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Mohamed Hamdan Dagalo

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Nachrichten zu Mohamed Hamdan Dagalo

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13.07.2023 — Thailand / Guatemala / El Salvador

Nordostafrika

Ägypten veranstaltet SUDAN-Gipfel und schlägt 3-monatige Waffenruhe vor, was auch ÄTHIOPIEN beim Intergovernmental Authority on Development-Gipfel gefordert hatte; Äthiopiens Premierminister Ahmed ruft Ägyptens Präsident Abd al-Fatah as-Sisi daher auf, sich IGAD-Statement anzuschließen; bei Sudan-Gipfel in Ägypten auch Gespräche (mit Reuters) mit Ergebnis, dass Ägypten und Äthiopien Grand Ethiopian Renaissance Dam-Dammstreit lösen wollen (mit Reuters); 87 Massalit-Angehörige in Massengrab in sudanesischer Region Darfur gefunden; RSF des Milizenanführers Mohamed Hamdan Dagalo soll die 87 Menschen getötet haben (mit Reuters).

11 Quellen

12.07.2023 — Thailand / Kosovo / Sudan

Sudan

UK erlässt erstmals Sanktionen gegen 3 Unternehmen, die mit einem der beiden Kriegsparteien Mohamed Hamdan Dagalo und Abdel Fattah al-Burhan in Verbindung stehen; 2,4 Millionen Sudanesen+ intern vertrieben, 700.000 ins Ausland (mit APA); Burhan lehnt Intergovernmental Authority on Development vorgeschlagene EASF-Militärintervention ab.

16 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 3

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 3.

07.11.2022: - Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change verbündet sich mit sudanesischer Baath-Partei und weiteren Parteien, sowie einigen Rebellengruppen; neues Bündnis fordert säkularen Staat und Rücktritt der Militärs von ihren politischen Ämtern.

16.11.2022: - FFC sieht nach Gesprächen mit Militärregierung unter Abdel Fattah al-Burhan Einigung zu 80% der Streitpunkte für neues "politisches Framework", also Übergangsverfassung; Hauptstreitpunkt ist Rolle des Militärs, das ähnliche Politik verfolgt, wie 2019 gestürzter Langzeitpräsident Omar al-Baschir.

05.12.2022: - Militär unter Burhan und ziviles FFC-Bündnis einigen sich 1 Jahr nach Militärputsch auf 2jährige Übergangsphase, an dessen Ende Wahlen stehen sollen; Proteste gegen Abkommen und FFC, die Protestbewegung "verraten" habe; Abkommen kritisiert, da es Verteilung der Macht über Justizapparat nicht beinhalte.

16.12.2022: - Arabisch-sozialistische Baath-Partei zieht sich aus Oppositionsbündnis FFC zurück, nachdem es Übergangsabkommen mit Militärregierung Burhan unterzeichnet, da dieses Abkommen Burhans Putsch 2021 legitimiere; umstrittenes Abkommen, das Übergang zu ziviler Regierung regeln soll spaltet seit wenigen Wochen Revolutions- und Protestbewegung, u.a. da viele zentrale Themen über Machtverteilung noch nicht geklärt sind.

14.01.2023: - USA rufen alle politische Oppositionsgruppen auf, sich an Gesprächen mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan zu beteiligen, mit der Oppositionsbündnis FFC bereits umstrittenes Abkommen geschlossen hat; Abkommen führte zu Spaltung der Protest- und Revolutionsbewegung, wie des FFC, da es Militärputsch Burhans legitimiere.

28.01.2023: - Äthiopische Regierung Ahmed unterstützt offen sudanesische Militärregierung Burhan, nachdem Burhan Äthiopien Unterstützung im Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudammkonflikt mit Ägypten zusagt.

22.02.2023: - Wichtigster Paramilitärführer Mohamed Hamdan Dagalo äußert Reue für Teilnahme an Putsch 2021 und verspricht, Macht an zivile Regierung zu übergeben; Streitkräfte von "Hemeti" Dagalo hatten Massaker an protestierenden Zivilisten+ begangen und sind wichtige Machtstütze für Militärregierung Burhan; Burhan hatte zuvor angekündigt Dagalos Miliz in reguläre Armee integrieren zu wollen; Dagalos jüngste Äußerungen weisen also mutmaßlich auf einen inneren Konflikt der Machtelite hin, sind aber auch Teil eines ideologischen Konflikts, da Dagalo, anders als Burhan kein Interesse an islamistischer Regierungsführung hat.

18.03.2023: - Zivile Oppositionsbewegung FFC trifft sich zu Gesprächen mit Militärführern Burhan und Hemeti über Einsetzung eines zivilen Premierministers und ruft beide auf, Differenzen beizulegen; Hemeti betreibt unabhängig von Burhan auch eigene Außenpolitik, nachdem er wohl bei Vermittlungsversuchen durch Ägypten Benachteiligung erfahren hatte.

20.03.2023: FFC und Militärführer Burhan und Hemeti einigen sich, am 11. April Abkommen zur Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung, die am selben Tag Arbeit beginnen soll, zu unterzeichnen und bis Anfang April neue Übergangsverfassung zu erarbeiten; Abkommen soll von 9 Vertretern der Zivilgesellschaft, 1 Militär-Vertreter und 1 RSF-Milizen-Vertreter verfasst werden.

21.03.2023: - Oppositioneller Demokratischer Block DB bestehend aus Finanzminister Ibrahim und Gouverneur von Darfur Minnawi, sowie weiteren kleinen Gruppen lehnen Rahmenprogramm von Burhan, Hemeti und FFC zur Einführung einer zivilen Übergangsregierung ab, da sie nicht an Verhandlungen beteiligt gewesen seien.

31.03.2023: - Militärdelegation verlässt Gespräche mit zivilen FFC-Gruppen und RSF-Miliz über Verzögerung der Eingliederung der RSF in die regulären Truppen um 10 Jahre, was zum Vorteil des RSF-Anführers und Vizepräsidenten Hemeti wäre; Konkurrenz zwischen Hemeti und Präsident/Militärführer Burhan nimmt trotz Verhandlungen zu, zu denen sich Burhans Militär jedoch weiterhin bekennt; Auch USA bestätigen Unterstützung für Übergang zu ziviler Regierung, der bereits am 11. April erfolgen soll.

8 Quellen

09.07.2023 — NATO / Nordafrika / Migration

Sudan

Islamisch-konservativer Vertreter der zivilen Forces of Freedom and Change-Bewegung warnt, dass monatliche Militärausgaben derzeit rund 10Mrd$ betragen, während sich Zahl der von Hunger betroffenen Menschen fast verdoppelt und Krieg Ernährungsunsicherheit in gesamter Region betreffen könnte; Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan kündigt an, nicht an Intergovernmental Authority on Development-Gipfel teilzuhaben, zu dem auch RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo eingeladen ist und dessen Vorsitz KENIA hat, dessen Präsident William Ruto angeblich Verbindung zu Hemeti pflegt; RSF zerstört nach Eroberung alle Regierungsgebäude der Darfur-Regionalstadt Zalingei; SPLMN stellt Angriffe auf Militär vorerst ein; 22 Tote bei Luftangriff bei Armee-Luftangriff auf Wohnviertel in Khartoum (mit APA); UN warnt vor Ausbruch eines vollständigen Bürgerkrieges (mit AFP).

15 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 2

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 2.

30.12.2021: - Sicherheitskräfte siegeln am 11. Tag großer Proteste Hauptstadt Khartoum vollständig ab; heute 4 Tote durch Sicherheitskräfte.

09.01.2022: - Protestgruppe Forces of Freedom and Change lehnt geplante Vermittlung durch UN ab; UN will mit Militärregierung sprechen.

11.01.2022: - UN-Gesandte beginnen Gespräche mit Konfliktparteien; UN will Vertrauen zwischen Protestierenden und Militär aufbauen.

16.01.2022: - Protestgruppe FFC will nun doch an UN-Mediation teilnehmen; Protestgruppe SPA weiter dagegen.

03.03.2022: - Militärregierung begrüßt nach Besuch in Russland (24.2) Errichtung einer russischen Marinebasis am Roten Meer.

30.05.2022: - Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan schafft Notstand ab und signalisiert somit vermutlich Dialogbereitschaft.

12.06.2022: - Friedensgespräche verschoben, nachdem Oppositionsbündnis FFC über seine Teilnahme an Gesprächen verhandeln will; FFC fordert Demokratie, Reform und politische Entmachtung des Militärs; Seit Putsch 2019 Krise.

22.06.2022: - Afrikanische Union wirft Militärregierung Burhan vor, entscheidende Gruppen, wie FFC, von Friedensgesprächen auszuschließen; Afrikanische Union nimmt daher nicht teil.

27.06.2022: - Sudan wirft Äthiopien vor, 7 sudanesische Streitkräfte und 1 Zivilisten in umstrittener Region al-Fashqa exekutiert zu haben.

29.06.2022: - Militär schießt mit Artillerie auf Militärbasis äthiopischer Streitkräfte oder mit Äthiopien alliierter Miliz in umstrittener Region al-Fashqa, in der zuletzt Äthiopien militärisch dominiert haben soll; Sudan bestellt äthiopischen Botschafter ein.

05.07.2022: - Militärführer Burhan kündigt nach anti-Militär-Protesten Austritt des Militärs aus Regierung an; demnach sollen nun "politische und revolutionäre Gruppen" zivile Übergangsregierung bilden; Zweifel, ob Versprechen eingehalten wird, und ob Militär sich nicht in diese neue Regierung einmischen würde; Proteste dauern daher an; Oppositionsgruppe FFC will Proteste sogar intensivieren; Militär will mit Rückzug aus Regierung auch nicht mehr an umstrittenem Nationalen Dialog teilnehmen.

19.07.2022: - Interkommunale Kämpfe in südlicher Region Blue Nile halten an und richten sich mit Straßenblockaden und Angriffen vermehrt gegen Regierungsgebäude, da Militäregierung des General Burhan nach Machtübernahme 2021 Sicherheitsvakuum in Blue Nile hinterlassen habe.

23.08.2022: - Streik der Krankenhausangestellten in Region Darfur wegen schlechter gesundheitlicher Versorgung; zudem Streik auf Ölfeldern in West-Kordofan, wo Angestellte mehr Investitionen in ländliche Entwicklung fordern.

01.09.2022: - Mit erneutem Todesopfer bei Protesten nun mindestens 117 Tote bei Protesten seit Machtübernahme des Militärs Ende Oktober 2021; Zweifel, ob Militärführer Burhan sich wirklich, wie im Juli angekündigt, aus Regierung zurückzieht.

27.09.2022: - SUDAN: Vizepräsident und Anführer der berüchtigten RSF-miliz Mohamed Hamdan Dagalo möchte in Dialog mit pro-demokratischer Protestbewegung treten; unklar, wie das sein Verhältnis zu Militärführer Burhan ändert, dessen Macht auf Verbündeten des geputschten Ex-Präsident al-Bashir beruht, von dem Hemeti sich 2019 gelöst hatte.

01.10.2022: - 55 Oppositionsgruppen unterzeichnen neue Revolutionscharta gegen Militärregierung unter Präsident Burhan, der durch Putsch 2021 an Macht gekommen war; Charta sieht dezentrale Übergangsregierung vor; Erneute Proteste mit 49 Verletzten.

14.10.2022: - Allianz progressiver Oppositionsgruppen lehnt Annäherung von UN, Afrikanische Union und Intergovernmental Authority on Development an Militärregierung unter General Burhan ab.

06.11.2022: - Sudan und Südsudan einigen sich darauf, unklare Grenzziehung in umstrittener Region Abyei zu klären; Referendum über Zugehörigkeit des ölreichen Abyei ist seit 2005 umstritten, u.a. da Südsudan dagegen ist, dass halbnomadische, sudanesische Misseriya bei Referendum Wahlrecht haben, da sie nur durch Abyei migrieren würden, nicht aber dort wohnen; Abyei ist, neben Darfur, in letzten Monaten konfliktreichste Region des Sudan gewesen, was auch durch typischen Agrar-Viehwirt-Konflikt erklärt werden kann; klare Grenzziehung könnte Konflikt vorerst entschärfen.

6 Quellen

04.07.2023 — Senegal / Sudan / Ägypten

Sudan

Rapid Support Forces umschließt bei Khartoum Parlamentsgebäude und Militärkrankenhaus, in dem Ex-Präsident Omar al-Baschir liegt und beginnt dessen Belagerung (von MAmin), während Militär versucht, RSF-Versorgungslinien zu durchbrechen; Kämpfe um Khartoum hatten zuletzt zugenommen; Zunahme der Masern-Fälle in vollen Flüchtlingslagern in Provinz Weißer Nil (von mgt und msl); 7 wichtige Regionalmonarchen in Darfur sprechen öffentlich Unterstützung für RSF und Mohamed Hamdan Dagalo aus und rufen ihre Untertanten im Militär auf, zu desertieren; RSF greift Konvoi gemeinsamer Truppen des Darfur-Gouverneurs Minni Arko Minnawi und Ex-Finanzministers Ibrahim, der auf Weg zu Treibstofflagern in Weißer Nil waren, in Nord-Kordofan an; SPLMN verkündet in Kampf gegen Militär in Süd-Kordofan Geländegewinne; Ziviles Forces of Freedom and Change-Bündnis ruft bei Besuch in UGANDA erneut zu Frieden und Zusammenlegung von RSF und Militär auf.

17 Quellen

27.06.2023 — Russland / Honduras / Haiti

Sudan

RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo kündigt einseitigen Waffenstillstand während des Zuckerfests an (mit Reuters) und kündigt an, Vergehen einzelner RSF-Milizionäre gegen Zivilisten+ zu strafen; 14 Zivilisten bei Kampf um Polizei-Hauptquartier in Khartoum getötet (mit AFP), das RSF nun für erobert erklärt hat.

21 Quellen

21.06.2023 — Sudan / Somalia / Migration

Sudan

RSF-Miliz droht SÜDSUDAN morgen jede Erdölpipeline-Aktivitäten in von ihnen kontrollierten Gebieten zu blockieren, sollte Südsudan ihre Einnahmen nicht mit RSF teilen; Zugriff auf Erdölvorkommen in umstrittener Grenzregion Abyei war u.a. Grund für Eskalation zwischen Abdel Fattah al-Burhan und Mohamed Hamdan Dagalo; Bereits Ende letzter Woche kündigte Südsudans Regierung Salva Kiir an, wichtigen Erdölexport von besagten Pipelines und Port Sudan nach DSCHIBUTI und Mombasa in KENIA zu verlagern; Kämpfe in Hauptstadt Khartoum nach dreitägiger Waffenruhe wieder aufgenommen (von DJohnson); Darfur-Gouverneur Minni Arko Minnawi ruft UN auf, Untersuchungsgebiet des Weltstrafgerichts auf Darfur auszuweiten.

14 Quellen

21.06.2023 — Kenia / Sudan / Uganda

Sudan

Kriegsparteien Mohamed Hamdan Dagalo und Abdel Fattah al-Burhan einigen sich nach Eskalation der Kämpfe mit Luftangriffen auf Zivilisten+ und Ermordung des Darfur-Gouverneurs Abakar auf 3tägige Waffenruhe (17.6 ); Abakar wurde wohl von RSF getötet, die Beteiligung dementiert (16.6 ); Neuer Vizepräsident Agar kritisiert Intergovernmental Authority on Development-Vermittlungsinitiative unter Führung von KENIAs Präsident William Ruto, da er Position der RSF befürworte (17.6 AMutambo FOluoch MAbdallatif).

Sudan

RSF-Miliz des Milizenanführers Mohamed Hamdan Dagalo hat seit Beginn der Kämpfe hunderte islamistische Aktivisti festgenommen und nährt somit Narrativ, RSF habe "reformerische" Absichten gegen Burhans Militär, das von Islamisten durchsetzt sei (19.6 MSalih JBurke); Waffenruhe hält während internationaler, SAUDIsch-finanzierter UN-Geberkonferenz weitestgehend; UN will 2,5Mrd$ für Hilfe im Sudan sammeln (19.6 ); Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor ethnischen Säuberung in Darfur (19.6 CSalimi-Asl).

9 Quellen

13.06.2023 — Eritrea / Nordostafrika / Sudan

Sudan / Nordostafrika

DSCHIBUTI zieht sich aus Intergovernmental Authority on Development-Troika zurück, die zwischen Kriegsparteien Mohamed Hamdan Dagalo und Abdel Fattah al-Burhan vermitteln wollen, womit in nächsten 10 Tagen weiterhin Präsidenten und Premierminister des SÜDSUDAN und KENIAs, sowie nun ÄTHIOPIENs und SOMALIAs Gespräche mit Hemeti und Burhan führen wollen (von AMutambo); IGAD will nun "inklusiven nationalen Dialog" im Sudan initiieren; Militärregierung Burhan schließt daraufhin Möglichkeit eines direkten Treffens mit Hemeti aus (mit AFP).

14 Quellen