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Welt

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es nur schlafen. Als sie wieder zurückkamen bestätigte sich dieser Eindruck. Dort wuchsen kleine blaue Blumen und prächtige rote. Doch neben all den Schönheiten, die man sich auf einem Friedhof wünscht fehlte das wichtigste: die Leiche. Ungläubig liefen sie drei mal den Pfad auf und ab, bis sie schlossen, die Angelegenheit nun ruhen zu lassen, da das Kind nun endgültig von der Wildnis verschluckt sei. Es war eine Illusion gewesen, ein Wunschdenken. Denn in der Hecke hing der Säugling noch immer. Kefer und Kirtin hielten das nicht aus. Sie einigten sich, keine Gedanken mehr an die Toten dieser Welt zu verschwenden und ignorierten fortan den verfaulenden Schmerz im Busch. Das konnten sie gut. Sie gingen an jener Stelle einfach schneller, sodass sie auch nichts rochen. Das konnten sie gut bis zum 30. Tag. Dann lag wieder ein totes Kind auf dem Pfad zum Bach.

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Welt / Trinidad / Karibik

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Aus der Welt gefallen 5.

Die freien Sklaven von Trinidad Im Jahr 1620 war jede noch so kleine Insel in der Karibik für die spanische Krone wertvoller, als die meisten Fürstentümer der Alten Welt. Auf Zuckerrohrplantagen und in Bergwerken arbeiteten sich afrikanische Sklaven für den exzessiven Wohlstand ihrer Herren und des europäischen Mutterlandes zu Tode. Die meisten Sklaven wurden dreckiger behandelt als die Schweine, an deren Fleisch die Spanier fett wurden. Doch es gab Fälle, zu denen die Herren in ihrem letzten Willen einigen Sklaven die Freiheit schenkten. Viel zu oft wurde dieser letzte Wille nicht erfüllt, da sich die Erben nicht um die Rechte der Sklaven scherten. Die jedoch, die ihre Freiheit bekamen, durften nicht für einen Lohn arbeiten, weil das Schwarzen in den spanischen Kolonien verboten war. So mussten sie in den Gassen um Almosen betteln oder wurden in den Wäldern von wilden Hunden zerrissen. In Trinidad aber vermehrte sich die Zahl jener Sklaven, die ihre Freiheit lebten so sehr durch einige wohltätige Herren, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnten, dass der Gouverneur das Verbot erließ weitere Sklaven zu befreien. Um die Häfen und Gassen nun von den Schwarzen zu befreien wurde ihnen das Sumpfgebiet Palo Verde zugewiesen. In diesem Morast-Ghetto bauten die Schwarzen Häuser auf Stangen und schon bald wurden erste Kinder geboren. Nach drei Jahren war die Gemeinschaft auf eine Größe von 1100 angewachsen und es gab einen Altar und ein Taufbecken, einen kleinen Markt und viele Farmen, die auf trockengelegten Grundstücken anbauten. Unter allen Farmern tat sich besonders Alfonso Jiménez hervor, der selber noch aus der Costa del Oro verschleppt worden war und seinen wahren Namen nicht mehr kannte. Er baute bald Baumwolle an, das er an die Engländer verkaufte, die sich nicht darum scherten, dass ihnen ein Schwarzer dieses wertvolle Gut beschuf. Es war immer wieder zu Zwischenfällen mit den Spaniern gekommen. Mal entführten sie Frauen aus Palo Verde, mal steckten sie die Felder in Brand. Doch die freien Sklaven von Trinidad wussten, dass jede gewaltvolle Antwort, sei sie noch so gerecht, tausendmal in ihrer Kraft auf sie zurückfallen würde. Sie mussten den Fluch über sich ergehen lassen. Eines Nachts jedoch drang der Verbrecher Fransicso de Juarta in die Hütte des Alfonso Jiménez ein und stürzte sich auf seine Tochter. Als Jimenez von den Rufen und Schreien geweckt wurde, nahm er sein Messer, das ihm von einem Engländer geschenkt worden war und stürzte durch die Tür. Die Engländer hatten ihm ihren Schutz versprochen, sollte der Baumwolle etwas zustoßen. Der Verbrecher beachtete ihn und seine Frau gar nicht, die entsetzt um das Bett standen. Alfonso stürzte sich vor Wut auf den Mann und stach im Glauben auf englische Hilfe zu, und stach wieder zu und wieder, bis jeder Tropfen Blut des Francisco de Juarta seinen Körper verlassen hatte. Seine Kumpane hatte den Mord beobachtet und war sofort in die Stadt gelaufen. Auch in der Siedlung der freien Sklaven verbreitete sich die Kunde schnell und ihre Bewohner bewaffneten sich. Kurz nach Morgengrauen traf die Armee betrunkener Seemänner und anderer Delinquenten in Palo Verde ein. Mit ihren Säbeln und Kanonen massakrierten sie die Männer, Frauen, Kinder und Alte, brannten alles nieder. Nur rund 60 Bewohnern Palo Verdes gelang die Flucht. Der Gouverneur, der das Massaker aus sicherer Entfernung beobachtet hatte erklärte sie noch am selben Tag für vogelfrei. Und so fand man nach nur zwei Monaten den letzten freien Sklaven von Trinidad erschlagen im Hafenbecken treiben.

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Westafrika / Senegal / Guinea

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Nicht vergessen! Der traditionelle Dschihad der Fulani fand im 18. und 19. Jahrhundert gegen ihre Nachbarn in Westafrika statt. Um 1830 gab es vier Fulani-Staaten: Futa Toro im Senegal, Futa Jallon in Guinea, Masina mit der Weltstadt Timbuktu in Mali, sowie das gewaltige Kalifat von Sokoto in Nigeria. Der Dschihad war als politische Erneuerung im 12. Jahrhundert in Bagdad aufgetreten. Damals gründete der populär-populistische persische Mystiker ʿAbd al-Qādir al-Dschīlānī den sufistischen Qādirīya-Orden, der sich in der gesamten - ich wiederhole und führe gleich aus - in der gesamten islamischen Welt verbreitete. Gerade an ihren Grenzen (haltet euch fest) in der Türkei, auf dem Balkan, im Nordkaukasus, in China, Indien, Pakistan, Indonesien, Ostafrika und eben bei den Fulani war die neue Qādirīya-Ideologie der perfekte Anlass, den eigenen Lebens- und Wirtschaftsraum zu vergrößern. Über Jahrhunderte bestimmte die globale Bewegung des Dschihad die Weltgeschichte. Anhänger der Qādirīya-Ideologie hielten Stellung in Iberien, kämpften gegen Dracula (naja, gegen Vlad III. Drăculea) stießen in Sibirien ans Nordpolarmeer vor, handelten sich die Seidenstraße bis nach China entlang und eroberten den Indischen Ozean, meistens zeitversetzt und ohne voneinander zu wissen. So entstand 1806 auch das Emirat von Kano im Norden Nigerias, das bis heute existiert und regelmäßig in den Nachrichten vorkommt. Kano war im Sokoto-Kalifat die aktivste Stadt mit 60.000 Einwohnern, fast die Hälfte davon Sklaven. In der Zeit entstanden hier der prächtige Emirspalast und die Große Moschee. Doch in der Peripherie der Macht- und Bildungszentren der islamischen Welt in Irak und Syrien galten die Herrscher der Fulani mit der Zeit als ungebildete Kriegsherren. Die theokratisch legitimierte Macht war zentralisiert und die Befehlsketten der beiden Sultanate Gwandu und Sokoto vertikal vom Sultan, über die Emirs und die Hakimis der Distrikte bis zu den Dorfvorstehern. Der mehrheitlich muslimische Norden Nigerias war dementsprechend auch feudal. So entstand, ganz anders als im Süden des Landes ein Establishment, eine Elite, die an politischen, religiösen und wirtschaftlichen Schlüsselpositionen saß und das auf Verwandtschaft beruhte. Diese religiöse, konservative Weltanschauung, hat laut einiger islamophoben Kräfte Süd-Nigerias dazu geführt, dass das Individuum im Norden willenlos und faul sei. Dieses Vorurteil entstammt aus dem Missverständnis, dass armen Handwerker und Bauern im Norden gar keine Auftsiegsmöglichkeiten hatten, dafür ihre gesellschaftliche Stellung auch nicht geächtet wurde. Als europäische Abenteurer und Händler die Region bereisten war es für sie nicht schwierig, sich mit ihrer Gesellschaft vertraut zu machen, weil sie der europäischen in vielen Aspekten ähnelte. Doch hatte der Islam über Jahrhunderte hinweg zur Entwicklung der Region beigetragen war er ab dem 19. Jahrhundert ein Bremsklotz. Fulani widersetzten sich den fremden Erneuerungen und wollten sich nicht anpassen. Allerdings keimte aus diesem Anpassungsunwillen keineswegs eine wahre Opposition zum britischen Kolonialherren.

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Mali / Burkina Faso / Nigeria

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Nicht vergessen! Seit 2019 gibt es einen bemerkenswerten Anstieg der Angriffe auf das Volk der Fulani in der Sahelzone Afrikas, wie in Mali, Burkina Faso, Nigeria und Kamerun. Bei Angriffen, die auf Fulani-Dörfer ausgeübt werden sterben regelmäßig duzende Zivilisten in Massakern, die nur als Racheakt für vergangene Zeiten gewertet werden können. Warum diese Angriffe stattfinden, zeigt ein Blick in die Geschichte Nigerias. Nigeria besteht aus drei Kulturräumen. Die Fulani, oder Hausa-Fulani waren ursprünglich ein nomadisches Volk in Westafrika, das inzwischen sesshaft geworden ist. Ihren legendären Ursprung sehen sie in der Gegend um Mekka im heutigen Saudi Arabien, womit sie ihre Religionszugehörigkeit zum Islam erklären. Im siebten Jahrhundert sollen ihre Vorfahren den Propheten Mohammed zunächst begleitet und dann sein Wort in die Welt hinaus getragen haben. Das steht jedoch im Widerspruch zum alten polytheistischen Glauben und den Ähnlichkeiten zu benachbarten Kulturräumen in Westafrika. Nichtsdestotrotz ist nicht auszuschließen, dass die Fulbe tatsächlich noch durch Zeitgenossen Mohammeds zum ersten mal in Kontakt mit dem Islam kamen. Doch ein mythisches Ursprungsland gibt es wohl doch: Ägypten! Auch Teile der linguistische Altertumskunde erkennen eine Herkunft des Volks der Fulbe im vorchristlichen Nordost-Afrika. Dort war es zu mehreren Zeiten zu Aufeinandertreffen nomadischer Kriegerclans aus Äthiopien und wandernder tamilischen Hirten aus West-Indien gekommen. Gemeinsam seien sie um 200 v.Chr. in die damals noch grünere Sahara gezogen. Sowohl die islamische, alsauch die traditionelle Ursprungsmythe sprechen Wahrheiten. Während sich die Genese der Fulani-Kultur in den polytheistischen Sagen findet, war der Islam unabdinglich für deren kulturellen Aufstieg um 1000 n.Chr.

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Welt

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Nicht vergessen! Entgegen der Arbeit seines Lehrers Platon begab sich Aristoteles (384 v.Chr. bis 322 v.Chr.), der spätere Lehrer Alexanders des Großen, wieder auf den Boden beobachteter Tatsachen und errichtete ein festgefügtes Lehrgebäude, das jahrhundertelang als Norm für die Gelehrten des Orients und des Okzidents galt. Hatte schon Platon Untersuchungen über das Oben und das Unten angestellt, so ging nun auch Aristoteles dieser Frage nach. Der leichte Stoff, das Feuer, strebt bei ihm nach oben, nach unten strebt die schwere Erde, während Luft und Wasser sich nach ihrer relativen Schwere anordnen. So ballt sich im Mittelpunkt der Welt die Erdkugel zusammen, deren Größe sehr gering ist im Verhältnis zur Welt. Sie ist messbar und bereits damals von den Mathematikern berechnet worden. Die vier Grundstoffe der Weltkugel sind in fortwährender Neubildung und Mischung; ihr Bestand ändert sich aber im allgemeinen nicht wesentlich. Bewegungen und Ströme innerhalb der Dunstschichten der Erde, also dem Himmel bringen Feuer- und Lichterscheinungen, Winde und Niederschläge hervor. Das Wasser ist nach Aristoteles nicht das Überbleibsel einer frühen allgemeinen Wassermasse, sondern ein Produkt ständiger Neubildung. Wasser verdampft zwar unter dem Einfluss der Sonne, kehrt aber spätestens als Niederschlag zurück auf die Erde. Das Innere der Erde dachte sich Aristoteles als von Poren und Höhlen durchzogen, in welchen die Ausdünstungen der Erde ebenso wie in oberirdischen Gebieten sowohl Wasser, Wind und Feuer erzeugen können. Trockene Dünste bilden die Metalle und unschmelzbaren Steine.

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Nicht vergessen! Platon als Schüler Sokrates brachte in vieler Hinsicht einen Rückschritt für die Erdkunde, da er die alte Idee wiederaufnahm, ein Weltenbildner (Demiurgos) habe eine gestaltende Tätigkeit und habe die Welt aus dem Chaos geschaffen. Die Weltseele sollte das Band zwischen Weltbildner und Welt sein. Die Welt selbst erschien ihm als ein aus Leib und Seele bestehendes Wesen, mit Vernunft begabt, nie alternd und nie vergehend. Mit solchen Ideen verlassen wir natürlich jeden naturwissenschaftlichen Boden. Es war gegenüber der von Demokrit so hochgeförderten Erkenntnis von der Beschaffenheit der Welt in Atomen und der Entstehung der Erde ein erheblicher Rückschritt. Platon dachte sich die Erde als von großen Hohlräumen und Schächten, von Kanälen, Röhren und Adern durchzogen, durch die Ströme von flüssigem Feuer, von Schlamm, Luft und Wasser ruhelos fließen. Das Wasser sickert von der Erdoberfläche abwärts und stürzt in die Tiefe, kann aber den Mittelpunkt nicht überwinden, sondern wird in kriechende Schlangenwindungen gelenkt, oder wieder zur Oberfläche emporgetrieben, wo es Seen, Flüsse und den Ozean speist. Der größte der Erdschlünde ist der Tartaros. "In diesem Schlund strömen alle Flüsse zusammen, und von diesem strömen sie wieder aus; jeglicher nimmt aber die Beschaffenheit des Erdreichs an, das er durchströmt." Die vier Hauptströme der Erde sind der oberflächliche Okeanos in Nord-Süd-Achse und der Okeanos in Ost-West-Achse, der unterirdische Geysir Pyriphlegeton und der Kokytos, der auch im Erdinnern brodelt. Mit anderen Worten: panta rhei.

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Welt

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Nicht vergessen! Den modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Physik am nahesten kam um 430 v.Chr. der griechische Philosoph Leukipp zusammen mit seinem Schüler Demokrit. Sie führten die gesamte Materie auf kleinste, nicht mehr teilbare, unvergängliche Partikel, die Atome zurück. Die verschiedenen Körper sollten nicht in ihrem Aufbau, sondern nur nach Gestalt und Anordnung ihrer Teilchen verschieden sein: Die Atome sind in steter Bewegung, häufen sich zusammen und bilden Wirbel. In dieser Weise ist auch die Entstehung der Welt zu verstehen. Durch die Wirbelbewegung gesellt sich das Leichte zum Leichten und das Schwere zum Schweren, bis sich schließlich große Körper bilden. Auch die Erde ist ein allmählich zur Ruhe gekommenes Atomgemenge, aus dessen feuchten Bestandteilen die organischen Wesen entstanden sind. Demokrit führte die Atomtheorie weiter zu einer Theorie, die 2000 Jahre später als Materialismus bezeichnet wurde. Jedes Ereignis, das der Mensch zu spüren bekommt beruht dabei voll und ganz auf der Reaktion zwischen mehreren Atomen und es gibt nicht, das nicht materiell gebunden wäre: Farben, Geschmäcker, die Seele und die mit ihr Verbundene Gefühlswelten, die Luft, die Sonne, die Wärme, das All überhaupt. Alles was geschieht, geschieht aus Zufall oder Notwendigkeit.

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In eigener Sache

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In eigener Sache_ Hurrah, hurrah. Vor zwei Jahren wurde die WhatsApp-Muttergruppe mit der Absicht gegründet, dem Kurzzeitgedächnis für Nachrichten aus aller Welt etwas entgegenzusetzen - als Archiv. Inzwischen verfolgt sie mehr Ziele. Das liegt auch daran, dass die Mitgliedszahl zunächst von eins auf zwei im Mai 2018 und dann von 94 auf 98 im April 2020 gestiegen ist, zudem auf Telegram auf 13. Für diese Gruppe und auch für die Schwestergruppen habe ich bisher grob geschätzt 725 Stunden, also rund 30 Tage meiner Lebenszeit aufgebracht. Zudem natürlich noch 19 jährige Vorbereitung und langjährige Ansammlung von Gedanken und Fakten zu Politik, Geschichte und Geographie. Ich mache das gerne.  Ich bin weder Meinungs-, noch -journalist und gebe mir Mühe, die Nachrichten neutral zu halten. Mit der Herausforderung, die politischen Entwicklungen, auch weit entfernter Länder zu dokumentieren, stehe ich notgedrungen vor Entscheidungen, wie ich diese oder jene Situation einschätzen oder sogar werten soll. Meistens beruht diese Wertung auf meiner eigenen Ideologie der humanistischen Demokratie und der Suffizienz-Wirtschaft. Oft genug ist eine Nachricht bereits an Sich ein Mahnmal gegen den Autokratismus oder den Kapitalismus, manchmal jedoch kann ich nicht anders, als ideologisierte Begriffe zu verwenden, da die Nachricht ohne diese Begriffe gar nicht berichtenswert wäre. Hoffentlich tue ich das dann so eindeutig, dass es erkennbar ist. Fehltritte bitte ich zu verzeihen. Überforderung halte ich für ein wirksames Mittel des persönlichen Wachstums im Erwachsenenalter. Daher mein drittes Anliegen: Dass es für euer Verständnis der Nachrichten keinen Nachteil ergibt, dass ich keinem Land eine geographische Beschreibung anhefte (vgl. Guyana vs. Guinea), steht und fällt mit euch. Die 200 Länder der Welt zu kennen ist nicht nur für die Interpretation der Nachrichten unerlässlich, sondern auch das Mindestmaß an Respekt, das man ihren Bewohnern geben kann, womit wir beim Humanismus wären. Denn Politik ist nicht zur Unterhaltung da. Dankeschön.

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Welt / Ägypten

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Aus der Welt gefallen 4.

Jesus von Masada Nur Anekdotenweise ist uns das Leben des Jesus Christus und seinen Jüngern in immer anderer Form überliefert. Als die Alte Kirche zu Lebzeiten Jesu und in den Jahrzehnten danach sich im römischen Reich zu etablieren begann, entstand eine Dynamik, durch die sich das Christentum rasch wandelte. Hatte es zum Beispiel in den vier Evangelien des Neuen Testaments noch den Gott der Juden neben der Dreifaltigkeit gegeben, so gesellten sich bald griechische, bald römische Gottheiten als Vertreter des Herrn zu ihm. Auch die Ablehnung der Dreifaltigkeit als zu polytheistisch machte seine Runden und man bestand auf der Singularität göttlicher Wesen, lehnte also Halbgott Jesus ab. Neben Ergänzungen und Neuinterpretationen der im 1. und 2. Jahrhundert stark umkämpften Bibel, entstanden auch mehrere Gegenbibeln. Das Judasevangelium etwa hebt das Tor aus den Angeln, das das Schlechte, personifiziert durch Judas Iskariot, von dem Guten, Jesus Christus und den elf Jüngern, trennt. Hier ein Ausschnitt aus der Textstelle, in der Jesus auf Judas in der Bergfestung Masada trifft. Die Übersetzung wurde erst 2001 nach der Entdeckung des Schriftstückes in einem koptischen Kloster in Ägypten und ohne religiös-belehrenden Anspruch verfasst. Die verlorenen Wörter sind durch ein [...] gekennzeichnet:

"Als aber Jesus durch seine Geburtsstadt Nazareth kam, erschien ihm nichts vertraut. Die Römer hatten die Stadt aus Rache zerstört, da Sikarier [Jüdische Unabhängigkeitsbewegung] in der nahen Felsenburg Masada waren. Ein altes Weib kam zu ihm. 'Herr, sieh dir an, was die Römer uns getan haben. Sieh dir an, was die Antwort der Sikarier war.' Die Sikarier hatten die Schalen [?] jener gebrochen, die von den Römern verschont waren. [...] stiegen auf [...] und die Sikarier erkannten in Jesus Christus den Messias und sie schworen von jeder Rache zu lassen und die Bote ihres neuen Herrn zu verbreiten. Ihr Anführer war Judas Iskariot, wie es zuvor Simon war. 'Herr, du sprichst Wahres über mein Haupt. Doch sage mir, wie ich meinen Kindern sagen soll, dass ihre Mutter von den Römern getötet und sie nun allein seien.' 'Sei du selbst ihnen die Liebe des Vaters, die ihnen durch ihre Mutter zustünde.' 'Herr, ich höre deine Worte, doch ich kann nicht ablassen von der Rache. Deine Worte nennen mich das Böse.' Da erkannte Jesus, dass auch Judas ein Sohn Gottes war, wie er selbst und antwortete 'Du sollst dich den meinen anschließen. Du wirst sie alle übertreffen. Denn du wirst den Menschen opfern, der mich kleidet.'"

Dem zufolge war Judas Iskariot also der beste Freund Jesu und er erkannte bereits bei ihrem ersten Zusammentreffen in Judas den Mann, der ihn schließlich an die Römer verraten sollte. Der Verrat sollte notwendig sein, damit Jesus sich von seinem menschlichen Körper trennen und in den Himmel aufsteigen konnte. Letztlich war Judas es, der die Passion Christi in Gang setzte und sein Wort im ganzen Römischen Reich verbreitete. Laut einer These des Münchner Koptologen Friedhelm Schuh war diese historisch nachvollziehbare Begegnung Jesu mit Judas ausschlaggebend, dass er keine Wunder mehr vollbrachte. Demnach hatte Jesus nun den Rückhalt der jüdischen Unabhängigkeitsbewegung und damit genug politische Macht, sich den Menschen als Sohn Gottes zu offenbaren.

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Welt

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Nicht vergessen! Der griechische Naturphilosoph Heraklit lebte von 550 v.Chr. bis 480 v.Chr. in Ephesos. Er nahm als Urgrund aller Dinge das Feuer an, in das sich auch wieder alles auflösen müsste: Die Welt ist ein ewiges Feuer, das erlischt und sich wieder selbst anfacht. Alles ist im Werden und in Verwandlung begriffen. Das Feuer wird zum Meer und dieses zur Erde, und die aufsteigenden Dünste erzeugen die Sonne immer wieder aufs Neue. Diese Weltvorstellung wurde in späterer Zeit als πάντα ῥεῖ (panta rhei) für "Alles fließt" verkürzt. πάντα ῥεῖ ist sicher einer der bekanntesten altgriechischen Sätze überhaupt und steht also für das fließen des Feuers und nicht für das Fließen des Wassers, wie man intuitiv glaubt! Heraklit galt als Misanthrop, da er sich in seiner Forschung noch vor der Erdkunde am meisten mit dem Menschen befasste, besonders mit dem "einfachen Volk", aber auch mit Ärzten. Seine Zeitgenossen Pythagoras nannte er einen unverständigen Vielwisser und Homer einen Prahler. Dieses intellektuelle Einzelgängertum führte zu einer sehr eindeutigen Sicht auf die Welt, aber auch einer besonders ausgefeilten, da das Mikrokosmos Heraklit auf ständiger Gegenbeweis-Suche basierte - wie die moderne Wissenschaft. Einseitigkeit führte dann auch zu seinem Tod, als er durchs essen allein von Gras und Kräutern an der Wassersucht zu leiden begann und um den entgegenzuwirken sich mit Kuhmist bedeckte und tagelang in die Sonne legte um auszutrocknen. Heraklit, der eigenwillige alte Mann der an der Wassersucht litt, starb am Austrocknen.

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Nicht vergessen! Einen gewaltigen Fortschritt erlebte die Erdkunde oder Kosmogonie mit der Lehre des Pythagoras. Es scheint, dass Pythagoras selbst die Erde noch im Mittelpunkt der Welt annahm und dass erst spätere Anschauungen seiner Schule die Erde zu einem der Planeten machten, die um das Zentralfeuer in der Mitte der Welt sich herumbewegen und zwar so, dass die Erde ihre bewohnte Kugelhälfte stets von demselben abwendet, ähnlich dem Mond, der von uns ebenfalls immer die selbe Seite abkehrt. Zehn Körper umwandeln in harmonischen Bahnen den Herd des heiligen Feuers im Mittelpunkt der Welt: der Fixsternhimmel, die sieben Wandelsterne (Planeten), die Erde und die Gegenerde, welche wir nicht sehen können, da sie sich zwischen Erde und Zentralfeuer bewegt. Die Sonne sammelt sich in Wellen des reinen Feuers, die vom Mittelpunkt und den äußersten Umkreis der Weltkugel ausgehen und strahlt sie wieder als Licht und Wärme aus. Die Ansichten der Pythagoräer, die Platon sehr wohl gekannt hat, blieben auf engste Kreise beschränkt.

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Nicht vergessen! Den entscheidenden Schritt zu einer wissenschaftlichen Auffassung der Frage nach der Entstehung der Erde tat Anaximander von Milet, ein Schüler des Thales, der in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v.Chr. die erste allgemeine Weltkarte entworfen hat. Anaximander ließ aus einem unendlichen und ewigen Urstoff unter dem Einfluss einer bewegenden Kraft das Warme und das Kalte, und aus deren Mischung das Flüssige hervorgehen, das wieder Erde, Luft und Feuer absonderte. Die Gestirne bildeten sich aus Feuer und Luft. Die Erde schwebte frei in der Mitte der kugelförmigen Welt und wurde in dieser Stellung durch den allseitig gleichen Abstand von der umgebenden Himmelskugel festgehalten - ein Verständnis von Gravitation! Sie stellte eine kreisförmige Platte von mäßiger Dicke dar, deren Oberfläche ursprünglich vollständig mit Wasser überdeckt gewesen war. Die Verdunstung des Wassers unter dem Einfluss der Sonne ließ aber die Wassermenge mehr und mehr schwinden, sodass schließlich das feste Land wie eine Insel aus dem Wasser auftauchte. Das jetzige Meer wäre also nur der salzige Überrest der einstigen allbeherrschenden Wasserfluten. Das war der Auftakt für die Untersuchung der Kosmogonie, der Entstehung der Welt. Erstmals gab es nicht bloß Schöpfungsgeschichten, die Teil einer Religion waren, und oft im Widerspruch zueinander standen, sondern einen koherenten Wissenschaftsansatz, der zunächst unabhängig von irdischen Machtgefügen aus Fürsten und Priestern war.

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Aus der Welt gefallen 3.

*1:0 für Augsburg* Um die Zeitenwende hatten die Römer bereits ein gewaltiges Reich unter ihre Herrschaft gebracht. Ihr Straßensystem war in den Startlöchern, ein Legionen zu tragen, die das Weltreich verteidigen sollten. Unter den vielzähligen Herausforderungen, die sich den Römern in den Weg stellten, waren insbesondere politische Stabilität in Rom, politische Stabilität in den Provinzen und Grenzverteidigung. Wenig ist bekannt über die blinden Flecken, die viele Generationen über in den dunklen Tälern der Alpenprovinz Raetia bestanden. Im Jahre 9 vor Christus von den Römern für sich beansprucht galt den Gebirgsbewohnern wenig Interesse. Zwar soll einmal ein Vertreter des Statthalters der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum die Alpenbewohner über ihre Befreiung durch das Römische Heer, sowie ihre Rechte und Pflichten unterrichtet haben, doch die Beziehung geriet beiderseits bald in Vergessenheit. Die Römer waren erschrocken von der wüsten Erscheinung jener Menschen in den Siedlungen der kargen Gerölllandschaften, die bestenfalls Hirten hervorbrachten und behielten es sich vor, das fruchtbarere Alpenvorland mit ihren kulturellen Errungenschaften zu beglücken. Als es 100 Jahre später dünn aussah in der Stadtkasse von Augusta Vindelicum erinnerte man sich an die jahrzehntelang uneingetriebenen Steuern der Alpenbewohner und entschied, diese nun von ihren Nachfahren einzutreiben, und auch ganz allgemein die dortigen Hirten an die Größe der Römer zu erinnern. Für diese Aufgabe scheute man weder Mühe noch Kosten und ließ den berühmten, in die Tage gekommenen Söldner Sibelius aus dem mediterranen Massilia rufen. Ihm wurde die Ehre zuteil, die Stadtkasse Augusta Vindelicums aufzubessern. Der wohlhabende Söldner wollte sich zur Ruhe setzen und war daher höchst erfreut, dass die Stadt ihm als Lohn ein Stück Land an der Donau und die jüngste Tochter des Statthaltes versprach. Er zog also mit einem Gewissen Anspruch an sich selbst und sein Söldnerheer aus 40 Mann in die tiefen Täler des Gebirgsmassivs. Schon der erste Pass war eine frostige Herausforderung, da die Männer nur dünne Leinenhemden und Lederrüstungen trugen, ganz nach dem von Lutetia vorgegebenen Chic - es war Sommer. In dem Tal dahinter eröffnete sich den Söldnern der selbe Blick, wie er den armen römischen Gesandten 100 Jahre zuvor bereits ernüchtert hatte. Neben nacktem Fels ließ der dichte Nadelwald nur wenige Wiesen zu, auf denen kümmerliche Tiere weideten, die sich bei Näherkommen als eine Mischung aus Gemsen und Schafen herausstellten. Auf einer Weide fand Sibelius einen wilden Hirten von grauenvoller Gestalt. So untersetzt, voller Haar im Gesicht und eingehüllt in die grob zugeschnittenen Pelze seiner Schafe musste er einer niederen Menschenklasse angehören. Er schien wenigstens nicht zu frieren. Sibelius versuchte gar nicht erst, den Barbaren anzusprechen, da er sowieso kein Römisch verstehen würde. Sein Heer aus 40 Männern hatte sich schon nach dem vierten Tag halbiert, als die ersten Höhenmeter überwunden waren. Die nun am sechsten Tag verbleibenden 16 Männer frierten allesamt und es plagte sie der Hunger. Also schlachteten sie sechs der Schafe und aßen sie, während zwei Söldner den Hirten in Schach hielten und zwei weitere das Loch inspizierten, in dem er wohnte. Darin fanden sie nichts von Wert, nur Holzbesteck, Steinwerkzeug, ein Schlafplatz und seine Familie aus einer Frau und einem Kind. Da sie nichts fanden, das es zu besteuern gäbe, zogen die Römer wieder ab, in weiser Ahnung, in den anderen Bergtälern sähe es wenn überhaupt, wahrscheinlich noch schlechter aus. Das machte Sibelius sehr zu schaffen, da er um seinen Ruhestand fürchtete. Bei der Rück-Überquerung des Passes zogen sich die verbliebenen Söldner allesamt eine Erkältung zu. Zurück in Augusta Vindelicum berichtete Sibelius dem Statthalter, er habe den Alpenbewohnern ihre Rechte und insbesondere ihre Pflichten erklärt. Er habe nur 20 Schafe mitbringen können, da die Region zu kalt sei, um sie weiter zu erkunden. Er habe jedoch mit Einheimischen geredet, die von einem T.

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Welt / Argentinien / Schweiz

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Nicht vergessen! Über den wasserreichsten Fluss der Welt führt keine Brücke. Der Amazonas ist mit 6400km zwar 250km kürzer als der Nil, dafür ist sein Einzugsgebiet doppelt und die Fließmenge 100× so groß. Das Einzugsgebiet bezeichnet den geographischen Raum, in dem Flüsse und Bäche quellen, deren Wasser irgendwann im Amazonas fließen wird. Der Amazonas bezieht sein Wasser aus einem Gebiet, doppelt so groß wie das größte Nachbarland Argentinien, oder wie der Europäische Kontinent ohne den russischen Anteil - rund 6.000.000 km². So groß ist das Amazonas-Becken samt seinen tropischen Regenwäldern. Wenn der Amazonas in den Atlantik abfließt, pumpt er sekündlich 206.000 Liter Süßwasser in die raue See, das sich auf Kilometer weit verbreitet. Das ist etwa das 5-fache des Großen Saales der Elbphilharmonie in Hamburg - pro Sekunde. Als die Portugiesen Anfang des 16. Jahrhunderts die Ostküste Südamerikas erkundeten, brachte für sie die mit kleinen Karavellen fast unbezwingbare Amazonasmündung den endgültigen Beweis, es mit einem riesigen Kontinent zu tun zu haben, da nur ein Kontinent von gewaltiger Größe so einen Strom erzeugen könnte. Mit Marajó findet sich auch die größte Flussinsel der Welt im Amazonas. Sie ist so groß wie die Schweiz. Zurück zu den Brücken. Inzwischen sollte der eine Grund für die Abwesenheit der Brücken ersichtlich geworden sein: Der Amazonas ist zu breit! In besiedeltem Gebiet rangiert die Breite von 2km, 5km über 10km bis hin zu 50km und 150km, und das Amazonas-Delta ist abschließend 320km lang. Da wären wir auch schon beim zweiten, viel wichtigerem Grund: Die Brücken würden ins nirgendwo führen. Zwar hat die größte Stadt am Amazonas, Manaus, eine beachtliche Einwohnerzahl von 1,8 Millionen, doch sie liegt ausschließlich auf der Nordseite des Flusses. Südlich davon erstreckt sich über tausende von Kilometern Menschenleere (östlich, südlich und nördlich übrigens auch, aber dahin gibt es eine Straße). Das macht Manaus zur isoliertesten Millionenstadt der Welt. Auch die anderen Städte am Amazonas und seinen Nebenflüssen sehen keine Notwendigkeit, eine Brücke zu bauen. Stattdessen ist das Boot immer noch das Verkehrsmittel der Wahl.

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Aus der Welt gefallen 2.

Ich wusste, du würdest kommen Mein Großvater hat mir im Laufe seines Ablebens immer wieder Geschichten aus seiner Soldaten-Zeit im spanischen Bürgerkrieg erzählt, in meiner Kindheit war er schon ein alter Mann. Er kämpfte damals auf der Seite der Nationalisten gegen die Republikaner, aber nicht weil er es so wollte, sondern weil er gezwungen wurde. Es war Krieg. Obwohl ich mich heute als Pazifist gegen die Militärdiktatur stelle, ist mir doch eine besondere Geschichte geblieben, die mir die Brüderlichkeit unter den Soldaten einbrannte. Nach einer Schlacht mit vielen Toten zog sich seine Kompanie hinter einen großen Fels zurück. Die Soldaten unter dem Señor Capitán machten sich bereit zum Abzug, doch einer bittet um Erlaubnis zurück aufs Schlachtfeld zu kehren. Sein Freund liege noch dort. Der Capitán schmettert ihm die Bitte ab. "Es ist zwecklos. Dein Freund ist tot." Doch der Soldat widersetzt sich dem Befehl und geht zur Suche. Als er zurückkommt trägt er seinen toten Freund im Arm. "Siehst du? Ich habe es dir gesagt. Es war zwecklos." "Nein, Señor Capitán, es war nicht zwecklos. Als ich ihn fand, lebte er noch und sagte noch als Letztes: Ich wusste, du würdest kommen - Sabía que ibas a venir."

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Welt / Niger

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Nicht vergessen! Die Ténéré-Kultur stammt aus der Ténéré-Wüste im Norden Nigers, die Teil der Sahara ist. Die Menschen lebten von Viehzucht, Fischfang und Jagd, wie die meisten Menschen der damaligen Welt, doch ihre Überreste sind uns besonders gut erhalten. Die Kultur hörte um 2500 v.Chr. auf zu existieren, da ihr ergrünter Lebensraum immer mehr desertifizierte, also von der Sahara verschluckt wurde. In der Trockenheit blieben Grabbeilagen gut erhalten und daher kennen wir ihre Lebensweise. So deuten aus Nilpferdzähnen gefertigter Schmuck und Keramik als Grabbeilagen auf spirituelle Vorstellungen. Rund 200 Skelette wurden gefunden, von denen die meisten ein Leben erzählten, das in fruchtbaren und sehr angenehmen Lebensräumen geführt wurde. Die Tenerier waren deutlich kleiner und weniger robust als ihre kurzzeitigen Nachbarn der Kiffian-Kultur, die ihrem Körperbau nach spezialisierte Jäger auf große Savannen-Tiere waren. Ihre Geschichte ist geprägt von Migration, wie die Geschichte aller Völker und Zeiten. Die Kiffian waren nämlich eng verwandt mit Ibéromaurusiern, die, wie es ihr Name verrät, im Nordwesten Afrikas und Iberien lebten, sowie den Capsiern, die ebenfalls dort lebten. Diese beiden Kulturen sind gute Beispiele für uns, zu verstehen, wie grün die Sahara einmal gewesen ist. Dass eine steinzeitliche Gruppe an Menschen ohne grundsätzliche Versorgungsprobleme die Strecke vom Norden Marokkos bis in den Niger zurücklegt, wäre unter den heutigen Umständen undenkbar.

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Welt

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Aus der Welt gefallen 1.

*Fakten schaffen Wahrheit* Vor einigen Jahren, ich weiß nicht mehr genau wann, gab es in Kalifornien eine Waldbrand-Saison, die verheerender war, als in den Jahren zuvor und auch schlimmer als in den Jahren danach. Es gab einige Tote, der Schaden ging in die Millionenhöhe und die Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen an. Als der Brand nach einigen Wochen unter Kontrolle war, kamen erste Fragen auf, warum die Waldbrände in diesem Jahr so groß waren. Meteorologen fanden keine Antwort, Klimafroscher auch nicht, ebensowenig die Forstbeamten, die die Wälder sehr gut kannten. Der damalige Gouverneur von Kalifornien geriet unter Druck, als Staatsanwaltschaft wegen Staatsversagens zu ermitteln begann. Inzwischen war es auch schon zu einem Lynchmord an einem Mann gekommen, der auf einem Waldspaziergang seine brennende Kippe wegschmiss. Die Situation für den Gouverneur schien aussichtslos und er fürchtete, seinen Rücktritt einreichen zu müssen. Es begab sich aber, dass ein Alien mit seinem Raumschiff in der Nähe der Waldbrände landete. Es forderte die Bewohner, ihn zu ihrem Anführer zu bringen, um Beziehungen aufzubauen. Sie brachten das Alien zum Gouverneur. Der nahm sein Hilfsangebot gerne an und bat das Alien, mit seinen fortgeschrittenen Berechnungsmaschinen die Ursache für die ungewöhnlich verheerenden Waldbrände zu ermitteln. Das Alien zog sich zum Rechnen in sein Raumschiff zurück. Nach wenigen Tagen, inzwischen waren die Waldbrände ganz gelöscht, kam es wieder heraus und verkündete, ein Ergebnis zu haben. Dem Gouverneur gegenüber verkündete es: "Sie erleben solche Waldbrände, weil Sie Sauerstoff in ihrer Atmosphäre haben."