er wandte sich an seinen „Großen Bruder“ mit der Bitte um Sicherheitspolitische Unterstützung, mit der sich Belarus wohl wieder in eine Abhängigkeit zu Russland begeben wird (27.8). Falls Russland durch seinen Einfluss Lukaschenko im Amt halten kann, oder statt seiner einen russland-freundlicheren Machthaber einsetzt, gehören Russland und China zu den Gewinnern. Sollte dies nicht glücken und der Nationalismus siegt, profitieren davon die NATO, die EU, sowie namentlich Polen und die USA. (Der Name „Belarus“, der in vielen Medien gerade „Weißrussland“ ersetzt hat ist auch ein Kampfbegriff der Nationalisten, die nicht mit Russland verwechselt werden wollen. Nachdem mir vorgeworfen wurde, ich würde das weißrussische Volk und die Demokratiebewegung in ihr beleidigen, wenn ich sie weiterhin so und nicht belarussisch nenne, übernahm auch ich „Belarus“.)

Der Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland schwelt seit 100 Jahren, als das Osmanische Reich, der Vorgängerstaat der Türkei, sich erfolgreich gegen eine Eroberung der gesamten Ägäis und Istanbuls durch Griechenland wehrte. Seit Jahrtausenden besteht ein reger Austausch zwischen dem griechischen Festland, den Inseln der Ägäis und Anatolien. Der Großraum Ägäis war ethnisch bunt durchmischt von Griechen, Türken, Armeniern, Italienern, Ägyptern, usw. 1923 jedoch wurde dieser Kulturraum mit einem erzwungenen Bevölkerungsaustausch zerschlagen: 1,2 Millionen Griechen mussten die Türkei verlassen und 400.000 Muslime aus Griechenland ausreisen. Damit wurden Griechenland und die Türkei neben politischen Rivalen auch zu religiösen und gar ethnischen. Mit dem Zypern-Konflikt und der Besetzung Nordzyperns durch die Türkei 1973 begannen Streitigkeiten um die Gebiete vor der zypriotischen Küste, wo in den 2010er Jahren mehrere Erdgasfelder gefunden wurden. Die türkische Außenpolitik scheint seit dem missglückten Putsch-Versuch 2017 neo-osmanisch ausgerichtet zu sein. Neo-Osmanismus ist eine aggressive Politik der Einmischung in der gesamten Region um die Türkei herum, in der arabischen Welt, sowie in Nordafrika. Der Ausbau der Türkei von einer wichtigen Regionalmacht zur Weltmacht begeht Erdogan u.a. mit Energie-Souveränität durch Wasserkraft und eben Ausbeutung landeseigener Gasfelder (auch im Schwarzen Meer: 21.8). Nun will die Türkei Gasfelder vor der türkisch-zypriotischen Küste und den griechischen Inseln anzapfen. Griechenland hingegen, das mit seiner neuen Regierung sehr EU-freundlich geworden ist, vertritt die außenpolitischen Interessen der EU. Das beinhaltet neben Grenzschutz vor Flüchtenden auch Energiepolitik, sowie eine anti-türkische Haltung insbesondere durch Frankreich (13.8). Kriegsrhetorik und Kriegsschacherei geht derzeit von beiden Seiten aus. Da Griechenland die Inseln Ro und Kastelorizo militarisiert, was gegen ein Abkommen von 1932 verstößt, droht ihr Türkei mit einem kriegerischen Konflikt. Laut diesem Abkommen war nur der Hafen von Kastelorizo italienisch (dann deutsch, dann britisch, dann erst griechisch) und nicht die Landschaft um ihn herum. Auf diesen Vertrag bezieht sich die Türkei, wenn sie die erdgasreichen Gewässer um die Insel für sich beansprucht.

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Ghana / Mali / Mauretanien

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Nicht vergessen! Seit dem 5. Jahrhundert war der Transsaharahandel essenziell für die Entwicklung Westafrikas. Als erstes profitierte das Reich von Ghana im heutigen Mali und Mauretanien vom Handel. Dabei ging es zunächst um den Goldhandel aus den tropischen Gebieten in Küstennähe, der durch die Größe islamischer Reiche im Mittelmeerraum und Nahen Osten im höchsten Maß profitabel für Zwischenhändler wurde. Ab 1000 n.Chr. bekamen auch die Fulani in Nigeria die Vorzüge der Islamischen Expansion zu spüren. Zunächst hielten sie sich noch westlicher auf, im Senegaltal, wo sich florierende Städte gründeten. Mit dem neuen Reichtum und der Sesshaftwerdung kam es auch zu eindeutig abgrenzbaren Staaten und zu Rivalität. Zwischen 1300 und 1350 wanderten einige Fulanistämme wieder nach Osten in die Hausastaaten, einem Verbund von Stadtstaaten in Bornu um den Tschad-See. Auf der seit Römers Zeiten bestehenden Bornustraße handelten sie neben Gold auch Sklaven und Salz gegen Pferde, Stoffe und Waffen aus Nordafrika. Mit der Einwanderung der Fulani wurde die Region als eine der letzten der Sahel-Zone islamisiert. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um Völkerwanderungen im archaischen Sinne handelt, sondern um wirtschaftlich motivierte Bevölkerungsverschiebungen, die von politischen Aktionsträgern unter dem Vorwand des Islam durchgeführt wurden. Diese geopolitische Taktik entwickelte sich später zum Dschihad, ein Begriff, der spätestens seit 2001 n.Chr. eine neue moderne Interpretation erfahren hat.

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Afrika / Nordafrika / Schweden

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Nicht vergessen! Vor 5000 Jahren fand in Afrika die Bantu-Expansion statt. Die Ausbreitung der Bantu-Bevölkerung hat dazu geführt, dass die meisten Bewohner südlich der Sahara heute eine dunkelbraune bis fast schwarze Hautfarbe haben. Eine gemeinsame Etikettierung von so unterschiedlichen Völkern wie Zulus, Somalis und Ibus als "Schwarze" ignoriert die Fülle von Unterschieden, die zwischen ihnen bestehen. So wie "Weiße" die in Nordafrika leben, wie die heutigen Tunesier, anders aussehen als Schweden, sehen auch Ghanaer anders aus als Lesother, doch die Verwandtschaft zwischen ist bei beiden erkennbar. Weiße und Schwarze lebten von Ackerbau und Viehzucht. Pygmäen und Khoisan, die kein Bantu-Volk sind leben als Jäger und Sammler. Die Khoisan waren einst im gesamten Süden Afrikas verbreitet, wurden aber ab 5000 v.Chr. von den schwarzen Bantu-Völkern verdrängt, die aus Westafrika kamen. Diese Bevölkerungsbewegung war dadurch ausgelöst worden, dass die Grüne Sahara desertifizierte. Die Pygmäen wurden nicht überall verdrängt und so leben heute noch ca. 200.000 verstreut im gesamten mittleren Afrika.