20.12.2022 — Spanien / USA / Fidschi
Sudan
Tränengaseinsatz gegen Proteste gegen Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan und Übergangsabkommen des Oppositionsbündnisses Forces of Freedom and Change mit Militär.
Tränengaseinsatz gegen Proteste gegen Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan und Übergangsabkommen des Oppositionsbündnisses Forces of Freedom and Change mit Militär.
Arabisch-sozialistische Baath-Partei zieht sich aus Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change zurück, nachdem es Übergangsabkommen mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan unterzeichnet, da dieses Abkommen Burhans Putsch 2021 legitimiere; umstrittenes Abkommen, das Übergang zu ziviler Regierung regeln soll spaltet seit wenigen Wochen Revolutions- und Protestbewegung, u.a. da viele zentrale Themen über Machtverteilung noch nicht geklärt sind; Afrikanische Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank gewährt Sudan 74Mio$ zur Beschaffung von klimaresistentem Saatgut und Dünger, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten; Weizenproduktion soll sich so bis 2025 mehr als verdoppeln.
23 Tote bei interkommunalen Kämpfen in Provinz West-Kordofan, wo regionale Sicherheitsbehörden seit Machtübernahme des Militäranführers Abdel Fattah al-Burhan Machtvakuum hinterließen; interkommunaler Konflikt besteht zwischen 2 Gemeinden, für die Regionalregierung unangekündigt ungenaue Eigentumsgrenzen regularisieren wollte, was zu heftigen Streits und große Protestaktionen über Verlauf dieser Grenzen führte.
Militär unter Abdel Fattah al-Burhan und ziviles Forces of Freedom and Change-Bündnis einigen sich 1 Jahr nach Militärputsch auf 2jährige Übergangsphase, an dessen Ende Wahlen stehen sollen; Proteste gegen Abkommen und FFC, die Protestbewegung "verraten" habe; Abkommen kritisiert, da es Verteilung der Macht über Justizapparat nicht beinhalte; Justiz zentral für Untersuchung der 121 Todesfälle während der Proteste und der über 800 Toten bei interkommunalen Kämpfen in der Zeit; Auch islamistische Anhänger des 2019 abgesetzte Ex-Präsident al-Omar al-Baschir sind gegen Abkommen; Abkommen sieht u.a. Rolle des Militärs in "Sicherheits- und Verteidigungsrat" vor, während Premierminister Zivilist+ werden soll.
Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change sieht nach Gesprächen mit Militärregierung unter Abdel Fattah al-Burhan Einigung zu 80% der Streitpunkte für neues "politisches Framework", also Übergangsverfassung; Hauptstreitpunkt ist Rolle des Militärs, das ähnliche Politik verfolgt, wie 2019 gestürzter Langzeitpräsident al-Baschir.
Islamistische Proteste in Hauptstadt Khartoum gehen mit Demonstrationen gegen UN weiter, die zwischen Militärregierung unter Abdel Fattah al-Burhan und zivilen politischen Kräften vermitteln will.
Straßenschlachten in Hauptstadt Khartoum zwischen Polizei und anti-Militäregierung-Protestierenden, die Rücktritt von Abdel Fattah al-Burhan fordern.
Proteste zum 1. Jahrestag des Militärputsches des Militärführers Abdel Fattah al-Burhan, der seitdem Versprechen zur Machtübergabe an zivile Regierung immer wieder gebrochen hat.
Allianz progressiver Oppositionsgruppen lehnt Annäherung von UN, Afrikanische Union und Intergovernmental Authority on Development an Militärregierung unter General Abdel Fattah al-Burhan ab.
55 Oppositionsgruppen unterzeichnen neue Revolutionscharta gegen Militärregierung unter Präsident Abdel Fattah al-Burhan, der durch Putsch 2021 an Macht gekommen war; Charta sieht dezentrale Übergangsregierung vor; Erneute Proteste mit 49 Verletzten.