Mexiko / Island / Serbien
In Kürze
1. Südkorea-Afrika-Gipfel begonnen (von AMutambo).
1. Südkorea-Afrika-Gipfel begonnen (von AMutambo).
Meistes Schmuggel-Gold aus Afrika gelangt nach Vereinigte Arabische Emirate (von NBayoumi).
Zahl der Hinrichtungen in Afrika stieg 2023 um 300%.
Südkorea veranstaltet 1. Afrika-Kongress (von AMutambo).
Südafrikanisches Militär verlängert nicht nur kürzlich begonnene Militärpräsenz durch Teilnahme an Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika-Missionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, sondern auch in MOSAMBIK; zuletzt Todesopfer bei südafrikanischen Truppen (mit Reuters); Straßenbehörde beginnt Operation, um alle Straßen zu reparieren und staatlicher Stromversorger stellt erstmals seit 2022 Stromversorgung sicher (von SKwinika).
Transparency International warnt, dass Korruption im Bereich der Landvergabe zu wachsender Ungleichheit in 6 untersuchten afrikanischen Ländern führt und somit zu politischen Spannungen beiträgt (von TPongweni), wie auch aktuell im Mouvement du 23-Mars-Krieg im Osten der Demokratische Republik Kongo.
Kenia wird Angola als 4stärkstes BIP-Land in Afrika überholen (von DOmondi).
Auch laut Internationaler Währungsfonds-Studie ist Wohlstandsmehrung in Afrika gegenüber weltweiter Wohlstandsmehrung zurückgefallen, sodass Ungleichheit zwischen Kontinenten zunimmt (mit Reuters).
Britische Studie erwartet erhebliches Wachstum der Zahl von afrikanischen Millionären um 65% in nächsten 10 Jahren, besonders wegen Einnahmen aus Kohle-, Gold- und weiteren Bergbau-Ausbeutungen, sowie Steuererleichterungen, wie in Mauritius.
Zahlreiche Überschwemmungskatastrophen nach heftigen Regenfällen in westlichem Indischen Ozean von MALAWI bis AFGHANISTAN; 63 Flut-Tote in Pakistan (von RKhan), 17 Tote bei Überschwemmungen in OMAN (mit AP) und 11 Tote in KENIA; Regnet es im Oman stark, herrscht danach erhöhte Heuschrecken-Gefahr in Horn von Afrika (von CWam); Überflutungen sind vor allem auf aktuelles El-El Niño-Phänomen zurückzuführen, das durch Klimawandel verstärkt wird (von RUddin).
Militärisches Material und Ausbilder aus RUSSLAND treffen erstmals in Niger mit Ziel ein, nigrisches Militär grundsätzlich zu unterstützen; somit unterhalten alle Allianz der Sahelstaaten-Länder nach Abbruch der militärischen Beziehungen zu FRANKREICH militärische Kooperation mit russischen Truppen, die wohl teilweise noch Teil der Wagner-Gruppe sind, wobei in Niger nun neuer russischer Söldnerkonzern Afrika-Corps Einsatz leitet.
Französischer Außenminister besucht nach erheblichem Machtverlust in letzten Jahren in frankophonem Westafrika KENIA und RUANDA in Ostafrika, sowie weiterhin Elfenbeinküste (von FAToure).
Internationaler Währungsfonds bereitet Finanzhilfen für von Dürre betroffene Länder in südlichem Afrika vor (von JFisayo-Bambi); Laut Studie aus SÜDAFRIKA emittiert Kontinent inzwischen so viel CO2, wie er einspart (von YErnst und SArchibald).
Welternährungsprogramm startet nach jüngster Ausrufung des Katastrophenfalls in MALAWI wegen Dürre 70Mio$-Spendenkampagne für Direkthilfe, um 2 Millionen Menschen für 3 Monate ernähren zu können; Auch SIMBABWE startet eigenen Aufruf nach 2Mrd$ humanitärer Hilfe, nachdem Regierung Emmerson Mnangagwa auch hier el-El Niño-Dürre-Katastrophenfall ausruft (mit AP).
Chinesische Unternehmen kündigen an, mit Investitionen Bankensektor in GHANA, das 2023 teilweisen Schuldenrückzahlungsausfall erlebt hatte, stärken zu wollen; Afrikanische Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank erteilt chinesischem Straßenbauunternehmen Chico Tätigkeitsverbot, nachdem Unternehmen in "betrügerische Aktivitäten" in UGANDA involviert sein soll (von VOwino).
Laut Internationaler Arbeiterorganisation ILO steigen jährliche Gewinne aus Zwangsarbeit in der Privatwirtschaft auf 236Mrd$, was 37% mehr ist, als 2014; höchste Gewinne in Europa, gefolgt von Asien, Amerika, Afrika und zuletzt den Arabischen Staaten; Hohe Gewinne in Europa entstammen zu großem Teil aus Sex-Zwangsarbeit, die besonders lukrativ für Ausbeuter+ ist.
Karte Putschserie In den grünlichen Farbtönen habe ich die lateinamerikanischen Staaten eingezeichnet, in denen im Jahr 1980 eine Militärregierung herrschte. Schraffiert ist Ecuador, da hier die Militärregierung 1979 endete. In den orangenen Farbtönen liegt der sogenannte "Putschgürtel" von Afrika, zu denen sich Sierra Leone, Guinea-Bissau, Gambia, Sao Tome und die Zentralafrikanische Republik gesellen, in denen in den 2020ern Putschversuche gescheitert sind. Die verschiedenen Farbschattierungen dienen auf dieser Karte nur der Ästhetik.
Argument zur Putschserie in Westafrika.
tl;dr: Die Putschserie im Lateinamerika der 1970er wurde von paranoiden Militärs ohne Kriegserfahrungen durchgeführt, wohingegen die Putschserie im Westafrika der 2020er eher einer Militär-internen Rebellion gegen eine wohl falsche Kriegsführung ähnelt.
Es ist schon schwierig genug, den „Putschgürtel“ Afrikas, der sich von Guinea am Atlantik bis Sudan am Roten Meer erstreckt als eine Einheit zu beschreiben, weil die Umstände der Putschs derart unterschiedlich sind: Im Sudan findet die Militärregierung im Kontext eines Bürgerkrieges statt, in Niger und Gabun glich der Putsch eher einer Palastrevolution, im Tschad hat ein dynastischer Machtwechsel zu einer Militärregierung geführt und in Mali und Burkina Faso waren es schließlich Teile des aktiven Militärs, die gegen die bisherigen Regierungen geputscht hatten. Im Mali und Burkina Faso waren die heutigen Militärpräsidenten Assimi Goïta und Ibrahim Traoré waren unmittelbar vor ihren Putschs in direkten Kampfeinsätzen mit der Macht der dschihadistischen Milizen in der Region konfrontiert. All diese Länder und weitere schraffierte Länder, in denen in den 2020ern Putschversuche stattgefunden haben, sind auf der Karte eingezeichnet. Im Fokus der internationalen Öffentlichkeit stehen jedoch weniger die Militärregierungen im Sudan, dem Tschad, Guinea und Gabun, sondern eher die drei Militärregierungen in den drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso. Das liegt einerseits daran, dass Mali z.B. das erste westafrikanische Land war, in dem in den 2020ern ein Putsch stattfand, und dass diese drei Länder seither eine politische und militärische Allianz, die Allianz der Sahelstaaten gegründet haben, aber es liegt wohl auch daran, dass diese Putschs in der internationalen Presse gut als geopolitischer Machtkampf zwischen Frankreich/dem globalen „Westen“ und Russland erklärt werden kann. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges scheinen seit Anfang 2022 große Teile der Welt in unserer Wahrnehmung diese Bedeutung angenommen zu haben. Dass es nicht so eindeutig ist zeigt beispielsweise die recht hilflos wirkenden Analysen nach dem Kriegsausbruch im Sudan Mitte April 2022, als beiden Kriegsparteien, sowohl der Rapid Support Forces als auch dem Militär nachgesagt wurde, pro-russisch zu sein.
Die Durchführung von Militärputschs in sich und das Aufsetzen der geopolitischen Brille, die darin einen Ost-West-Konflikt erkennen lässt, lässt Parallelen zwischen der politischen Situation in der Sahel-Zone der 2020er und Lateinamerika in den 1970ern erahnen. Die auf der Karte in Lateinamerika eingefärbten Staaten befanden sich im Jahr 1980 unter einer teilweise seit Jahrzehnten und teilweise noch für viele Jahre anhaltenden Militärherrschaft, die geopolitisch im Zeichen des Kalten Krieges standen. Hier war die Menge und die Dichte an Militärregierungen deutlich größer, als im Afrika der 2020er, was einen ersten erheblichen Unterschied darstellt. Eine weitere Parallele ist, das im globalen „Westen“ der 1970er gar nicht über alle lateinamerikanische Staaten eine öffentliche Diskussion stattfand, sondern über einzelne Diktaturen, wie die Pinochet-Diktatur in Chile, die Videla-Diktatur in Argentinien oder der Diktatur in Brasilien, die als beispielhaft galten, um sich mit dem Thema „Militärregierung“ zu befassen, wie in Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Andere Staaten mit Militärregierungen wurden jedoch eher unter den Gesichtspunkten eines Bürgerkrieges betrachtet, wie in den 1970ern Guatemala oder eben in den 2020ern der Sudan. Weitere Unterschiede lassen sich sicherlich in der tatsächlichen Militärregierungs-Praxis feststellen, die im Lateinamerika der 1970er zum Beispiel besonders auf dem „Verschwindenlassen“ von politischen Dissidenten beruhte, aber darauf will ich hier nicht so sehr eingehen.
Vorsitzender der Afrikanischen Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank Adesina fordert Ende und Umstrukturierung aller Staatsschulden, die Ressourcen des Landes als Sicherheiten angeben; 11 afrikanische Länder haben seit 2000 solche Kredite aufgenommen, wie Angola, Tschad und RKONGO (mit AP).